Frage zur Berechnung der Equity

    • wootzap
      wootzap
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2011 Beiträge: 42
      Hey,

      wenn ich das richtig verstanden habe, ist es möglich über die Equity oder über den Vergleich der Pot Odds mit den Odds herauszufinden, ob ein Call profitabel ist.

      Folgende Annahme:

      Pot: 8$
      Einsatz des Gegners: 2$
      möglicher Gewinn: 10$

      2$/10$ = 0,2 = 20% (Rake vernachlässigt)

      Was mich nun verwundert: Wenn meine Hand nun eine Equity von 20% besitzt, spiele ich bereits +EV?

      (20% = 5 Fälle)
      1) +10$
      2) -2$
      3) -2$
      4) -2$
      5) -2$
      --------
      == 2$

      Sind die Annahmen so richtig, oder habe ich irgendwo etwas übersehen? :x

      Danke schonmal ;)
  • 9 Antworten
    • Bierb4ron
      Bierb4ron
      Black
      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 21.092
      *edit*

      also...
      wenn Villain 2$ in nen 8$ Pot (8$+2$ = 10$) setzt und du nochmal 2$ callst, dann ist der Pot 12$ groß !!

      Somit benöigst Du eine Equity von: 12/2 = 1/6 = 16,667%

      1) investierter Betrag: 2 - gewonnener Betrag 12
      2) investierter Betrag: 2 - gewonnener Betrag 0
      3) investierter Betrag: 2 - gewonnener Betrag 0
      4) investierter Betrag: 2 - gewonnener Betrag 0
      5) investierter Betrag: 2 - gewonnener Betrag 0
      6) investierter Betrag: 2 - gewonnener Betrag 0

      Summe: investierter Betrag: 12 - gewonnener Betrag: 12
    • teAmeY
      teAmeY
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2007 Beiträge: 670
      ne eigentlich war es schon richtig bis auf dass du nur 8$ gewinnst

      du gewinnst mit 20% halt in einem von 5 fällen -> 1:4

      du muss aber $2 bringen um einen pot in höhe von $8 zu gewinnen -> kriegst also potodds von 4:1

      wie du also sehen kannst kommst du bei der ganzen sachen +-0 (EV=0) raus da gewinnwahrscheinlichkeit = potodds

      ist also die gewinnwahrscheinlich besser als die potodds, ist deine aktion auch immer +EV

      in deiner rechnung gewinnst du eben im Fall 1) nur $8 anstatt die $10

      das schwierige ist nur das Einschätzen deine Equity direkt am Tisch :)

      lG teAmeY
    • Bierb4ron
      Bierb4ron
      Black
      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 21.092
      Das ist nich richtig, teamey... man callt für nen gesamten Pot, inklusive dem, was man selbst auch einbezahlt. imo

      In diesem Beispiel sinds halt Villains 2 + unsere 2 + Ausgangspot = 12$ , die es zu gewinnen gibt mit nem Einsatz von 2.

      Wenn wir die Profitabilität von Contibets berechnen, ist es doch das gleiche.
      Betten wir 2$ in 3$ Pot, dann wollen wir 5$ gewinnen.
      2/5 = 40% , was bedeutet, dass zu 40% klappen muss.
      Und in OPs Beispiel callen wir eben 2, um 12 zu gewinnen (2/12 =16,667 benötigte Equity)
    • wootzap
      wootzap
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2011 Beiträge: 42
      Irgendwie ist das widersprüchlich, in Bronze Artikel für Odds & Outs steht folgendes:


      * Pot vor dem gegnerischen Einsatz: $10
      * Einsatz des Gegners: $2
      * Möglicher Gewinn für dich: $12
      * Einsatz, den du dafür bringen musst: $2

      In der beschriebenen Situation enthält der Pot $10. Hinzu kommen die $2, die der Gegner setzt, was einen Gesamtpot und möglichen Gewinn von 12$ macht. Du musst $2 zahlen, um im Spiel zu bleiben und die Turn-Karte zu sehen. Die Pot Odds betragen daher $12 : $2 oder auch 6:1


      Das kann doch nicht genau den gleiche Fall wie oben darstellen. Danach wäre der zu gewinnende Pot in meinem Beispiel auf jeden Fall 10$ groß und die Pot Odds damit 5:1...
      Ich glaube, ich habe meine Frage damit eben selbst beantwortet. Pot Odds von 5:1 entspricht einer Equity von 16,67%, wenn ich das richtig sehe. Das heißt wohl, dass man zur Berechnung der Pot Odds (Pot ohne eigenen Einsatz) bzw. der Equity (Pot inkl. eigenem Einsatz) unterschiedliche Potgrößen heranziehen muss?

      dementsprechend:
      pot odds: 10$ : 2$ = 5 : 1 = 16,7%
      benötigte equity = 2$/12$ = 0,167 = 16,7%
    • Tiriac
      Tiriac
      Bronze
      Dabei seit: 23.11.2010 Beiträge: 1.325
      ausm glossar:

      Die Pot Odds geben das Verhältnis wieder von möglichem Gewinn zum zu zahlenden Einsatz, sind also ein Ausdruck für das Nutzen/Kosten-Verhältnis eines zu bringenden Einsatzes.

      Pot Odds = möglicher Gewinn : zu zahlender Einsatz

      Beispiel:

      Der Pot enthält 10$.
      Spieler A setzt 5$

      Der Pot beträgt nun 15$. Das ist der mögliche Gewinn. Die Kosten für einen nachfolgende Spieler B liegen bei 5$. Er erhält somit Pot Odds von 15$:5$ oder von 3:1.

      Bedeutung

      Pot Odds sind dann von Bedeutung, wenn es um die Frage geht, ob sich das Mitgehen eines Einsatzes langfristig lohnt, z.B. beim Spielen eines Draws. Liegen die Kosten im Verhältnis zum möglichen Gewinn zu hoch, gemessen an der Gewinnwahrscheinlichkeit, dann lohnt es sich nicht, den Einsatz mitzugehen. Man gewinnt in diesem Falle zu selten, als dass sich die Investition langfristig rentiert.

      Befinden sich beispielsweise zwei Spieler in der letzten Wettrunde, der erste Spieler setzt 2$ in einen Pot von 10$, während Spieler B nur einen Bluff schlagen kann, dann muss Spieler A in einem von sieben Fällen bluffen, dass B den Einsatz langfristig ohne Verlust mitgehen kann.

      Die Pot Odds lägen in diesem Falle bei 10$+2$:2$ oder 6:1. Spieler B würde daher ohne Verlust und auch ohne Gewinn aus der Situation gehen, wenn seine Odds, seine Gewinnwahrscheinlichkeit, bei 6:1 lägen. Bei einem Call darf er in sechs Fällen verlieren (er verliert je 2$, insgesamt 12$) und muss in einem Fall gewinnen (er gewinnt 12$). Zu etwa 14% müsste A daher in der Situation bluffen.
    • teAmeY
      teAmeY
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2007 Beiträge: 670
      Original von Bierb4ron
      Das ist nich richtig, teamey... man callt für nen gesamten Pot, inklusive dem, was man selbst auch einbezahlt. imo

      In diesem Beispiel sinds halt Villains 2 + unsere 2 + Ausgangspot = 12$ , die es zu gewinnen gibt mit nem Einsatz von 2.

      Wenn wir die Profitabilität von Contibets berechnen, ist es doch das gleiche.
      Betten wir 2$ in 3$ Pot, dann wollen wir 5$ gewinnen.
      2/5 = 40% , was bedeutet, dass zu 40% klappen muss.
      Und in OPs Beispiel callen wir eben 2, um 12 zu gewinnen (2/12 =16,667 benötigte Equity)
      ja natürlich hast fast recht..der pot ist natürlich $10..hab mich verlesen

      aber trotzdem irrst du dich :P wie die glossarbleispiele auch zeigen ist meine rechnung schon ok so

      foldfrequencies und callen nach odds&outs ist schon was anderes

      OPs Beispiel: wir riskieren $2 um $10 zu gewinnen -> 1:5 / wir müssen mindestens in 1 von 6 Fällen gewinnen -> 16,67% Equity

      Dein Cbet Beipspiel: wir riskieren $2 um $3 zu gewinnen -> 1:1.5 / wir müssen mindestens in 1 von 2.5 Fällen gewinnen -> 40% Foldequity

      Vom Prinzip her also quasi das gleiche..nur wieso sollen wir nun in OPs Beispiel noch unsere $2 dazu rechnen? Machen wir in deinem Cbet Beispiel ja auch nicht :P dann wärens ja laut deiner Rechnung (bzw. deiner Logik nach denn die Rechnung ist ja obv i.O.) in OPs Beispiel bei $2:$12 1:6 und müssten in 1 von 7 Fällen gewinnen was also nur einer Equity von 14,29% entspräche.

      Sind ja eigentlich simple basics ^^
    • Bierb4ron
      Bierb4ron
      Black
      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 21.092
      ok
    • teAmeY
      teAmeY
      Bronze
      Dabei seit: 03.04.2007 Beiträge: 670
      ja w/e :rolleyes: mach ne EV-Calc mit 12 & 2 dann siehst es

      wir rechnen das selbe und wir meinen auch wahrscheinlich das selbe nur ist es eben in dem Beispiel falsch zu sagen, wir callen $2 um $12 zu gewinnen ;)
    • Vampyr09
      Vampyr09
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2008 Beiträge: 12.605
      Zu sagen, dass es falsch ist dass man 2$ callt um 12$ zu gewinnen finde ich falsch. Denn imo ist es nur eine andere (unübliche) Art sich auszudrücken.

      Denn viele Leute sprechen rein intuitiv in der Art und Weise der Pot Odds (Wie du ja richtig gesagt hast), trotzdem ist es nicht unbedingt falsch, wenn man vom Standpunkt ausgeht, dass man den kompletten Pot gewinnt den man zurück bekommt, denn auch das ist richtig - wenn auch unüblich.

      Ihr meint aber wahrlich beide das Gleiche.