Im BW postflop looser?

    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.679
      Ich packs mal hier rein, weil es beim Diamondcoaching meine Frage war:

      Falls ich es in den HBs falsch verstanden habe, korrigiert mich bitte:

      Ich meine 2 Hände gesehen zu haben, in denen (einmal war es Hotte) - hieß, dass am Turn die raising oder 3betting-Range im BW ja weiter wäre als im "normalen" Spiel. Kobeyard hat dem etwas widersprochen. Ich habe die Hand auch gefunden:

      Loosere raisingrange postflop?


      fakt ist: Die Ranges sind weiter, dadurch ist die relative Handstärke höher, sprich im FR macht ein CD mit Khigh Null Sinn, da der Openraiser nur bessere Hände in seiner Range hat. So verschiebt sich alles doch. Khigh hat mehr value, Ahigh, Bottompair usw. Ich 3bette i.d.R. ja meine relative Handstärke. Also dass, was einen EQ-Vorteil hat. Natürlich nicht blind und CD ist immer noch ne Option, aber ein CD im BW mit K als TP mit weakem Kicker kommt wohl nicht in Frage. Gegen einen tighten openraiser evtl. schon. Somit müsste sich ja alles etwas verschieben.

      Jetzt meine Beobachtung: Dies passiert aber nicht an den Tischen. b/3bT ist nach wie vor 2pair+ (abgesehen von draws). Wenn ich Kobeyard richtig verstanden habe, dann ist das auch gut und richtig, dass sich das nicht ändert.
  • 8 Antworten
    • beni
      beni
      Black
      Dabei seit: 17.10.2006 Beiträge: 11.684
      Original von wuerstchenwilli
      b/3bT ist nach wie vor 2pair+ (abgesehen von draws). Wenn ich Kobeyard richtig verstanden habe, dann ist das auch gut und richtig, dass sich das nicht ändert.
      das stimmt so nicht. grade im bw kann man turn ein gutes tp oft bet/3bet spielen.

      beispiel hero im sb mit KQ BB callt

      board: K :spade: 8 :club: 5 :club: 5 :heart:

      oder

      sb openraised hero im BB 3bettet AJ

      board: 45T check, bet, call
      turn: J villain checkraised
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.679
      Das sind aber meine Erfahrungen auf 2/4 u. 3/6. ich habe ja auch schon häufiger dann looser gecapped (bspw. mit Overpair) aber imo immer verloren (ja ich weiß, nur weil TP dazu kommt heißt das nicht, dass man cappen musss/soll). Auf den Lowstakes wird da imo postflop nicht zwischen BW und normal unterschieden.
    • schiep
      schiep
      Black
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 13.601
      Naja, dann ist es offensichtlich ein Leak.

      "Extremes" Beispiel: Wenn man 10 Handed KQs aus BB defenden würde vs reasonable UTG raiser und am Board erscheint AKQ, hat man einen CCalldown.
      Wird man im BvB hingegen ge3bettet, würde man bei gleichem Board hingegen irgendwo checkraisen.

      Andererseits natürlich ist zB AK im BvB gegen einen passiven Defend und Flopraise auf A22 rb weniger Wert als wenn man UTG ist und BB einen checkraist. Einfach in Ranges denken :)
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.679
      Aber wenn ich Kobe richtig verstanden habe, dann war er auch der Meinung, dass sich das Postflopspiel im BW nicht großartig von anderen unterscheidet. Wäre schön, wenn Leute, die die Diskssion verfolgt haben nochmal was dazu sagen oder ebne Kobeyard selbst.
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.679
      Original von schiep

      Andererseits natürlich ist zB AK im BvB gegen einen passiven Defend und Flopraise auf A22 rb weniger Wert als wenn man UTG ist und BB einen checkraist. Einfach in Ranges denken :)
      Weil im BW 2er in den Ranges vorkommen oder worauf willst du hinaus? Prinzip ist mir ja auch klar. Aber wie gesagt: meine Erfahrungen sind die, das viele ihren Autopilot spielen. Das war auch ein weiteres Argument (aber nicht das einzige von Kobe). Manche cr eben nur TP und FDs. Im BW kann man aber easy MP oder BP checkraisen.
    • Alph0r
      Alph0r
      Black
      Dabei seit: 09.05.2007 Beiträge: 5.149
      Die Frage, die ich mir zunächst stelle ist, ob du es mehr aus einer GTO nahen Sicht wissen willst, oder im Vakuum bei einem bestimmten Gameflow.

      Wenn die Ranges weiter sind, kann man mehr Hände härter for Value spielen, da die relative Handstärke und somit die EQ besser ist.
      Wenn mein Gegner im BvB am Flop any pair, viele Draws und manchmal sogar A high C/R, dann hab ich mit TP weak Kicker oder je nach Board auch second Pair mit gutem Kicker 60% EQ gegen seine Range und werd irgendwo nochmal reraisen. Gegen meine weitere Reraising Range, sollte er dann auch etwas mehr 3betten und ich sollte wiederum etwas mehr cappen.

      Wie es im Vakuum auf einem bestimmten Limit ist, ist wieder ne ganz andere Frage. Wenn der durchschnitts Spieler auf den Lowstakes nicht an loosere Ranges adaptet, dann sollte man immernoch tight gegen ihn reraisen, aber dann macht er auch sowieso einen großen Fehler, weil er aus mittelguten Händen zu wenig value bekommt.
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.679
      Original von Alph0r
      Die Frage, die ich mir zunächst stelle ist, ob du es mehr aus einer GTO nahen Sicht wissen willst, oder im Vakuum bei einem bestimmten Gameflow.

      Wenn die Ranges weiter sind, kann man mehr Hände härter for Value spielen, da die relative Handstärke und somit die EQ besser ist.
      Wenn mein Gegner im BvB am Flop any pair, viele Draws und manchmal sogar A high C/R, dann hab ich mit TP weak Kicker oder je nach Board auch second Pair mit gutem Kicker 60% EQ gegen seine Range und werd irgendwo nochmal reraisen. Gegen meine weitere Reraising Range, sollte er dann auch etwas mehr 3betten und ich sollte wiederum etwas mehr cappen.

      Wie es im Vakuum auf einem bestimmten Limit ist, ist wieder ne ganz andere Frage. Wenn der durchschnitts Spieler auf den Lowstakes nicht an loosere Ranges adaptet, dann sollte man immernoch tight gegen ihn reraisen, aber dann macht er auch sowieso einen großen Fehler, weil er aus mittelguten Händen zu wenig value bekommt.
      So sehe ich das auch. Jetzt die Frage, ob kobeyard das auch so siehtg und wie eure Erfahrungen auf 2/4 bis T/20 sind.
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.385
      Es ist eigentlich ganz einfach. Man lässt sich die Stats nicht global sondern für die einzelnen Positionen anzeigen und adapted dann auf genau diese Spielweise des Gegners. Allgemeine Aussagen zu Ranges gegen Gegner sind hohl und haben vor 3 Jahren noch ausgereicht.