CCFlop

    • CCFlop
      CCFlop
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 113
      Sehr schön, dass es jetzt hier auch einen Kurs gibt und ich denke es wird Zeit, dass ich mal gründlich anfange Pokern zu lernen.

      Ich heiße Christian, bin Ü40, selbständiger Webmaster und spiele schon mein ganzes Leben lang gerne Karten. Als gebürtiger Bayer waren meine erfolgreichsten Zeiten beim Schafkopf. Dort habe ich 2 Jahre Liga gespielt und konnte öfter auf Turnieren mit mehr als 1000 Teilnehmerrn in die Top50 kommen und schöne Gewinne mitnehmen.

      Mit Pokern bin ich aber bisher meilenweit entfernt davon ein Winning Player zu sein. Im Gegenteil, man kann mich gut und gerne als Fisch bezeichnen, v.a. deswegen, weil ich allzu häufig gegen Fische und Anfänger verliere!
      Da ich bisher aber noch nie über NL4 hinausgekommen bin, sind die Tische auf meinen Limits meist voller Spieler die mindestens in jedes zweite Spiel per Limp und Call einsteigen und dann versuchen bis zum Showdown zu kommen.
      Ich bin dann immer wieder zu blöd dazu, sie davon abzuhalten, so dass sie am Ende den Gutshot treffen und ich wieder mal meinen Stack los bin...
      Wie protecte ich gegen einen Spieler der tendenziell alles callt???

      So etwas wurmt mich und es ist gleichzeitig meine Herausforderung.

      Ich spiele am liebsten Shorthanded, SNGs und Turniere. Während ich im Cashgame auf längere Sicht meistens draufzahle, bin ich bei den anderen zwei relativ break even und komm so zu ca. 33% ITM.

      Mein bisheriges Pokerwissen beziehe ich zum Großteil aus PS, speziell aus den Artikeln und Live-Play-, bzw. Sessionreview-Videos. Gespielt habe ich bisher etwas mehr als 100.000 Hände. Dazu muss ich sagen, dass ich jetzt nicht über mehrere Jahre continuierlich gespielt habe, sondern immer mal wieder ein, zwei Monate bis ich durch Erfolglosigkeit wieder den Ehrgeiz verloren hab.

      Meine größten Leaks sind:

      1. viel zu oft zu glauben, die Bet sei ein Bluff
      Dies trifft mich vor allem bei den o.g. Fischen hart, die mir am River dann nach c/c c/c nochmal ne Potsize-Bet vor den Kopf knallen...

      2. mich allzuleicht in AI-Situationen drängen zu lassen, in denen mir dann der Zeitdruck der ablaufenden Uhr zu schaffen macht und im Kopf eine Blokade entsteht, die mir klares Denken erschwert und oft unüberlegtes Handeln herausbringt.

      3. kein geeignetes Mittel zu finden, wenn ich in Turnieren oder SNGs über einen längeren Zeitpunkt carddead bin.
      Dies trifft mich vor allem in der mittleren Phase wenn es auf die Bubble zugeht und hier beständig minimum zwei Gegner mit Limps und Minraises in den Pot einsteigen, so dass ich noch nichtmal richtig stealen kann. Bei SNGs kommt der 4. Platz bei mir relativ am häufigsten vor und auf Turnieren hole ich mir immer mal wieder den Titel des Bubbleboys weil ich trotz des Wissens, durch einen Fold auch mit einem sehr kleinen Stack noch sehr wahrscheinlich ITM zu kommen AA, KK, AKs einfach nicht weglegen kann.

      4. schlecht maginale Situationen am Flop gegen loose oder schlechte Spieler einschätzen zu können. Vor allem dann, wenn ich weiß dass ich kaum Foldequity zu erwarten habe.


      So, das war viel Text, nun freu ich mich auf den Kurs und hoffe, dass ich kein hoffnungsloser Fall bin :f_biggrin:
  • 21 Antworten
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hallo Christian, willkommen in unserem NL Einsteiger Kurs.

      100.000 Hände sind ja jetzt schonmal was. Bist also nicht mehr ganz blutiger Anfängern ;) .

      Zu deinen Leaks würde ich dir Hauptsächlich unser Handbewertungsforum empfehlen, dort kannst du Hände mit anderen Pokerstrategen zusammen analysieren. Und genau die Spots besprechen, bei denen du Probleme hast, beispielsweise, wenn du denkst geblufft zu werden.

      Ansonsten bin ich schonmal auf deine Fortschritte hier im Kurs gespannt.
    • CCFlop
      CCFlop
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 113
      Hmmm, ich hätte wohl erst die erste Hausaufgabe lesen sollen, bevor ich meine Vorstellung geschriebe habe...

      Frage 1 und 2 sind insofern schon überwiegend ein meiner Vorstellung beantwortet.

      Pokern ist für mich u.a. auch faszinierend, da es auf mathematischen Logiken basiert, die ohne menschliches Denken nicht spielbar sind. It's a mind game und so etwas liebe ich, da es immer eine besondere Herausforderung für mich ist. Ich glaube bis heute gibt es keine guten Pokersimulationen, die gegen einen guten Spieler langfristig erfolgreich wären.

      Doch gerade das menschliche Zutun stellt für mich als eine mehr logisch als emotional denkende Person oft vor schwierige Entscheidungen. Hierin liegen meine größten Leaks. Zu den bereits genannten gehört daher auch, dass ich meine Gegner noch zu schlecht einschätzen und "lesen" kann, vor allem wenn ihr Handeln oft nicht logisch ist.

      Frage 3.
      Tight-aggressive Spielweise bedeutet, dass man mit wenigen, ausgesuchten Blättern durch Bets und Raises die Initiative ergreift und den Gegner unter Druck setzt.
      Das bedeutet, ich spiele Preflop Karten die je nach Position und Anzahl der bereits ins Spiel eingestiegenen und noch verbleibenden Spielern am Tisch erfolgversprechend sind. Mit Bet oder Raise will ich dabei meine Mitspieler davon überzeugen und entweder den Pot direkt gewinnen oder mir für den Flop eine gute Ausgangsposition verschaffen. Auch am Flop und den folgenden Strassen sind Bets und Raise dann bei der tight-aggressiven Spielweise die Mittel
      - um den eigenen Vorteil durch Protection vor Draws zu schützen,
      - mehr Geld, d.h. Value zu erzeugen
      - mehr Informationen über das Blatt des Gegners zu erhalten
      - oder auch mal per Contibet, Semi- oder Bluff den Pot abzugreifen
      Sieht jedoch meine Position am Flop schlechter aus, versuche ich durch eine tighte Spielweise z.B. den Pot zu kontrollieren oder auch die Hand aufzugeben, wenn jeglicher weiterer Einsatz keinen guten Erwartungswert hat.
      Die tight-aggressive Spielweise hat mehrere Vorteile, u.a.
      - führt sie zu einem guten Tableimage, so dass Bets von mitdenkenden Spielern mehr respektiert werden
      - höheren Gewinnwahrscheinlichkeiten durch gezielte Karten- bzw. Spotauswahl die EV+ sind.

      Nachteile der tight-aggressiven Spielweise sind z.B.
      - gerade anfangs etwas weniger Spielspass, weil man seltener ins Geschehen mit eingreift.
      - leichter bluffbar zu sein, da Situationen mit positivem Erwartungswert seltener sind
      - für den Gegner berechenbarer zu sein, da er die Ranges mit denen man spielt leichter einschätzen kann, als z.B. bei einem loosem Spieler.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Super Definition! Freigabe für Lektion erteilt, viel Spaß!
    • CCFlop
      CCFlop
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 113
      Aus Lektion 1 habe ich jetzt noch was mitgenommen, dass ich schon direkt vergessen hatte: Der Quizbereich. Hmm, sind interessante Situationen und ich komme da meist nicht auf die Höchstpunktzahl und sehe also, da ist noch viel zu tun ;)

      Zur Hausaufgabe von Lektion 2:

      Frage 1:
      Die letzten Tage habe ich jetzt versucht streng nach dem SHC zu spielen. Und jetzt erkenne ich nach und nach, wo ich bisher schwere Fehler gemacht habe und meine Spielweise gerade in Mittelposition oft zu loose und dafür am Button eher zu tight war. Eigentlich keine gute Mischung... Andersrum wäre es angebrachter, vor allem an einem 6max Tisch.
      Das SHC ist eine gute Vorgabe, da es in erster Linie gute profitable Starthände jeweils für Early, Middle, Lateposition und die Blinds gibt. Doch das ist natürlich sehr verallgemeinert, gerade zwischen CO und BU ist schon eindeutig der Unterschied (z.B. nur am Button kann sich die letzte Position für das Postflopspiel wirklich sichern).
      Aber nicht nur die Position auch die Gegner, Stacksizes wie Stats sind zu berücksichtigen um profitable Spiele zu finden, abseits der SHC Vorgaben. Spielt man aber erstmal streng nach SHC, so kriegt man besser ein Gefühl wie wertvoll große und kleine Pocketpairs, die Ass-Kombinationen, Broadways und suited connectors wirklich sind und an welche Positionen man damit auch profitable spielen kann.
      Am meisten Anpassungsmöglichkeiten sehe ich hier vor allem in Blindstealsituationen. Bei tighten Gegner, kann man durchaus viele weitere Starthände, wie unsuited Asses, suited Kings oder suited one-gappers und unsuited connectors nutzen. Bei SNG's und MTT's ist es oft gar nicht zu verhindern, wenn man nicht ausgeblindet werden will.

      Frage 2:
      Hier mal ein Link:
      A7s am Button nach 2 Limpern
      Ich muss ehrlich sagen, dass ich das Handbewertungsforum bisher sehr stiefmütterlich behandelt. In den letzten Tagen habe ich es mir aber zur Gewohnheit gemacht, einige Hände die diskutiert werden anzusehen. Und es ist wirklich eine wertvolle Quelle. Nun das Raussuchen aus meiner HEM DB ist mir etwas schwer gefallen, daher werde ich jetzt beim Spielen und Reviews meiner Session vermehrt auf Hände achten, bei denen ich mir unklar bin.

      Frage 3:
      Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?
      Meine Equity wäre laut Equilator 46,324%

      Zu Hasenbratens Crushing NL50:
      Hab schon ein bisschen voraus- und mir auch das zweite Video angeschaut.
      Hier ist schon ein Zaubersatz, der Hilfe bei einer meiner Probleme ist:
      Plane Deine Hand. Das habe ich bisher viel zu wenig gemacht und mich eigentlich nur auf meine nächste Aktion fixiert, anstatt die Hand als Ganzes zu betrachten, ein Ziel zu bestimmen und auf mögliche Aktionen des Gegners vorbereitet zu sein. D.h. z.B. ich versuche jetzt schon vor einem Raise zu überlegen, was ich eigentlich mache, wenn er reraised and so on... Sehr hilfreich. Früher bin ich hier gerne mal einfach noch mal drauf!
      Gleichzeitig beobachte ich jetzt mehr meine Gegner und versuche auch bei Spielen bei denen ich nicht beteiligt bin, etwas Handreading zu betreiben und darauf zu achten, mit welchen Raisesizes sie arbeiten. Wahre Bluffer sind da grad im niedrigen Limit, wirklich relativ leicht zu identifizieren.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Freut mich zu lesen, dass du schon erste Inhalte mitnehmen konntest.
      Zu den Abwandlungen: klingt vernünftig, machbar und sollte dich auf jeden Fall weiterbringen.
      Gerade bei Steal-Situationen und brauchbaren Gegnern ist das eine Goldgrube.
    • CCFlop
      CCFlop
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 113
      Lektion 3:
      Etwas wo ich mir immer noch oft unsicher bin oder es falsch voraussehe, sind die implied odds und das Postflop Spiel mit Draws. Ich werde mich damit noch mehr auseinandersetzen müssen. Zu oft spiele ich Draws zu aggressiv und muss dafür dann viel bezahlen. Auf der andere Seite, muss ich ehrlich gestehen, macht es auch Spaß mit nem kleinen suited one-gapper à la 86s, AK oder ähnliches zu schlagen :tongue:

      Zur Hausaufgabe:

      Frage 1:
      Mit KQs habe ich gegen ein 3er Pocketpair relativ einen Coinflip von 50,78% zu 49,22%.
      Die zwei spades am Turn helfen mir leider nicht allzu viel gegen das Set von Villain und meine Equity sinkt auf 26,46%

      Frage 2:
      Was mache ich auf das Reraise von BU am Turn.
      Preflop hat er mein Raise gecallt, was er jetzt nicht unbedingt mit einer BU-Openraising-Range machen würde. Ich setze ihn daher auf AT+, KT+, QT+ und PPs. Da keine weitere Information über ihn vorhanden sind, könnten auch noch suited connectors bei einem loosen Gegner oder any Ace, Broadways bei nem NL2 Fisch vorhanden sein.
      Die Flop-Action gibt mir keine wirklich neuen Informationen.
      Der Turn bringt mir einen GS und Nutflush-Draw. Durch sein Reraise allerdings muss ich fast von einer Madehand bei ihm ausgehen. Ein set aus Pocketpairs oder ein Overpair wäre hier gut möglich, aber auch eine Strasse wenn er loose ist und mit 65, 54 gecallt hat, oder ein Fisch, der mal wieder mit K4o spielt.
      Da hier nicht weiter bekannt nehme ich die größtmögliche Range:
      QQ-22,A4s,K4s,65s,A4o,K4o,65o und schließe nur AA und KK aus, da ich hier schon eine 3bet Preflop erwarten würde.
      Gegen diese Range habe ich 26% Equity. Meine Potodds sind bei einem Call 91:22 was 24,17% entspricht. Damit wäre ein Call noch geradeso profitabel.
      Ein Push kommt aber denke ich nicht in Frage, da es keine schlechteren sondern nur bessere Hände gibt, die callen könnten. Denn hat er bereits ein Set oder eine Strasse, so wird er sie kaum folden und auch ein Gegner Overpairs wird hier callen. Insofern lautet meine Antwort: Call.

      Frage 3:
      Ja, die Sache mit den Draws...
      Hier ist meine Hand, bei der ich mir nicht ganz klar bin, ob ich sie richtig gespielt habe:
      Doppelter GS am BB
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      OK, Frage 1 ist schon mal korrekt :)

      Deine Range bei Frage 2 sieht schon mal recht gut aus. Wir nehmen gegen Unknown aber immer an, dass es ein halbwegs denkender Spieler ist, deshalb kann z.B. K4o ruhig rausfallen.

      Eventuell interessant ist auch das Flop-Verhalten. BU ist als Letzter dran und tut nichts. An sich könnte er hier z.B. mit einem GS (mit der 4) einen Versuch starten, der Pot ist noch relativ klein und sowohl BB als auch Hero deuten nicht an, dass sie unbedingt weiterspielen wollen.
      Alles in Allem sind deine Berechnungen aber richtig.

      Vielleicht hättest du hier auch gleich üben können, wie das am Tisch machbar wäre, wenn du diese Situation schon als Problem ansiehst.
      Das ist ein klassischer Fall für eine Situation, die du nach Odds & Outs spielen und die Implieds beachten kannst.
    • CCFlop
      CCFlop
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 113
      Stimmt implieds, odds und outs sind eigentlich das Thema von Lektion 2 und 3, also hier nochmal die Frage 2 entsprechend beantwortet:

      Der Gesamtpot am Turn nach Bet und Raise ist: 91c
      22c brauch ich zum callen, damit habe 91:22 pot odds was 4,14:1 entspricht.
      Mögliche Outs sind 9 clubs für den Flush, 3 4er (ohne clubs) für die Strasse plus je 3 für ein Ass und einen Buben für TPTK, bzw. TPGK, also gesamt 18.
      Ob TPTK noch ausreicht ist nach dem Reraise fraglich, insofern muss ich die Asse und Buben discounten und mir bleiben 12 outs.
      46 unbekannte Karten zu 12 Outs sind: 3,83:1
      Trotz OOP, zeigt der Gegner soviel Stärke, dass zu erwarten ist, dass am River vom Gegner noch Geld in den Pot wandert und damit die implied odds ausreichen sollten diesen Call mit positiven Erwartungswert machen zu können.

      Aber Frage: Käme jetzt am River ein Kreuz oder eine 4, die sowohl die Strasse als auch den Flush offensichtlich machen, wäre es dann besser c/r statt b/r zu spielen?

      BTW: Auf NL2 bei IPoker habe ich immer mindestens einen am Tisch der K4 in solcher einer Situation am Ende zeigt :f_biggrin:
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Vergiss deine 12 Outs, wenn du von einer Straight oder einem Set ausgehst hast du nur noch die Flush-Outs.
      4 bringt dich nicht weiter, weil die Straight dann am Tisch liegt.

      Flush musst du wegen dem Set noch discounten, und tada, schon brauchst du Implieds :s_biggrin:

      c/r ist immer möglich, wenn du glaubst, dass BU am River nochmal setzt. Wenn nicht, dann b/r
    • CCFlop
      CCFlop
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 113
      Die letzten Tage habe ich mich viel mit Draws und dem Postflop-Spiel dazu beschäftigt und bin deutlich vorangekommen, wenn auch ich da noch mehr Erfahrung sammeln muss. Ich denke auch mal, dass auf NL10+ die Sache schon wieder ganz anders aussieht, als auf NL2 wo ich mit aggressiv gespielten Draws öfter mal auch in ein durch gecalltes Bottom-Pair laufe...

      Stop-Loss-Limits sind ein guter Weg. Ich spiele inzwischen etwas anders. Ich habe immer meinen winning graph im HEM offen und sehe da so alle 10-20 Hände mal drauf. Zeigt dieser einen deutlichen Abwärtstrend, höre ich auf und mach erstmal einen Sessionreview um zu sehen, wo ich denn heute verliere oder schlecht spiele. Manchmal liegt es an Suckouts oder einfach card-dead Phasen, aber zumeist sind einfach Fehler meinerseits vorhanden.
      Liegt es an mangelnder Konzentration, da ich offensichtliche Situationen übersehen habe, höre ich auf.
      Liegt es an grundlegenden Fehlern oder Fehleinschätzungen muss ich mehr lernen und suche nach entsprechenden Hilfen und spiele auch deshalb erstmal nicht weiter, bis ich mir das Wissen verinnerlicht habe, dass mir die gemachten Fehler erspart hätte.
      Kann ich jetzt keine groben Fehler ausmachen, versuche ich es nochmal. Und irgendwie scheinen nach einer Pause, nach dem Neustart der Pokersoftware und an anderen Tischen die EV+-Situationen sich wieder mehr zu häufen :)


      Da Lektion 4 auch das Postflop-Spiel mit als Schwerpunkt hat, bin ich hier auch weiter auf Leaksuche.
      Ein mögliches Leak sind Pocketpairs, denn auf alle Hände gesehen bin ich hier im leichten Minus.

      Hausaufgabe zu Lektion 4:

      Frage 1:

      Dementsprechend ist meine Postflophand für die Handbewertung auch ein Pocketpair:
      NL2 Contibet auf PP gegen 2 Coldcalls

      Frage 2:

      Es ist gar nicht so leicht eine Hand zu erwischen, die noch nicht bewertet wurde. Die Handbewerter sind wirklich sehr fleissig und schnell! Einfach top!

      Da ich jetzt im Lernmodus bin und die Aufgabe gerne schon mal innerlich abschließen möchte:
      Hier ist eine etwas ältere Bewertung von mir, bei der ich auch noch falsch lag ;)
      NL2 - AJo mit Flopdonk

      Ich lese inzwischen aber regelmäßiger in den Handbewertungsthreads und werde zu gegebener Zeit was nachreichen.

      Frage 3:

      Meine Equity nach Equilap in dieser Situation ist 41,41%
      Nach odds and outs habe ich: 6outs durch Overcards und 4outs für den GS Zehner, d.h. 4,7:1. Hätte ich Initiative, d.h. wäre Preflop-Aggressor, würde ich eine Contibet machen und eine Donkbet callen. Auf eine Contibet würde ich gegen unknown folden und in anderen Fällen nur falls es mir die Odds erlauben callen. Insgesamt sehe ich bei dem Flop KQ als schwache Drawing Hand an, die es sich nicht unbedingt lohnt weiter zu spielen. Ich bräuchte hier schon Position und müsste mein Spiel am Gegner ausrichten.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage 1:
      Hand gepostet ;) . Und inhaltlich wird sicher einer unserer Handbewerter da bald etwas zu sagen.

      Frage 2:
      Falsch zu liegen ist ja kein Problem, dazu sind die HB Foren ja da, dass man eben solche Fehler bemerkt und daraus lernt ;)

      Frage 3:
      Die Equity ist korrekt. Und ansonsten denke ich auch, dass man es mit der Hand OOP nicht übertreiben sollte ;) .
    • CCFlop
      CCFlop
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 113
      Lektion 5

      Crushing NL50 Teil 2 habe ich mir natürlich noch mal angeschaut. Und ich finde dieses Video ist für mich sehr lehrreich gewesen. Immer wenn ich etwas unkonzentriert werde und schlechter spiele, fordere ich mich selbst auf wieder mehr auf die "General Idea", die Handplanung und das Handreading zu achten. Die Idea und Planung schon vor meiner ersten Aktion helfen mir klar zu definieren, was habe ich eigentlich und was kann/will ich damit erreichen. Das Ergebnis hält mich dann oft genug davon ab, große Fehler zu machen wie z.B. eine Hand zu overplayen oder zu leichtfertig zu callen.

      Zur richtigen Einstellung gehören Ausreden! Hahaha
      Im Ernst, dass kenne ich vom Dart zu genüge und es macht auch dort den Unterschied zwischen besseren und schlechteren Spielern. Aber Vorsicht! Das ist ein zweischneidige Sache. Es kommt einfach darauf an, wie man die Ausreden benutzt und welche Wirkung sie haben.
      Ich fahre z.B. auf jedes größere Turnier und zu jedem wichtigen Spiel mit einer Ausrede im Gepäck. Sie ist mein Blitzableiter, wenn der Druck sehr groß wird und vermeidet sehr gut, dass ich ins Hadern komme und vor lauter Verzweiflung verbissen schlecht spiele, was man im Pokern als tilt bezeichnet.
      Schlecht wird es allerdings dann, wenn man nach neuen Ausreden während des Spiels sucht. Vielleicht auch nur um ggü. den Mitspielern nicht schlecht da zu stehen und trotz Verlust mit gehobenen Haupt aus einer Partie zurückkommen will. Dann übersieht man gerne seine eigenen Fehler oder spielt sie herunter. Doch genau diese Fehler sind es, aus denen man jede Menge lernen könnte. Und anstatt nach Ausreden zu suchen, wäre es weit besser gewesen, dies zum Anlass zu nehmen, sich mehr auf das Spiel als die eigenen Gedanken zu konzentrieren.


      Hausaufgabe zu Lektion 5:

      Frage 1:
      Auf die Stats meines Gegners werfe ich inzwischen so gut wie immer einen Blick, bevor ich mich entscheide, außer ich kenne Villain inzwischen schon gut.
      Bei meiner Beispielhand geht es um einen Blindbattle, den ich nur aufgrund eines hohen ATS-Werts gespielt habe:
      NL2 BvB gegen Alltime-Stealer

      Frage 2:
      Hier ist eine Hand, die ich bewertet habe:
      QJo CO NL5SH

      Frage 3:
      Wir spielen mit SC gegen zwei Coldcallern aus den Blinds.
      Meine General Idea zu den kleinen SC ist: Ich will den Pot möglichst schon preflop mitnehmen, und werde sonst die Hand nur weiterspielen, sollte ich etwas treffen. Aber dann aggressiv.
      Mein Plan preflop: b/f
      Den Call von SB zeigt gewisse Stärke. Denn er ist OOP.
      BB kriegt nach dem Call von SB gute Odds von: 0.3:0.8. Sein Call sieht für mich eher etwas schwächer aus. Allerdings zeigen sie Stats, dass er preflop eher passiv spielt und insofern ist Vorsicht geboten.
      Der Flop ist gut zu uns. Zwar zeigt er ein Paar und macht damit ein FH möglich, doch wir treffen unseren Flushdraw und haben noch Rettungsouts auf eine Strasse mit 4,5 und 8,9.
      Warum checken wir hier? Ich denkere was besseres hätten wir kaum bekommen können um hier eine Contibet zu machen.
      Am Turn kommt der Flush und mit dem Jack auch ein Broadway an. Nun sind wir mit einer hohen Bet (5/6 Pot) und einem Call konfrontiert.
      Was können die beiden halten?
      Offensichtlich einen J wie
      AJ, KJ, QJ, J9
      wobei AJ schon eher ein preflop raise gewesen wäre.
      JT glaube ich hier eher nicht, denn dass hätten sie schon am Flop raisen müssen, da beide gute AF-Werte haben.
      Möglich ist auch ein Onecard Flushdraw
      mit einem Ad, Kd, Qd
      Möglich wäre auch ein Straigtdraw bei BB, wie z.B. 89, Q9, KQ
      Zuletzt bleiben auch noch am Flop slow gespielte Monster wie 33, TT
      Gegen diese Ranges liegen wir mit unserer Made Hand deutlich vorne und insofern kann es auf keinen Fall ein fold sein.
      Die Frage ist nun, müssen wir protecten, sollten wir for value raisen oder könnten wir durch einen Slowplay noch mehr value extrahieren?
      Ich denke, wir wollen den River hier eigentlich nicht mehr sehen und er würde selbst mit einer Blank uns nicht mehr verbessern. Ein Call wäre daher falsch, selbst wenn auf einen Raise von uns noch Gegenwehr kommen würde.
      Daher ist meine Entscheidung: raise/broke

      Frage 4:
      Nach dem Call einer 3bet von einem relativ loose/aggressiven Spieler haben wir am Flop ein Overpair mit BSD und spielen OOP.
      Seine Range würde ich hier so sehen:
      QQ+, TT-66, ATs+, KQs, T9s, AQo+, KQo
      Gegen diese liegen wir mit 58,4% vorne.
      Leider fehlen uns seine 3bet-Stats.
      Nehmen wir diese als unknown an, wäre eine reasonable Range etwa:
      QQ+, AQs+, KQs, AQo+, KQo
      Dagegen liegen wir mit 45,8% hinten.
      Sollen wir nun checken? Zum einen wollen wir kein Ass, König oder Dame auf den folgenden Streets sehen und zum anderen ist eine Contibet seinerseits schon sehr wahrscheinlich.
      D.h. wir denken darüber nach, ob wir donken oder c/r spielen. Wir sollten uns dabei aber auch überlegen, wie wir auf einen Reraise seinerseits reagieren.
      Bei einem Reraise seinerseits lägen wir sehr wahrscheinlich hinten und müssten folden. Da er bei c/r check behind spielen könnten und die Foldequity unserer Donkbet einen höheren Erwartungswert gibt, wäre meine Line: bet/fold
    • CCFlop
      CCFlop
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 113
      BTW: Ich bräuchte etwas Hilfe.
      Zur Zeit scheint der Mond nicht gut zu stehen, denn die Fische sind sehr aggressiv geworden.
      D.h. ich treffe mir bekannte AnyTwo-Spieler, die noch vor einigen Tagen brav zu mir hingecheckt, geminbettet oder auf meine Bets gefoldet haben, jetzt auf einmal zu Donkeys/Maniacs mutiert sind. D.h. ihr AF von einst unter 1 ist auf über 4 hochgeschnellt und sie betten any Flop und callen/raisen any bet von mir.
      Das hört sich nach einer profitablen Situation an, in der man am besten auf Bluffs verzichtet und nur for value raist.
      Doch leider, leider, leider verliere ich mit dieser Taktik derzeit beständig, da sie mich regelmäßig ausdrawen und am Turn/River noch ihre TwoPair oder ihren Draw machen und ich so selbst mit meinen Made Hands meistens zahlen muss.
      Auf der anderen Seite sind es gerade die Steals mit schwächeren Holecards aus BU/CO, die Contibets und aggressiv gespielte Draws mit denen ich normal an den 6max-Tischen kontinuierlich Gewinn mache. Verzichte ich auf diese nun weitgehenst, zeigt meine Winning Kurve eine deutliche Tendenz nach unten, die durch die Suckouts noch verstärkt wird.
      Meine Frage daher:
      Welche (Semi-)Bluffs haben hier erfahrungsgemäß noch den besten Erwartungswert, auf die ich trotz tight-solider Spielweise nicht verzichten sollte?
    • CCFlop
      CCFlop
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 113
      So... jetzt hab ich grad 80% meiner Bankroll vernichted. Und jede Entscheidung hätte ich nochmal so gemacht. QQ over JJ, AQ vs. QT, QJ, set over set, set vs. Riverflush. Der Überfisch hat derweil an 2 NL2-Tischen (nicht nur mit meinem Geld) seine Stacks auf 18 und 23 $ geschraubt. Und das fast nur mit 4- oder 6-outer auf Turn und River...
      Frage mich echt, ob's soviel Sinn macht zu wissen, dass der andere eigentlich Fehler macht :s_cry:
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Gut, erst mal zur Hausaufgabe.

      Die Handbewertungen überlass ich den Handbewertern.
      Frage 3 ist schön analysiert und du kommst auf eines der möglichen Ergebnisse.
      Wenn du hier erhöhst, kommst du aus der Hand nicht mehr raus, egal, was passiert.
      Wenn du dir bezüglich der Ranges unsicher bist, wäre ein Call ebenfalls möglich, die Hand ließe sich auch WA/WB spielen.

      Bei Frage 4 gefällt mir deine Range nicht so besonders.
      Wir haben hier einen LAG, der sich mit einem Stealversuch konfrontiert sieht. Er wird hier also sehr wahrscheinlich mit einer deutlich größeren Range drüberfahren.
      Du kannst z.B. jedes PP reinnehmen, Axs, einige offsuit Aces, alle Broadways inkl. JT.
      Die Schlussfolgerung ergibt sich dann aus der Equity-Berechnung. Wenn du über 50% liegst, willst du ihn doch gerade die Conti machen lassen, um ein Checkraise anzubringen. Eventuell setzt du ihn auch gleich AI, weil du dann ebenfalls keinen Ausweg mehr hast.
      Wenn du jetzt Donk/Fold spielst, lädst du ihn ja geradezu dazu ein, einmal aus Prinzip zu erhöhen und zu sehen wie du reagierst. Dafür sit die Hand wiederum zu gut.

      Zu den weiteren Postings kann ich dir nur sagen: schade, aber das kommt vor.
      Gegen Donkeys und Maniacs solltest du Bluffversuche weitgehend unterlassen, wenn dich niemand respektiert wird das nicht klappen. Ist ernüchternd und entmutigend, aber leider nicht zu ändern.
    • CCFlop
      CCFlop
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 113
      So, der Downswing-Tilt ist erstmal verdaut.
      Im Nachhinein betrachtet sind mir durch die Suckouts auch noch weitere kostspielige Fehler unterlaufen. Das heisst für mich, ich brauch weiteres mentales Rüstzeug um mich in solchen Downswing-Varianzen besser behaupten zu können. Daraus folgt: Das Wissen darum, dass Villain macht, kann doch helfen ;)

      Angesichts aber der Tatsache, dass meine BR nun auf unter 10 Dollar geschrumpft ist, denke ich darüber nach, ob ich nicht erstmal auf ein etwas weniger varianzenreiches Spiel am Fullring-Tisch umsteigen soll. Da ich auch nun weniger als 5 Buyins für die BSS habe, überlege ich sogar mich erstmal nur mit dem bei Poker770 NL2 möglichen Mindestbuyin von 1$ also 50BB an den Tisch zu setzen.
      Das liegt vor allem auch dadran, dass wohl mein teuerstes Leaks im Mitspiel um große Pötte liegen:
      Im Vergleich, gesehen auf die letzten 10k Hände
      Final Potsize < 50BB: +$8,26
      Final Potsize > 49BB: -$40,22

      Final Potsize < 30BB: +$12,91
      Final Potsize > 29BB: -$44,87

      Final Potsize < 20BB: +$19,40
      Final Potsize > 19BB: -$51,36

      Die SSS wäre da wohl am besten, doch leider sind 50BB Mindestbuyin...
      Was könntet Ihr mir raten?

      Hausaufgabe zur Lektion 6:

      Frage 1
      Hier habe ich eine schöne Hand in meinen Stats gefunden, die sowohl Freeplay, Multiwaypot als auch ein mögliches Slowplay anbietet:
      Freeplay trifft Straight

      Frage 2
      Betrifft eine Hand, wo auf eine offensichtlich erwartete Contibet verzichtet wurde:
      NL10 SH: JJ am A75-Flop - CheckBehind?!

      Frage 3
      Wir haben am Turn mit einem mittleren TwoPair eine mittelstarke Hand.
      Allerdings werden wir mit einer Bet von einer Callingstation konfrontiert. Dies zeigt in der Regel besondere Stärke, da eine CS normal passiv agiert und eher callt statt bettet. Insofern sollten wir davon ausgehen, dass BB etwas gutes in der Hand hält, wie z.B. QQ, JJ, 33, AQ, AJ, KQ, KT, QJ, Q3.
      Mit QJ schlagen wir da kaum eine Hand und liegen gegen diese Range mit 31,4% behind.
      Die Halfsize-Bet von BB gibt uns relativ gute Potodds von 3:1, welche einen Call noch gut aussehen lassen.
      Können wir uns noch am River verbessern?
      Wir haben noch 4 Outs, wobei wir dabei nicht sicher sein können, dass diese uns die Nuts bringen. Denn hat Villain AJ bringt uns nur eine Queen weiter, hat er AQ hilft uns nur ein Jack.
      Von einem Call ausgehend, sähe die EV-Berechnung bei einem Push wie folgt aus:
      Pot gesamt: 52,10:24 = 2,17:1 = 31,5%
      Abzgl. Rake wären die Potodds daher kleiner als unsere Equity.
      Ein Raise denke ich ist daher -EV, da eine CS, die bettet, auch auf einen Push kaum folden wird. Ein Raise könnte höchstens CS von einer weiteren Bet am River abhalten.
      Aufgrund Equity > Potodds bleibt also der Call.
      Aus meiner Erfahrung würde ich einer bettenden Callingstation mindestens TwoPair geben. Damit blieben 22,9% Equity und damit ein klarer Fold.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Und wieder eine Lektion erledigt.

      Frage 3 hast du interessant gelöst, genau das ist der Knackpunkt hier. Bei einem so unklaren Read sind eigentlich alle Varianten möglich. Fold, wenn wir uns in jedem Fall hinten sehen, die CS also auf z.B. AQ setzen können.
      Call, wenn sich in der Range auch viele kleinere 2Pairs oder nur ein Qx-Hit befinden - unwahrscheinlich, dass die CS da gegen drei Leute Druck macht, aber möglich wärs.
      Raise kommt nur in Frage, wenn wir BB hier auch auf einen aggressiv angespielten Draw setzen. Das kann theoretisch sein, da sich am Flop niemand gemeldet hat und somit der Spot selbst für eine CS verlockend aussehen könnte.
      Eine eindeutige richtige Antwort gibt es hier nicht, Call ist mit deinen Annahmen und Argumenten aber auf jeden Fall mal nicht falsch.

      Was dein BR-Problem betrifft, solltest du eventuell wirklich auf FR wechseln. Wenn du dich aber nur mit 50BB an den Tisch setzen willst, würd ich dir eher die MSS empfehlen. Wenn du BSS mit50BB spielst läufst du nämlich Gefahr, dich mit mittelprächtigen Händen relativ schnell zu committen. Genau das wollen wir ja vermeiden, deshalb sind die 100BB bei BSS auch "Pflicht".
    • CCFlop
      CCFlop
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 113
      Bin die Woche jetzt mal auf MSS umgestiegen und hab mich mit den Artikeln, Videos und ein paar Coachings etwas schlauer gemacht.

      Zudem habe ich einige Hände im entsprechenden Handbewertungsforum gepostet und auch mitbewertet, sodass fürs BSS kaum Zeit blieb.

      Der Umstieg ist recht einfach und durch den kleineren Stack ist die Varianz etwas gedämpft. Trotzdem hab ich in 3000 Händen weitere 15 Dollar verloren, allerdings mit $ 10.57 +EV laut HEM. Tsss...

      Nun aber zur
      Hausaufgabe Letion 7:


      Frage 1:
      Kleine Pocktes aus UTG sind für mich shorthanded ein Problem. Ich finde den Raise nach Standardchart ist eigentlich nicht unbedingt profitabel oder gut zu spielen.
      Vielleicht kannst Du Dir daher meine Beispiel-Hand auch anschauen.
      NL2 kleine Pockets aus UTG

      Frage 2:
      Eine schöne, diskussionswürdige Hand, worum es sich auch um die Frage dreht: Wie aggressiv spielen wir eigentlich?
      NL2 TT Turn Call?

      Frage 3:
      Mit den kleinen SCs würde ich preflop einen Raise nicht callen. Treffe ich damit wirklich einen guten Flop, wie in diesem Beispiel, kann ich nicht unbedingt eine Contibet erwarten.

      In diesem Fall treffen wir natürlich einen Monsterdraw. Wir haben
      8 outs auf die Strasse und
      9 outs auf den Flush, wobei wir hier ein paar Outs discounten müssen, da bessere Flushdraws vorhanden sein können.

      Gebe ich ihnen beiden eine Range die alle suited connectors in Herz, suited Aces in Herz, TPGK, Overpairs und sets hält:
      QQ+,33-22,KQs,AhKh,AhQh,AhJh,AhTh,JhTh,Ah9h,Th9h,Ah8h,9h8h,Ah7h,8h7h,Ah6h,7h6h,AQo,KQo
      habe ich noch knapp 35% Equity. Auch mit noch weiteren Reduzierungen der Toppairs verbleiben min. rund 30%.
      Wir müssen noch 8,50 für einen Pot von 30,40 bringen und haben somit genug Odds so dass der Call immer EV+ sein sollte.


      Frage 4:
      Außer den Pocket 4ern tut uns auf diesem Flop nix weh. Wir sind klar vorne und müssen eigentlich nicht groß protecten. Die Frage ist, wie erzeugen wir genug Value.
      Da es eigentlich keine bessere Hand gibt, die wir zum folden bringen, bleibt lediglich die Frage ob es genug schlechtere Hände gibt, die hier einen Raise callen.
      Ich denke da eher, das Pockets und schlechtere Asse einen Fold finden würden und somit ist es besser nur zu callen und auf weitere Bluffs und Bets am River zu hoffen. Hinzu kommt, dass bei einem Call, SB sehr gute Odds für einen Overcall bekommt und wir unser TPTK gut dabei verschleiern.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Also, die Hände werde ich mal unseren Handbewertern überlassen, die dazu inhaltlich sicher noch etwas schreiben werden, kommen wir hier lieber zu den Beiden Händen aus der Aufgabenstellung.

      Drawing Hand:

      Wir haben
      8 outs auf die Strasse und
      9 outs auf den Flush


      So kannst du nicht rechnen. Du hast in diesem Fall 9 Outs auf den Flush, und 6 Outs auf die Straße. Da ja das A:heart: und die 6:heart: schon als Outs für den Flush gezählt wurden. Du hast also 15 Gesamt Outs.

      Aber Richtig ist natürlich, dass bei diesen Potodds das Geld in die Mitte wandert.

      Und bei der AK Hand stimme ich dir auch voll und ganz gut. Damit kannst du diese Lektion auch schon als abgehakt ansehen.
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    • 2