Notebook, Rücktritt vom Kaufvertrag

    • royal678
      royal678
      Bronze
      Dabei seit: 29.09.2008 Beiträge: 1.166
      Hallo,

      hab kurz ne Frage wegen einem Rücktritt vom Kaufvertrag, hab auch schon meinen Anwalt kontaktiert, allerdings bekomme ich da vermutlich erst in ein paar Tagen Bescheid und ich würde es gerne möglichst schnell wissen.

      ich habe mir Anfang Mai ein Notebook gekauft, es bestand ein Mangel, also habe ich es 2 mal eingeschickt.
      Dies ging bis Mittag August, Ende August hab ich es dann beim Verkäufer abgegeben.(Rücktritt vom Kaufvertrag)
      Neupreis war 1599€.
      Nun wurde mir mitgeteilt, dass mir 1299€ erstattet werden, weil das der aktuelle Verkaufspreis sei. (=aktueller Zeitwert)

      Das Notebook war kaum gebraucht, von der Zeit war es insgesamt 6 Wochen eingeschickt.
      Wieviel sollte ich erstattet bekommen? Voller Kaufpreis? Zeitwert?

      Vielen Dank.
  • 2 Antworten
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      Geh hin und sag, dass sie dir den kompletten Preis zu ersetzen haben, weil sie ja offensichtlich kein lauffähiges Gerät liefern können.
    • Tezet
      Tezet
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2006 Beiträge: 2.428
      Original von FiftyBlume
      Geh hin und sag, dass sie dir den kompletten Preis zu ersetzen haben, weil sie ja offensichtlich kein lauffähiges Gerät liefern können.
      Das ist so nicht richtig. Im Falle des Rücktritts muss OP sich den Gebrauchsvorteil anrechnen lassen. Die gewöhnliche Nutzungsdauer für ein Notebook beträgt 3 Jahre. Daraus folgt eine monatliche Abnutzung von 3% des Kaufpreises. Nicht einzurechnen ist natürlich die Zeit, in der der Laptop zur Reparatur eingeschickt war. Nutzungszeit waren also Mai, Juni, Juli, August. Nehmen wir an, der Laptop war insg. einen Monat davon in Reparatur, dann sind es noch 3 Monate und damit 9% Wertminderung. Die Erstattung müsste daher ca. 1455€ betragen (wie anteilige Monate berechnet werden, weiß ich gerade nicht. Daher hab ich beispielhalber abgerundet).

      Grundsätzlich muss man dem Verkäufer die Chance geben nachzubessern. Das hast du hier getan und er war nicht erfolgreich. Zur Frage, wieviele Nachbesserungsversuche dem Käufer zumutbar sind, existiert keine konkrete Zahl. Bei zwei Nachbesserungen empfinde ich es als Grauzone. Der Verkäufer bietet dir nun in gewisser Weise ein neues Gerät an.
      Die Frage ist, ob man den Rücktritt zum korrekten Preis, der hier dann vermutlich tatsächlich höher läge, durchdrücken sollte (die Frage ist, wieviel Stress gibt das in der Folge?) oder ob man mit dem Verkäufer spricht und ein Neugerät als letzten Nachbesserungsversuch gelten lässt.

      Was du letztlich machen solltest, kann ich nicht sagen. Ich dneke, das wären die zwei maßgeblichen Möglichkeiten. Der aktuelle Zeitwert ist aber mMn beim Rücktritt nicht relevant. Schließich tritt man vom konkreten Vertrag zurück und der wurde zu einer bestimmten Zeit mit einem bestimmten Preis vereinbart.