Draws spiele passiv/aktiv nach Board

    • snakschmecker
      snakschmecker
      Bronze
      Dabei seit: 14.10.2009 Beiträge: 145
      Hallo

      Ich habe leztens in einem Video die interessante Aussage gehört, dass es Boards gibt die eher für paasives draw spiel sprechen, und andere die sich wiederum besser für eine Agressive spielweise anbieten. Leider wurde das nicht weiter erläutert. Ich treffe meine Entscheidung eigentlich eher nach Gegner, aber vor allem gegen Regs sollte das Board an bedeutung gewinnen.
      Wer hat ideen dazu? Wo spielt ihr eher Aggressiv : dry, paired, sehr drawlastig?
      Wie ist es als Cold caller mit A high oder K high Boards ? oder low Card Boards ?
  • 6 Antworten
    • nacl
      nacl
      Bronze
      Dabei seit: 17.03.2009 Beiträge: 12.329
      Also gegen den standard Tag (Fullring) mit 15/12 und ~65% cbet wenn er aus UTG raised und das board ist:

      A72dd dann lohnt sich meiner Meinung nach die aggressive Spielweise mit dem Flushdraw nicht. Da er einfach mit dem Grossteil seiner Range (AJ-AK, 77, AA, 22) getroffen hat und der Rest 88-KK wenig Action am Turn und River vertraegt.

      Bei einem Board wie 865dd ist es wohl sehr gut mit einem Draw wie QJ Action zu machen. Denn AJ-AK haben nicht getroffen und sind schwache Bluffcatcher. Selbst overpairs wie 99-QQ werden es schwer haben. Denn wir koennen, jedes A, K, Q, J, betten und jeden angekommenen Draw. Es wird also wenig ihm gefallen. Die Frage ist allerdings ob er sowas wie AK auf dem Board nicht von vornherein c/f spielt.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Das Problem ist dass das Board nur eines von vielen Randbedingungen darstellt.

      Bei einem Semi-Bluff bzw. beim Spiel von drawing hands am Flop ist doch entscheidend...

      => gegen wen man spielt
      => gegen wieviele man spielt
      => welchen Draw man hält (Outs, Equity)
      => die Position
      => Stacksizes, Potgröße
      => ...
      => das Board

      (nicht gewichtet ;) ).


      Im idealen Play geht es ja auch um das Balancing. Man möchte seine Hand nicht verraten, also wäre es gut für bestimmte Spots Ranges zu haben mit denen man als Bluff, mit den Nuts, made hands oder als Semi-Bluff bettet (/raist).

      Beispiel:

      Flop: 3:d8:cT

      Du hältst im kleinen raised Pot 9:sJ.

      Die Frage ist halt, was du hier raisen würdest? TT? 88? 33? Overpars, Midpairs?

      Im Grunde wirst du hier kaum eine Valueraise-Range haben (History/Image mal außen vor, möglich ist es natürlich hier TT zu raisen EBEN WEIL man es nicht erwarten würde).

      Wie würdest du also TT/88/33 hier spielen? Am Flop callen, und dafür den Turn betten (floaten) oder sogar mal raisen.

      Die Line sieht stark aus, Villain wird dir häufig das Set geben. Also wäre es doch gut, wenn du mit J:s9 hier genauso spielst!

      Du kannst floaten, erzielst dadurch wohl viel Foldequity und deine 8 Outs hast du immer noch, der Draw ist gut versteckt.

      Das wäre also ein Spot wo du am Flop lieber callen solltest anstatt aggressiv zu spielen.


      Aber es kommen dann viele Faktoren dazu, mit starken 15-Outern kannst du natürlich eher aggressiv spielen und teilweise sogar for Value (gegen loose Range kommst du da auf >50% Equity).
    • snakschmecker
      snakschmecker
      Bronze
      Dabei seit: 14.10.2009 Beiträge: 145
      Original von MiiWiin
      Das Problem ist dass das Board nur eines von vielen Randbedingungen darstellt.

      Bei einem Semi-Bluff bzw. beim Spiel von drawing hands am Flop ist doch entscheidend...

      => gegen wen man spielt
      => gegen wieviele man spielt
      => welchen Draw man hält (Outs, Equity)
      => die Position
      => Stacksizes, Potgröße
      => ...
      => das Board

      Mir ist klar, das dass Board alleine nicht zur betrachtung genügt. Nur zur bewertung der anderen Parameter wie outs Position etc. habe ich klare Vorstellungen, wie das meine Entscheidung beieinflussen sollte. Nur zur Boardtextur bin ich mir eben unsicher.
      Mal Beispiel 6max TAG raist MP wir callen auf dem Btn und floppen jeweils OESD. Auf welchen Board callen raisen wir die CB

      A56
      K56
      J56
      876
      864
      655
      Was änder mögliche Flushdraws???
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von snakschmecker
      Original von MiiWiin
      Das Problem ist dass das Board nur eines von vielen Randbedingungen darstellt.

      Bei einem Semi-Bluff bzw. beim Spiel von drawing hands am Flop ist doch entscheidend...

      => gegen wen man spielt
      => gegen wieviele man spielt
      => welchen Draw man hält (Outs, Equity)
      => die Position
      => Stacksizes, Potgröße
      => ...
      => das Board

      Mir ist klar, das dass Board alleine nicht zur betrachtung genügt. Nur zur bewertung der anderen Parameter wie outs Position etc. habe ich klare Vorstellungen, wie das meine Entscheidung beieinflussen sollte. Nur zur Boardtextur bin ich mir eben unsicher.
      Mal Beispiel 6max TAG raist MP wir callen auf dem Btn und floppen jeweils OESD. Auf welchen Board callen raisen wir die CB

      A56
      K56
      J56
      876
      864
      655
      Was änder mögliche Flushdraws???
      Auf rainbow bedeutet das wir halten:

      A56 => 78s
      K56 => 78s
      J56 => 78s
      876 => 9x
      864 => 97s
      655 => 78s

      Viel mehr Hände (wie bspw.43s) callen wir wohl kaum am Button.

      Die Frage ist: Was würden hier for Value raisen?

      Auf rainbow-Board höchstwahrscheinlich wenig, ausscheiden tun mMn

      A56 => 78s
      K56 => 78s
      J56 => 78s
      655 => 78s

      Da callen wir 55/66/Ax- etc. wohl meistens, also auch den OESD.

      876 => 9x
      864 => 97s

      Das sind halt eher knackige Boards, wir können hier drei Sets verkaufen, einige 2Pairs und kombo-Draws. Und das würden wir häufig auch protecten. Also wäre ein Raise schon in Ordnung.

      Problem ist aber auch, ob wir raise/broke spielen können. Von raise/fold, vor allem in Position, halte ich nichts.

      Daher wäre es durchaus möglich, jeden dieser 8-Outer auf einem ansonsten dry Board (keine Flushchance) jeweils nur zu callen und die Action auf Turn/River zu verlagern (wobei ich lieber hitte anstatt zu floaten :coolface: ).


      Kommen weitere Draws dazu, sieht die Sache langsam anders aus. Dennoch werden reine 8-/9-Outer nicht zwanghaft aggressiv gespielt, da spielt die History nun mal rein.

      Grundsätzlich ist es im raised Pot meistens nicht ideal r/broke mit solch einem Draw zu spielen, wenn es nicht u.a. Balancing-Zwecken dient. Raise/fold macht auch nicht unbedingt Sinn, wäre zumindest schade um unsere Equity/Playability, also wirds häufig gecallt.

      Ändern tut sich das halt, wenn wir stärkere Draws haben, sprich 12-Outer+.
    • snakschmecker
      snakschmecker
      Bronze
      Dabei seit: 14.10.2009 Beiträge: 145
      Ok schonmal danke für die Analyse

      tendenziel wäre meine gedanke ähnlich. Wobei ich auf J56 und 556 evtl. auch ab und zu raisen würde, da ich den Gegner hier nicht so oft hitten sehe wie auf A oder K high Boards und daher fold EQ steigt und implieds sinken...?
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von snakschmecker
      Ok schonmal danke für die Analyse

      tendenziel wäre meine gedanke ähnlich. Wobei ich auf J56 und 556 evtl. auch ab und zu raisen würde, da ich den Gegner hier nicht so oft hitten sehe wie auf A oder K high Boards und daher fold EQ steigt und implieds sinken...?
      Da bist du ja schon wieder beim Yeti. Was raist denn auf einem 556-Board? Und was 3-bettet da?

      Da verkauft ihr euch gegenseitig nichts und ihr spielt irgendein guessing Game. Das mag ja auch gut sein, aber wir schauen ja hier quasi im Vakuum, da es nur um Boards geht. Und da ist ein 556-Flop nicht gerade geeignet irgendwas brauchbares zu verkaufen.