Mieterhöhung

    • LiveBet24
      LiveBet24
      Bronze
      Dabei seit: 06.04.2010 Beiträge: 2.965
      Hab im Mai diesen Jahres eine Mitteilung vom Vermieter bekommen. In der steht Anpassung an den Mietspiegel, usw. Kaltmiete wird erhöht. Dies soll im August passieren. (wahrscheinlich 3 Monate Kündigungsfrist beachtet oder so). Sollte meine schriftliche Zustimmung geben. Hab mich einfach nicht drum gekümmert. Jetzt haben wir Oktober. Es wird immernoch die gleiche Miete abgebucht. Ich wurde bis August mehrmals angeschrieben (auch mit der Drohung das die Zustimmung gerichtlich erlangt wird). Seit August gar nicht mehr. Kein Anruf, kein Brief, gleiche meite wird abgebucht...

      mein plan war eigentlich wenn die mit gericht und sowas kommen einfach zu sagen ich hatte die zustimmung weggeschickt...komisch kam nicht an und aus konto guck ich selten wieviel da abgeht. so langsam müsste es mir aber auffallen....so whats my line?
  • 7 Antworten
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      Ich kann dir deine Fragen nicht bis ins Detail beantworten, aber Grundsätzliches (ausgehend davon, dass die Mieterhöhung berechtigt ist. Beim Argument des Mietspiegels ist dies auch i.d.R. so, da leicht überprüfbar):

      1) Weißt du (oder solltest du wissen) selbst: Sich um etwas nicht zu kümmern, bedeutet nicht, dass sich das Problem in Luft auflöst (Hauptgrund, dass es in Deutschland immer mehr Überschuldete Menschen gibt). Ganz besonders dann nicht, wenn es um Geld geht. Von daher solltest du dich schnellstens aktiv darum kümmern.

      2) Hast du Kontakt mit Nachbarn im gleichen Haus? Ich würde zu allererst diese Fragen, wie deren Stand ist. Wenn die bereits die neue Miete blechen, wird schon sehr bald bei dir was kommen.

      3) Wenn du dich nicht darum kümmerst, wirst du dich wundern, wie schnell aus ein paar Hundert Euro, Tausende Euro werden können. Gerichtlicher Mahnbescheid + Gerichtskosten + Mietrückstand + Zinsen + Zinseszinsen.

      4) Oder, du bekommst gleich die fristlose Kündigung.

      ---> Wenn du dort weiterhin wohnen willst, Frag 1) die Nachbarn was Sache ist, 2) Tel.Höhrer in die Hand nehmen und Vermieter/Verwaltung anrufen 3) Ganz kleinlaut um Verzeihung bitten 3) Miete anpassen und ohne Murren den Rückstand begleichen

      BTW: deine Line ist ziemlicher Quatsch. Geldschulden sind Bringschulden. "Oh, ich habs vergessen", zählt nicht. Das interessiert niemanden.

      edit 2: Selbst wenn du sagst, du willst eh in 2 Monaten ausziehen, spielst auf Risiko und zögerst das noch so lange raus. Die haben immer noch deine Kaution, die sie dir nicht sofort geben müssen (1 Jahr, wenn ich mich nicht irre), bzw. wird sicherlich nur die Differenz aus Mietrückstand und Kaution ausbezahlt. Wenn überhaupt.
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.667
      Die Schutzbehauptung mit der Absendung deiner Zustimmung wird dir nicht zugute kommen, da du hier in der Beweislast bleibst. Macht auch Sinn, wie du an deinem Fall gut erkennen kannst.
      Besonders glaubwürdig wärst du im Übrigen auch nicht...
    • krong
      krong
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 25.12.2005 Beiträge: 13.662
      Original von cherubium
      ...

      Sehr guter Kommentar!
      Allerdings muss OP offensichtlich einmal auf die Schnauze fallen damit er auch so denkt...
    • wahnfried
      wahnfried
      Gold
      Dabei seit: 29.08.2007 Beiträge: 651
      wenn deine Angaben so stimmen müsste der vermieter bis ende oktober Klage einreichen

      Mahnverfahren gibts hier nicht - Klage geht auf Abgabe einer Willenserklärung

      ob dein Vermieter klagt, wenn keine Zustimmung erteilt wurde, weiß ich nicht - manche vermieter klagen nicht

      wenn du jetzt noch zustimmst, und der Vermieter noch keine klage erhoben hat und noch keinen Anwalt beauftragt hat, entstehen dir ausser der höheren Miete keine kosten

      ist schon Klage erhoben, kannste auch noch zustimmen und den rechtsstreit gegenüber dem gericht dann für erledigt erklären und erklären, dass du die Kosten des Rechtsstreits trägst bei einer Mieterhöhung bis 25 € pro monat kostet das dann 25 € gerichtskosten und ca. 50 € anwaltskosten

      bestreitest du im gerichtlichen Verfahren, dass die verlangte Miete ortsüblich ist, wirds teuer für irgendjemanden, weil dann ein Gutachter beauftragt werden muss - so ab 1.000,- € minimum, kann aber auch bis zu 7.000 € Gutachterkosten oder mehr gehen (hatte ich erst, bei einer Mieterhöhung von nicht mal 10,- € pro monat)

      wenn der Vermieter hier auf einen Mietspiegel verweist, spricht erstmal viel dafür, dass die verlangte Miete wohl ortsüblich sein dürfte

      ohne Kenntnis aller einzelheiten kann ich allerdings keine verbindliche Auskunft geben

      die höhere Miete musst du nur zahlen, wenn du zugestimmt hast oder ein rechtskräftiges Urteil des Gerichts vorliegt. Der Vermieter kann wegen der Rückstände davor oder wegen der fehlenden Zustimmung nicht kündigen

      ach so -wenn du eh (nach einer Kündigung) ausziehen willst, dann klär das mit dem Vermieter ab und einige dich irgendwie mit dem - klagen könnte er trotzdem noch

      ach so - dein Plan kostet dich also im schlimmsten Fall ca. 75 € mehr (wenn der vermieter klagt und sich von einem Anwalt vertreten lässt), wenn du nach Zustellung der Klageschrift dem Vermieter nachweisbar eine Zustimmungserklärung übersendest und dies dem Gericht unverzüglich mitteilst (am besten noch mal 2 Zweitschriften der Zustimmungserklärung mitsenden) und die Erklärung nicht vergessen, dass du die Kosten des Rechtsstreits trägst - tust du im gerichtlichen Verfahren nix, wirds teurer (75 € Gerichtskosten und ca. 70 € Anwaltskosten bei einem Streitwert von bis zu 300 € - der Streitwert ergibt sich aus dem Betrag der monatlichen Mieterhöhung x 12) Erkennst du die Klageforderung an, 25,- € Gerichtskosten und ca. 90 € Anwaltskosten.

      reicht der Vermieter nicht fristgerecht Klage ein, so müsste er ein neues Mieterhöhungsverlangen stellen
    • wahnfried
      wahnfried
      Gold
      Dabei seit: 29.08.2007 Beiträge: 651
      Original von cherubium
      Ich kann dir deine Fragen nicht bis ins Detail beantworten, aber Grundsätzliches (ausgehend davon, dass die Mieterhöhung berechtigt ist. Beim Argument des Mietspiegels ist dies auch i.d.R. so, da leicht überprüfbar):

      na ja, ohne Kenntnis der Einzelheiten kann man dies kaum beurteilen (Fristen eingehalten, Kappungsgrenzen eingehalten etc etc - kommt auch darauf an, was das für ein Mietspiegel ist (einfacher/qualifizierter)

      1) Weißt du (oder solltest du wissen) selbst: Sich um etwas nicht zu kümmern, bedeutet nicht, dass sich das Problem in Luft auflöst (Hauptgrund, dass es in Deutschland immer mehr Überschuldete Menschen gibt). Ganz besonders dann nicht, wenn es um Geld geht. Von daher solltest du dich schnellstens aktiv darum kümmern.

      stimmt, hat aber mit dem problem hier jezt nicht direkt was zu tun

      2) Hast du Kontakt mit Nachbarn im gleichen Haus? Ich würde zu allererst diese Fragen, wie deren Stand ist. Wenn die bereits die neue Miete blechen, wird schon sehr bald bei dir was kommen.

      interessant wäre nur, ob die wissen, ob der Vermieter auch den Klageweg beschreitet - ob die andern blechen oder nicht ist völlig wumpe

      3) Wenn du dich nicht darum kümmerst, wirst du dich wundern, wie schnell aus ein paar Hundert Euro, Tausende Euro werden können. Gerichtlicher Mahnbescheid + Gerichtskosten + Mietrückstand + Zinsen + Zinseszinsen.

      halbwissen und teilweise falsch

      4) Oder, du bekommst gleich die fristlose Kündigung.

      falsch - ohne Zustimmung oder rechtskräftige Verurteilung zur Zustimmung schon kein Rückstand und keine Kündigung deshalb

      ---> Wenn du dort weiterhin wohnen willst, Frag 1) die Nachbarn was Sache ist, 2) Tel.Höhrer in die Hand nehmen und Vermieter/Verwaltung anrufen 3) Ganz kleinlaut um Verzeihung bitten 3) Miete anpassen und ohne Murren den Rückstand begleichen

      BTW: deine Line ist ziemlicher Quatsch. Geldschulden sind Bringschulden. "Oh, ich habs vergessen", zählt nicht. Das interessiert niemanden.

      Er hat im Moment überhaupt keine Geldschulden, jedenfalls nicht wegen der Mieterhöhung, zu der noch nicht zugestimmt wurde

      edit 2: Selbst wenn du sagst, du willst eh in 2 Monaten ausziehen, spielst auf Risiko und zögerst das noch so lange raus. Die haben immer noch deine Kaution, die sie dir nicht sofort geben müssen (1 Jahr, wenn ich mich nicht irre), bzw. wird sicherlich nur die Differenz aus Mietrückstand und Kaution ausbezahlt. Wenn überhaupt.
    • feinfuehl
      feinfuehl
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2010 Beiträge: 8.755
      ka was hier alle haben - ignorieren und vergessen ist ne klasse line.

      das dich der vermieter vor gericht zieht ist relativ unwahrscheinlich, er wird dir evtl kündigen aber selbst dann kann er dir nicht fristlos kündigen weil du keinen höheren preis bezahlen willst.
      Oder er schickt die eine Rechnung[oder macht seinen anspruch irgendwie geltend] über die fehlende Summe sofern die erhöhung gerechtfertig ist - einen Mahnbescheid kann er dir nicht schicken wenn er dir vorher keine Rechnung über die fehlende Summe geschickt hat. Das er bei dir abbuchen kann ist sowieso nur Kulanz von dir.
    • wahnfried
      wahnfried
      Gold
      Dabei seit: 29.08.2007 Beiträge: 651
      nee - die line ist dann schlecht, wenn der Vermieter in jedem fall klagt

      gerade größere Vermieter / Unternehmen der Wohnungswirtschaft ziehen Mieterhöhungsverlangen durch, weil sonst keiner mehr einer Erhöhung zustimmt, wenn sich unter den Mietern rumspricht, dass der Vermieter eh nicht klagt

      und den Anspruch auf die höhere Miete hat er wie gesagt nur nach Zustimmung zur Mieterhöhung - entweder durch Mieter oder durch die verurteilung zur Zustimmung

      ob die Erhöhung gerechtfertigt ist oder nicht, ist unerheblich - entscheidend ist, wie gesagt, ob zugestimmt wurde oder nicht

      wenn zugestimmt wurde, braucht der Vermieter auch keine Rechnung mehr zu schreiben - er wird warscheinlich auffordern, den Rückstand zu zahlen - da die Miete, auch nach der Erhöhung zu der zugestimmt wurde, nach dem Mietvertrag oder nach dem Gesetz zu bestimmten terminen fällig wird, könnte er nach Fälligkeit auch ohne "Rechnung" oder mahnung gleich Klagen (oder einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen)

      und ob das "Kulanz" ist oder nicht, hängt vom Mietvertrag ab