Gab es Leben auf dem Mars?

    • Thilo87
      Thilo87
      Bronze
      Dabei seit: 03.09.2006 Beiträge: 901
      Pasadena (USA) - Vor vier Milliarden Jahren war es auf dem Mars rund 18 Grad warm und feucht - zumindest an einem Ort und für kurze Zeit. Zu diesem Ergebnis kommen amerikanische Forscher, die mit einem neuen Verfahren kohlenstoffhaltige Mineralien in einem vom Roten Planeten stammenden Meteoriten untersucht haben. Es ist das erste Mal, dass eine Bestimmung der Temperatur auf dem jungen Mars gelungen ist. Das Ergebnis liefert damit erstmals einen direkten Beweis für die seit langem gehegte Vermutung der Planetenforscher, dass es auf dem Mars einst eine Warmzeit mit flüssigem Wasser an der Oberfläche gab.

      "Es gibt all diese Ideen über einen wärmeren, feuchteren Mars", erklärt Woodward Fischer vom California Institute of Technology, einer der beteiligten Forscher, "aber es gibt verdammt wenige Daten, die das wirklich stützen." Fischer und seine Kollegen haben den 1984 in der Antarktis gefundenen Meteoriten ALH84001 untersucht. Der Gesteinsbrocken, vor 16 Millionen Jahren durch einen Asteroideneinschlag aus der Marskruste herausgeschleudert, gelangte 1996 zu Berühmtheit: NASA-Forscher behaupteten damals, versteinerte Bakterien in dem Meteoriten entdeckt zu haben - eine These, die bis heute heftig umstritten ist.

      ALH84001 enthält Carbonate, kohlenstoffhaltige Mineralien. Mit einem neu entwickelten Verfahren, das auf der Bindung seltener Kohlenstoff- und Sauerstoffisotope aneinander basiert, konnten Fischer und seine Kollegen die Temperatur bestimmen, bei der die Carbonate entstanden sind. Das Ergebnis: 18 Grad Celsius, plus oder minus vier Grad. Bei dieser Temperatur können Carbonate nur in Verbindung mit flüssigem Wasser entstehen, betonen die Wissenschaftler. Die Mineralien haben sich gebildet, als Wasser durch feine Risse und Poren in das Gestein unter der Oberfläche des Planeten eindrang, folgern Fischer und seine Kollegen. Als das Wasser dann verdampfte, bildeten sich die Carbonate aus im Wasser gelösten Mineralstoffen und Kohlendioxid, das aus dem Gestein ausdünstete.

      Bedeutet ein mildes, feuchtes Klima, dass auf dem jungen Mars Leben entstehen konnte? Bei dieser Frage sind die Forscher vorsichtig. Es hat möglicherweise nur Stunden oder Tage gedauert, bis das Wasser vollständig verdunstet war. Die Untersuchung zeige also nur, dass es kurzzeitig an einem bestimmten Ort lebensfreundliche Bedingungen gegeben habe. Ob dieses Ergebnis repräsentativ für den ganzen Planeten ist oder nur ein isoliertes Artefakt, bleibe eine offene Frage, die nur durch die Untersuchung von Marsgestein aus anderen Regionen geklärt werden könne.


      http://www.weltderphysik.de/de/4245.php?ni=3162

      Für mich persönlich scheinen sich nach und nach die Hinweise darauf zu erhärten, dass das Leben auf der Erde kein außerordentlich unwahrscheinlicher Zufall sein kann. Wenn schon ein Planet in unserem Sonnensystem Leben hervorbringen kann und ein zweiter wenigstens kurzzeitig einmal lebensfreundlich war, wieviele Planeten gibt oder gab es dann der Wahrscheinlichkeit nach im gesamten Universum, die lebensfreundlich sind? Ich meine, unsere Sonne ist ja nichts besonderes und dass ein Stern von Planeten umkreist wird auch überhaupt nicht. Ich denke zwar, dass 99,9% dieser Planeten nur von Leben in Form von maximal Bakterien oder einfachen Kohlenstoffverbindungen bewohnt werden, weil intelligentes Leben unserer Erfahrung nach sehr lange braucht um zu entstehen, einfaches Leben aber "recht" schnell geht. Aber 0,01% sind von ein paar hundert Billionen Planeten und Monden ist enorm viel. Also ich glaube an E.T.! Irgendwo da draußen hocken komisch aussehende Wesen vor dem Computer und stellen sich die gleiche Frage, ob es noch anderes intelligentes Leben im Universum gibt.
  • 38 Antworten
    • ElBasadero
      ElBasadero
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 1.868
      sorry fürs klugscheißen, aber einfache kohlenstoffverbindungen sind per definitionem kein leben.

      abgesehen davon, denke ich auch, dass es irgendwo leben geben wird, andererseits ist es für mich so gewaltig unvorstellbar, wie dieses leben dort, wo auch immer es sein sollte, sofern es existiert, aussieht.

      was für ein satz.
    • Quabbe
      Quabbe
      Bronze
      Dabei seit: 18.09.2007 Beiträge: 2.854
      Original von Thilo87
      Irgendwo da draußen hocken komisch aussehende Wesen vor dem Computer und stellen sich die gleiche Frage, ob es noch anderes intelligentes Leben im Universum gibt.
      Vielleicht sind wir ja die Aliens und die Aliens sind es nicht? :D

      Ich gehe auch stark davon aus, dass es 'echtes' Leben außerhalb unseres Sonnensystems gab, gibt und immer wieder geben wird. Manche mögen Intelligenz wie wir sie besitzen entwickeln, manche mögen eine Daseinsform weit darüber hinaus erlangen, und viele werden kurz vor Erreichen eines transzendenzähnlichen Geisteszustandes von einem kosmischen Unfall heimgesucht und müssen als Staubmilbe neu anfangen.

      Thats life! :)
    • Settra
      Settra
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 859
      Da es ne Menge Lebewesen auf der erde gibt, die in den unmöglichsten Bedingungen überleben, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass es noch irgendwo leben gibt. Gerade weil das Universum unvorstellbar groß ist.
      Intelligentes Leben braucht schonwieder viel Zufall und besondere Bedingungen.
    • 2phil4u
      2phil4u
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2010 Beiträge: 3.722
      Ob die wohl auch Poker spielen ? :D
      Es wird ziemlich unwahrscheinlich sein, dass sie genau JQA haben, aber das 10er System könnten sie auch haben.

      Meine größte Angst ist ja, dass irgendwann hochintelligente Aliens, bei denen Kartenspielen Volkssport Nummm 1 ist, die Spiele auf der Erde angreifen und unrentabel machen.
    • majinv
      majinv
      Global
      Dabei seit: 16.04.2010 Beiträge: 455
      Und dann geben sie sich als Russen aus Oo
    • kayindergrube
      kayindergrube
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2006 Beiträge: 42
      - Dad, do you think there's people on other planets?- I don't know, Sparks. But I guess I'd say if it is just us... seems like an awful waste of space.
    • ElBasadero
      ElBasadero
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 1.868
      Original von Settra
      Da es ne Menge Lebewesen auf der erde gibt, die in den unmöglichsten Bedingungen überleben, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass es noch irgendwo leben gibt. Gerade weil das Universum unvorstellbar groß ist.
      Intelligentes Leben braucht schonwieder viel Zufall und besondere Bedingungen.
      von was für bedingungen hängt intelligentes leben denn ab?
      was verstehst du unter intelligentes leben? nur menschen oder auch andere tiere?
    • dergruene
      dergruene
      Global
      Dabei seit: 03.07.2011 Beiträge: 213
      Original von ElBasadero
      sorry fürs klugscheißen, aber einfache kohlenstoffverbindungen sind per definitionem kein leben.

      abgesehen davon, denke ich auch, dass es irgendwo leben geben wird, andererseits ist es für mich so gewaltig unvorstellbar, wie dieses leben dort, wo auch immer es sein sollte, sofern es existiert, aussieht.

      was für ein satz.

      genauso wie hier, mach die da nicht viele hoffnunfen.
    • IgNoRaNt
      IgNoRaNt
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2006 Beiträge: 2.303
      Jo, wenn man sich die Geschöpfe so ansieht, gibts echt was nichts, was es nicht gibt. Da müssten schon krass andere Bedingungen herrschen und genau nach denen schauen wir ja nicht ;)
    • Uebergold
      Uebergold
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2007 Beiträge: 5.408
      Nee, aber aufm Mond.




    • ElBasadero
      ElBasadero
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 1.868
      Original von dergruene
      Original von ElBasadero
      sorry fürs klugscheißen, aber einfache kohlenstoffverbindungen sind per definitionem kein leben.

      abgesehen davon, denke ich auch, dass es irgendwo leben geben wird, andererseits ist es für mich so gewaltig unvorstellbar, wie dieses leben dort, wo auch immer es sein sollte, sofern es existiert, aussieht.

      was für ein satz.

      genauso wie hier, mach die da nicht viele hoffnunfen.
      worauf basiert deine aussage? mir ist schon klar, dass h2o ein gutes lösungsmittel und C ein guter grundbaustein ist, aber wenn ich mich richtig erinnere wäre auch ein leben auf N möglich. (kann mich aber auch mit dem element vertan haben, jedoch gäbe es noch ein anderes auf dessen basis leben - nach momentanem stand - theoretisch möglich wäre).
    • dergruene
      dergruene
      Global
      Dabei seit: 03.07.2011 Beiträge: 213
      Original von ElBasadero
      Original von dergruene
      Original von ElBasadero
      sorry fürs klugscheißen, aber einfache kohlenstoffverbindungen sind per definitionem kein leben.

      abgesehen davon, denke ich auch, dass es irgendwo leben geben wird, andererseits ist es für mich so gewaltig unvorstellbar, wie dieses leben dort, wo auch immer es sein sollte, sofern es existiert, aussieht.

      was für ein satz.

      genauso wie hier, mach die da nicht viele hoffnunfen.
      worauf basiert deine aussage? mir ist schon klar, dass h2o ein gutes lösungsmittel und C ein guter grundbaustein ist, aber wenn ich mich richtig erinnere wäre auch ein leben auf N möglich. (kann mich aber auch mit dem element vertan haben, jedoch gäbe es noch ein anderes auf dessen basis leben - nach momentanem stand - theoretisch möglich wäre).
      ich rede nicht von den lebensbausteinen. aber du sagtest ja, dass sie unvorstellbar anders aussehen sollen. aber ich denke, dass es viele gemeinsame eigenschaften zwischen dem leben auf der erde und auf einem anderen planete geben wird, weil jedes lebewesen unter den gleichen naturgesetzen leben muss.
      und wie einer schon gesagt hat, unsere natur hat soviele verschieden lösungen unabhängign von einander gefunden, für jede art von terrain, dass uns rein vom äußerlichen her vieles sicher auch bekannt vorkommen wird.
      außerdem suchen wir ja gerade nach leben auf erdähnlichen (gesteins)planeten.
    • delfink
      delfink
      Bronze
      Dabei seit: 16.10.2007 Beiträge: 5.916
      ham nicht die ganzen flüge zum mars/mond en paar bakterien von der erde dahingeschleppt?
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      Ich wiederum halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass es überhaupt, abgesehen von der Erde, einen weiteren Planeten in unserer Galaxie gibt, auf dem Leben, sei es nun intelligent oder "dumm" (Was auch immer Intelligenz ist) existiert.

      Die Bedingungen für die Entwicklung von Leben sind so mannigfaltig, dass lässt sich nicht einfach nur auf das vorhanden sein eines Lösungsmittels wie bzw. flüssigem H2O reduzieren. Nur man als Denkanstoß. Bin mir jetzt nicht sicher, ob ich die wichtigsten Kriterien zustande bekomme:

      1) Leben kann nicht im Innern einer Galaxie entstehen. Dort herrscht Terror, Chaos, Zerstörung. Leben benötigt Ruhe, Kontinuität.

      2) Der Stern muss dem unserer Sonne entsprechen. Ist er zu groß, vergeht der Stern zu schnell. Ist er zu klein, bringt er zu wenig Energie auf, ist also zu kalt. Bzw. ist die Schwerkraft des Sterns zu gering bzw. müsste der Planet so nahe an dem Stern sein, dass der Planet seine Eigenrotation verlieren würde, was Leben wiederum unmöglich macht (siehe Merkur).

      3) Der Planet müsste in etwa die Masse der Erde oder die Masse der Venus besitzen ---> Schwerkraft darf nicht zu gering sein (sonst verliert der Planet seine Atmosphäre), er darf aber auch nicht zu schwer sein (ist die Schwerkraft zu groß, wird die Atmosphäre so dicht, das diese alles zerquetschen würde.
      Übrigens ist genau aus dem Grund diese ganze Terraformingdebatte beim Mars der letzte Schwachsinn. Der Mars kann keine Atmosphäre halten, die dicht genug wäre, um dort Atmen zu können. Man müsste ständig durch "Atmosphärengeneratoren" den Verlust der Atmosphäre ausgleichen.

      4) Der Planet muss Magnetfeld besitzen ---> Kosmische Strahlung. Dies bedeutet i.d.R. einen geschmolzen Kern aus Eisen. Merkur hat seltsammerweise auch ein Magnetfeld (lt. neuester Erkenntnisse), ist zwar schwach, man weiß aber nicht so genau, wieso der Merkur magnetisch ist.
      Wenn die kosmische Strahlung komplett durchgelassen wird, ist leben unmöglich. Diese vernichtet jegliche lebensfähige Zelle.

      5) Der Planet müsste einen ähnlichen Trabanten haben wie ihn die Erde hat. Dieser verlangsamt die Rotation, gibt Stabilität. Wenn ein Planet wie ein wildes Ei durch die gegend eiert ....---> perverse klimatische Bedingungen. Nicht gerade förderlich für Leben.

      6) Ein Mond, wie ihn die Erde hat, ist alleine schon ungewöhnlich. Es wurde noch kein Exoplanet gefunden, der einen vergleichbaren Mond hat. Logisch. Der Mond war ein unglaublicher Zufall, entstanden durch die Kollision mit einem Protoplaneten, der zu klein war, um die Erde zu zerstören, aber groß genug war, um genügend Masse aus der Erde zu sprengen, die sich wiederum zu unserem Mond gebildet hat.

      7) Es dürfen nur sehr sehr selten große interstellare Objekte auf diesen Planeten nieder regnen (Asteroiden bsp.weise). Warum dürfte jedem klar sein. Bei uns kommt so selten ein "Planetenkiller" vorbei, weil Jupiter (fast) alles aufsaugt mit seiner enormen Gravitation

      8) hier sind wir nochmal bei Jupiter. Jupiter selbst ist wieder ein ungewöhnlicher Planet. Jupiter dürfte nicht dort sein, wo er ist. Er muss also dort hin "gewandert" sein. Möglicherweise, so eine Theorie, ist vor langer langer langer zeit mal ein Masse reicher Stern an unserem Sonnensystem vorbei gekommen, der die Planeten durcheinander gewirbelt hat. Und Jupiter dorthin gezogen wurde. Wie gesagt, eine Theorie.

      Hmmm. Das fällt mir jetzt spontan ein. Ich weiß, es gibt noch eine Menge mehr über unsere "goldilock zone" zu sagen, weiß aber nicht mehr alles auf dem FF. Dafür müsst ich das nachlesen. Darf aber jeder gerne selber machen.

      Deshalb. Ich halte es nicht für unmöglich, dass es in unserer Galaxie gleichzeitig mit uns Leben gibt. Aber ich halte es für extrem umwahrscheinlich und bin der Meinung, wir sind einzigartig. Ein kosmischer Zufall, wie er unwahrscheinlicher kaum sein könnte.

      Im Universum hingegen, aufgrund der (fast) schieren "Unendlichkeit", bin ich mir sicher, dass es noch "intelligentes" Leben geben muss. Das ist einfach der Varianz geschuldet.
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      Ich will nochmal kurz auf ein paar deiner Aussagen eingehen, die halt extrem falsch sind. Sie sind romantisch und so hab ich auch mal gedacht (gehofft), leider ist nicht alles so, wie man es gerne hätte

      Original von Thilo87
      Ich meine, unsere Sonne ist ja nichts besonderes und dass ein Stern von Planeten umkreist wird auch überhaupt nicht. Ich denke zwar, dass 99,9% dieser Planeten nur von Leben in Form von maximal Bakterien oder einfachen Kohlenstoffverbindungen bewohnt werden, weil intelligentes Leben unserer Erfahrung nach sehr lange braucht um zu entstehen, einfaches Leben aber "recht" schnell geht. Aber 0,01% sind von ein paar hundert Billionen Planeten und Monden ist enorm viel. Also ich glaube an E.T.! Irgendwo da draußen hocken komisch aussehende Wesen vor dem Computer und stellen sich die gleiche Frage, ob es noch anderes intelligentes Leben im Universum gibt.
      Unsere Milchstraße besteht aus 100Mrd-200Mrd Sternen.

      Gehen wir mal von der optimistischen Schätzung aus, also 200Mrd Sterne.

      Erster Fehler: Unsere Sonne ist etwas besonderes!! Es gibt nur etwa geschätzte 2 Mrd. Sterne, die unserer Sonne entsprechen. Das ist grad mal 1%! Nich viel...

      Billionen Planten. Sorry, wo nimmst du diese seltsamme Zahl her?

      Die meisten Sternensysteme sind Doppelsternsysteme. Vergleichbar dem Sternsystem Alpha-Centaurie (A + B). Ob Proxima Centaurie zu Alpha gehört oder nicht, ist umstritten.
      Doppelsternsysteme sind der Normalfall! Das bedeutet, dass es kein exakten Gravitationsschwerpunkt gibt, um den sich Planeten drehen könnten. Die Planetenbahnen wären ständig Schwerkraftveränderungen unterworfen, was leben unmöglich macht. Mal wäre der Planet 0,5AE an Alpha Centaurie, mal 5AE's (Extreme Temperaturunterschiede. So kann Leben nicht funktionieren.)

      Um zum Punkt zu kommen. Es gibt da draußen vielleicht eine Millionen Sonnen, um die Planeten kreisen. Das Leben existieren kann, müssen aber noch die von mir o.g. Bedingungen zutreffen und einige mehr. Das ist wiederum ist so unwahrscheinlich....
    • MadCow
      MadCow
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2006 Beiträge: 1.151
      Original von cherubium
      Ich wiederum halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass es überhaupt, abgesehen von der Erde, einen weiteren Planeten in unserer Galaxie gibt, auf dem Leben, sei es nun intelligent oder "dumm" (Was auch immer Intelligenz ist) existiert.

      Die Bedingungen für die Entwicklung von Leben sind so mannigfaltig, dass lässt sich nicht einfach nur auf das vorhanden sein eines Lösungsmittels wie bzw. flüssigem H2O reduzieren. Nur man als Denkanstoß. Bin mir jetzt nicht sicher, ob ich die wichtigsten Kriterien zustande bekomme:

      1) Leben kann nicht im Innern einer Galaxie entstehen. Dort herrscht Terror, Chaos, Zerstörung. Leben benötigt Ruhe, Kontinuität.

      das stimmt vermutlich, allerdings gibt es unfassbar viele galaxien wie die milchstraße.


      2) Der Stern muss dem unserer Sonne entsprechen. Ist er zu groß, vergeht der Stern zu schnell. Ist er zu klein, bringt er zu wenig Energie auf, ist also zu kalt. Bzw. ist die Schwerkraft des Sterns zu gering bzw. müsste der Planet so nahe an dem Stern sein, dass der Planet seine Eigenrotation verlieren würde, was Leben wiederum unmöglich macht (siehe Merkur).
      auch wichtig, unsere sonne ist nicht die häufigste Art im Universum, allerdings ist sie auch nicht besonders selten.


      3) Der Planet müsste in etwa die Masse der Erde oder die Masse der Venus besitzen ---> Schwerkraft darf nicht zu gering sein (sonst verliert der Planet seine Atmosphäre), er darf aber auch nicht zu schwer sein (ist die Schwerkraft zu groß, wird die Atmosphäre so dicht, das diese alles zerquetschen würde.
      Übrigens ist genau aus dem Grund diese ganze Terraformingdebatte beim Mars der letzte Schwachsinn. Der Mars kann keine Atmosphäre halten, die dicht genug wäre, um dort Atmen zu können. Man müsste ständig durch "Atmosphärengeneratoren" den Verlust der Atmosphäre ausgleichen.
      zu klein ist vermutlich nicht gut für leben, siehe Mars.
      Zu groß halte ich aber für keinen Grund das sich kein leben entwickeln kann.
      Es gibt auch leben an den tiefsten punkten unsere Meere wo der druck unfassbar hoch ist.

      Terraformung ist auch nicht völliger Unsinn. Der Mars verliert seine Atmosphäre nicht von heute auf morgen, das ist ein sehr langsamer Prozess welcher auf der Erde auch passiert (nur noch langsamer). Wenn man genug Material in sie pumpen kann hält sich auch für ein paar Millionen Jahre.


      4) Der Planet muss Magnetfeld besitzen ---> Kosmische Strahlung. Dies bedeutet i.d.R. einen geschmolzen Kern aus Eisen. Merkur hat seltsammerweise auch ein Magnetfeld (lt. neuester Erkenntnisse), ist zwar schwach, man weiß aber nicht so genau, wieso der Merkur magnetisch ist.
      Wenn die kosmische Strahlung komplett durchgelassen wird, ist leben unmöglich. Diese vernichtet jegliche lebensfähige Zelle.
      Das halte ich für auch keine zwingende Notwendigkeit. So schlimm ist die Strahlung auch nicht. Der Mars hat kein Magnetfeld und nur eine schwache Atmosphäre, trotzdem könnten Menschen durchaus dort leben, nur mit niedrigerer Lebenserwartung.
      Das leben hier hat sich dem Level der Strahlung angepasst, auf Planeten mit höherer Strahlung wären die Zellreparaturmechanismen vermutlich einfach besser.
      Außerdem ist Strahlung förderlich für die Evolution.


      5) Der Planet müsste einen ähnlichen Trabanten haben wie ihn die Erde hat. Dieser verlangsamt die Rotation, gibt Stabilität. Wenn ein Planet wie ein wildes Ei durch die gegend eiert ....---> perverse klimatische Bedingungen. Nicht gerade förderlich für Leben.

      stärker schwankendes Klima halte ich auch für keinen Grund das es gar kein Leben geben kann, es gibt auch hier auf der Erde leben das extrem starken Schwankungen widersteht.
      Es wäre allerdings wohl hinderlich für komplexeres leben.

      Auch ist es schwer abzuschätzen wie das Klima auf einem erdähnlichem Planeten ohne Mond wäre.
      Das sich das Leben hier den Bedingungen die der Mond uns auferlegt angepasst hat heißt nicht das diese Bedingung auch eine Notwendigkeit für Leben sind.


      6) Ein Mond, wie ihn die Erde hat, ist alleine schon ungewöhnlich. Es wurde noch kein Exoplanet gefunden, der einen vergleichbaren Mond hat. Logisch. Der Mond war ein unglaublicher Zufall, entstanden durch die Kollision mit einem Protoplaneten, der zu klein war, um die Erde zu zerstören, aber groß genug war, um genügend Masse aus der Erde zu sprengen, die sich wiederum zu unserem Mond gebildet hat.
      Weil man bisher kaum Planeten der groeße der Erde gefunden hat. Nur große Planeten sind mit derzeitigen Methoden zu finden.
      Monde finden ist bisher so gut wie unmöglich.


      7) Es dürfen nur sehr sehr selten große interstellare Objekte auf diesen Planeten nieder regnen (Asteroiden bsp.weise). Warum dürfte jedem klar sein. Bei uns kommt so selten ein "Planetenkiller" vorbei, weil Jupiter (fast) alles aufsaugt mit seiner enormen Gravitation
      große Gasriesen scheinen absolut nichts ungewöhnliches zu sein, fast alle Exoplaneten die man gefunden hat sind solche. (Was natürlich daran liegt das sie so groß und "leicht" zu finden sind)


      8) hier sind wir nochmal bei Jupiter. Jupiter selbst ist wieder ein ungewöhnlicher Planet. Jupiter dürfte nicht dort sein, wo er ist. Er muss also dort hin "gewandert" sein. Möglicherweise, so eine Theorie, ist vor langer langer langer zeit mal ein Masse reicher Stern an unserem Sonnensystem vorbei gekommen, der die Planeten durcheinander gewirbelt hat. Und Jupiter dorthin gezogen wurde. Wie gesagt, eine Theorie.
      jupiterähnliche Planeten sind vermutlich nichts ungewöhnliches. Wir haben gleich davon in unserem Sonnensystem (Saturn ist nicht so viel kleiner). Vier wenn man Neptun und Uranus dazu zählt.
      Man hat schon viele davon in anderen Sonnen gefunden. Was an den Entdeckungen interessant ist das sie häufig viel näher an der sonne sind als das bei uns der Fall ist.


      Alles in allem halte ich das Universum für zu groß als das ein System wie unseres nur einmal vorkommt.
      In unserem System gibt es allein zwei Planeten zu dem zu einer Zeit zumindest primitives Leben möglich gewesen wäre. Für mich deutet das darauf hin das diese Art Planet durchaus nichts seltenes sein sollte.
      Hier noch ein schönes Bild von einem sehr kleinen ausschnitt unseres Himmels, jeder kleine Punkt ist eine Galaxie mit Milliarden von Sternen, da soll überall nichts sein?
      http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/0d/Hubble_ultra_deep_field_high_rez_edit1.jpg
    • Settra
      Settra
      Bronze
      Dabei seit: 09.07.2007 Beiträge: 859
      Momentan schätzt man die anzahl der galaxien auf 100 Mrd und die Anzahl der Sterne pro Galaxie auch auf mind. 100 Mrd. Ich denke die Dunkelziffer liegt noch höher, weil wie einfach nicht bis in alle winkel des Universums blicken können.

      Die Bedingungen für leben sind schon ziemlich speziell, cherubium hat ja schon einiges aufgelistet. In unserer Galaxie halte ich Leben was sag ich mal über milbengröße hinausgeht auch für unwahrscheinlich. Aber im Universum könnt ich mir durchaus vorstellen, das es irgendwo zb größere Insekten oder sowas gibt. Dafür is das Universum verdammt groß. Vielleicht sogar Intelligentes leben, was zb nicht nur nach instinkten handelt.
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      Original von MadCow
      bla blub]
      Du hast meine Einwände

      1) nicht verstanden und
      2) ist deine Argumentation schlicht und ergreifend falsch

      achja, und

      3) Hast du offensichtlich einfach das überlesen, was du überlesen wolltest. Das hast du bei jedem Punkt von mir gemacht.

      ein beispiel:

      du:

      Hier noch ein schönes Bild von einem sehr kleinen ausschnitt unseres Himmels, jeder kleine Punkt ist eine Galaxie mit Milliarden von Sternen, da soll überall nichts sein?


      hab ich nie gesagt


      ich:

      Im Universum hingegen, aufgrund der (fast) schieren "Unendlichkeit", bin ich mir sicher, dass es noch "intelligentes" Leben geben muss. Das ist einfach der Varianz geschuldet.


      Wie gesagt. Das trifft auf jeden Absatz zu
    • herthafrosch
      herthafrosch
      Bronze
      Dabei seit: 25.11.2006 Beiträge: 429
      http://www.youtube.com/watch?v=z97WBLxVMww
      Wenn man dieser Pressekonferenz glauben schenkt, gehts ja scheinbar im Weltraum zu wie bei Star Trek. Bei 1:37.50 wird gesagt, dass uns bereits 57 verschiedene Spezies bekannt sind. Die meisten davon sollen so aussehen wie wir.

      Keine Ahnung was ich davon halten soll.
      57 Ausserirdische Spezies, 13 von uns geborgene abgestürzte Ufos! Klingt für mich nicht sehr glaubhaft.
      Fliegen durch die halbe Galaxie um uns zu besuchen und stürzen dann hier ab, weil sie zu blöd sind ihr Raumschiff bei uns in der Wüste vernünftig zu landen.
    • 1
    • 2