Zekor2k

    • Zekor2k
      Zekor2k
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2010 Beiträge: 365
      Hi, ich heiße Michael, bin 26 Jahre alt und komme aus Hamburg.

      Ich spiele nun schon seit ´ner ganzen Weile Poker, circa seit 4 Jahren. Ich konnte immer mal was auscashen, hab das aber über längere Zeit sicher wieder eingezahlt. Hauptproblem war immer der gute Herr Tilt. Teilweise habe ich Rolls selbst zu ANfangszeiten von 10$ auf 500+$ ausgebaut und oft an einem Tag alles vertiltet (durch nen 50$ down oder sowas).
      Gespielt habe ich mittlerweilse alles mögliche: STTs, MTTs, Ring-Games (SH+FR), HU, alles NL. Etwas Omaha hab ich auch gedonkt.

      Naja, ich habe mich dann vor etwa einen Jahr auf Rush-genitte (FR-BS) konzentriert und konnte mich dort dann bis auf NL200 hochspielen, mit shots auf NL400. Allerdings muss ich ehrlich sagen, ich war immer extrem moneyscared (schon auf NL50) durch die jahrelange Erfahrung auf den Micros. Denn was man da dann manchmal für Hände sieht, ist nicht mehr feierlich.
      Ich habe aber relativ schnell gemerkt, dass ich auf den höheren Stakes besser klar komme, da die Gegner einfach viel reasonabler sind. Und ich konnte so sehr häufig schlechte Calls usw. an mir festmachen, nicht an den Gegnern mit anschließendem Tilt.

      Naja, es kam wie es kommen musste, meine schöne Roll (ich hatte vor, erstmal einen Großteil auszucashen, um nochmal neu anzufangen) liegt momentan auf Full Tilt.
      Und nun endlich bin ich doch zum Entschluß gekommen hier einfach mal mit zu machen, denn es stellen sich immer mal wieder Tilts und sehr merkwürdige plays bei mir ein, so dass ich gar nicht genau weiß, ob das upmoven auf NL200 einfach nur luck war, denn ich bezweifel sogar, dass ich in den normalen Ringgames NL10 SH crushen würde.
      Es ist einfach eine ganz andere dynamic als Rush FR und ich möchte nichtmal 200€ eincashen um das auszuprobieren.

      Stattdessen habe ich lieber nur 25€ eingezahlt, um auf Everest mit getracktem Account von NL2/5 SH hochzuspielen. Mittlerweile ist die Roll auf 125$, wovon ich auch 45$ vor ein paar Tagen ausgecasht habe... Bloß keine Verluste mehr (ich sag ja, moneyscraed ohne Ende).

      Blöderweise liebe ich dieses Spiel so sehr, dass ich wohl lifetime nicht mehr aufhören kann :p Also rein hier und ein guter Pokerspieler werden! :)

      Mein Plan: Sollte FT wieder kommen, werden ich dort ´n bissl Kohle drauf lassen, nur um meinem Status zu halten (10. Monat Iron Man), falls es das dann noch gibt und forgeführt wird. Das Ganze werd ich einfach auf NL5 oder 10 machen, so dass ich Lifetime wenigstens einiges im Plus bind durch Poker.
      D.h. ich möchte mich auf Everest erstmal wieder im NLSH-Game auf NL50 etablieren.

      Ich starte demnach mit einer Roll von 80$ auf NL5. Sorry, aber NL2 tue ich mir einfach nicht mehr an :p

      Bisheriger Graph auf Everest (6-Tabling NL5):



      Lektion 1:

      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Ich spiele Poker, weil mir das Spiel Spaß macht und ich den Wunsch habe, etwas Profit mit meinem Hobby zu machen. Die ersten 2-3 Jahre, war es ein reines Hobby und ich konnte auch mit Verlusten gut leben, ich hatte kein BRM oder sonstiges und mir auch 0 über Theorie angeeignet. Irgendwann wollte ich mich einfach verbessern.

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Überwiegend, dass ich oft auf Tili und moneyscared bin. Wobei ich ersteres mittlerweile ganz gut im Griff hab, kleine Tilts stellen sich aber immer wieder mal ein.
      Ein großes Problem bleibt aber, dass ich jede Session im Plus beenden will, auch wenn ich längst keine Lust mehr hab weiter zu spielen.
      Desweiteren vernachlässige ich die Theorie extrem, weil ich der arroganten Meinung bin, ich gehöre nicht mehr auf die micros und weiß eh schon fast alles, was für NL50-200 notwendig ist.
      Teilweise mach ich auch sehr loose calls, auch wenn die Odds nicht stimmen (hat aber vor allem mit den Donks und implieds auf NL5-10 zu tun).

      An all dem zu arbeiten fällt mir unheimlich schwer.

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      Heißt im Prinzip nur gute (oder sehr ausbaufähige) Hände zu spielen (tighte or-range) und das dann meistens sehr aggressiv bzw. ähnlich (deceptive). Hände wie SCs werden in Multiwaypötten auch mal passiv gespielt.
      Als PS.de Anfänger: Schwierige Spots vermeiden, marginale made-Hands easy folden können, sowie nach Odds und Outs spielen.
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    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
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      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hi und willkommen im Kurs!

      Der Graph sieht ja schon recht ansprechend aus :)
      Vielleicht werden dir viele Inhalte des Kurses schon bekannt vorkommen, aber eventuell gibts doch noch die ein oder andere Neuheit zu entdecken.

      Lektion 1 ist hiermit abgeschlossen, viel Spaß bei der nächsten!
    • Zekor2k
      Zekor2k
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2010 Beiträge: 365
      Lektion 2:

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Erstmal würde ich Queens nicht bedingungslos 3betten, das ist mir bei den Nits heutzutage zu Varianzreich, da ich auf ´ne 4-bet dann oft folden muss und wenn ich calle, in den meisten Fällen gegen KK+ oder AK laufe. Ich lasse mit einer 3bet auch oft Value liegen, da eben auch sehr oft darauf gefoldet wird.
      3betten tue ich Queens all day long gegen Fische und LAGs die postflop schlecht sind.

      Wohingegen ich TT und JJ sehr gern 3bette.
      Sie sind zwar postflop nicht unbedingt leichter zu spielen als QQ (manchmal schon), aber man hat einfach oft leichtere Folds bzw. weiß wo man steht.

      *edit* Da habe ich mir eben nochmal drüber Gedanken gemacht. Ich 3bette die beiden Hände genau so häufig wie QQ, spiele sie aber viel lieber im 3bet Pot. Mit Queens steh ich immer wieder vor dem 4bet Problem und es gibt auch underscarecards, weil mit TT und JJ oft 3bets gecallt werden.
      kA, bräuchte da wohl etwas Hilfe.

      Gegen 3bettende Nits, die straight forward spielen callen ich übrigens (wenns nicht zu teuer ist) any Pair, denn QQ+ wird da postflop einfach meist nicht mehr gefoldet. Das sind eigentlich ganz tolle Situationen, da man fast immer gestackt wird. AUf NL5 heißt es für mich also eher call10 als call20 ^^

      AK 3bette ich auch nicht immer, kommt wie bei QQ auf den Gegner an und man dominiert oft superschön bei ´nem Slowplay. Die Chance in Aces zu laufen ist auch geringer. In Position calle ich AK oft gegen ´n TAG raise, bringt einfach mehr value.

      AT-AQs spiele ich lang nicht so tight wie im Chart, ich kann die Gegner oft schon einschätzen und gehe auch mal mit AQs gegen nen Vollfisch broke.

      Naja und noch so einige Kleinigkeiten :p
      Aber es wurde ja auch erwähnt, dass das Chart sehr pauschalisiert und einfach ist. Hat für mich als erfahreneren Spieler also weniger Bedeutung.

      Frage 2:
      Ich find grad keinen Handconverter für Everest Hände aus dem HoldemManager. Bräuchte mal ´nen Tip ^^

      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?

      Aus dem Stehgreif würd ich knapp über 50% sagen. (Wobei ich im Kopf irgendwie mehr Hände hatte die wir crushen, sind ja nur AJ, AQ und KQ ;)

      Equilab sagt aber: abgerundet 46%.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      OK ich seh schon, das war keien große Herausforderung. Du solltest aber aufpassen, dass du nicht zu loose wirst mit deinen 3Bets. Wenn du das schön von den Gegnern abhängig machst, spricht nichts dagegen. Versuch nur nicht, alle Leute am Tisch wie NL200-Regs zu behandeln, das sind sie nicht (und die Meisten davon werdens auch nie werden :) ).
    • Zekor2k
      Zekor2k
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2010 Beiträge: 365
      Jop, da ist viel wahres dran, aktuell 3bette ich auf NL5 auf Everest overall auch nur genau 4%, was wohl sogar etwas zu tight ist SH. Allerdings finde ich es ungeheuer schwer mit AK (ohne hit) oder Händen wie TT-QQ 3bets pots auf NL5 weiter aggressiv zu spielen. Ich gebe bei Overcards oder eben ohne hit nach der cbet oft einfach auf.
      Und deswegen 3bette ich auch so wenig, weil ich mit diesen Händen keine große Pötte spielen will und gegen andere die 3bet sogar manchmal -ev ist, da die Leute einfach folden.
      Natürlich ist meine 3bet range dadurch extrem polarisiert, aber im Prinzip will ich auch nicht gegen die anderen NL5 "regs" ständig bluff3betten sondern die vielen Fische ausnehmen. Ich glaube nicht, dass die sich dafür interessieren, wie oft ich 3bette. Merke ich, dass ich exploitet werde, adapte ich auch rel. schnell und reagiere auf viele Steals oder 3bets gegen mich. Mittlweile leaven sogar einige NL5 Regs (oder Bots) den Tisch, wenn ich rankomme. Dadurch steigen sogar langsam meine non-SD Winnings... auf NL5 lol, da bin ich grad mal 20$ im minus, bei 110$ Winnings.

      Nen Handconverter für Everest gibts atm nicht oder wie ist das? Sieht total merkwürdig die Textdatei aus HEM.

      Dass ich auf NL5 viel tighter broke gehe als auf NL25 z.B. ist absolut std oder? Macht für mich zumndest Sinn im Bezug auf die Spielstärke meiner Gegner.
      Es gibt Sessions, da bin ich nach 2+ Stunden kein einziges mal für 100BBs all-in.

      Ich nehme mir auch sehr häufig check behinds, obwohl ich wohl noch etwas value bekommen hätte. Dafür wär son converter für Everest echt net verkehrt, ich glaub da lass ich sehr viel value liegen.

      Ich will das nun wirklich richtig angehen und mein Minimalziel NL50 Reg unbedingt erreichen.

      Werde mir auch noch 2-3 crushing NL50 Videos zu gemüte führen ;)
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Doch es gibt einen Handconverter, der ist im Elephant integriert. Ob HEM standardmäßig sowas anbietet weiß ich jetzt leider auch nicht, da ich selbst auf Everest noch nie gespielt hab. Hast du schon mal versucht, im HEM das "Copy Handhistory to Clipboard" zu nutzen? Ich glaub der exportiert das dann in einem Format, das der PS.com Converter (auffindbar unter Strategie/Meine Pokerhände) interpretieren kann.

      Mit dem broke gehen ist das so eine Sache. Wenn du auf NL25 davon lebst, dass dein AI respektiert wird und du FE aufbauen kannst, dann stimmts, auf NL5 macht das wenig Sinn.
      Wenn du damit nur Value liegen lässt solltest du überlegen, obs nicht vielleicht doch sinnvoll wäre. Dort bekommst du viel eher einen Call von schlechteren Händen, vor Allem, wenn du von deiner Hand wirklich überzeugt bist und die gegnerische Range halbwegs passabel einschätzen kannst.
    • Zekor2k
      Zekor2k
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2010 Beiträge: 365
      Jow, danke dir. Hat zumindest mit einer Hand funktioniert ;)

      Hier der Link: J8o Button, Fisch isoliert NL5SH (bitte verschieben)

      Weiteres Crushing nl50 Video habe ich auch hinter mir.

      Ich merke, dass ich relativ viel weiß, aber zu inkonsequent bin. Ich spiel einfach nicht rational genug. Da muss ich noch einiges lernen.

      Bei manchen Händen bin ich mitten im Spiel auch ratlos und entscheide je nach Gefühl ob Herocall (die manchmal evtl. auch extreme +EV calls sind) oder fold (manchmal extrem -EV).

      WIe verbesser ich das am besten?
    • Zekor2k
      Zekor2k
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2010 Beiträge: 365
      Jow, danke dir. Hat zumindest mit einer Hand funktioniert ;)

      Hier der Link: J8o Button, Fisch isoliert NL5SH (bitte verschieben)

      Weiteres Crushing nl50 Video habe ich auch hinter mir.

      Ich merke, dass ich relativ viel weiß, aber zu inkonsequent bin. Ich spiel einfach nicht rational genug. Da muss ich noch einiges lernen.

      Bei manchen Händen bin ich mitten im Spiel auch ratlos und entscheide je nach Gefühl ob Herocall (die manchmal evtl. auch extreme +EV calls sind) oder fold (manchmal extrem -EV).

      Wie verbesser ich das am besten?
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Lesen und posten. Lass Hände bewerten und bewerte selbst auch welche, da lernst du am Meisten.
    • Zekor2k
      Zekor2k
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2010 Beiträge: 365
      Lektion 3:

      Frage 0: Downloade und installiere das Equilab.

      Schon vor Ewigkeiten ;)


      Frage 1: Du hältst KQ. Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 33? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J53?

      Ohne Equilab: Vor dem Flop sollte das ziemlich genau 50/50 sein. Nach dem Flop wohl nur noch ca 26%, da wir das FH dodgen müssen und unsere Overs nichts mehr wert sind. Also ein reiner fd (+bdsd), der das FH dodgen muss.

      Mit Equilab:
      pre: KQ 50,8%
      33 49,2%

      Postflop: KQ 26,5%
      33 73,5%

      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?

      Ich muss 22c in einen Pot, der 91c groß ist für meinen FD nachbezahlen, das entspricht einem Verhältnis von 4,1:1, ich benötige also 24,4% Equity mit meiner Hand, um hier profitabel callen zu können.

      Da ich dem Gegner hier fast immer 44 gebe, aber auch 22 66 und 33 nicht ausschließen kann, gebe ich mir hier 7 clean outs.

      Nun mal eine Frage eingestreut. Wie berechnet sie die Wahrscheinlichkeit für einen hit genau? Ich bin immer der Faustregel outs*4 flop und *2+1 turn gefolgt.
      Nun komme ich aber selbst, wenn ich dem Gegner 74 in clubs gebe auf knapp 16%, so hätten wir wirklich nur 7 Outs. 7*2+1 sind aber 15 und nicht 16. Ich finde die Abweichung schon ziemlich krass (müsste ja in manchen Situationen noch mehr sein).
      Nun lese ich grad, dass die Standardformerl für den River +2 ist. Was ja dann wunderbar hinkommt. Aber wie komme ich auf +1? Das muss früher so überall gestanden haben.

      Naja, wieder zur Hand: Haben wir wirklich nur 7 clean outs, bräuchten wir geringe implieds um callen zu können, die haben wir bei so einem Setup wohl immer und 30c+ kriegen wir mindestens noch vom Gegner. Daher easy call.
      Nun hat unser Gegner nach der action aber sehr selten 22 33 und 66, eher 44 oder 55, womit wir also nur 0,5 outs verlieren und somit bei 8,5*2+2 19% sind. Mit implieds auch ein easy call, vor allem auf NL2.

      Das hatte ich ja auch geschrieben, shice auf die odds, die implieds rechtfertigen auf nl2 die marginalsten calls.

      Frage zu den Reverse implieds: Wie berechnen wir die (einfach), falls unser Gegner sein FH macht und wir unseren flush. Die kommen den implieds ja auch immer direkt in die Quere. Momentan arbeite ich damit gar nicht. Sondern calle halt (normale bets) immer und sage mir "naja setup". Kann ja nicht profitabel sein.

      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.

      Nein bzw. werde ich nun regelmäßig tun.

      Bin aber noch nicht fertig mit der Lektion.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Was habt ihr da immer mit eurer Equity-Berechnung beim Spiel nach Odds und Outs? :)

      Wir haben 4:1 Pot Odds (wie du ja schon ausgerechnet hast).
      Wir haben 7 Outs bei 46 noch verbleibenden Karten.
      Macht also (46-7) : 7 = Odds von 5,6:1
      Wir brauchen also 5,6, bekommen 4, fehlen 1,6.
      Diese 1,6 * 0,22c müssen wir also noch an Implieds am River bekommen, damit das Ganze funktioniert.

      So einfach ist das, ganz ohne Equity und %. :s_biggrin: Da interessiert uns auch die Wahrscheinlichkeit für den Hit nicht mehr so genau. Die lässt sich sowieso mit der Faustformel nur annähernd berechnen.

      Wenn dus genau haben willst: Es gibt 46 Karten, 7 davon helfen uns -> jede 6,5te Karte (15%) trifft.

      Die reverse Implieds werden absichtlich noch nicht behandelt, weil das nur verwirrend wäre. Wenn du triffst und das FH möglich werden würde (sich das Board also paired), spielst du einfach vorsichtig weiter und versuchst den SD so günstig wie möglich zu halten.
    • Zekor2k
      Zekor2k
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2010 Beiträge: 365
      Stimmt, ist einfacher.
      Ändert man die Rechenart später oder macht man das immer so? (marginalere Edge, genauere Rechnungen usw.)

      Ich machs im Kopf, während ich spiele, natürlich auch immer so wie Du.

      Und woher kommt die Regel outs*2+1 für den River? Hier stimmt ja outs*2+2.

      Mir fällt auch jetzt erst auf (omg, wie peinlich), dass für den River ja auch locker:
      Outs:Karten reicht.

      Und mir fällt auf, dass doch nurnoch 44 Karten im Deck sind ^^. Also 7:44 = 0,16 =
      16% Wahrscheinlichkeit zu hitten.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Du kannst die Rechenart natürlich jederzeit ändern, wenn dus schaffst, das alles im Kopf zu machen und die Zeit reicht. Die Überschlagsformel ist eben darauf ausgelegt, dass du innerhalb von kürzester Zeit auf ein Ergebnis kommst.

      Woher die Regel kommt weiß ich jetzt auf die Schnelle nicht, wird sich irgendwer überlegt haben und da man damit halbwegs brauchbare Werte bekommt, hat sie sich eben eingebürgert.

      Vorsicht mit der Bestimmung der Karten im Deck. Wenn du von 44 ausgehst, nimmst du wahrscheinlich deine 2, die 2 vom Gegner und die 4 am Tisch als Abzug.
      Gesamt gibt es 52 Karten.
      Zwei davon hältst du selbst, 4 sind am Tisch, die sind also bekannt.

      Wenn du jetzt mal annimmst, dass du 2 Outs hast, so hast du eine Wahrscheinlichkeit von 4,3%, eine davon zu treffen (2:46*100).
      Wenn du die Karten vom Gegner mitzählen würdest, würdest du auf 2:44*100 kommen, was 4,5% wäre. Sieh ähnlich aus, funktioniert aber nicht. Weil was ist, wenn deine beiden Karten beim Gegner sind? Dann ist deine Trefferwahrscheinlichkeit immer, egal wieviele Karten du rechnest, 0%.
      Wie willst dus rechnen, wenn du 5 Gegner hast? Das sind dann ja nur noch 36 Karten im Stapel, würde dir somit eine Wahrscheinlichkeit von 2:36*100 = 5,5% bringen.

      Bei der Formel geht es nicht um die verbleibenden, sondern um die noch unbekannten Karten. Ausschließen kansnt du ja nur die, die du schon siehst. Alle anderen sind entweder bei den Gegnern oder eben noch im Stapel.
      Es wird auch nicht berücksichtigt, dass irgendwer deine Outs blockieren könnte. Wenn du z.B. an einem 10er-Tisch sitzt, haben 10 Leute je 2 Karten bekommen. Was ist mit denen, die schon ausgestiegen sind? Die machen dir keine Probleme mehr, nehmen aber jeder zwei Karten aus den Möglichkeiten. Eventuell auch genau die, die du brauchen würdest.

      Deshalb wird immer mit den unbekannten Karten gerechnet, der Rest wäre zu wissenschaftlich und kompliziert.
    • Zekor2k
      Zekor2k
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2010 Beiträge: 365
      Jop, danke für die lange Antwort.

      Natürlich rechne ich immer mit 47 bzw. 46 Karten.
      Aber falls wir eine sehr genaue Ahnung davon haben, was unser Gegner hat und dass er, wie in unserem Fall, maximal 2 Karten von uns blocken kann, können wir doch getrost mit 44 Karten rechnen oder? Denn wir geben uns ja eh nur 7 outs, dass trifft sowohl zu, wenn er selbst nen fd hat, sowie, wenn fh outs wegfallen.

      Ist jetzt nur ein weitergeführter Gedanke, auf den ich gerade komme. Also nur im Headsup und wenn wir eh discountet outs haben.

      Nun weiß ich auch wieder, wie ich auf 44 Karten komme ^^ (war eben erst sehr verwirrt)
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Wenn du mehr oder weniger genau weißt, was dein Gegner hält, kannst dus so machen. Aber diesen Read wirst du sehr selten haben.

      In unserem Beispiel wär z.B. so eine Möglichkeit, wenn er immer ein Set hält. Wir wissen, dass die Karten beim Gegner keins unserer Outs enthalten, deshalb können wir von den "schlechten" unbekannten Karten zwei ignorieren.
      Sind aber nur ganz wenige Spezialfälle, wo das funktioniert. Generell solltest du dir eher angewöhnen, immer mit 47 oder 46 zu arbeiten.
    • Zekor2k
      Zekor2k
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2010 Beiträge: 365
      Soooooo, ich faule Socke. Kann ich mit Lektion 4 weiter machen?
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Ja klar
    • Zekor2k
      Zekor2k
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2010 Beiträge: 365
      So, nun aber endlich :p

      Artikel und Videos zu Lektion 4 sind längst gelesen und gesehen.

      Mein Pokerpensum besteht momentan täglich aus ca 400 Händen, einfach weil der auf Everest Traffic so bescheiden ist und ich die 10SP every Day Promo von euch noch mitnehmen will, danach wechsel ich zu 888.
      Da kann ich dann spielen wann ich will und muss nicht bangen, dass es nicht klappt eventuelle bad beats am Tag auszugleichen, weil die Tische so leer sind. Ist zwar eigentlich eine dumme Angewohntheit, aber ich versuche immer noch jede Session im Plus abzuschließen.
      Momentan höre ich eben auf, wenn ich die 20 Summitpoints habe und im Plus bin. Ein kleiner Ausflug auf bwin hat mir gezeigt, dass mehr Traffic und Fische meine Winrate nochmal deutlich erhöhen, das sollte auf 888.com dann erstmal ähnlich sein. Das mag sich nun lächerlich anhören, aber Everest ist auch weitaus tighter auf den Micros, als gar bwin oder 888. Bei 888 habe ich etwas zugeschaut, das wird auf NL10 das reinste Paradies für mich sein.

      Ich spiele hochkonzentriert 6 Tische und werde auch erstmal dabei bleiben, der Aufstieg auf NL10 ist auch längst in trockenen Tüchern. Auf 888 werde ich NL6 für 2-3 Stacks up spielen und dann auf NL10 moven.

      Ich habe außerdem gemerkt, wie sich meine readingskills, sowie die gesamte Übersicht extrem verbessert haben. Ich denke über folds nach, die früher undenkbar waren und meine Valuebets sind immer seltener townings. Auf NL5 sind gute Folds leider teilweise unmöglich, auch wenn man sich sooo sicher ist. Dafür ist man einfach noch zu oft vorne, selbst gegen die weaken Regs dort.

      Nunja, hier meine Graphen:

      Everest incl heute:



      Bwin Ausflug, incl. Anpassung an die unfassbaren Fische:





      Zu den Aufgaben:

      Frage 1: Poste eine Hand in unseren Handbewertungsforen, in der du postflop die Initiative hast.

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      Mache ich beides mittlerweise recht regelmäßig, brauchst du trotzdem Links?

      Frage 3: Du stehst am Flop mit KQ. Auf dem Board liegt J, 9,
      8 und dein Gegner hält 77. Welche Equity besitzt du in diesem Spot?

      Aus dem Stehgreif: Da wir erstmal 10 clean outs haben, sind das schonmal 40%, fürn doublepaired Board gibts nochmal ´n Prozent dazu. Also wohl ca 41%.

      Equilab: 41,4%


      Desweiteren habe ich eine Frage bezüglich NL10. Ich habe NL10 zwar in meiner Pokerlaufbahn auch schon mehrfach geschlagen und ehrlich gesagt finde ich das Limit fast einfacher als NL5/6, denn dort laufen komischer Weise noch mehr Fische und schlechte Spieler rum (wahrscheinlich weil ihnen 5 cent zu wenig sind).
      Ich habe außerdem das Gefühl mein Spiel in den letzten Wochen auch für NL25+ nachhaltig verbessert zu haben.
      Trotzdem denke ich über ein Scheitern auf NL10 bzw. 25, da es nicht in meinen Plan passen würde.

      Wie gehe ich damit am besten um?

      Und: Man mag den Graphen eine fehlende Samplesize vorwerfen, allerdings denke ich, ist eine solche Winrate doch durchaus repräsentativ!? Ich habe in keiner Session das Gefühl Geld zu riskieren, da ich das Limit einfach total crushe. Ist das subjektiv oder was sagt die Erfahrung bei einem so geringen Pensum?
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Also, Die Equity hast du richtig berechnet. Ich würde dich allerdings bitten bei den Nächsten Lektion doch wieder die Links zu den Handbewertungen zu posten. Denn, wenn wir bei allen Usern suchen müssten, dann wäre das ganz schön viel Arbeit.

      Desweiteren habe ich eine Frage bezüglich NL10. Ich habe NL10 zwar in meiner Pokerlaufbahn auch schon mehrfach geschlagen und ehrlich gesagt finde ich das Limit fast einfacher als NL5/6, denn dort laufen komischer Weise noch mehr Fische und schlechte Spieler rum (wahrscheinlich weil ihnen 5 cent zu wenig sind).
      Ich habe außerdem das Gefühl mein Spiel in den letzten Wochen auch für NL25+ nachhaltig verbessert zu haben.
      Trotzdem denke ich über ein Scheitern auf NL10 bzw. 25, da es nicht in meinen Plan passen würde.

      Wie gehe ich damit am besten um?



      Also, ich würde mir darüber einfach nicht viele Gedanken machen. Du spielst ja nach einem BRM, und dass ermöglicht es dir doch ohne Probleme wieder NL 10 zu spelen, wenn es auf NL 25 nicht läuft. Von daher kann ja eigentlich nichts passieren.