Wie besser werden

    • tomm124
      tomm124
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2011 Beiträge: 38
      Hallo Leute,
      ich spiele eine Weile diese mikrolimits, weil es dank meiner frühen registration nicht geht die 50 dollar auf partypoker zu übermittel und will noch kein anderen pokerraum...
      Naja habe mich erst an FR Fl004 auf 13$ hochgearbeitet und spiele nun erfolgreich (trotz nicht ausreichendem BRM shorthandet FL01 (schande über mein haupt ;) ))
      Ja ok upswing und so.... aber immo klappts gut.


      Also ich mache mir immo Gedanken zu meinen Spielskills und würde gern ein paar Meinungen zu lesen.
      Ich spiele und mache nebenbei immer Theorie. Jetzt seit kurzem sogar die Silberartikel :)
      Was ich aber festgestellt habe, dass zwischen Theorie und Praxis gewisse Lücken klaffen.
      Mittlerweile könnte ich diese Lücken sogar beschreiben. Ich würde es als Read bezeichen, wenn Leute mit AF<1 am flop raisen und würde mit einem midpair und top kicker immer folden, statt zu 3betten, wie es wohl richtiger wäre.
      Genauso, wenn ich mit schrott im BB den flopp sehen und der passive spieler vor mir bettet. selbst mit overcards sehe ich mich dann sehr oft hinten und folde.

      Auch habe ich hier im Forum schon gelesen, dass auf den mikros ein 3bet oft keinem zu großem wert zugschrieben wird und ich dadurch der meinung bin, dass es ohne monster auf der hand eine absolute fehlentscheidung ist gegen passive spieler zu halten.

      Jetzt möchte ich halt möglicht vermeiden, so wie ich im moment spiele, als gutes poker zu bezeichenen bzw wenn es erfolgreich ist, kann es ja nicht so schlecht sein. Jedoch möchte ich am besten schon wissen für die nächsten Limits aufbauen, sehe aber absolut keine Möglichkeit die Theorie in der Praxis zu üben.
      Vielleicht kann mir ja jemand auch Tips geben, außer Geduld zu üben ;)
      Danke euch
      Tomm
  • 5 Antworten
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Mit dem Bankrollmanagement musst du dir früher oder später etwas überlegen. Auf Dauer geht das nicht gut. 130 BB sind zu wenig.

      Die Einsteigerartikel sind die erste Orientierungshilfe, solange man die eigene Handstärke noch nicht im Vergleich zur gegnerischen Stärke einschätzen kann. Der nächste Schritt ist dann das Einschätzen und die Anpassung der eigenen Spielweise. Passive Spieler raisen für gewöhnlich mit starken Händen. Da kann man dann durchaus vorsichtig werden. Man muss aber aufpassen, dass man nicht zu früh wegwirft. Es gibt immer noch das Spiel nach Odds und Outs. Man muss sich auch recht sicher sein, hinten zu liegen und muss sich genau überlegen, was der Gegner alles raisen kann.

      Wie stark eine 3-bet ist, hängt von der jeweiligen Situation ab. Wieviele Spieler sind im Pot, welcher Gegner spielt die bet, ist es Flop, Turn oder River, usw? Eine 3-bet auf dem Flop ist viel schwächer als eine auf dem Turn oder River. Wenn jemand sagt, einer 3-bet wird kein Wert zugemessen, dann meint er damit wahrscheinlich, dass der Gegner darauf nicht foldet. Es heisst aber nicht, dass die 3-bet schwach ist, wenn sie vom Gegner kommt.

      Es ist jedenfalls sehr gut, dass du dir Gedanken darüber machst, welche Bedeutung die AKtionen der Gegner haben! Das ist der richtige Ansatz. Jede Aktion oder Nicht-aktion ist eine Information. Mit diesem Ansatz kannst du die Hände, die der Gegner hält, eingrenzen und genauer dagegen spielen.

      Es freut mich, dass es gut läuft! Das soll dich aber nicht daran hindern, Fragen zu stellen. Die Strategieforen sind für Fragen des allgemeinen Verständnisses da, die Handbewertungsforen für die Fragen zu einzelnen Händen.

      Weiterhin viel Erfolg!
    • tomm124
      tomm124
      Bronze
      Dabei seit: 07.09.2011 Beiträge: 38
      Hm ja stimmt schon, aber an den shorthandes FL01 Tischen scheint es mal derbe schneller zu gehen Kohle zu machen, als an den FR FL004 Tischen. Ständig callt jemand schrott und macht einem ein AKs kaput -.- Auf shothandet ist mir das bisher sehr selten passiert. Ja es gibt auch Up-und-downswings... aber hab schon meine grenze gesetzt...

      Ok genau dann hätt ich gleich doch mal ne frage. Dieses BB mal ist von BigBlinds mal von BigBets die rede. Was ist nun richtig?
      So wie ich es verstanden hab sind Bei Fl004 die Blinds 0,01$ und 0,02$ und die Bets 0,02$ und 0,04$.
      Braucht man für FR Fl004 nun 300 BigBlinds = 12$ oder 300 BigBets = 24$
      Oder hab ich kopmlett das mit den Bets falsch verstanden?

      Hm ja das mit den Outs stimmt auch, habe ich vergessen zu schreiben. Wenn ich am Flop ein raise von einem passiven player kassiere, check/calle ich nur noch nach outs. Und oft stellt sich dann doch raus, dass er nur mit Twopair oder einem Set sowas macht.
      Somit sehe ich absolut keinen sinn, wenn ich Bluff3bette, oder ein TP TK aggressiv spielen möchte.
      Im Grunde muss man ihm ja dankbar sein, aber lerntechnisch mache ich mir sorgen für später...
      Gedanken mache ich ich mir manchmal, wen der Gegner etwas tighter ist und etwas aggressiver, ob er es langsam mitbekommen hat, dass ich bei einem raise am flopp oft aussteige. Da ziehe ich gelegentlich ein 3bet vor, bei einem sehr starkem draw. Damit er sich seine raises doch nächste mal nochmal überlegt und wieder passiver wird.

      Wie sieht es eigentlich aus, wenn jemand ein megablatt absolut passiv spielt? ich ooP im Headsup. Mit TP kann ich eigentlich nur bF bT und b/f R spielen und wenn ich dann in AAs laufe ist das halt mal Pech? Was meint ihr?

      muss mich dann wohl langsam hochtasten, wenn ich endlich mal ein gesundes BRM habe.
      Danke
      Tomm
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      BB = big Bets, also das, was man an Turn und River setzt.

      Top Paar passiv spielen: die erste Bet muss man auf jeden Fall setzen. Kostenlose Karten darf es nicht geben. Erst nach dem Raise schaltest du zurück. So steht es auch im Anfängerartikel. Top Paar ist auch gut genug, um eine Bet zu raisen. Eine 3-bet setzt ja schon einiges an Action voraus und ist eine andere Situation.

      Einen sehr starken Draw (z. B. Flush + Straight Draw oder oesd/Flush Draw mit Overcards) spielst du wie ein Monster (Set) am Flop. Du bist Favorit, wenn der Gegner nicht gerade ein Set hat und dann bringst du auch das Geld in den Pot. Das gilt aber nur für den Flop. Am Turn halbieren sich deine Chancen und du bist kein Favorit mewhr, wenn du nicht getroffen hast. Hier setzt du nur, wenn du eine Chance siehst, dass alle übrigen Spieler auf die Bet sofort folden könnten.

      Wenn jemand sein Monster passiv spielt, dann hast du am Ende weniger verloren als wenn er es aggressiv gespielt hätte. So einfach ist das. Sobald man sich darüber im Klaren ist, ärgert es einen nicht mehr. Die Langsamspieler schneiden sich ins eigene Fleisch.

      Mit b/f River musst du vorsichtig sein. Es gibt durchaus Leute, die am Ende einen verrückten Bluff abziehen. Ist der Gegner unbekannt, callst du erst mal. Ebenso Leute, bei denen du nicht sicher bist, was sie haben. Das wäre zum Beispiel eine Sache, die man im Handbewertungsforum zur Frage stellen kann.
    • mtheorie
      mtheorie
      Bronze
      Dabei seit: 29.05.2009 Beiträge: 1.519
      Mal noch ein kleine grundsätzliche Anmerkung: Durch die PS.com-Promos steigt man hier relativ schnell im Statussystem auf, wenn man an den Tischen fleißig grindet. Gerade in den kleinen Mikros hast du bereits mit Bronze-Wissen eine deutliche Edge gegenüber dem durchschnittlichen Gegner. Mehr wissen zu wollen, ist löblich und sicherlich nicht verkehrt. Allerdings muss man auch wissen, wann man diesen Wissenvorsprung auf seinem Limit überhaupt einsetzen kann/sollte. Was ich meine: Lerne nicht nur regelmäßig, sondern mache dir auch Gedanken, ob du eine "advanced Line" überhaupt gegen einen durchschnittlichen Gegner einsetzen kannst.
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.684
      Original von mtheorie
      Mal noch ein kleine grundsätzliche Anmerkung: Durch die PS.com-Promos steigt man hier relativ schnell im Statussystem auf, wenn man an den Tischen fleißig grindet. Gerade in den kleinen Mikros hast du bereits mit Bronze-Wissen eine deutliche Edge gegenüber dem durchschnittlichen Gegner. Mehr wissen zu wollen, ist löblich und sicherlich nicht verkehrt. Allerdings muss man auch wissen, wann man diesen Wissenvorsprung auf seinem Limit überhaupt einsetzen kann/sollte. Was ich meine: Lerne nicht nur regelmäßig, sondern mache dir auch Gedanken, ob du eine "advanced Line" überhaupt gegen einen durchschnittlichen Gegner einsetzen kannst.
      Sehr richtig! Merke das immer wieder, wenn ich aus Fun auf den Micros spiele und meine Ahigh-EQ-CDs mache, und mich wundere, dass ich am Ende gegen 22 verliere und 9high von Villain gecheckt wird.

      Hier ein paar Anregungen:

      a) Kann Villain zwischen relativer und absoluter handstärke unterscheiden?

      b) Weiß er, was ein negative Freeroll ist und spielt auch so?

      c) Weiß er, dass er seine schlechtesten Hände bluffen muss und nicht seine mittleren?

      d) Spielt er slow oder fast?

      e) Spielt er seine Draws aggro (siehe c))