BI vs. Protection

    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.677
      Folgende Situation:

      Wir openraisen AJ aus BU, BB - ein absoluter CallingstationFisch* - defended, wir cbetten den trockenen Flop und BB check-called. Wir befinden uns jetzt mit AJ ui am Turn IP und der Pott ist 3,25 BB groß. Wir haben den verlässlichen Read, dass Villain sehr light den Flop called und nach cbT unsererseits IMMER den River bettet. Allerdings called er auch den Turn relativ light. Was ist jetzt besser? cbT for protection und FSD oder cbT for BI?

      Ich versuche es mal auszurechnen. Nehmern wir an, das ist die Situation am Turn:


      Board: Q:club: 7:heart: 2:diamond:  3:spade:
             Equity     Win     Tie
      BU     50.25%  50.25%   0.00% { AsJs }
      BB     49.75%  49.75%   0.00% { 33-22, A5s-A2s, KTs-K7s, K2s, Q2s+, J7s+, T7s+, 97s+, 87s, 74s+, 65s, A7o-A2o, KTo-K7o, Q8o+, J8o+, T8o+, 97o+, 87o, 76o }



      Auf eine bet folded er 132 von 329 Holdings, die 3-6 Outs gegen uns haben bzw. eine EQ von 12%


      Board: Q:club: 7:heart: 2:diamond:  3:spade:
             Equity     Win     Tie
      BU     88.22%  88.22%   0.00% { AsJs }
      BB     11.78%  11.78%   0.00% { KTs-K8s, J8s+, T8s+, 98s, KTo-K8o, J8o+, T8o+, 98o }


      Der Einfachheithalber sagen wir, er folded 1/3 seiner Hände. Mit einer bet gewinne ich also zu einem Drittel den Pott sofort. Gegen seine checkcalingRange am Turn stehe ich ziemlich schlecht da:


      Board: Q:club: 7:heart: 2:diamond:  3:spade:
             Equity     Win     Tie
      BU     23.88%  23.88%   0.00% { AsJs }
      BB     76.12%  76.12%   0.00% { 33-22, A5s-A2s, K7s, K2s, Q2s+, J7s, T7s, 97s, 87s, 74s+, 65s, A7o-A2o, K7o, Q8o+, 97o, 87o, 76o }


      Und jetzt verlassen mich meine mathematischen Kentnisse. Ich bin nicht in der Lage auszurechnen, was besser ist ;( ;( ;( ;(


      *Der Callingstation Fisch hat eine Standard BB-Defending-Range, spielt postflop aber immer nur checkcall. Nur seine onster delayed er auf den River und donked diese.
  • 5 Antworten
    • kriegshahn
      kriegshahn
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 4.013
      Wenn villain immer den river bettet gibt es sehr wenig grund den turn zu betten. selbst wenn wir eine knappe turnedge hätten, wäre bluffinduce immer noch besser, weil und eine bluffbet viel mehr bringt als eine knappe vbet. unter deinen annahmen sind die einzigen hände, gegen die wir eine turnbet bevorzugen schlechtere hände die turn+river callen. gegen den überwiegenden teil (bessere hände und hände, die den river bluffen) ist cb besser.
    • DismasX
      DismasX
      Black
      Dabei seit: 30.06.2007 Beiträge: 1.497
      done :rolleyes:
    • wuerstchenwilli
      wuerstchenwilli
      Black
      Dabei seit: 07.04.2008 Beiträge: 18.677
      Original von kriegshahn
      Wenn villain immer den river bettet gibt es sehr wenig grund den turn zu betten. selbst wenn wir eine knappe turnedge hätten, wäre bluffinduce immer noch besser, weil und eine bluffbet viel mehr bringt als eine knappe vbet.
      Er würde natrülich auch seine besseren Hände betten. Und dazu gehören auch die, die mich am River überholt haben. Aber es leuchtet mir natürlich ein, dasseine bet bei 50% EQ ohne FE nicht die Riesen-Brüller-Must-Do-Instant-Bet ist. Kann man sagen/ausrechnen, ab welcher EQ das kippt?
    • kriegshahn
      kriegshahn
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 4.013
      Unter der Annahme, dass er wirklich immer am River bettet, wird das wohl sehr hoch sein. So lange man gegen seine slowplay Hände nicht vorne ist, könnte man den Turn behind checken und dann den River raisen, wenn man immer noch ne Edge hat (vorausgesetzt Villain called dann alles, was er auf 2bets called). Der einzige Grund für die Turnbet wäre ja dann Protection und die ist weniger wert als eine Bluffbet. Könnte mir vorstellen, dass unter den Annahmen sogar CB mit QQ besser ist, weil dann kann er halt nicht viel slowplayen, 2,3 ist auch in einer losen Range selten (und davon bekommt man eh 2bets am River), man will das er noch was hittet bzw. bluffed und von A high bekommt man vielleicht auch so noch 2bets. Alleine mit Equity hat das wenig zu tun. Aus genannten Gründen ist wohl 44 sogar eher ne Bet als QQ.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.496
      Eine Bet am Turn ist immer besser, wenn man auch eine Valuebet am River hat. Dann kann man mit der Turnbet oft 2 BB bekommen, während der check nur 1 BB gewinnt. Es ist ja nicht gesagt, dass der Gegner einen Raise am River callt (nach check Turn, Villain bet River).

      Zwei Valuebets hat man, wenn man eine EQ>50% hat gegen das, was callt. Das ist auf jeden Fall so, wenn du ein Pair hast. Mit nur Overcards sind die gepaarten Boards interessant (vor allem KKx und QQx).

      Die EV-Rechnung für die Bet am Turn sieht etwas anders aus, denn man kann am River treffen und hat dann eine Bet.

      EV(bet) ~ 1/3 * 3,25 + 2/3 * [0,24 * 5,25 - 1 + 3/46 * (0,83 * 2 - 1) (Ass) + 3/46 * (0,66 *2 -1) (J am River)]
      = 1,29

      EV(check) > 5,25 * 0,5 - 1 = 1,625

      Nach dem Check kann man auch A oder J am River treffen und raisen. Der EV des Checks ist daher etwas besser als 1,63 (aber nicht viel, so ca. 1,68).

      Man kann jetzt für die Bet die Equity nach dem Call verändern und stellt fest, dass die Bet besser als der Check wird, wenn man gegen einen Call von Villain ca. 35% EQ hat. Das könnte z. B. auf Boards mit Draws auf dem Flop der Fall sein, weil Villain dann mehr Hände ohne Pairs in seiner Range hat. Oder auf Boards, auf denen du einen Draw hast, der deine Equity verbessert.

      Board: Q 7 2 3 und du hast A J -> Du hast gegen seine Calls mehr als 40% -> du solltest am Turn betten.