MadameElle

    • MadameElle
      MadameElle
      Bronze
      Dabei seit: 17.06.2010 Beiträge: 24
      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Heute - in erster Linie aus Spass und weil es mir hilft auch auf beruflicher Ebene immer daran zu denken bei Entscheidungen viele Faktoren zu betrachten und nicht nur einen Teilaspekt. Wenn irgendwann ein paar Euro Zusatzverdienst dabei herauskommen, nehme ich diese natürlich gerne mit.

      Früher - weil ich damit Geld verdienen wollte.


      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Das Bankrollmanegement: Ich bin kein Anfänger und spiele seit mittlerweile mehr oder weniger 7 Jahren Onlinepoker. Ich habe in dieser Zeit 30 Bücher und gefühlte 1000 Artikel gelesen sowie unzählige Videos gesehen.
      Ich spielte in dieser Zeit als Winningplayer FL 5$ / 10$; NL 200 SH; PLO 200 SH sowie 50$ SNG´s.
      Über die Zeit gönnte ich mir immer wieder Cashouts und machte über die Jahre ein ums andere mal den selben Fehler, ich kehrte mit einer zu niedriegen Bankroll auf mein Stammlimit zurück und Downswings sorgten dafür das ich massiv in den Limits absteigen musste. Dies führte dann immer dazu das ich die Variante wechselte weil ich es nicht "ertragen" konnte NL25 zu spielen wenn ich noch 2 Wochen vorher erfolgreich NL200 geschlagen habe.
      Nachdem ich mich dann in einer Variante von unten wieder hoch gespielt habe, folgte der gleiche Prozess wieder und wieder.
      Nachdem ich nun fast 1 Jahre komplett mit dem Onlinepoker pausiert hatte, packte mich erneut die Lust und ich began mit meinen verbliebenen 100$ auf Pokerstars die 3,5$ SNG´s zu grinden. Innerhalb von 14 Tagen konnte ich auf die 15$ Turbos aufsteigen und meine BR auf 1200$ ausbauen. Dann begann ich einen Großteil meiner BR in MTT´s zu verdonken und nachdem ich unter 500$ gefallen bin, konnte ich keine 15$ SNG´s mehr spielen. Wenn ihr nun noch nicht eingeschlafen seid und aufmerksam gelesen habt, wisst ihr sicherlich was als nächstes passiert ist. RICHTIG! Ich habe auf NL25 gewechselt was mit 20 BI´s schon wieder ziemlich riskant war und ich wurde innerhalb von 2000 Händen mit einem abartigen Downswing beglückt. Darauf bin ich bei 200$ auf NL10 gewechselt und habe gemerkt das ich eigentlich nicht mehr in der Lage bin das heutige Microstakes NL zu spielen. Ich habe ABC Poker verlernt und denke defintiv falsch um auf diesen Stakes erfolgreich zu spielen. In den letzten 3 Jahren (solange müsste meine NL200 zurückliegen) hat sich das Spiel stark verändert und vieles was ich glaubte zu wissen funktionierte nicht mehr. Dann entdeckte ich beim surfen auf PS.de den Anfängerkurs und habe entschlossen einfach nochmal tatsächlich bei Null anzufangen. Da das Geld beim Pokerspielen nicht mehr meine Hauptmotivation ist erwarte ich mir hiervon den zuwachs von Disziplin und die Vorbereitung darauf NL auch im Jahr 2011/2012 wieder erfolgreich auf hohen Limits spielen zu können.

      Somit ist der Roman zu Frage 2 abgeschlossen, ob das wirklich jemand gelesen hat? ;-)

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?
      Ich wähle meine Starthände sorgfälltig aus um schwere Entscheidungen nach dem Flop weitestgehend ausschliessen zu können. Weiterhin spiele ich dadurch PF meistens als Aggressor und vermeide durch die Initiative passive Entscheidungen wie Checks und Calls und zwinge diese meinem Gegner auf.
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    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hi und willkommen beim Kurs!

      Ja, was soll man da noch sagen? Viel Neues wirst du nicht mehr hören, aber es wird dir sicher dabei helfen, die Micros zu überstehen.
      Und du hast Recht, es ist - nennen wirs mal "anders" - geworden in der Zwischenzeit. Es gibt immer noch genügend Fische, aber sie spielen gefühlt intelligenter als früher.
      Dein Problem wird aber eher sein, dass du in Aktionen zu viel hineininterpretierst. Nichts, was auf NL200 Sinn macht, bringt dich unten weiter. OK, stimmt nicht ganz, Bluffinduce funktioniert noch hervorragend. Aber so Dinge wie Draws durch geschickte Betsize aussteigen zu lassen usw. wird schon recht schwer. Du denkst einfach schon zu weit für diese Limits :)

      Viel Erfolg beim Kurs und weiter mit Lektion 2!
    • MadameElle
      MadameElle
      Bronze
      Dabei seit: 17.06.2010 Beiträge: 24
      Danke für die aufmunternden Worte, mal sehen was die Zeit so bringt ;-)

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?
      Hier alle Situationen einzeln aufzuführen würde den Rahmen sprengen. Interessant war für mich eher die Erkentnis, das ich mich gezwungen habe 5000 Hände auf FR streng nach dem Einsteigerchart zu spielen und dabei festgestellt habe, dass es wirklich sehr schwer ist hier noch verlust zu machen. Allerdings verhält es sich mit dem Gewinn ähnlich (3 Stacks) da man wirklich kaum was spielt.
      Das Fullringspiel habe ich nun gegen SH auf NL ersetzt, da mir der Gameflow einfach keine Spass bringt. Hier wende ich im groben das ORC an.
      Abweichungen finden in erster Linie statt wenn solide Spieler versuchen in Position die limp-Fische zu isolieren, hier spiele ich in erster Linie zusätzlich Hände die nach einem Call selten dominiert sind. Weiterhin open raise ich bis zu 100% vom Button wenn der BB zu tight foldet. Dazu open raise ich jedes Pocketpair aus jeder Position, was zum einen dazu führt das ich schwerer lesbar bin, zum anderen sind Sets meiner Erfahrung nach oft die Hände mit denen man longterm am meisten Profit erzielt.


      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.
      So leid es mir auch tut, aber solch eine Hand gab es auf den Micros bisher nicht.
      Die einzige Situation die mich auch heute noch zum grübeln bringt sind 4b AI´s wenn ich mit AK gegen einen Buttonsteal 3-bette. Habt ihr hier eine bestimmte Richtlinie nach der ihr callt oder foldet?



      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?
      46,32%
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      OK, die Abweichungen machen sowohl für FR als auch für SH Sinn.
      Die Isolation-Calls könnten noch problematisch werden, wenn du die Iso-Range des anderen Spielers nicht gut einschätzt. Da wird schnell mal eine normalerweise selten dominierte Hand zu einer, die verdammt teuer wird.
      Bei den BU-Raises kannst du vorerst so weitermachen, sobald du aber auf Gegner triffst, die dich kennen, wird das ebenfalls ein Verlustgeschäft. Ganz dämlich sind die nicht, irgendwann durchschaut es jemand.

      Wenn du keine Hand findest, die Probleme macht, ist das nicht so schlimm. Wie gesagt, ich erwarte eigentlich von dir, dass du dich schon halbwegs auskennst und nur mehr Detailfragen offen sind.
      Bei der AI-Sache gibt es keine generellen Aussagen, kommt immer auf den Gegner an. Wenn du davon ausgehen kannst, dass der das nur mit KK+ macht, hat es nicht mehr viel Sinn. Wenn du hingegen fast sicher weißt, dass da jedes Paar in der Range auftauchen kann, läufts auf einen Flip hinaus und kann sogar noch passen. Bei noch größeren Ranges ist es natürlich ein klarer Fall.

      Weiter so, sieht gut aus!
    • MadameElle
      MadameElle
      Bronze
      Dabei seit: 17.06.2010 Beiträge: 24
      Nachdem ich deine Antwort erst nicht verstanden hatte, habe ich gemerkt das ich mich verschrieben habe. Natürlich calle ich die Iso-Raises nicht sondern 3-bette sie. Hier achte ich natürlich darauf wie light der Reg den Fisch isoliert.

      Ebenfalls nach Stats läuft die Nummer mit dem Blindsteal, wenn ich merke der BB fängt an sich anzupassen, werde ich natürlich wieder tighter.

      Danke für´s aufmunternde Feedback ;-)