Kindererziehung??

    • Temmi
      Temmi
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2005 Beiträge: 1.054
      Original von Heosl
      Original von BudSpencer8
      -fremde erwachsene konnten easy ein kind ohrfeigen wenn es frech war


      Und du bedauerst das heute Kinder nicht mehr so selbstverständlich geschlagen werden?
      Als ob es manche nicht einfach verdient hätten, ich hab auch paar kassiert als Kind, eine von meinem Dad und die würde ich auch heute noch als verdient einschätzen und ein mal als ich beim Schwarzfischen auf nem Privatgrundstück gebustet wurde, wurde gefragt "Watschn oder Polizei" hab mich für die Watschn entschieden und würd ich immer noch so machen, geschadet hatts mir sicher nicht sondern mir eher etwas respekt gelehrt. Ich seh es an den Zwergen von meinem Bro (seine Frau hat wirklich ahnung von Kindererziehung und da geht es auch ohne sowas die zeiten ändern sich, aber leider nur bei wenigen).
      Bin erst 29 aber wurde auch schon mit ansagen von irgend welchen Kindern zwischen geschätzt 11-15 konfrontiert denen hätte ich am liebsten auch instant eine reingehauen und das war nicht im ton vergriffen von denen da hatt man einfach auch gleich gemerkt das die Eltern garantiert von meinen Steuern leben ;)
      Angeregt durch einen anderen Thread, bei dem die Diskussion aufkam, würde ich gerne mal eure Meinugn hören.
      Ich kenne wirklich genug Leute, die mir erzählt haben, dass sie durchaus autoritär erzogen wurden und es für "gut" empfanden, da sie auf diese Weise auf den "richtigen" Weg gebracht wurden und das auch befürworten, nach dem Motto: Nur durch Schmerzen lernt man!

      Ist da was dran?
  • 90 Antworten
    • JohnK78
      JohnK78
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2010 Beiträge: 696
      Belohnung >>> Strafe
    • Temmi
      Temmi
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2005 Beiträge: 1.054
      Ja JohnK78, gebe ich Dir im Großen und Ganzen Recht, aber.....

      Beispiele:
      Ich selber habe als Kind nur einmal den Arsch mit einem Kochlöffel grün und blau geschlagen bekommen, weil ich gelogen habe. Heute bin ich ein Wahrheitsfreak, ohne Rücksicht auf eigene Verluste. Besteht da eventuell ein Zusammenhang?

      Habe selber drei Kinder und mein Sohn hat sich einmal als 3- oder 4-Jähriger benommen wie in dem Video, allerdings hat er sich zu Hause so benommen. Da gab es auch mal einfach den Arsch versohlt, weil meine Nerven mit mir durchgingen. Danach war Ruhe.

    • PowerFarmer
      PowerFarmer
      Bronze
      Dabei seit: 02.05.2011 Beiträge: 312
      "Belohnung >>> Strafe" - stimmt schon mal..... allein weil strafen anfällig für verhaltensmuster sind (als konsequenz auf strafe), die primär auf strafvermeidund abzielen.
      einfaches beispiel: ein kind schweigt sich vor seinen eltern stets aus, bevor "schlechte taten" ans licht kommen, weil es gibt sonst ja auf die löffel.
      im endeffekt wäre es jedem elternpaar lieber sie wüssten alles (unschöne) über ihre kinder, auch oder gerade weil die mal fehler machen, als dass das kind mehr und mehr im verborgenen tut.

      prinzipiell gibt es aber nicht DEN weg in der erziehung. pädagogik ist imho schwammig bist zum geht-nicht-mehr und empirische, eindeutige (!!!) befunde die seltenheit.
      sprich man weiß derzeit wohl was positive/negative faktoren in der kindeserziehung sind, aber viel weiter gehts nicht. ist auch schwer, denn imgrunde muss man sich als kultur erstmal darauf verständigen, was gewünscht wird: zB die alte frage: "werte und wenn ja, welche sollte man kindern vermitteln?".

      was man aber ganz klar sagen kann ist wohl, dass prügel in der erziehung
      a) abzulehnen sind (sind meistens eh nur zeichen von ratlosigkeit und begrenzten mitteln), weil ethisch nicht vertretbar
      und
      b) absolut nicht in einer erfolgreichen/vielversprechenden erziehung vorkommen müssen.

      ob prügel schaden oder helfen kommt auf soooo viel an.... da wirst du keine eindeutige antwort finden. beide wirkungen sind denkbar. insgesamt ist man aber wie gesagt eher der meinung (heutzutage), dass kinder schlagen nicht cool ist.... ;)
    • JohnK78
      JohnK78
      Bronze
      Dabei seit: 03.05.2010 Beiträge: 696
      Du sagst es selbst, "weil meine Nerven mit mir durchgingen". Ich glaube viele Strafen sind eher weil man selbst seine negativen Gefühle abreagieren will und nicht weil sie einen erzieherischen Nutzen haben. Aber ich gebe zu es ist nicht leicht eine bessere Alternative zu finden.
    • splitter233
      splitter233
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2008 Beiträge: 10.677
      Hausarrest bis zur Volljährigkeit, nur noch Wasser und Brot.... Aber schlagen würd ich mein Kind NIEMALS!
    • Temmi
      Temmi
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2005 Beiträge: 1.054
      Original von PowerFarmer
      ob prügel schaden oder helfen kommt auf soooo viel an.... da wirst du keine eindeutige antwort finden. beide wirkungen sind denkbar.
      Da stimme ich mit Dir vollkommen überein!
      Mir geht es ja um Erfahrungen und Ansichten, die hier gepostet werden können und nicht um die "Findung" der perfekten Erziehung. ;)
    • vandaalen
      vandaalen
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2008 Beiträge: 5.348
      Es gibt wenig, daß einen Menschen mehr erniedrigt, als körperlich (und auch psychisch) angegangen zu werden aber sich nicht dagegen wehren zu dürfen.

      Sein Kind zu prügeln ist so ziemlich das größte Armutszeugnis, daß man sich selbst im Fach "Zwischenmenschliche Beziehungen" ausstellen kann.

      Man ist als Elternteil immer der stärkere - sei es im Arm, oder im Kopf - und diesen Trumpf in der Form auszuspielen zeugt nicht gerade von Reife.

      Ich kann verstehen, daß jemandem "die Hand ausrutsch" ind komischen Situationen, aber Prügel als Strafe zu nutzen hat halt schon was von den Arabischen Emiraten, wo auch mal gerne gepeitscht wird, wenn der Jeck nicht so will, wie der Trommler.

      Ich persönlich könnte meine Tochter (vier Jahre alt atm) niemals schlagen. Da ist so eine Hemmung in mir. Bin eh kein gewalttätiger Mensch, aber das ist echt eine Schranke, die würde wohl niemlas hochgehen.

      Allerdings ist mein Kind auch das liebste Kind der Welt... ;)
    • nosense
      nosense
      Bronze
      Dabei seit: 13.06.2007 Beiträge: 496
      Wenn man sich mit Schlägen behelfen muss weil das Kind keinen Respekt mehr vor einem hat, hat man von vorneherein etwas falsch gemacht. Laut werden geht ja noch und Kinder lehnen sich auch mal gegen die Eltern auf, aber man kann Dominanz auch ohne Gewalt ausüben
    • vandaalen
      vandaalen
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2008 Beiträge: 5.348
      Original von nosense
      Wenn man sich mit Schlägen behelfen muss weil das Kind keinen Respekt mehr vor einem hat, hat man von vorneherein etwas falsch gemacht. Laut werden geht ja noch und Kinder lehnen sich auch mal gegen die Eltern auf, aber man kann Dominanz auch ohne Gewalt ausüben
      qft
    • Temmi
      Temmi
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2005 Beiträge: 1.054
      Seid ihr alle Waldorfschüler, oder was?

      Ok, meine Hand ist bei 3 Kindern (alle erwachsen mittlerweile) einmal ausgerutscht und ich habe es nicht bereut.

      Andererseits würde ich mir wünschen, selber etwas autoritärer erzogen worden zu sein. Zudem bereue ich es irgendwie, nie beim Bund gewesen zu sein. Habe halt früh geheiratet und Kind war unterwegs, als ich meine Einberufung bekam. Brauchte dann nicht hin, weil ich zu teuer war. Irgenwie denke ich, dass ich da noch etwas gelernt hätte, was meine Eltern bei meiner Erziehung versäumt haben, mir beizubringen.

      Stehe ich da alleine mit meinen Gedanken?

      Da die meisten hier eh keine eigenen Kinder haben (außer vandaalen und einigen anderen mit dem liebsten Kind der Welt :) ), erzählt doch mal von eurer eigenen Erziehung wie ihr sie empfunden habt.
    • wonm123
      wonm123
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2005 Beiträge: 1.154
      Ich bin selbst einmal "verprügelt" worden.

      Wobei ich das Wort verprügel nicht nutzen möchte. Den Arsch versohlt habe ich bekommen, und dass zu Recht.

      Ich denke, man sollte oder man muss unterscheiden, zwischen ständig Prügeln wie bei der Supernanni oder die Arschklapse als legitimes Erziehungsmittel.

      Wenn ich die Lehrer in den Schulen sehe und die Kinder, die antiautoritär erzogen werden... Tja.

      Eine gesunde Mischung schadet wohl niemanden. Und Kindern die Freiheit zu geben, selbst festzustellen, wo und was sie falsch gemacht haben....Tja.

      Ich bin 42 :-) Hab zwar keine eigenen Kinder, aber schon das eine oder andere Mal einem fremden Kind eins auf den Arsch gegeben.
      Und bevor jetzt Stimmen laut werden "Solltest du das mit meinem Kind machen...." sage ich nur, Erzieht eure Kinder so, dass es nicht nötig ist.

      Wenn ich aber welche sehe, die mir aug die Schuhe spucken und die Assieltern stehen daneben, putzt das Kind dieses mit dem eigenen Arsch wieder sauber.

      Ich hoffe nicht, dass der Eindruck erweckt wurde, dass ich für das Prügeln bin, dass auf keinen Fall.
      Aber ein Klaps zur rechten Zeit erspart einem eine Menge Ärger. Und der erste Klaps ist ja der harmlose.

      Nur sollte das Kind wissen, dass es nicht alles kann. Und auch Kinder haben verschiedene Charaktere.
      Dem einen reicht der böse Blick, dem anderen halt nicht.

      Was passiert, wenn man Kindern freien Lauf lässt, sieht man in den Schulen. Würden dort die Lehrer mit mehr Rechten ausgestattet, würden viele nicht nur ruhiger, sondern wahrscheinlich auch besser in der Schule werden.

      Noch mal: Prügeln nein, ein Klaps zur rechten Zeit schon.
    • marc0506
      marc0506
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 8.241
      Was vandaalen sagt!

      Wenn körperliche Gewalt das einzige ist, was einem Elternteil einfällt um sein Kind zu erziehen, sollte man ihm das Kind wegnehmen, da ihm offensichtlich die geistige und emotionale Reife fehlt, ein Kind zu erziehen.
      Wir sind nicht mehr im Mittelalter...
    • eagle2007
      eagle2007
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2007 Beiträge: 23.023
      ich hab einmal ne ohrfeige einstecken müssen..kann mich aber nicht mehr dran erinnern. meine mutter meint sie hätte danach für ewwwigkeiten ein schlechtes gewissen gehabt.

      gibt soviele andere methoden kinder zu erziehen..da brauch es keine schläge, mal abgesehen davon, dass ich noch nie jemanden ernsthaft geschlagen hab (ins gesicht schon gar nicht), obwohl mein bruder und ich uns früher gehasst haben :D
      deswegen geh ich schon automatisch davon aus, dass ich niemals mein kind schlagen könnte.
    • Temmi
      Temmi
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2005 Beiträge: 1.054
      Original von marc0506
      Was vandaalen sagt!

      Wenn körperliche Gewalt das einzige ist, was einem Elternteil einfällt um sein Kind zu erziehen, sollte man ihm das Kind wegnehmen, da ihm offensichtlich die geistige und emotionale Reife fehlt, ein Kind zu erziehen.
      Wir sind nicht mehr im Mittelalter...
      Habe mal den Threadtitel editiert von "Prügelstrafe bei Kindererziehung??" in einfach nur "Kindererziehung??".

      Habe den Eindruck, dass einfach nur der Titel gelesen wird und dann geantwortet wird, ohne überhaupt die Postings zu lesen. :rolleyes:

      Und noch ein edit: durch den alten Threadtitel wurde wohl schon mit "Vorurteil" der Thread angeklickt. Wir sind uns denke ich alle einig, dass "Kindesmißhandlung" unter aller Sau ist. Da kann ich auch noch eine Story erzählen, die ich erlebt habe und die mir seit 15 Jahren auf den Magen schlägt.
      Die Frage, die ich mir stelle, ist nur: Bleibt eine "körperliche Züchtigung" (mir fällt im Moment nichts besseres ein, es zu umschreiben) besser hängen als Erklärungen???
      Und damit meine ich wirklich nur gaaanz seltene und in besonderen Situationen vorkommende Ereignisse, keine dauernden Mißhandlungen!!!!
    • Th0m4sBC
      Th0m4sBC
      Bronze
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 7.550
      Als ich 4 Jahre alt war, hatte ich eine ziemlich stark ausgeprägte Mittelohrentzündung, habe nichts mehr gehört und geschrien wie am Spiess. War meinem Grossvater etwas zu laut, auch das mich anbrüllen nicht viel bringt (weil ich ja nichts hörte!) hat er irgendwie nicht so ganz geschnallt. Stattdessen hat er die Bratpfanne genommen, ausgeholt und durchgezogen.
      Anyways, meine Mutter konnte mich gerade noch wegziehen und war auch das letzte Mal, als wir mit Ihm in Kontakt waren.

      Ich finds scheisse, wenn Erwachsene gegenüber Kindern handgreiflich werden. Das zeugt einfach davon, dass Sie die Situation überhaupt nicht mehr im Griff haben.
      Ich habe aber als Kind manchmal wirklich über die Strenge geschlagen und was mir da sehr geholfen hat, war, wenn mein bester Freund (gleiches Alter!) mir ein paar aufs Maul gegeben und mich auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat. Dafür bin ich ihm noch heute sehr dankbar, denn da es unter 'gleichgestellten' geschah, konnte ich es auch einfach akzeptieren.

      Wenn mich ein Erwachsener als Kind geschlagen hätte, hätte ich 99 von 100 Personen dazu gebracht, dieses Verhalten als unangemessen zu bestätigen und hätte mir hierfür, sogar wenn die Bestrafung angebracht gewesen wäre, also einfach eine Ausrede geben können und hätte nichts gelernt.

      /PS: Persönlich bin ich ja der Meinung, dass man manche Eltern und nicht deren Kinder, verprügeln sollte...
    • Romeryo
      Romeryo
      Bronze
      Dabei seit: 21.10.2008 Beiträge: 12.600
      Prügeln ist obv zu hart, aber ein bisschen körperliche Züchtigung schadet nicht. Ganz einfach. Man ist ja auch keiner der seine Frau verprügelt wenn er ihr beim Sex den Arsch versohlt. Das macht man als dominante Geste und bei Frauen wirkt sowas eben unterbewusst. Und bei Kindern wird das ähnlich sein, nur dass die drauf eher weniger abfahren werden.

      Es ist auch unnötig wenn beide Elternteile dazu greifen müssen. Es sollte immer einen guten und einen bösen Cop geben. Bei mir wars zB mein Dad, der mich immer wenig zimperlich zB aus dem Bett gezogen hat wenn ich aufstehen sollte. Oder nach Blödsinn mal auf die Hand gewatscht. Das hat schon gereicht um Ehrfurcht und Respekt zu haben. Haben erst später ein Kumpelverhältnis aufgebaut und jetzt ist meine Beziehung zu ihm sehr sehr gut.
      Wenn es Probleme gab hab ich dann mit meiner Mum darüber gesprochen, dahingehend war es kein Problem mich zu öffnen. Und wenn ich ihr gegenüber mal frech wurde musste sie nur noch damit "drohen" es dem Papa zu sagen, und dann wusste ich dass ich mich lieber zurück nehme.

      Gewaltlose Erziehung schön und gut, das klappt vielleicht wenn der Nachwuchs von Natur aus eher friedlich gestimmt ist. Aber was wenn nicht? Was wenn auch das Umfeld jenseits der Familie dazu beiträgt die Kinder anzustacheln ihre Grenzen auszuloten, auch über Respekt hinweg? Wenn die Dominanz der Eltern (bzw besonders des Vaters) erstmal untergraben wurde wird es sehr schwer die Kids wieder unter Kontrolle zu bringen. Ich würde gern wissen wie die Leute die sanfte körperliche Züchtigung ablehnen (die imho weniger schlimm ist als wenn Eltern den Kids spürbar ihre Liebe entziehen; Haue zielt eher auf den Schockmoment und danach is wieder alles gut wenn Junior sich ausgeheult hat) solche Fälle handhaben wollen wenn es ausartet. Auch ihr seid nur Menschen mit einer nervlichen Toleranzgrenze und selbst ihr solltet wissen dass es elterliche Pflicht ist den Nachwuchs in Zaum zu halten.
    • Silicernium
      Silicernium
      Bronze
      Dabei seit: 22.12.2009 Beiträge: 3.203
      Ja, ich kann die Eltern verstehen, wenn ihnen die Hand ausrutscht. Die Kleinen sind manchmal so anstrengend und nervig, dass so ein Klaps oder ein Schlag das einfachste Mittel ist, um so eine Situation zu beenden. Aber wie schon in diesem Thread geschrieben, es ist einfach ein Zeichen der Schwäche von den Eltern. Sie wissen nicht mehr weiter, also schlage ich mal zu. Sieht man doch heutzutage bei den Jugendlichen. Sie können sich mit Worten oder anderen Taten nicht ausdrücken, also wird losgetreten und geschlagen.

      Denke nicht, dass es einem Kind schlecht bekommt, wenn den Eltern einmal die Hand ausrutscht, aber ich selber halte da nichts von und werde es zu 99% (100%ig sicher sollte man sich nie sein :D ) nicht machen. Die Eltern, die sich nur mit Schlägen zu helfen wissen tun mir eher leid.

      @wonm123: Und wenn ein Fremder mein Kind schlagen würde… Keine Ahnung, wie ich da reagieren würde. Das harmloseste wäre noch eine Anzeige. Auch wenn mir ein Kind auf den Schuh spuckt, lernt es nach einem Schlag von mir nur, dass es das nicht bei mir noch einmal machen darf, aber es lernt auf keinen Fall, dass es anderen Leuten nicht auf den Schuh spucken darf. Wenn die Eltern das Kind nicht erzogen haben, bringt so eine Bestrafung durch einen Fremden auch gar nichts.

      Wenn man sieht, wie viel Kinder sogar schon im Alter von 1,5-2 Jahren mitbekommen, kann mir keiner erzählen, dass man Schläge benötigt um Ihnen ein falsches Verhalten verständlich zu machen. Es ist natürlich ein bisschen anstrengender.

      @Romeryo: Was meinst du mit ausarten? Grenzen zieht ja jeder andere.
    • jigger1977
      jigger1977
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2009 Beiträge: 1.471

      Seid ihr alle Waldorfschüler, oder was?
      Irgendwie this!

      Is ein sensibles Thema, und bei den ganzen Vorverurteilungen wirds wohl schwer werden, eine andere Meinung&Position dazu zu bekommen, ohne gleich am Pranger zu stehen und gedisst zu werden.

      Aber da nach Erfahrungen gefragt wurde, kann ich von meiner Kleinen berichten. Die Mutter und ich nutzen beide den Klaps auf den Po als Erziehungsmittel. Und sie weiß dann sofort, wo ihre Grenze ist. Kinder testen Grenzen, meine wird im Feb. 3 und ist gerade in so einer Phase. Das ist als Elternteil nicht einfach, und alle, die danach schreien, den Eltern gleich die Kinder wegzunehmen, sollten sich zumindest mal in der Lage befunden haben. Weil reden kann man sehr schnell, ohne dass man weiß wie das ist.

      Mit dem Klaps auf dem Po, kommt sie runter und hört sofort mit dem Wahn auf, in den sie sich reinsteigert. Sie weiß, jetzt ist schluss, und beruhigt sich innerhalb kürzester Zeit und ist wieder das verspielte Kind, das sie ist. Grenzen sind nötig, Kinder brauchen Grenzen. Innerhalb dieser Grenzen hat sie aber alle Freiheiten.

      Für mich ist übrigens der Klaps auch eine Grenze. Mehr würde ich nicht machen!
      Außerdem gibt es andere Möglichkeiten, ihr die Grenzen zu zeigen: ins Zimmer schicken, Fernsehen aus...

      Das hört sich schnell danach an, dass man ein Kind nur mit Strafen erziehen könnt. Im Gegenteil. Für mich steht die Belohnung über der Strafe, und ich motiviere sie, und freu mich mit ihr, wenn sie etwas Liebes macht. Sie gibt & teilt sehr gern, dafür bekommt sie vom Papa immer ein aufrichtiges "Danke Mia" und wird in den Arm genommen. Wenn sie etwas nicht kann, dann zeig ichs ihr wies geht, und wenn sie es dann alleine schafft, dann freu ich mich mit ihr und schrei "Super Mia". Das alles ändert nichts an der Tatsache, dass ein Kind Grenzen braucht und diese testet, wir Erwachsenen testen auch Grenzen und werden bestraft, wenn wir sie überschreiten. Wenn wir dieses gesellschaftliche Prinzip nicht in der Kindheit erlernen, dann erlernen wir es nie und haben im Erwachsenenleben Probleme!

      Leider hat meine Mutter auch mal den Kochlöffel an meinem Bruder z.B. zerbrochen. Zum Glück ist sie bei mir nie soweit gegangen, einmal hat sie mir eine Ohrfeige gegeben, aber ich war im Vergleich zu meinem Bruder auch der bravere. Soweit würde ich nie gehen!

      Sehr interessantes Thema OP, danke für die Frage. Und vielleicht kann ich hier in Bezug zur Erziehung noch was lernen.
      This is now Erziehungsstategy.com! :f_biggrin:
    • Kellerlanplayer
      Kellerlanplayer
      Bronze
      Dabei seit: 02.12.2006 Beiträge: 18.529
      Ich wurde mal vom Vater einer Klassenkameradin geohrfeigt auf nem Kindergeburtstag... pisst mich heute noch an, am liebsten würd ich ihm mal eine betonieren ....