EV oder actual winnings?! Was ärgert mich weniger?

    • gimmethemic
      gimmethemic
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2007 Beiträge: 223
      Hallo liebes Pokerforum,

      ich weiß nicht in welches Forum das am besten passt, darum kommt's mal hierrein.

      Ich habe vor ca. 60k Händen auf einer neuen Plattform eingecasht und bin derzeit ca. 1900 BB unter EV. Effektiv heißt das, dass meine winrate 3,1 BB / 100 Hände unter dem erwarteten Wert läuft. Jetzt hab ich natürlich auch schon davon gehört, dass das normale Swings sind und jeden mal trifft, nur ist es so, dass ich ohne diese 3,1 bb/100 auch nur noch BE spiele. Und mich eigentlich fast nur das rakeback einigermaßen im Plus hält. Mit Plattformwechsel habe ich jetzt 100k hände break-even gespielt.
      Nachdem es in den ersten 30.000 Händen nur so war, dass ich coinflips verliere, ist es jetzt so, dass ich sogar Hände in denen ich klarer Favorit bin, standardmäßig verliere. Zusätzlich kamen viele Setup Situationen auf, in denen ich nicht oft, der stärere war. Dennoch, ich tilte nicht wirklich. Ich komme damit einigermaßen klar, weil ich mir denke, langfristig müsste es ja eigentlich besser laufen und mich nur derzeit die Varianz nicht sonderlich mag. Mit 3,5BB/100 bin ich zwar nicht meisterhaft glücklich, aber zufrieden sollte ich schon sein. (Wollte eigentlich nen Graph hochladen, aber hab kein gescheiten Host gefunden, könnte ich aber auf Nachfrage nachholen)

      Ich hatte ein paar Stunden Coaching genommen und mein Coach meinte, dass er es für komplett unsinnig hält auf den EV zu schauen (Ich meine hier gabs auch mal einen Artikel dazu, den hab ich aber nicht mehr gefunden).
      Aus zwei Gründen:

      1. Der Glücksfaktoren bei den normalen Showdown Winning wird nicht einbezogen.
      2. Was bringt einem der EV? Die Winnings sind ja nur theoretisch.

      Er meinte auch. Auf Grund von Punkt 1 könnte ich ja theoreitisch gar nicht besser sein und alles Pech was ich bei Allin Entscheidungen habe, durch Glück bei den anderen wieder wettmachen. 70k wären zusätzlich ja auch keine Stichprobe.

      Ich will dieses ganze Diskussion auch gar nicht wieder aufrollen, da ich glaube dass die schon öfters besprochen wurde, aber fragen, welchen Ansatz ihr als Spieler teilt und wie ihr mit solche Situationen umgeht. Ich habe weniger ein Problem damit, wenn ich weiß, dass ich gut spiele, aber Pech habe, als wenn ich weiß, ich spiele schlecht. WÜrde mir langfrsitig die Lust an dem Spiel rauben... Und auch psychologisch nicht unbedingt mein mindset improven.

      Der Thread hier dient für mich natürlich, zum einen, zum eigenen Frustabbau, weil ich meiner Meinung nach schon längst ein Limit höher spielen könnte. Zum anderen aber, würde ich hauptsächlich gerne wissen wie ihr generell mit solchen Situationen umgeht. Unabhängig davon arbeite ich natürlich an meinem Game. Ich analysiere viele Hände und stelle auch viele von mir rein (so wie es eben die Zeit zulässt).

      Vielen Dank ;)
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