NL25 FR Wo bleibt meine Winrate?

    • Luzifer999
      Luzifer999
      Bronze
      Dabei seit: 18.04.2009 Beiträge: 1.288
      Zunächst mal meine aktuellen Stats:



      Uploaded with ImageShack.us



      Uploaded with ImageShack.us

      Mein NL/PL25 grind-history:

      Habe ausser diesen ca. 130k hands vorher schon 200k PL25 mit der selben Winrate gespielt (18-21 tabling), die showdown winnings waren wie folgt:

      NonSD Losses/k bb: 9,672
      SD Winnings/k bb: 11,46 --> Winrate: 0,72BB

      Danach habe ich ein Coaching bei fallout86 genommen. Er hielt mich für einen der besseren Spieler auf NL25 und meinte mit einer Reduzierung der NonSD Losses könnte ich das Limit locker mit 2-3BB (!) schlagen.

      Nach dem Coaching habe ich versucht zunächst durch weniger Tische (9tabling), meine NonSD Losses zu begrenzen. Das hat auch funktioniert:

      NonSD Losses/k bb: 6,29
      SD Winnings/k bb: 7,74

      Gleichzeitig fielen aber meine SD-Winnings ins bodenlose! Also habe ich wieder angefangen zu massgrinden (15-18tabling), was an den SD nichts änderte. Insgesamt habe ich jetzt seit dem Coaching 130k gespielt und meine meine SD Winnings bleiben einfach im Keller.
      Vorher (200k PL25) hatte ich bei ähnlichen Stats wie oben einen W$@SD von 55%, jetzt liegt er bei miserablen 50%.
      Mit Downswing alleine kann ich mir das einfach nicht erklären, ich habe ja inzwischen ne sample von über 300k.
      Auch Tilt kommt nicht in Frage, denn wie mir mein Coach bescheinigte verliere ich die Kohle nicht durch das misplayen von großen Pötte oder ähnliches.

      Ich versuche wirklich nicht zu tight zu sein und pre wie postflop alles an value rauszuholen aber mehr als 14/12 ist einfach nicht drin.

      Meiner Meinung nach passen alle Stats so, nur der W$@SD eben überhaupt nicht.

      Wenn ich wieder die normalen SD-Winnings erreichen würde, könnte ich das Limit mit 1,5BB schlagen und damit wäre ich auch durchaus zufrieden.

      Alles nur eine Sache der Varianz?
  • 3 Antworten
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Grundsätzlich zu den Stats:

      Du spielst halt recht tight, somit bist du natürlich auch für andere Spieler "beherrschbar". Du 3-bettest knapp über 4%, das ist kein Fehler, aber es ist schon stark valuelastig. Deine 4-bet-Range ist mit ca. 1% gleich KK+.

      Kann man halt nicht viel gegen falsch machen.

      Postflop spielst du dann auch eher ABC-Style, sehr aggressiv am Flop, über 70% Cbet, ab Turn gehts dann deutlich nach unten. Ist aber kaum anders machbar wenn du 15 Tische+ spielst.


      Woran kann es liegen?

      => Es fehlen gewisse Postflop-Skills, dafür wäre aber das coaching essentieller

      => Du callst zu häufig in den falschen Spots, valuebettest in den falschen Spots

      => Aufgrund deines Styles / zu wenig Konzentration (bei 15+ Tischen wirst du kaum andere Hände betrachten und Reads aufbauen) ist halt nicht mehr drin (immerhin schlägst du den Rake, mehr als ein knappes BB/100 geht dann evtl. nicht

      => Table selection? Eigentlich schwer möglich da den Überblick zu behalten

      => Tilt? Kommt drauf an wieviele Stunden du coachings hattest, aber während eines coachings tiltet man normalerweise nie. Unterbewußt kann es dennoch auftreten.

      => Varianz: Ist natürlich auch bei 100k Händen noch vorhanden

      => Warum PL? Es gibt doch kaum etwas schöneres als gegen Fische, wenn man denn mal einen findet, am River zu pushen mit den Nuts wenn er sowieso alles callt. Daher ist NL einfach "schöner". Gibts einen Grund warum du PL favorisierst?

      => Zu sehr "Linien"-anhängig? Ich meine du redest von den SD-Winnings und den Non-SD-Winnings...alles gut und schön, aber ist die dicke grüne Line nicht die wichtigste?

      Du hast dich mit 9 Tischen gut gefühlt, besseres Spots gefunden und evtl. besser gespielt, und bloß weil die SD-Linie fällt (was logisch ist wenn du die Non-SD-Winnings ins Plus bringst), änderst du wieder radikal die Tischanzahl?

      Kann ich nicht ganz nachvollziehen.


      Was nun das beste für dich ist kann man natürlich schwer sagen (ich tippe mal weniger Tische, bessere table selection, größere Edge aufbauen (aktiv (spielen, Reads sammeln, Moves probieren) und passiv (lesen, Hände bewerten/lassen, Videos/Coachings etc.)), häufiger NL spielen (mMn mehr Fische, da sie NL lieben, kann ich aber nicht belegen) und dann etwas aufloosen, die Blinds mehr attackieren, mehr stealen mehr 3-betten und 4-betten, dein tightes Image ausnutzen (du kannst doch 4-betten wie verrückt, da foldet doch aktuell jeder) und somit zu einem insgesamt besseren Spieler werden...
    • habeichja
      habeichja
      Platin
      Dabei seit: 29.12.2007 Beiträge: 7.546
      vielleicht einfach auch mal am Mindset arbeiten, du kannst dir keine Winrate vornehmen, das kannst du einfach nicht, weil es nicht in deiner Macht steht, klingt komisch ist aber halt größtenteils so.


      Deswegen verstehe ich auch nicht wie du die Annahme das du das Limit einfach mal locker flockig mit 2-3BB schlagen, hast du schon mal drüber gespielt? Dann verstehe ich das nicht wie man so denken kann.
      Um ehrlich zu sein ist dein Style vielleicht solide, aber wirkt halt 0815 ohne sich auch nur annähernd einen kopf zu machen. Wie auch bei der Anzahl an Tischen etc.
      Wenn du wirklich was für dein Spiel tun willst, nehme weniger Tische und fang mal an nachzudenken. Das bringt dir wesentlich mehr als das sture rumgegrinde.
    • Luzifer999
      Luzifer999
      Bronze
      Dabei seit: 18.04.2009 Beiträge: 1.288
      Deine 4-bet-Range ist mit ca. 1% gleich KK+.


      Ich spiele gegen Nits die aktiv 3betten 4Bet-Bluffs mit Händen wie KJ, daraus besteht eigentlich meine komplette 4Bet-Range, da KK+ ziemlich durchschaubar ist und die meisten Nits pre doch ziemlich tight folden können.

      Tilt? Kommt drauf an wieviele Stunden du coachings hattest, aber während eines coachings tiltet man normalerweise nie. Unterbewußt kann es dennoch auftreten.


      Waren nicht nur live-sessions sondern auch hand review. Mein Coach war eigentlich der Meinung, dass ich sowohl tighte laydowns beherrsche, als auch gut value bette.

      Warum PL? Es gibt doch kaum etwas schöneres als gegen Fische, wenn man denn mal einen findet, am River zu pushen mit den Nuts wenn er sowieso alles callt. Daher ist NL einfach "schöner". Gibts einen Grund warum du PL favorisierst?


      Beim PL auf Stars ist die Winrate definitiv höher. Warum? Genau kann ich es nicht sagen, aber ich denke es liegt daran dass durch die leicht geänderte Entwicklung des Pots noch mehr gecallt wird.
      Was NL25 angeht bin ich overall loosing-player, auf PL25 habe ich dagegen immer eine Winrate erzielen können (vor und nach Coaching). Sample wie gesagt mehrere 100k.

      Zu sehr "Linien"-anhängig? Ich meine du redest von den SD-Winnings und den Non-SD-Winnings...alles gut und schön, aber ist die dicke grüne Line nicht die wichtigste?


      Natürlich, aber sie ergibt sich nun mal aus der Differenz der beiden. Was mich nervt ist, dass meine SD-Winnings einfach nicht mehr auf das frühere Niveau kommen und meine leichten Verbesserungen bzgl der NonSD zunichte machen.

      Du hast dich mit 9 Tischen gut gefühlt, besseres Spots gefunden und evtl. besser gespielt, und bloß weil die SD-Linie fällt (was logisch ist wenn du die Non-SD-Winnings ins Plus bringst), änderst du wieder radikal die Tischanzahl? Kann ich nicht ganz nachvollziehen.


      Das Problem ist, dass ich sehr ans Grinden gewöhnt bin. Bei 9 Tischen wird mir sehr schnell langweilig, auch wenn ich besser und aktiver spiele. Ausserdem baue ich keine samplesize auf und weiss dann nicht wie hoch meine Winrate wirklich ist.