der/die Nacht

    • McTwist
      McTwist
      Bronze
      Dabei seit: 28.02.2006 Beiträge: 1.031
      Jetzt wo ich hier in Costa Rica am spanisch lernen bin und es hier immer la noche heißt. Stellt sich mir die Frage:
      Warum wechselt bei uns der Artikel,
      also warum heißt es die Nacht.
      Aber etwas passiert in der Nacht?

      Hab ich vielleicht in der Schule mal gelernt aber wieder vergessen :)
  • 19 Antworten
    • Krupsinator
      Krupsinator
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 24.05.2010 Beiträge: 13.194
      Es heißt ja auch die Waschmaschine
      und die Wäsche wird in der Waschmaschine gewaschen.

      Liegt also nicht an der Nacht, ist immer so. Man hört den Fehler ja auch oft bei Leuten die nicht so gut deutsch können.

      Warum das so ist, keine Ahnung.... ist halt so passiert in der Sprachgeschichte denk ich mal.
    • myonlyStaR
      myonlyStaR
      Bronze
      Dabei seit: 20.06.2006 Beiträge: 3.747
      es heisst auch "Die Susanne"
      aber es heisst auch "etwas passiert in der Susanne"

      sry no bbv ;)
    • luxxx
      luxxx
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2006 Beiträge: 12.733
      Wo du einen Genuswechsel sehen willst, ist aber keiner.
      Das Geschlecht bei "in der Nacht" ist nicht ploetzlich maskulin.
      Es ist lediglich ein anderer Kasus.

      Die Praepostion "in" wird im Deutschen nunmal mit dem Dativ benutzt, wie (fast?) alle Praepositionen im deutschen Sprachgebrauch.

      Der Artikelwechsel liegt einfach daran, dass bei uns die Artikel mit dekliniert werden.
      Im Spanischen jedoch nicht.
    • McTwist
      McTwist
      Bronze
      Dabei seit: 28.02.2006 Beiträge: 1.031
      Original von luxxx
      Wo du einen Genuswechsel sehen willst, ist aber keiner.
      Das Geschlecht bei "in der Nacht" ist nicht ploetzlich maskulin.
      Es ist ledilich ein anderer Kasus.

      Die Praepostion "in" wird im Deutschen nunmal mit dem Dativ benutzt, wie (fast?) alle Praepositionen im Deutschen.
      Ist das genauso bei, die Hand und nach der Hand greifen oder mit der Hand etwas anderes machen?
    • luxxx
      luxxx
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2006 Beiträge: 12.733
      Original von McTwist
      Original von luxxx
      Wo du einen Genuswechsel sehen willst, ist aber keiner.
      Das Geschlecht bei "in der Nacht" ist nicht ploetzlich maskulin.
      Es ist ledilich ein anderer Kasus.

      Die Praepostion "in" wird im Deutschen nunmal mit dem Dativ benutzt, wie (fast?) alle Praepositionen im Deutschen.
      Ist das genauso bei, die Hand und nach der Hand greifen oder mit der Hand etwas anderes machen?
      Ja, das funktioniert nach dem gleichen Schema.
    • McTwist
      McTwist
      Bronze
      Dabei seit: 28.02.2006 Beiträge: 1.031
      danke für die schnelle plausible Antwort.
      Eine Frage weniger in meinem Leben, ∞-1 to go.
    • wump1
      wump1
      Bronze
      Dabei seit: 05.01.2007 Beiträge: 2.059
      zu spät :)
    • Faustfan
      Faustfan
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2005 Beiträge: 9.481
      die frage ist doch, warum der dativ von "die" genauso lautet, wie ein anderer bestimmter artikel
    • trunxX
      trunxX
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2009 Beiträge: 423
      wer oder was hat eigentlich bestimmt, welches wort welchen artikel bekommt?
      also warum ist der baum "maskulin", die nacht "feminin" und das mädchen "neutral"?
      muss doch mehr als ein "tja, ist halt so" geben :P
    • Faustfan
      Faustfan
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2005 Beiträge: 9.481
      gute sachen maskulin
      schlechte sachen feminin
      neutrale sachen neutrum


      der Sieg
      das Unentschieden
      die Niederlage

      q.e.d.
    • snotboogie
      snotboogie
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 5.851
      Original von trunxX
      wer oder was hat eigentlich bestimmt, welches wort welchen artikel bekommt?
      also warum ist der baum "maskulin", die nacht "feminin" und das mädchen "neutral"?
      muss doch mehr als ein "tja, ist halt so" geben :P
      hat sich sprachhistorisch eben so entwickelt, oft mitgebracht von lateinischen oder germansichen Ursprüngen. Warum der alte Römer jetzt die ein Pferd anders dekliniert hat als ein Brot weiß ich auch nicht.
      Das Mädchen ist btw analog zu das Jungchen zu verstehen, "die Maid" ist sehr wohl feminin.
    • FjodorM
      FjodorM
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 11.238
      Original von luxxx
      Die Praepostion "in" wird im Deutschen nunmal mit dem Dativ benutzt, wie (fast?) alle Praepositionen im deutschen Sprachgebrauch.
      Nicht unbedingt, ich feiere bis in die Nacht z.B.

      Der Genus kommt im Deutschen nicht wirklich vom Lateinischen. Im Italienischen zum Beispiel ist der Genus gefühlt zu 50/50 gleich oder anders wie im Deutschen. Bekanntes Beispiel sind Mond und Sonne: in fast jeder romanischen Sprache ist der Mond weiblich und die Sonne männlich, nur bei uns ist es anders herum.

      Manchmal wechselt der Genus sogar bei Fremdwörtern: Zum Beispiel sind die Wörter mit "age" (Garage z.B.) im Französischen alle männlich, bei uns alle weiblich.
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.679
      "bis in die Nacht feiern" ist aber auch wieder Akkusativ.
      Scheint wirklich so, dass "die" mitdekliniert wird und bei Dativ zu "der" wird. Oder überseh ich was?
    • FjodorM
      FjodorM
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 11.238
      Das war ja nur ein Gegenbeispiel mit "in"+Akkusativ (weil es eine Richtung angibt). Ein noch unverständlicheres Beispiel ist: "mit" geht mit Dativ, "ohne" aber mit Akkusativ. Warum ?(
    • McTwist
      McTwist
      Bronze
      Dabei seit: 28.02.2006 Beiträge: 1.031
      das mädchen
      meines wissens kommt mädchen von mägdchen (das g wurde einfach irgendwann weggelassen) was eine verniedlichung von mägd ist. was wiederum von maid kommt und durch die verniedlichung chen ist es das mädchen.
    • luxxx
      luxxx
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2006 Beiträge: 12.733
      Original von FjodorM
      Das war ja nur ein Gegenbeispiel mit "in"+Akkusativ (weil es eine Richtung angibt). Ein noch unverständlicheres Beispiel ist: "mit" geht mit Dativ, "ohne" aber mit Akkusativ. Warum ?(
      Deswegen hatte ich bei "fast" auch ein Fragezeichen gesetzt, mir ist nur auf die Schnelle kein Gegenbeispiel eingefallen.

      Wenn "wegen" eine Praeposition ist, gibt's sogar welche mit Genitiv.
    • maureen
      maureen
      Einsteiger
      Dabei seit: 20.02.2008 Beiträge: 157
      Ja, es gibt tatsächlich Präpositionen, die den Genitiv verlangen (eben wegen, aber auch seitens, trotz, zwecks, etc.)! Darüber hinaus gibt es auch Wechselpräpositionen, die je nach Umstand entweder Akkusativ oder Dativ verlangen. Deutsch ist echt keine einfache Fremdsprache ;)
    • idude
      idude
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 1.481
      Original von maureen
      Deutsch ist echt keine einfache Fremdsprache ;)
      dazu fällt mir ein artikel von mark twain über die deutsche sprache ein: (hier vom englischen ins deutsche übersetzt).
      alt, aber immer wieder gut:

      http://www.alvit.de/vf/de/mark-twain-die-schreckliche-deutsche-sprache.php

      wenn man etwas darüber nachdenkt, dann können wir froh sein, das alles schon von klein auf "gelernt" zu haben.
    • vandaalen
      vandaalen
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2008 Beiträge: 5.348
      Original von McTwist
      danke für die schnelle plausible Antwort.
      Eine Frage weniger in meinem Leben, ∞-1 to go.
      Dann ist ja gut ;) .

      Bitte nutze in Zukunft für Fragen, die sich so kurz beantworten lassen unseren Thread KFKA – Kurze Frage, kurze Antwort - der Thread für schnelle Hilfe

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