Welt.de: Poker ist ein Glücksspiel, sagt das Gesetz. zu Unrecht!

  • 30 Antworten
    • Genius91
      Genius91
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2009 Beiträge: 1.873
      guter mann würd ich sagen
    • derf0s
      derf0s
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2008 Beiträge: 14.898
      Glücksspiel = steuerfrei
      kein Glücksspiel = Steuern
    • Midazolam
      Midazolam
      Bronze
      Dabei seit: 25.09.2007 Beiträge: 7.820
      Original von derf0s
      Glücksspiel = steuerfrei
      Frag zu dem Thema mal Eddy Scharf oder andere Spieler die Post vom Finanzamt bekommen haben. So einfach ist es leider nicht. [COLOR=#EAEAEA]Paxis[/color]
    • cIassic23
      cIassic23
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 3.053
      Schöner Artikel, mehr davon!

      Der Investmentfonds-Managervergleich - i like! :f_biggrin:

      Allerdings würde ich mal behaupten, dass dabei die Konkurrenz größer und besser Ausgebildet ist und es weniger "Fische" gibt als beim Poker und sie deswegen %ual schlechter abschneidet als die untersuchten Pokerspieler.
    • Fantomas741
      Fantomas741
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 7.635
      [quote]Original von Midazolam
      Original von derf0s
      Glücksspiel = steuerfrei
      Frag zu dem Thema mal Eddy Scharf oder andere Spieler die Post vom Finanzamt bekommen haben. So einfach ist es leider nicht. [COLOR=#EAEAEA]Paxis[/color][/quote]Und muss er denn Zahlen oder in welcher Instanz hängt das grade?
    • IjustD0it
      IjustD0it
      Bronze
      Dabei seit: 09.09.2005 Beiträge: 1.680
      das argument mit den steuern ist sicherlich nicht zu verachten...ka in was für einem rahmen das dann modelliert werden würde...

      aber es sollte jedem klar sein das eine publizierte/öffentliche deklarierung von poker als geschicklichkeitsspiel/sport/mindsport oder was auch immer ein risen ding wäre...=gesellschaftliche anerkennung von erfolgen im bereich poker würde imens steigen, die hemmschwelle für pot. einsteiger wäre quasi weg etc.!!
    • josch2001
      josch2001
      Black
      Dabei seit: 25.03.2006 Beiträge: 16.981
      Kurz nach dem Erfolg von Pius veröffentlicht. Hoffentlich kein Zufall.
    • BlackSabbath89
      BlackSabbath89
      Bronze
      Dabei seit: 21.12.2010 Beiträge: 47
      Wenn es ein Glücksspiel wäre, dann könnte man die Handkarten ja genausogut offen hinlegen.
      Um auf die Gemeinschaftskarten zu wetten.

      Die Strategie besteht ja darin was man mit den durch Glück/Zufall erhaltenen Karten macht.

      Aber ich unterstelle mal, dass bei nem großen Turnier wie der WSOP ab der mittleren Spielphase
      der Glück-Faktor stark dominiert, da die übrigen Spieler alle sehr gut Pokern.
    • BudSpencer8
      BudSpencer8
      Bronze
      Dabei seit: 16.06.2008 Beiträge: 7.512
      da die übrigen Spieler alle sehr gut Pokern.


      Haha! Guter Witz! Schonmal ein MTT gespielt? Saßen da am Finaltable "sehr gute" Spieler?

      Ein MTT dieser Größenordnung ist mehr als nur zum Teil Glück. Chris Moneymaker gewann das ME hatte aber zuvor Probleme 5$ SNGs zu schlagen. Soviel zum Thema Skill.
    • nFruit
      nFruit
      Bronze
      Dabei seit: 10.09.2010 Beiträge: 530
      guter Artikel imo.
    • Mountainman
      Mountainman
      Global
      Dabei seit: 04.07.2006 Beiträge: 2.411
      Original von derf0s
      Glücksspiel = steuerfrei
      kein Glücksspiel = Steuern
      ich würde es begrüßen, wenn es als Skill Game anerkannt werden würde, und hätte auch keine Probleme Steuern zu zahlen.
      Allerdings müsste man dann auch Existenzgründerzuschuss gezahlt bekommen usw...
      dann würde es auch spezielle Krankenkversicherungen geben...

      man könnte ohne Probleme einen offiziellen Cardclub aufmachen...
      Verluste des Vorjahres mit den aktuellen Gewinnen verrechnen...

      man könnte sehr viel mit der Steuer verrechnen...
      häusliches Arbeitszimmer, 30cent für 100km Anfahrtskosten für jedes Liveturnier, jegliche PC-Ausgaben...

      -> meine persönliche Meinung

      EDIT:
      da der Staat allerdings nicht kontrollieren könnte, wie viel ein Pokerspieler verdient, wäre eine höhere Besteuerung des Pokeranbieters - wie in Frankreich der einzig mögliche Weg um es sinnvoll umzusetzen.
    • domman40
      domman40
      Silber
      Dabei seit: 09.03.2006 Beiträge: 688
      Bald ist das Geld sowieso nichts mehr wert, dann hat sich das mit der Pokerei eh erledigt! :f_biggrin:
    • Carlosmuc
      Carlosmuc
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 4.459
      [quote]Original von Fantomas741
      [quote]Original von Midazolam
      Original von derf0s
      Glücksspiel = steuerfrei
      Frag zu dem Thema mal Eddy Scharf oder andere Spieler die Post vom Finanzamt bekommen haben. So einfach ist es leider nicht. [COLOR=#EAEAEA]Paxis[/color][/quote]Und muss er denn Zahlen oder in welcher Instanz hängt das grade?[/quote]Geht wohl jetzt dann das erste Mal vor Gericht. Bin aber auch nicht mehr auf dem aktuellen Stand.
      Allerdings gehts ja gar ned darum ob er zahlt oder nicht, Eddy würd ja glaub sogar zahlen, aber nicht die Fantasiesummen (Bruttogewinne und zum Teil noch falsch oder erfunden) die das Finanazamt da veranschlagt.
    • Binda
      Binda
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 14.09.2007 Beiträge: 2.205
      Original von domman40
      Bald ist das Geld sowieso nichts mehr wert, dann hat sich das mit der Pokerei eh erledigt! :f_biggrin:
      gar nich mal so absurd..
    • IjustD0it
      IjustD0it
      Bronze
      Dabei seit: 09.09.2005 Beiträge: 1.680
      doch eher absurd...
    • limpinbarney
      limpinbarney
      Black
      Dabei seit: 12.02.2009 Beiträge: 7.986
      Was hier wieder für Gerüchte rumgeistern.

      Glücksspiel ja/nein hat überhaupt nichts mit der Einkommenssteuer zu tun. Ich weiß gar nicht wie ihr darauf kommt.
      Es geht dem FA lediglich darum, ob eine Tätigkeit professionell ausgeübt wird.
      So auch bei Eddy Scharf. Er siehts als Hobby (war ja Pilot), das FA sagt Profi. Eddy will denen keinen cent zahlen, imo zu recht.

      Das Problem für den Staat wäre, daß jeder Poker anbieten dürfte (so wie bspw. jeder Skatclub offiziell Turniere gegen Gebühr anbietet), weil Poker dann nicht mehr unter den Glücksspielstaatsvertrag aka Glücksspielmonopol fällt.
      Pokeranbieter wären dann genauso zu versteuern, wie jedes andere Unternehmen auch.
    • kdkmoorhuhn
      kdkmoorhuhn
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2006 Beiträge: 1.180
      Das Hauptproblem ist, das Theorie (was man an der Uni lernt) und Praxis (was das Finanzämter/Finanzgerichte machen) bei der Versteuerung von Poker ziemlich auseinanderklafft.

      Praxis:

      Jede Tätigkeit, die (1) nachhaltig und (2) mit Gewinnerzielungsabsicht ausgeführt wird wird als gewerbliche Einkünfte eingeordnet und ist somit zu versteuern, es sei denn es gibt eine eindeutige andere Regelung (zumindest wird das so in der Praxis geregelt, wenn keine eindeutige Zuordnung zu einer der 7 Einkunftsarten möglich ist => gewerbliche Einkünfte). Somit ist auch Pokern zu versteuern.

      (1) Nachhaltigkeit wird pauschal vom Finanzamt dann angenommen, wenn die Einkünfte wiederholt werden. Lotto beispielsweise hat diesen Charakter nicht, Poker sehr wohl

      (2) Gewinnerzielungsabsicht wird immer dann automatisch unterstellt, wenn wiederholt ein positiver Überschuss anfällt (bei einem Fisch gilt das also nicht, selbst wenn er eigentlich die Absicht hat, es aber aus Unvermögen nicht realisieren kann). Ob es Hobby ist oder teilzeitmäßig ausgeführt wird, ist völlig irrelevant.

      anderes Beispiel: Millionär mit Rennstall. Macht er wiederholt Gewinne => Steuern. Macht er Verluste => keine Steuern, aber auch keine Verlustverrechnung und Quersubventionierung, solange er nicht in absehbarer Zeit Gewinne macht/gemacht hat. Der Zeitaufwand (Hobby vs Beruf) ist dabei völlig irrelevant.

      Das Problem beim Pokern ist, dass es keine weiterführende Regelungen dazu gibt. Zwar ist es prinzipiell zu versteuern, die Frage ist jedoch mit welcher Steuer. Einkommensteuer => auf jeden Fall. Gewerbesteuer => bei gewerblichen Einkünften ja (da momentan keine andere Zuordnung zu einer Einkommensart). Umsatzsteuer => fragwürdig, aber nicht prinzipiell ausgeschlossen, die Frage wäre, was die Berechnungsgrundlage ist.

      Die "Sauerei" bei Eddy war nicht, dass er es versteuern muss, sondern (soweit ich richtig informiert bin):
      (1) das Finanzamt erst gesagt hat, dass es steuerfrei ist
      (2) "betriebsnotwendige" Ausgaben (Buyins, Flüge, Hotel) nicht anerkannt worden sind

      Es müssen einfach ein paar grundsätzliche Regelungen (oder Präzedenzfälle) gemacht werden, damit deutsche Pokerspieler Planungssicherheit haben. Es kann beispielsweise nicht sein, dass wenn ein Spieler 2008 Gewinne macht er die versteuern muss, wenn er aber 2009 nix shippt, er dann auf einmal nicht steuerpflichtig ist und seine Verluste nicht verrechnen darf. Der Varianz des Spiels muss einfach Rechnung getragen werden, indem man eine Regelung schafft, die eindeutig macht, wer die oben genannten 2 Argumente erfüllt und damit es versteuern muss.
    • luckystrike1984
      luckystrike1984
      Global
      Dabei seit: 08.10.2010 Beiträge: 1.765
      Es istn scheiss glücksspiel, manche werden vom pech geächtet und vom glück verfolgt.
    • TheCelt
      TheCelt
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2007 Beiträge: 3.932
      Skat gilt als Geschicklichkeitsspiel. Die Karten werden zufällig verteilt => Glück. Dann entscheidet sich zu Beginn, wer was unter welchen Bedingungen spielen will. Das entscheidet er nach eigenem Geschick und Einschätzung. Danach bekommt er 2 zusätzliche Karten => Glück. Dann nimmt der Spieler 2 Karten nach eigenem Ermessen aus dem Spiel ohne Einfluß der anderen. Dann hat der Spieler 10 Runden Zeit nach Geschick und Glück das Spiel für sich zu entscheiden. Jeder Spieler hat die Möglichkeit durch geschicktes Spielen und auch Glück das Spiel für sich zu entscheiden. Entweder alleine oder zu zweit. Das gesamte Deck wird gespielt.

      Da könnte man jetzt argumentieren beim Pokern wäre es ähnlich. Hier ist ein abgeschlossenes Spiel allerdings eine Hand. Ich kann meinen gesamten Einsatz in einer Hand verlieren. Und je nachdem wie die Karten verteilt sind, habe ich durch mein eigenes Geschick keinerlei Einfluß die Hand für mich zu entscheiden.

      Ein Spiel ist ein Spiel und ist in sich abgeschlossen. Da gibt es keine Edge oder Longterm. Dann müßte man ein Spielvolumen an den Status des Spiels verknüpfen. Und wer will da sagen, wo überwiegendes Geschick anfängt und anhaltendes Glück aufhört. 100.000 im Jahr? 1.000.000? 10.000.000? Wie sieht die Einbeziehung von Rakestrukturen aus, wie deren Veränderung innerhalb einer Samplesize? Was ist mit Rakeback? VIP Systeme bzw deren Veränderung zu Ungunsten der Spieler?
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