boardtexturen

    • Ruslan89
      Ruslan89
      Bronze
      Dabei seit: 10.01.2008 Beiträge: 707
      hallo zusammen,

      ich würde gerne verschiedene boardtexturen etwas detaillierter klassifizieren und deren vor und nachteile erwägen.

      ich hab mir mal schon ein paar gedanken gemacht und wollte gerne euch mal fragen, was ihr davon haltet:

      1. rainbow + no connected + no broadway bsp.: 3 :spade: 6 :heart: 9 :diamond:

      gedanken zur struktur:

      -schlechtes cbet board mit schwacher hand/draw, da villain, viele kleine pokets und Ahi noch vorne sieht
      -andererseits lässt sich von diesen händen gut value extrahieren, wenn man eine starke made hand hat und villain sich vom vermeintlichen TP nicht lösen kann.
      -wenn man bettet, dann for value


      2. 2 suited oder 2 connected + no broadway bsp.: 5 :spade: 8 :heart: 9 :diamond: oder 9 :club: 6 :club: 3 :diamond:

      gedanken zur struktur:
      ist so ein zwischending zwischen 1. und 3. wohl ein meiner problem boards. was könnt ihr mir zu der struktur sagen?
      -wann cbettet ihr dieses board
      -grundsätzlich würde ich hier nur mit nem guten draw oder einer starken made hand spielen

      3. max. 2 suited oder max. 2 connected + 1 broadway bsp.: Q :heart: 7 :heart: 4 :diamond: oder J :club: 6 :diamond: 5 :heart:

      -das board eignet sich schon rech gut zum cbetten mit made hands(protection), air(bluff) sowie draws(semi)
      -auch villain wird so ein board oft cbetten, sodass man gegebenfalls oft floaten kann
      -eignet sich gut für ein c/r mit einem draw oder set oop


      4. rainbow + 2 broadways bsp.: K :heart: T :diamond: 8 :club:

      -so ein board geh ich nur ip an, dann muss ich meistens 2 mal barreln, da die leute oft pockets/second pair oder sowas wie AJ da einmal callen. oop würde ich so ein board oft aufgeben.


      5. 3 connected + max. 2 suited + no broadways bsp.: 7 :spade: 8 :spade: 9 :heart:

      -ich denke das board ist sehr varianzreich und gegner abhängig zu spielen.
      -ansich würde ich so ziehmlich mit allem, vom overpair, set bis zum draw meist aggressiv spielen

      6. min. 2 connected + min. 3 suited bsp.: 4 :spade: 5 :spade: 6 :spade: oder 8 :heart: J :heart: Q :heart:
      -noch mal eine steigerung von 5.
      -mit ner starker hand würde ich hier zunächst einmal protecten, aber bei zu viel gegenwehr kann man hier sicherlich auch mal AA folden
      -hier würde ich TPTK aufgeben
      -das board eignet sich nicht zum bluffen
      -mit nem guten draw würde ich hier aggressiv spielen
      -ein schlechtes 2pair würde ich hie folden

      7. min. 2 broadways + max. 2 suited bsp.: A :spade: Q :spade: T :heart:

      -noch einmal eine steigerung von 6.
      -würde aber alle kriterien beibehalten, würdet ihr zwischen 6 und 7 großartig unterscheiden?




      das sind dann mal meine ersten gedanken...ich würde mich freuen, wenn ihr einfach quoten würden und zu jeder struktur, zu der euch was einfällt in fett hinzufügt, kritik an meinen gedanken sind wärmsten erwünscht.
      wenn euch noch strukturen einfallen, könnt ihr sie natürlich auch posten. ich werd dann hier alles zusammen tragen.
  • 17 Antworten
    • MarkusMaximus
      MarkusMaximus
      Bronze
      Dabei seit: 23.08.2010 Beiträge: 849
      Hier ist noch ein Thread zu Boardtexturen mit Pairs :

      Continuationbet auf gepaarten Boards
    • Ruslan89
      Ruslan89
      Bronze
      Dabei seit: 10.01.2008 Beiträge: 707
      thx genau sowas mein ich :)

      was los traut sich sonst keiner ran?
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Fangen wir einfach mal mit einem an, sonst geht alles durcheinander.

      Original von Ruslan89
      hallo zusammen,

      ich würde gerne verschiedene boardtexturen etwas detaillierter klassifizieren und deren vor und nachteile erwägen.

      ich hab mir mal schon ein paar gedanken gemacht und wollte gerne euch mal fragen, was ihr davon haltet:

      1. rainbow + no connected + no broadway bsp.: 3 :spade: 6 :heart: 9 :diamond:

      gedanken zur struktur:

      -schlechtes cbet board mit schwacher hand/draw, da villain, viele kleine pokets und Ahi noch vorne sieht
      -andererseits lässt sich von diesen händen gut value extrahieren, wenn man eine starke made hand hat und villain sich vom vermeintlichen TP nicht lösen kann.
      -wenn man bettet, dann for value



      4. rainbow + 2 broadways bsp.: K :heart: T :diamond: 8 :club:

      -so ein board geh ich nur ip an, dann muss ich meistens 2 mal barreln, da die leute oft pockets/second pair oder sowas wie AJ da einmal callen. oop würde ich so ein board oft aufgeben.
      Das sehe ich zum Beispiel nicht so.

      Im Grunde sind das ja die oards wo man gut cbetten kann (als Bluff). Gerade A/K high Flops sind dafür nicht schlecht, weil Villain selten eine made hand hält. Du redest da von AJ, was ich nun nicht zwanghaft immer callen sehe, aber was ist mit allen kleinen PPs? Suited Connectors / Gappers / Aces?

      Da hat Villain doch selten etwas getroffen. Die Frage ist ja die Alternative: Du raist Preflop und c/foldest "standardmäßig" solche Flops?

      Das sehe ich nicht als ideal an (natürlich ist es auch nicht ideal jeden dieser Flops gg jeden zu cbetten, aber lieber in solchen Spots zu viel betten anstatt zu wenig).


      Auch das erste Board ist mMn nicht schlecht. Außer 9 Kombos hat Villain hier selten eine starke Hand.


      Entscheidend ist da ein Satz den du gesagt hast: "dann muss ich meistens 2 mal barreln,..."

      Wo liegt dabei das Problem?

      Du machst dir Gedanken über Villains Range, sagst dass am Flop loose gecallt wird, du daher auch den Turn betten msst damit Villain seinen ganzen Krempel foldet...dann tue das doch! =)

      Ohne den Turn in evtl. Überlegungen über den EV einer Cbet mit einzubeziehen kommst du nicht weit. Die 2nd Barrel musst du da in vielen Spots schon mit einplanen.


      Daher wird es schon eng alles nur auf den Flop zu beziehen. Wenn du diese Spots cbettest, wie sieht es dann am Turn aus? 2nd barrelst du viel?

      Schaut danach aus, also ob du es am Flop entschieden haben möchtest und am Turn willst du seltener spielen da es dort teuer wird...aber genau da sollen die Gegner doch mehr Villain machen wie du!


      Bleiben wir erstmal dabei, die anderen Boards nehmen wir später dran (da ist das Turnplay halt auch wichtig, vor allem mit made hands / Draws...ohne Gameplan für Turn + River (bei Hit, ohne Hit, bei ankommenden Draw, ohne ankommenden Draw) kann man kaum sagen "als Bluffbet ein toller Spot".
    • Ruslan89
      Ruslan89
      Bronze
      Dabei seit: 10.01.2008 Beiträge: 707
      Original von MiiWiin
      Fangen wir einfach mal mit einem an, sonst geht alles durcheinander.

      Original von Ruslan89
      hallo zusammen,

      ich würde gerne verschiedene boardtexturen etwas detaillierter klassifizieren und deren vor und nachteile erwägen.

      ich hab mir mal schon ein paar gedanken gemacht und wollte gerne euch mal fragen, was ihr davon haltet:

      1. rainbow + no connected + no broadway bsp.: 3 :spade: 6 :heart: 9 :diamond:

      gedanken zur struktur:

      -schlechtes cbet board mit schwacher hand/draw, da villain, viele kleine pokets und Ahi noch vorne sieht
      -andererseits lässt sich von diesen händen gut value extrahieren, wenn man eine starke made hand hat und villain sich vom vermeintlichen TP nicht lösen kann.
      -wenn man bettet, dann for value



      4. rainbow + 2 broadways bsp.: K :heart: T :diamond: 8 :club:

      -so ein board geh ich nur ip an, dann muss ich meistens 2 mal barreln, da die leute oft pockets/second pair oder sowas wie AJ da einmal callen. oop würde ich so ein board oft aufgeben.
      Das sehe ich zum Beispiel nicht so.
      boardstruktur 4.
      Im Grunde sind das ja die oards wo man gut cbetten kann (als Bluff). Gerade A/K high Flops sind dafür nicht schlecht, weil Villain selten eine made hand hält. Du redest da von AJ, was ich nun nicht zwanghaft immer callen sehe, aber was ist mit allen kleinen PPs? Suited Connectors / Gappers / Aces?

      Da hat Villain doch selten etwas getroffen. Die Frage ist ja die Alternative: Du raist Preflop und c/foldest "standardmäßig" solche Flops?nein, natürlich nicht standart. in position cbette ich eigl. immer, es sei denn ich habe mit einer mittelmäßigen hand ein c/r zu befürchten, oder der gegner hat einen zu niedrigen fold to cbet wert (<60) und kommt allgemein recht häufig zum show down (>35).
      problematisch wirds oop. da schaue ich, wie hoch der fold to cbet wert am flop und turn ist. ist der in einem der beiden fälle größer 60(die stats-werte sind so aussem bauch, hoffe die sind soweit ok?), setze ich ne 2/3 potsize conti. gibts sonstige gründe die cbet weg zu lassen?




      Auch das erste Board ist mMn nicht schlecht. Außer 9 Kombos hat Villain hier selten eine starke Hand.


      Entscheidend ist da ein Satz den du gesagt hast: "dann muss ich meistens 2 mal barreln,..."

      Wo liegt dabei das Problem?

      Du machst dir Gedanken über Villains Range, sagst dass am Flop loose gecallt wird, du daher auch den Turn betten msst damit Villain seinen ganzen Krempel foldet...dann tue das doch! =) naja während ich auf dem A high board noch die ganzen pockets/2nd pair und connectors raus bekomme, kann ich auf so einem trash board eigl. nur den overcards wirklich bange machen. wenn am turn eine scared karte kommt, weiß ich nicht genau, was ich machen soll. zum einen könnten nun die overcards improved haben, anderenseits würde ich ohne ne 2nd barrel die ganzen pp noch drin lassen. so oder so habe ich am turn und river dann so ein ratespiel :( .
      oop würde ich so ein board nur cbetten, wenn villain einen fold to cbet wert am flop und turn größer 60 hat. oop finde ich sonst wircklich wenige gründe zu cbetten, aber ich bin für jeden vorschlag offen. auch in position würde ich auf hohen f.t.cbet achten, ansonsten würde ich mit einer schwachen hand potcontrollen.


      Ohne den Turn in evtl. Überlegungen über den EV einer Cbet mit einzubeziehen kommst du nicht weit. Die 2nd Barrel musst du da in vielen Spots schon mit einplanen.


      Daher wird es schon eng alles nur auf den Flop zu beziehen. Wenn du diese Spots cbettest, wie sieht es dann am Turn aus? 2nd barrelst du viel?hmm, es ist vielleicht etwas missverständlich rüber gekommen, aber die boardstrukturen könnte man auch noch um eine oder zwei weitere karten erweitern. gegen river, also 5 karten, sieht man dann natürlich seltener boardstruktur 1 (rainbow + no connected + no broadway). ich habe es zur vereinfachung auf 3 karten beschränkt, sonst würde das ganze hier (noch mehr^^) den rahmen sprengen.

      Schaut danach aus, also ob du es am Flop entschieden haben möchtest und am Turn willst du seltener spielen da es dort teuer wird...aber genau da sollen die Gegner doch mehr Villain machen wie du!s.o. den turn habe ich schon im auge ;)


      Bleiben wir erstmal dabei, die anderen Boards nehmen wir später dran (da ist das Turnplay halt auch wichtig, vor allem mit made hands / Draws...ohne Gameplan für Turn + River (bei Hit, ohne Hit, bei ankommenden Draw, ohne ankommenden Draw) kann man kaum sagen "als Bluffbet ein toller Spot".
      vielen dank für deine sehr ausführliche antwort. ich freue mich schon sehr auf weitere diskussionen:)
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Also du solltest da nicht zu viel mit Stats arbeiten und dich nur daran orientieren.

      Verstehe das auch nicht mit den 60%?

      Also wenn ducbettest in Höhe von 2/3 Potsize bräuchtest du longterm 40% Foldequiry bei Villain...solange Villain also mehr wie 40% foldet wäre der Spot im Vakuum schon +EV.

      Aber du hast als PFA noch weitere Vorteile, nämlich du behältst die Initiative (und kannst demnach am Turn oder am River weiterhin Gas geben), und du hast meistens Outs. Sprich einen kleinen Teil Equity hast du immer, auch wenn du bluffst (wenns nur 2Outs mit einem kleinen PPs sind bishin zu 6+ Outs mit Overcards und evtl. Backdoors.

      Da jetzt einfach die "60%" aus dem "bauch" herauszunehmen und ständig danach zu spielen finde ich nicht ideal. Da gibts halt immer noch andere Begleitumstände, ab einem 6-Outer tendiert das ja schon zum Semibluff.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Ruslan89
      hmm, es ist vielleicht etwas missverständlich rüber gekommen, aber die boardstrukturen könnte man auch noch um eine oder zwei weitere karten erweitern. gegen river, also 5 karten, sieht man dann natürlich seltener boardstruktur 1 (rainbow + no connected + no broadway). ich habe es zur vereinfachung auf 3 karten beschränkt, sonst würde das ganze hier (noch mehr^^) den rahmen sprengen.
      Das kann ich gerade nicht nachvollziehen.

      Es geht ja nicht darum wieviele Karten liegen, sondern um den Spot an sich.

      Wenn da fünf Karten liegen, dann befinden wir uns am River und haben eine ganz andere Voraussetzung für die Hand, zudem einige Infos über Villains Range.

      Wir reden aber über Cbets am Flop und da ist es wichtig den Turn und den River mit einzubeziehen.

      Anders ausgedrückt, wenn Villain am Flop wie verrückt callt, am Turn noch ca. die Hälfte weiterspielt (da er häufig marginale made hands aufgibt oder Floats foldet), am River aber fast alles foldet auf eine 3rd Barrel...was machen wir da?

      Dagegen wäre doch bet, bet, bet das Beste, vor allem dann, wenn wir noch ein paar Outs im Rücken haben.
    • Ruslan89
      Ruslan89
      Bronze
      Dabei seit: 10.01.2008 Beiträge: 707
      stimmt du hast recht, betrachten wir das ganze als flop.

      ich fass nochmal flop 1 und 4 zusammen:
      bei strukturen eignen sich gut für eine cbet und oft auch für eine second barrel, sowohl mit made hands, als auch mit (semi) bluffs (natürlich auch auf gegner achten).

      würdest du flop 2 und 3 ebenfalls als sehr ähnlich sehen und was hällst du von meinen gedanken zu den strukturen?
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Ruslan89
      stimmt du hast recht, betrachten wir das ganze als flop.

      ich fass nochmal flop 1 und 4 zusammen:
      bei strukturen eignen sich gut für eine cbet und oft auch für eine second barrel, sowohl mit made hands, als auch mit (semi) bluffs (natürlich auch auf gegner achten).
      Es sind grundsätzlich brauchbare Spots.

      Ob die Cbet an sich gut genug ist, oder halt am Turn/River fortgeführt werden muss hängt natürlich auch an Villain und den Karten. Aber gerade bei solchen Boards gibts viele marginale Hände die sich gut im Rennen sehen, ungern (am Flop) aufgeben, aber einfach selten ein solche Qualität in ihrer Hand haben dass sie 3 Barrels callen können (bzw. 2).
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Ruslan89
      würdest du flop 2 und 3 ebenfalls als sehr ähnlich sehen und was hällst du von meinen gedanken zu den strukturen?
      Ich finde auch die beiden Boards nicht verkehrt.

      Da ist jetzt etwas connectet oder halt ein Flushdraw möglich, aber Draws sind am Flop meistens vorhanden.

      Und da fängts wieder an, wenn du den Gegner viele Draws und marginale Hände geben solltest, bekommst du die am Turn/River raus (sofern sie denn besser sind wie deine Hand), wirds am Flop selten direkt gemuckt.

      Nehmen wir doch einfach mal dein Board: Q:h7:h4

      Du raist, Villain callt in Position. Villain ist ein passabler Reg.

      Nun cbettest du, Villain callt, du 2nd barrelst den Turn, Villain callt.

      Was gibst du da Villain? Schwache Qx-Hände, ab und an JJ-, Draws, selten mal 7x etc.

      Sets hätten eigentlich an Flop oder Turn raisen müssen. Overpairs 3-betten Preflop.

      Der Typ hat am River eine sehr schwache Range, mit der er nicht vorhatte 3 Barrels callen zu müssen. Also folgt die 3rd Barrel (wir reden immer vom Bluff, sprich wir haben gar nichts. Mit Semibluffs wirds natürlich noch komplizierter).

      Also bekomst du am River noch vieles raus.

      Und theoretisch musst du das in jedem Spot anhand von Gegner und Board (die beiden zumindest in erster Linie, gibt noch viele weitere Faktoren) selber festlegen. ob dein Bluff überhaupt Sinn macht in dieser Situation.

      Und daher kann man mMn nicht sagen "der Flop muss gecbettet werden", ohne über weitere Plays nachzudenken.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      @ruslan89

      Keine Meinung dazu? =)
    • Ruslan89
      Ruslan89
      Bronze
      Dabei seit: 10.01.2008 Beiträge: 707
      doch doch, bin nur grad im urlaub und hab mal paar tage abgeschaltet ;)

      tja ich wollte momentan so ein bisschen mal die MSS ausprobieren und da kommen 3streets bluffs natürlich nicht in frage...aber da ich auch weiterhin an der BSS festhalten werde, kann ich dennoch einiges hier mit nehmen.

      Was gibst du da Villain? Schwache Qx-Hände, ab und an JJ-, Draws, selten mal 7x etc. Sets hätten eigentlich an Flop oder Turn raisen müssen. Overpairs 3-betten Preflop. Der Typ hat am River eine sehr schwache Range, mit der er nicht vorhatte 3 Barrels callen zu müssen. Also folgt die 3rd Barrel (wir reden immer vom Bluff, sprich wir haben gar nichts. Mit Semibluffs wirds natürlich noch komplizierter). Also bekomst du am River noch vieles raus. Und theoretisch musst du das in jedem Spot anhand von Gegner und Board (die beiden zumindest in erster Linie, gibt noch viele weitere Faktoren) selber festlegen. ob dein Bluff überhaupt Sinn macht in dieser Situation.


      macht absolut sinn, aber ich brauche iwie mehr detaills, woran machst du genau fest, ob du 3 streets barrelst?
      ich schreibe mal meine gedanken auf:
      ok gegner sollte kein CS sein, sprich allgemein viel auf cbets folden und einen geringen WTS haben. board finde ich schon wieder problematisch...welchen turn barrelst du weiter und welchen nicht? ich denke auf weitere highcards (A,K) sollte man weiter druck ausüben, da man diese bei hit auch for value betten würde. auch ein weiteres herz würde ich weiter betten, da ich meine draws ebenfalls so spielen würde. problematisch wirds imo, wenn sich das board paart. weder second pair noch weak trips werden sich hier wohl kaum mehr verabschieden.
      weitere faktoren, die ich einbeziehen würde, wären z.B. history mit dem gegner. wenn er mich hat schon bluffen sehen, würde ich mittelfristig gegen den nicht meht bluffen. auf was für faktoren achtest du noch?
      nächster schritt wäre der river. ich gehe nun davon aus, dass ich jeden turn, der das board nicht paar nun weiter barreln werde. was wenn das board nun 4suited/4connected ist. villain kann gut zu seinem weak TP/2nd pair am turn einen draw aufgegabelt haben. anderer seits, kann er auch einfach loose den turn gecallt haben, sodass das board für ihn ein grund mehr ist nun am river zu mucken. wann sollt ich hier nun ein 3rd barrel ansetzen und wann nicht?

      warum sind semibluffs deiner meinung nach komplizierter? ich würde sie hier eigl. nach dem gleichen prinzip spielen.
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Da kommen jetzt viele Punkte durcheinander.

      Wie gesagt, den perfekten Plan gibt es für solche Spots nicht. Wenn man das in ein paar Sätzen zusammenfassen könnte, wäre das Spieler deutlich einfacher, aber auch sinnlos. :D

      Bei Q:h7:4 und einem Gegner der häufiger mal am Flop callt sollte man vieles 2nd barreln. Der Typ wird häufig auf marginalen Händen sitzen und die nicht zum SD führen können/wollen.

      Auch ein 3. ist da nicht schlecht, in dem Moment musst duaber schon die 3rd Barrel einplanen, da viele Onecarddraws doch noch mal callen, aber am River mucken.

      Starke Hände müsste er eigentlich protecten, wenn er also bei der Board Entwicklung wird er nach seinen F/T Calls die meisten River mucken, zumindest zu 40% (wenn du 2/3 PS bettest reicht das ja aus).

      Gegen spezielle Gegner wie CS sieht es natürlich anders aus, gegen solche loose-passiven Typen macht es selten Sinn da 3mal zu bluffen, da sie am River dann doch noch mit 4th Pair den Herocall auspacken.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Ruslan89
      warum sind semibluffs deiner meinung nach komplizierter? ich würde sie hier eigl. nach dem gleichen prinzip spielen.
      Weil du deine Equity immer noch berücksichtigen musst. In Position kann ein check behind da Sinn machen, wenn du Villain häufig c/f oder c/r siehst.

      Die Equity kann wird sich am Turn ändern (entweder sinkt sie drastisch ohne Hit, oder du hältst nun eine made hand => jetzt musst du Value rausholen).

      Villain kann auch raisen, mit guter Equity im Rücken kannst du dann callen? Oder pushen? Hast du da noch Foldequity.

      Gibt da halt viele Veränderungen in der Hand, daher sind es keine einfachen Spots.

      Mit complete AIr schaust du nur auf die Foldequity.

      Natürlich ist es meilenweit besser semibluffen zu können, aber diese Plays sind nicht ohne und es gibt viele Spots in denen man dauerhaft Geld verbrennen kann weil man die Equity zu hoch einschätzt (bspw. bet/3-bet oder c/r/broke mit reinen Flushdraws etc.).
    • Ruslan89
      Ruslan89
      Bronze
      Dabei seit: 10.01.2008 Beiträge: 707
      ah ok ich denke, ich habs verstanden. ich fasse nochmal zusammen: mit air hat man eh kein SD value und spielt b/f oder läßt es kommtlet sein und gibt die hand einfach auf. ein semi bluff ist eigl. zu stark, als dass man einfach eine straße passiv spielt, da man im prinzip kein SD value hat. es macht aber auch wenig sinn diesen aggressiv zu spielen, wenn der gegner eh nicht foldet oder gar raisen kann, sprich man darf seinen drwa auch nicht überschätzen.
    • Ruslan89
      Ruslan89
      Bronze
      Dabei seit: 10.01.2008 Beiträge: 707
      was würdest du zu board 5-7 sagen?

      in meinen ersten gedanken habe ich mich sehr früh von overpair und weak 2pair verabschiedet. da habe ich das ganze aber noch nicht als flop allein betrachtet...naja jedenfall würde ich nun sagen, dass auf solchen boards durchaus eine conti gesetzt werden kann, da das board für villain genauso scary aussieht, wie für mich und auch hier ein weakes TP/2nd pair oder sonstiges PP sicherlich wenig lust hat mehrere streets zu callen. auch hier sollte eine 2nd barrel noch recht häufig funktionieren, falls der gegner am flop light callt.
      mit semi draws hat man hier wohl ähnliche probleme wie auf dem Q :heart: 7 :heart: 3 board :club: und muss stehts versuchen die foldequity zu bestimmen.
      gute made hands würde ich gegen einen aggressiven spieler wohl immer rein stellen, da dieser oft draws haben kann.
      mit nem weaken TP/2nd pair oder weakem draw würde ich wohl ehnlich wie mit air b/f spielen.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Ruslan89
      ah ok ich denke, ich habs verstanden. ich fasse nochmal zusammen: mit air hat man eh kein SD value und spielt b/f oder läßt es kommtlet sein und gibt die hand einfach auf. ein semi bluff ist eigl. zu stark, als dass man einfach eine straße passiv spielt, da man im prinzip kein SD value hat. es macht aber auch wenig sinn diesen aggressiv zu spielen, wenn der gegner eh nicht foldet oder gar raisen kann, sprich man darf seinen drwa auch nicht überschätzen.
      Ganz grob zusammengefasst. :D

      Letztlich hast du bei einem Bluff keine Alternativen. Du hast keine made hand und keine Equity auf deiner Seite, es gilt also einizig die Foldequity abzuschätzen und dann zu schauen ob Villain so häufig foldet wie er es bei der Betsize müsste (sprich bei 2/3 Potsize zu 40%).

      Bei einem Draw hast du halt Alternativen, du kannst raises callen, du kannst dir Freecards genehmigen, du hast auf den verschiedenen Streets zahlreiche Möglichkeiten, immer noch unterteilt darin ob du hittest oder nicht.

      Und natürlich gilt es die Stärke des Draws abzuschätzen, kannst du es am Flop reinbringen, am Turn, erzielst du genug Foldequity? Läufst du gegen marginale made hands, Sets, evtl. bessere Draws?

      Da gibt es viele Möglichkeiten, mehr wollte ich nicht sagen.

      Und wenn du Air hältst und nur pure bluffen willst brachst du da nichts weiteres zu berücksichtigen, außer ob die 2nd Barrel vieleicht auch sinnvoll ist wenn du schon den Flop bettest.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Ruslan89
      was würdest du zu board 5-7 sagen?
      Auch hier gilt: Es kommt grundsätzlich drauf an. ;)

      Board 5 und 7 sind halt komplett unterschiedlich. Gehen wir nun davon aus, wir haben Preflop geraist und Villain callt bspw. OOP. Da geht die Tendenz hin zu SCs, ab und an SAces, natürlich Pocket Pairs, im allgemeinen drawing hands.

      Board 5 hat ihn da knallhart erwischt, obendrein wird er wissen dass er uns hier tolle eschichten erzählen kann. Wenn er hier unsere Cbet raist...was machen wir mit Aces? Da wird es schon dünne.

      Board 7 hingegen hat er mit seiner Range höchstwahrscheinlich verfehlt (wie gesagt, in welcher Position hat er gecallt, was für ein Spieler ist er, das sind wichtige Zusatzfragen die neben dem Board auch noch geklärt werden müssen).

      Board 7 wird er bis auf die Flushdraws alle SCs/PPs meistens direkt folden, ein suited Aces ohne weiteren Draw muckt meistens den Turn (sofern er dazu in der Lage ist).

      Diese Boards haben halt völlig unterschiedliche Voraussetzungen.