FlushDRAW - Cappen???

    • yZeQr
      yZeQr
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2007 Beiträge: 100
      Hallo,
      ich habe eine Frage.

      und zwar ist es ja so, dass wenn ich am FLop einen NUTflsuhdraw treffe ich zu 39% der FÄlle, diesen bis zum RIVER complete, somit die mehrzahl an Händen gewinne.

      Wenn ich mir also sicher sein kann, das mindendestens 2 gegner von FLOP bis RIVER callen/raisen, sollte ich denn versuchen, soviel wie möglich zu raisen??

      Da dass ja gewinnbringend sein müsste.
  • 18 Antworten
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      1. 39% ist falsch. du machst ihn lediglich in 35% der fälle. dabei ist es wurscht, ob es der nutflush oder irgendein anderer flush ist.

      2. ein nutflush-draw ist erst am river der "nut"-flush. selbst wenn du am turn die nuts mit dem flush machst, kann es immer passieren, dass der river ein pärchen auf dem board bringt und jedes set dich durch full house schlägt; in seltenen fällen verliert man natürlich auch mal gegen quads oder noch seltener gegen straightflushes.

      3. starke draws kann man hier und da als semibluff raisen um gegner evtl. von einer in dem moment besseren hand zu drängen. wenn die gegner aber massive action machen und ihre hände definitiv nicht folden werden, solltest du nach odds und outs passiv spielen. mehr dazu findet man in den strategie-artikeln unter dem thema "semibluff".
    • streictt
      streictt
      Global
      Dabei seit: 04.04.2006 Beiträge: 951
      Ja, am Flop hast Du dann einen Valeueraise (sofern Du Dir sicher bist, dadurch keinen Gegner zu vertreiben).
      Am Turn hast Du nur noch ca. 20% Equity, also nur noch einen einfachen call bei 4 oder weniger Gegnern.
      Deutet die Action an, dass Du bereits gegen ein Set unterwegs bist, so musst Du Deine Outs discounten (von 9 auf 7) und hast dementsprechend nur 29% Equity, also erst ab 3 Gegnern einen Valueraise.
    • tagwandler
      tagwandler
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 15.352
      Original von yZeQr
      Wenn ich mir also sicher sein kann, das mindendestens 2 gegner von FLOP bis RIVER callen/raisen, sollte ich denn versuchen, soviel wie möglich zu raisen??

      Da dass ja gewinnbringend sein müsste.
      Am Flop hast du ca. 35% Equity mit einem 2-card Flushdraw, daher kannst du for Value cappen, wenn du sicher sein kannst, von 2 Spieler gecallt zu werden. Am Turn hast du diesen Equity-Vorteil nicht mehr, daher solltest du hier tendentiell passiv spielen, falls du keine gute Chance siehst, deine Gegner zum folden zu bewegen.

      Spielen am Flop

      Gruß, TAG
    • YaThi
      YaThi
      Bronze
      Dabei seit: 06.10.2006 Beiträge: 47
      im prinzip stimme ich zu, allerdings wäre ich bei trockenen boards die keine straights oder ähnliches zulassen etwas vorsichtiger, da so starke action am flop auf ein set beim gegner deuten kann und der hat dann falls man seinen flush trifft immer noch starke redraws auf ein fullhouse/quads hat.
    • yZeQr
      yZeQr
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2007 Beiträge: 100
      Jao,
      nur wie kommt ihr auf 35%???

      AM turn sind doch noch 47 Karten, wovon ja 9 gut sind wenn man keine discounted.

      D.h. ich mache den FLush mit einer wahrscheinlichkeit von 0,19%.


      Sollte ich ihn am am Turn nicht treffen sind noch 46 Karten, wovon ja 9 gut sind .
      -> 19,5%

      in der addition 38,5%.

      Sind die 35% nicht schon eher als discounted zusehen, gegen mögliche Fullhouses?
    • tagwandler
      tagwandler
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 15.352
      Original von yZeQr
      Sollte ich ihn am am Turn nicht treffen[...]
      9/47 + (47-9)/47 * 9/46 = 0.35 =)
    • yZeQr
      yZeQr
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2007 Beiträge: 100
      Ich verstehe die Rechnung,

      bzw:

      + (47-9)/47 * 9/46

      das nicht bzw überhaupt nicht.
      Da ich diesen Faktor (47-9)/47) bis jetzt nicht ein berechnet habe.

      ich meine das die Wahrscheinlichkeit, das die Karte am River kommt größer ist, als aufn Turn, wenn sie auf dem Turn nicht gekommen ist :rolleyes: , scheint doch auch logisch.
    • tagwandler
      tagwandler
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 15.352
      (47-9)/47 ist die Wahrscheinlichkeit, dass du den Flush auf dem Turn nicht triffst. Den Faktor musst du mit einrechnen, weil das Ereignis "Erfolg (Flush) auf dem River" nicht unabhängig vom Turn ist.

      Oder anders gesagt: Wenn du auf Turn und River triffst, dann hast du da auch nicht mehr von. Daher darfst du diese Wahrscheinlichkeiten nicht addieren.
    • tobx
      tobx
      Bronze
      Dabei seit: 19.02.2007 Beiträge: 252
      Original von tagwandler
      Oder anders gesagt: Wenn du auf Turn und River triffst, dann hast du da auch nicht mehr von. Daher darfst du diese Wahrscheinlichkeiten nicht addieren.
      Stimmt nicht ganz. Diese Wahrscheinlichkeit darfst du nur nicht addieren, da sie ja schon in 9/47 enthalten ist.
    • Speedy84
      Speedy84
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 2.974
      Am Flop ist es aber kein reiner Value-Raise. Man zahlt zwar nur 33% ein, und bekommt im Schnitt 35% vom Pot, allerdings wird dieser kleine Vorteil vom Rake aufgefressen.

      Insofern ist ein Cap am Flop gegen 2 nur bei zusätzlicher Fold-Equity sinnvoll. Wenn man aber sicher ist, dass sowieso beide bis zum Showdown gehen, geht der Vorteil verloren. Also machts eigentlich kaum einen Unterschied, ob man capt oder nur callt. Der einzige Vorteil ist vielleicht noch, dass man seinen Draw besser versteckt.

      Gruß,
      Stefan.
    • YaThi
      YaThi
      Bronze
      Dabei seit: 06.10.2006 Beiträge: 47
      Ein Set kann man doch theoretisch dann genauso spielen oder? Die Wahrscheinlichkeit ein Fullhouse bis zum River zu machen ist ja ähnlich hoch. Nur mit dem Unterschied daß man mit dem Set auch gut unimproved gewinnen kann.
    • mcmoe
      mcmoe
      Bronze
      Dabei seit: 11.04.2006 Beiträge: 3.838
      mit starken madehands muss man in gewissen situationen vorsichtig sein um in mutliwaypots nicht schon am flop zu viel geld in den pot zu pumpen. je nachdem kann es nämlich passieren, dass mittelmäßige draws gute odds am turn bekommen und nicht folden können.

      ist aber alles stark situationsabhängig, also sollte man hier auf keinen fall versuchen pauschal-lines zu spielen.
    • AKI307
      AKI307
      Black
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 1.642
      Original von YaThi
      Ein Set kann man doch theoretisch dann genauso spielen oder? Die Wahrscheinlichkeit ein Fullhouse bis zum River zu machen ist ja ähnlich hoch. Nur mit dem Unterschied daß man mit dem Set auch gut unimproved gewinnen kann.
      Mit einem Set geht man davon aus die stärkste hand zu besitzen. Man spielt so, dass man den meisten value rausholt. Bei 2 oder mehr gegnern gibt man normalerweise schon am flop gas, zwecks protection, es sei denn das board ist so dry, dass man auch mal slowplayen kann.
      Flush draw spiel ich eigentlich immer aggressiv, wenn ich position habe, und passiv, wenn nicht. Kommt natürlich auch auf den gegner bzw. die gegneranzahl an.
    • YaThi
      YaThi
      Bronze
      Dabei seit: 06.10.2006 Beiträge: 47
      ja ok, hätte vielleicht dazuschreiben sollen daß ich ein set auf einem sehr drawlastigen board meinte, z.b. auf einem einfarbigen connecteted board. kann man das immer noch so aggressiv spielen (wg. outs auf fullhouse/quads) wie einen flushdraw, der ja ähnlich stark ist auch wenn ich davon ausgehe im moment gegen ne straight oder nen flush hinten liegen zu können?
    • AKI307
      AKI307
      Black
      Dabei seit: 15.07.2006 Beiträge: 1.642
      Original von YaThi
      ja ok, hätte vielleicht dazuschreiben sollen daß ich ein set auf einem sehr drawlastigen board meinte, z.b. auf einem einfarbigen connecteted board. kann man das immer noch so aggressiv spielen (wg. outs auf fullhouse/quads) wie einen flushdraw, der ja ähnlich stark ist auch wenn ich davon ausgehe im moment gegen ne straight oder nen flush hinten liegen zu können?
      Kannst du bzw. musst du sogar noch aggressiver spielen, da du mit nem set bereits die beste hand halten kannst, auch wenn das board scary ist. Wenn du annimmst hinten zu liegen, kannst du das bei mehreren gegnern durchaus aggressiv spielen, hast ja 8 outs aufm turn und nochmal 11 outs aufm river zu einem FH oder Quads zu improven. Gegen einen Gegner der massive stärke gezeigt hat, würde ich das downcallen. Ist halt mal wieder abhängig von gegner bla bla bla
    • tagwandler
      tagwandler
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 15.352
      Original von AKI307
      Original von YaThi
      ja ok, hätte vielleicht dazuschreiben sollen daß ich ein set auf einem sehr drawlastigen board meinte, z.b. auf einem einfarbigen connecteted board. kann man das immer noch so aggressiv spielen (wg. outs auf fullhouse/quads) wie einen flushdraw, der ja ähnlich stark ist auch wenn ich davon ausgehe im moment gegen ne straight oder nen flush hinten liegen zu können?
      Kannst du bzw. musst du sogar noch aggressiver spielen, da du mit nem set bereits die beste hand halten kannst, auch wenn das board scary ist. Wenn du annimmst hinten zu liegen, kannst du das bei mehreren gegnern durchaus aggressiv spielen, hast ja 7 outs aufm turn und nochmal 10 outs aufm river zu einem FH oder Quads zu improven. Gegen einen Gegner der massive stärke gezeigt hat, würde ich das downcallen. Ist halt mal wieder abhängig von gegner bla bla bla
      FYP =)
    • kagifret
      kagifret
      Global
      Dabei seit: 25.05.2007 Beiträge: 922
      EDIT:

      OMG ! Thema verfehlt... hatte gestern Abend schon ein paar Bier zu viel drin..Sorry.
    • Berliner1982
      Berliner1982
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 5.644
      @kagifret

      Hier geht es um FL und nicht No Limit.

      Nutflushdraws spiele ich am Flop in Multiwaypots (3 Gegner und mehr) sehr aggressiv und cappe diese auch gerne. Allgemeine Flushdraws spiele ich in Multiwaypots so, dass ich zum einen den Pot groß genug mache um am Turn profitabel zu callen (5:1 oder besser) und um das Feld zu minimieren. Ob ich also bette oder check/raise spiele hängt dann auch von meiner Position und relativen Position zum PFR-Aggressor ab.