Ist ein Psychologe an der Heilung eines Patienten interessiert?

    • remix3331
      remix3331
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2010 Beiträge: 729
      hi,

      frage steht oben ;) bezieht sich vorallem auf selbstständige psychologen.
      kenne bis jetzt einige personen die eine therapie machen, einige sogar über mehrere jahre, aber niemand hat bis jetzt gesagt "mein psychologe/meine therapie hat mir geholfen!".

      man sollte ja obv meinen, dass ein psychologe seinem gegenüber helfen möchte, aber dieser ist ja auch ein zahlender kunde und gerade langzeittherapien sind ja sehr profitabel für psychologen.

      ebenso verhält es sich mit sozialpädagogen und sozialarbeitern, die nicht selbstständig sind, aber ich habe auch hier bis jetzt nie etwas positives von hilfsbedürftigen gehört, sondern sogar eher, dass diese es verschlimmert haben, in dem sie dem bedürftigen selbstvertrauen genommen haben (true story). habe bekannte, die sozialpädagogik studiert haben und bei ihren heutigen tätigkeiten denk ich nur "wtf is this shit?!"
      no offense an alle sozialpädagogen hier.
      e: hier meine ich nicht, ob sie bedürftige ausnutzen, sondern eher, ob der beruf des sozialpädagogen überhaupt eine daseinsberechtigung hat. sehr hart formuliert..

      ich spreche hier jetzt nicht über eine samplesize von obv 10k personen, aber es sind insgesamt schon mehr als ne hand voll.


      lg
  • 13 Antworten
    • ubetterfold
      ubetterfold
      Bronze
      Dabei seit: 07.11.2010 Beiträge: 2.057
      hi
      meine mutter ist psychotherapeutin und definitv an der heilung der patienten interessiert!
      es ist halt auch so dass man als psychologe/psychotherapeut gutachten über besserung und ähnliches zur krankenkasse schicken muss.(sonst bekommt man kein geld!!!!!!!)
      langzeittherapien werden auch nicht immer von der krankenkasse getragen.
      stellt sich also keine verbesserung beim patienten ein zahlt die krankenkasse nicht mehr.
      lg
      ps:habe freunde die auch schon eine psychotherapie gemacht haben/machen udn die sind alle sehr zufrieden
    • remix3331
      remix3331
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2010 Beiträge: 729
      Original von ubetterfold
      es ist halt auch so dass man als psychologe/psychotherapeut gutachten über besserung und ähnliches zur krankenkasse schicken muss.(sonst bekommt man kein geld!!!!!!!)
      langzeittherapien werden auch nicht immer von der krankenkasse getragen.

      an den ersten teil deiner aussage habe ich gedacht, konnte mir aber kaum vorstellen, dass die vergütung eines psychologen an seinen erfolg gekoppelt ist


      deine zweite aussage würde meine zweifel ja fast berechtigen, oder zahlt der patient hier nur, wenn er sich besser fühlt?
    • ubetterfold
      ubetterfold
      Bronze
      Dabei seit: 07.11.2010 Beiträge: 2.057
      patienten zahlen in der regel nicht selber für eine psychotherapie.
      es wird im regelfall von der krankenkasse übernommen.
      und wenn man sich als patient nicht besser fühlt oder einem der psychologe nicht passt kann man halt auch wechseln.
      vielen menschen geht es allerdings schon dann besser wenn sie ihre probleme jemandem erzählen können.
      wir kennen das denke ich alle, der druck fällt einfach ein bischen von einem ab.
      soll heißen für viele patienten ist der psychologe auch eine art freundersatz bei dem man seine sorgen abladen kann
      lg
    • puma89111
      puma89111
      Global
      Dabei seit: 01.10.2007 Beiträge: 2.745
      Es gibt in jedem Berufsfeld Leute, die wissen was sie tun und Leute, die nicht wissen was sie tun.Warum sollte es da bei SozPäds und Psychotherapeuten anders sein?
      Bei 2. muss man einfach gucken, dass man einen Therapeuten findet auf den man sich einlassen kann und was viele glaube ich nicht wahrhaben wollen, man muss aktiv mitarbeiten.Ich kenne einige Leute, die da zum Heulen hingehen, aber an konstruktiven Ideen kein Interesse haben.Die stellen sich dann auch hin "War ganz nett, aber geheilt haben die mich nicht!"

      Btw ist der Ansturm auf Psychologen so groß, dass es mMn keinen Sinn macht, sich seine Stammpatienten zu halten, das Geld kommt so oder so rein.
    • stefeu
      stefeu
      Bronze
      Dabei seit: 10.01.2007 Beiträge: 5.073
      Kenne eine Person die seit nem halben Jahr ne Psychotherapie macht. Hat ihr sehr geholfen. Kann auch mit Rückschlägen viel besser umgehen (Rückschläge das Problem betreffend nicht generell Rückschläge im Leben).

      Was viele nicht sehen ist, dass eine schnelle Heilung sogut wie immer Ausgeschlossen ist, selbst schnelle kleinere Erfolge nicht immer garantiert sind. Was ich denke ist, dass viele Patienten die Hilfe benötigen den Teil wo man selbst aktiv an sich arbeiten muss unterschätzen bzw. denken dass die Gesprächsstunden alleine zu positiven Ergebnissen/Heilung führen.

      Um aufs Topic zurückzukommen: Durch bewusstest in die Länge ziehen einer Therapie wird nicht nur die ganze Reputation der Arztes u.U. beschädigt, es macht imo auch wenig Sinn, da der Andrang an Neupatieten für Psychologen/Psychotherapeuten unfassbar groß ist. Wartezeiten von mehreren Monaten sind ganz normal.

      Edit: puma hat das ganze ja im Prinzip schon geschrieben
    • SevenTwoOff
      SevenTwoOff
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2007 Beiträge: 5.953
      diese problematik findet sich doch in vielen dienstleistungen wider

      wieso sollte ein fitnessstudio wirklich daran interessiert sein, dass ihre übergewichtigen kunden effizient abnehmen oder muskeln aufbauen ?

      stattdessen wird die politik der kleinen erfolgserlebnisse verfolgt sodass die kunden möglichst lange die dienstleistung in anspruch nehmen und dementsprechend bezahlen

      leider fällt die beratung und erstellung der trainingspläne dann so aus, dass sie möglichst "gesundheitsorientiert" ist ohne jedoch grundlegende übungen zu enthalten
    • docjulian
      docjulian
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2006 Beiträge: 7.008
      Für gute Psychotherapeuten würde ich auf jeden Fall sagen: ja!
      Ihnen macht es genauso Spaß, die Erfolge der Patienten mitzuerleben.
      Außerdem langweilen sie sich genauso, wenn der Patient überhaupt nicht vorankommt und sich immer im Kreis dreht.
      Die meisten Therapeuten, die schon etwas länger dabei sind, sind eh für Monate ausgebucht und nehmen nur wenige neue Klienten an. Ist also meist nicht so, dass sie sich an jeden Klienten klammern.
      Quelle: Familie und Bekanntenkreis voller Psychotherapeuten etc
    • puma89111
      puma89111
      Global
      Dabei seit: 01.10.2007 Beiträge: 2.745
      Original von SevenTwoOff
      diese problematik findet sich doch in vielen dienstleistungen wider

      wieso sollte ein fitnessstudio wirklich daran interessiert sein, dass ihre übergewichtigen kunden effizient abnehmen oder muskeln aufbauen ?

      stattdessen wird die politik der kleinen erfolgserlebnisse verfolgt sodass die kunden möglichst lange die dienstleistung in anspruch nehmen und dementsprechend bezahlen

      leider fällt die beratung und erstellung der trainingspläne dann so aus, dass sie möglichst "gesundheitsorientiert" ist ohne jedoch grundlegende übungen zu enthalten
      Du hast nicht sonderlich viel mit Psychotherapeuten zu tun, oder?
      Was du schreibst ist in Fitnessstudios vielleicht zutreffend, aber da Parallelen zur Psychoanalyse zu ziehen ist doch sehr großzügig und weltfremd.
    • alterego
      alterego
      Bronze
      Dabei seit: 03.07.2006 Beiträge: 4.149
      Kenne keine Psychologen, aber jede Menge Sozialpädagogen.
      Sowas studiert man nicht, um viel Geld zu verdienen. Vielmehr ist es so, dass die meisten einfach Idealisten sind, die mit ihrem Beruf etwas positives erreichen wollen.

      Ich finde die Frage nach der Daseinsberechtigung der Sozialpädagogik ziemlich anmaßend. Persönlich bin ich der Auffassung, dass solche Jobs, die für das Funktionieren einer Gesellschaft immens wichtig sind, leider nicht mit der Anerkennung verbunden sind, die ihnen gebührt.

      Ansonsten kann ich puma89111 beipflichten: Die meisten Leute kapieren nicht, dass eine Therapie ihnen nur Ansatzpunkte zur Selbsthilfe bieten kann.

      Deine (Ops) Theorie könnte man genauso auf reguläre Ärzte und etliche andere Jobs übertragen. Nur stellen eben nicht alle Menschen Geld über alles. Hart formuliert könnte man sagen: Nicht von dir auf andere schließen ;)
    • Fai23
      Fai23
      Bronze
      Dabei seit: 17.10.2010 Beiträge: 140
      Das Ziel einer Psychothearapie ist es ja in der Regel garnicht, den Patienten zu "heilen", sondern eher ihm zu helfen, mit seiner Krankheit, seiner Situation im Allgemeinen umgehen zu lernen. Oft sind die Therapeuten auch einfach nur Gesprächspartner für Menschen, die sich damit schwer tun, sich gegenüber anderen zu öffnen. Kurz gesagt: Psychotherapeuten sind eher Begleiter als Wunderheiler.
    • beg0r
      beg0r
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2006 Beiträge: 2.945
      klar sind therapeuten an der heilung des patienten interessiert, aber ich denke, man kann die begabung zum heilen nicht studieren.



      mag sich esoterisch anhören (ist es irgendwie auch :D ), aber es gibt studien, die beweisen, dass die wirksamkeit der therapie hauptsächlich(!) vom therapeuten selbst abhängt, nicht davon welche art der therapie macht, denn diese hatten alle die gleichen heilungschancen (und es gibt viele, 10 verschiedene etwa?).



      das sollte zu denken geben :) . mir jedenfalls!
    • remix3331
      remix3331
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2010 Beiträge: 729
      Original von alterego
      Ich finde die Frage nach der Daseinsberechtigung der Sozialpädagogik ziemlich anmaßend. Persönlich bin ich der Auffassung, dass solche Jobs, die für das Funktionieren einer Gesellschaft immens wichtig sind, leider nicht mit der Anerkennung verbunden sind, die ihnen gebührt.

      Deine (Ops) Theorie könnte man genauso auf reguläre Ärzte und etliche andere Jobs übertragen. Nur stellen eben nicht alle Menschen Geld über alles. Hart formuliert könnte man sagen: Nicht von dir auf andere schließen ;)

      ich spreche ja lediglich aus erfahrungen in meinem bekanntenkreis und ich habe den thread erstellt, damit man mich vom gegenteil überzeugt.
      kenne auch einige sozialpädagogen und wenn mir leute erzählen, dass sie ihr geld damit verdienen, in irgendeinem büro eines jugendzentrums zu sitzen und einen öffentlichen facebookaccount verwalten indem sie darauf warten, dass jugendliche aus der umgebung plötzlich einem facebookuser der sozialpädagogik studiert hat seine probleme erzählt, denke ich halt, ob sowas wirklich notwendig ist.
      auch hinsichtlich der tatsache, dass sich menschen von übermütigen sozialpädagogen frisch aus dem studium ohne erfahrung gedemütigt fühlen, finde ich meine in frage stellung des berufszweiges nicht anmaßend.
      gleiches gilt für gitarrenmusik und christliche gesänge in jugendzentren.
      ich hatte bis jetzt halt oft das gefühl, dass sozialpädagogen einfach zu faul zum arbeiten sind. was ein pädagoge mir seinerseits übrigens bestätigte. ;) und ich bin sicher nicht der einzige, der das denkt.


      desweiteren verstehe ich nicht, warum du plötzlich auf meine persönlichkeit rückschlüsse ziehst, weil ich die frage stelle, ob ein psychologe eventuell doch großes interesse an geld hat, wenn ich bis jetzt noch nie positive resonanz in meinem bekanntenkreis erfahren habe. das finde ich anmaßend.


      wie bereits gesagt kenne ich bis jetzt nur negativbeispiele, weshalb man meine hypothese wohl nicht anprangern kann. wenn man nur schlechtes von etwas kennt, wird man eben voreingenommen.
      bei ärtzen gibt es zb. auch massig beispiele von chirurgen etc., die behandlungen durchführen, nur damit sie ihre rechnungen bezahlen können und nicht, weil diese wirklich notwendig ist. deshalb ist meine frage bezüglich des psychologen imho auch berechtigt. und immer nur an gutmenschentum als motivation eines jobs zu sehen, der zwar "sozial" ist aber viel abwirft, finde ich etwas blauäugig.
    • rogeralexmueller
      rogeralexmueller
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2010 Beiträge: 9.087
      Ist eine sehr komplexe Antwort, ich bin Psychologe und wenn ich die Tage dazu komme schreibe ich mal etwas hierzu

      Cliffs

      Def. Heilung
      Verschiedene Therapiemethoden
      Krankheitsbilder Stichwort ich synton ich dyston
      Persönlichkeitsstörungen und Sucht als gesondertes Bild
      Def Therapeut häufige Verwechslunegn mit Psychiater oder HP für Psychotherapie
      Falsche Vorstellungen von Therapie
      Spontan Heilung aber auch verschlechterung aufgrund aktueller Probleme
      usw.
      Psychologen sind sehr leistungsorientiert (übrigens Analytisch betrachtet auch manchaml ein Nachteil)