ttjunky

    • ttjunky
      ttjunky
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2011 Beiträge: 20
      Lektion 1:

      Frage 1: Warum spielst du Poker?

      -Ich sehe Poker als eine Art Denksport. Ich möchte diesen Sport erlernen und gut darin sein. Da ich auf Pokerstrategy bin, denke ich ich habe gute chancen mich zu verbessern.

      - Poker ist ein schöner Zeitvertreib, wie jedes andere Spiel auch, nur dass es eben nicht nur Spiel sondern auch herausforderung ist.

      -Man kann sich etwas dazuverdienen. Ich denke es wird noch einige Zeit dauern, bis ich ernsthafte Gewinne einfahren kann, wenn das überhaupt jemals der Fall sein sollte. Trotzdem möchte ich gewinnen. Break-even zu spielen, oder sogar zu verlieren würde mir nicht reichen.

      Frage 2: Meine Schwächen.

      - Es fällt mir schwer meine Handstärke einzuschätzen, ich neige dazu mittelgute Hände zu überspielen.

      - Ich Tilte, wenn ich viel verliere.

      - Ich bin ungeduldig. Mir wird langweilig wenn ich nicht 3 Tische gleichzeitig spiele. Selbst dann lasse ich mich noch ablenken.

      - Ich spiele zu viel und lerne zu wenig. Darum habe ich diesen Thread aufgemacht.

      Frage 3: Was heißt es Tight-Aggressiv zu spielen?

      - Nur die guten Karten spielen.

      - Aggressiv spielen, wenn man gute Karten hat, um den Gegner vor Probleme zu stellen.

      --> Wenige Karten spielen um Verluste zu minimieren. Aggressiv spielen um Gewinne zu Maximieren.
  • 11 Antworten
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hallo ttjunky, willkommen in unserem NL Einsteiger Kurs.

      Schön dass du direkt die erste Aufgabe gelöst hast. Diese ist soweit auch okay, aber gerade bei deinen Schwächen möchte ich dir vor allem unser Handbewertungsforum ans Herz legen. Dort kannst du zum Beispiel Hände posten bei denen du Probleme hattest sie einzuschätzen und mit anderen Pokerstrategen analysieren. Das ist wohl einer der effektivsten Wege sein Spiel zu verbessern.

      Ansonsten zum Thema Tilt, du solltest eigentlich nicht viel Verlieren, wenn du tiltest. Am Besten du setzt dir selbst eine Grenze, wenn du aufhörst zu spielen und eine Pause machst. Beispielsweise wenn du 2 oder 3 Stacks down bist. Denn auf Tilt spielst du nicht mehr dein A-Game, und wenn das nicht der Fall ist, sollte man nicht spielen.

      Aber gut, ich denke die erste Lektion können wir schonmal abschließen, du kannst dann mit Lektion 2 weitermachen :s_thumbsup: .
    • ttjunky
      ttjunky
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2011 Beiträge: 20
      Lektion 2:

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Gegen Maniacs würde ich auch mit QQ/AKs pre-flop all in gehen

      Wenn ein Raise vor mir öfters gecallt wird, würde ich von der Call-20 Regel abweichen, und vielleicht eine Call 19/Call18 Regel daraus machen.

      Stealen vom Button aus auch mit kleinen Assen und offsuited connectors.

      Isolieren von limpenden TAGs mit suited connectors/ suited Bildkarten/kleine Asse suited.

      Frage von mir: Kann sich ein resteal vom BB aus mit AQs lohnen, wenn BU sehr oft stealt. Würde der Stealer nach Chart spielen müsste er hier sehr viel folden.

      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.

      Nl2 AKs gegen kleines reraise

      Frage 3:

      46,3%
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Frage von mir: Kann sich ein resteal vom BB aus mit AQs lohnen, wenn BU sehr oft stealt. Würde der Stealer nach Chart spielen müsste er hier sehr viel folden.


      Auf jeden Fall, ausser du weißt, dass dein Gegner ein absoluter Rock ist, und nur QQ+ und AK vom BU raist ;) . Aber nicht zu sehr darauf verlassen, dass der Gegner folden müsste. Das hat sich bei den Fischen noch nicht so ganz rumgesprochen, aber mit AQ hast du auch so eine gute Hand, dass du meist einfach gegen deine Gegner vorn bist.

      Kannst du auch erklären, warum du von der Call-20 Regel abweichen würdest, wenn mehr als ein Gegner im Pot ist?


      Zu der Hand in Frage 2 hat einer unserer Handbewerter ja schon etwas geschrieben. Kleiner Tip noch, die Hände immer ohne Ergebnis posten. Dies erschwert es nur bei der Bewertung objektiv zu bleiben.


      Frage 3 passt ;)
    • ttjunky
      ttjunky
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2011 Beiträge: 20
      Es geht bei der Call 20 Regel ja darum wie viel Geld mein Gegner mir noch auszahlen kann wenn ich mein Set treffe, also implied Pot Odds.
      Wenn er mir das 20 Fache meines Einsatzes zahlen kann, dann kann ich profitabel callen. Wenn er mir nur das 19fache zahlen kann, dann kann ich nicht profitabel callen.
      Hat aber ein anderer Spieler schon gecallt, muss der Gegner der erhöht hat ja nicht mehr 20 Einsätze zahlen, da ja schon ein Einsatz vom anderen Caller im Pot ist. Es reicht also wenn er mir 19 Einsätze zahlen kann. Mit etwas Glück zahlt mich der andere caller am Flop auch noch aus, und das ganze wird noch profitabler.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Original von ttjunky
      Es geht bei der Call 20 Regel ja darum wie viel Geld mein Gegner mir noch auszahlen kann wenn ich mein Set treffe, also implied Pot Odds.
      Wenn er mir das 20 Fache meines Einsatzes zahlen kann, dann kann ich profitabel callen. Wenn er mir nur das 19fache zahlen kann, dann kann ich nicht profitabel callen.
      Hat aber ein anderer Spieler schon gecallt, muss der Gegner der erhöht hat ja nicht mehr 20 Einsätze zahlen, da ja schon ein Einsatz vom anderen Caller im Pot ist. Es reicht also wenn er mir 19 Einsätze zahlen kann. Mit etwas Glück zahlt mich der andere caller am Flop auch noch aus, und das ganze wird noch profitabler.
      Im großen und ganzen ist das so. Es wobei es nicht ganz so extrem ist, dass der Call bei 19 Einsätzen nicht mehr profitabel ist.

      Ich hab das in einem anderen Thread schonmal erklärt und kopiere das mal schnell ;) .

      Du hast $10 am Tisch, dein Gegner $3.40. Er raist auf 40cent, und du hälst ein kleines Pocketpair.

      Du weißt nun, dass du 8,5 mal die 40 Cent verlieren wirst, wenn du callst. Das sind also $3.40 die du in den Fällen verlierst, in denen du dein Set nicht triffst. Also musst du in dem einen Fall, in dem du dein Set triffst $3.40 von deinem Gegner gewinnen, damit der Call Break Even ist.

      Damit hätten wir eine Call-8,5 Regel definiert. Nach dieser Regel könntest du also einen 40 Cent-Raise auf Setvalue callen, sobald dein Gegner mindestens $3.40 am Tisch hat.

      Jetzt ist es in der Praxis leider so, dass wir diese 3,40 nicht jedes mal gewinnen werden, wenn wir das Set treffen. Wenn unser Gegner beispielsweise nichts hat, und einfach foldet.
      Von daher vergessen wir die Call-8,5 Regel mal schnell wieder und planen lieber etwas mehr Sicherheit ein.

      Und da hört sich Call-20 doch sehr gut an. Wir müssen zwar immernoch durschnittlich $3.40 von unserem Gegner gewinnen, aber dass ist einfach viel leichter. Wenn er jetzt zum Beispiel $8 (20 x 40cent) am Tisch hat und beim ersten mal einfach foldet und wir beim 2ten Sethit dafür $6.80 oder mehr gewinnen sind wir wieder Break Even oder sogar +EV.

      Dann unterscheiden sich natürlich auch die Gegner, von Fischen wird man generell leichter ausgezahlt, als von guten Spieler, so könnte man gegen diese etwas looser callen. Und auch bei mehr als einem Gegner kann man etwas looser Callen, da man ja evtl. größere Pötte gewinnt, und auch die Chance etwas höher ist, das einer von beiden eine 2nd Best Hand trifft.

      Nur bitte nicht übertreiben mit dem Loose werden.

      So, alle Klarheiten zur Call-20 Regel beseitigt? ;)
    • ttjunky
      ttjunky
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2011 Beiträge: 20
      Nachdem alle Klarheiten beseitigt wurden komm ich dann mal zur Lektion 3:

      Frage 1: Du hältst KsQs. Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 3d3c? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: Js5d3s? (Tipp: Das Equilab unterstützt dich bei dieser Aufgabe.)

      Vor dem Flop:

      KQs VS 33o 50,8 : 49,2

      Am Flop:


      KQs VS 33o 26,5 : 73,5
      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren? (Denk daran, deine Entscheidung kurz zu erklären; es reicht nicht, einfach nur "Fold" oder "Call" zu posten!)

      No Limit Hold'em $2 (9-handed)

      Spieler und Stacks:
      UTG: $2.00
      UTG+1: $2.08
      MP1: $1.92
      MP2: $1.00
      MP3: $3.06
      CO: (Hero) $2.08
      BU: $2.00
      SB: $2.00
      BB: $1.24

      Preflop: Hero is CO with AJ
      5 folds, Hero raises to $0.08, BU calls $0.08, SB folds, BB calls $0.06.

      Flop: ($0.25) 263 (3 players)
      BB checks, Hero checks, BU checks.

      Turn: ($0.25) 5 (3 players)
      BB checks, Hero bets $0.22, BU raises to $0.44, BB folds, Hero...?

      Im Pot sind 91ct ich muss 22 ct zahlen. Ich bekomme also Pot odds etwas besser als 4:1.

      Ich vermute bei meinem Gegner die Straße oder das Set. Ich habe 9 outs auf ein Flush, bekomme also Odds von 4:1. Damit kann ich callen. Ich kann mir sogar noch Implieds geben. Wenn ich am River treffe und check-raise spiele wird er mir vielleicht noch ein bisschen zahlen.

      Edit:

      Ich habe gerade bei anderen gespickelt und gesehen dass ich die 3 und die 6 discounten muss wegen Full-House und Vierling gefahr. Ich habe also nur 6:1 odds. Die implieds die ich mir vorher gegeben habe, gebe ich mir im Zweifelsfall nicht, da er am River eher vorsichtig wird wenn mein Flush ankommt. Also fold.

      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.

      Die call 20 Regel basiert ja darauf, dass ich einen großen Teil des gegnerischen Stacks kassiere, wenn ich mein Set treffe. Ich weiß jetzt ja, dass ich nicht immer seinen ganzen Stack abräumen muss, aber natürlich so oft wie möglich.
      Jetzt meine Frage. Wie bringe ich am besten das Geld rein, wenn mein Gegner offensichtlich nichts getroffen hat? Gibt es da irgendwelche Standart Spielzüge?

      Hier noch eine Hand bei der ich mir nicht sicher bin ob ich sie richtig gespielt habe:
      Nl2 BSS overpair

      Grüße ttjunky
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Gut, dann direkt zur Lektion 3 ;) .

      Frage 1 ist richtig, so das war dann auch der einfache Teil ;) .

      Frage 2 ist da schon etwas komplizierter. Bezüglich dem Discounten der Outs hast du ja schon etwas geschummelt ;) . Also, man muss zwar ein Wenig discounten, aber sicher nicht 2 volle Outs. Der Gegner spielt ja eine Handrange, und darin sind die Sets, die dann zu einem Fullhouse werden würden nur ein kleiner Anteil. Es ist also so, dass dein Gegner noch lange nicht immer das Full House hat, wenn eine 3 :club: oder eine 6 :club: fällt. Ich denke man sollte hier 0,5 - 1 Out abziehen, es bleiben uns als noch 8 Outs.
      Damit können wir nicht ganz callen. Aber ich denke schon, dass wir uns ein wenig implied Odds geben können. Der Gegner zeigt Stärke und wir haben Position. Zudem brauchen wir ja nicht viel an implied odds und ich denke unser Gegner wird oft genug den River betten, dass sich ein Call hier lohnt.

      Zur Hand in Frage 3 hat MiiWiin ja schon geantwortet.

      Zur Frage, was du machen kannst, wenn dein Gegner nichts getroffen hat, kommt es immer auf viele Faktoren an, beispielsweise ob du Position hast, wie das Board aussieht und so weiter.
      Aber generell kannst du da nicht viel machen, meist ist es am besten einfach normal durchzubetten, du weißt ja nie genau, dass er nichts hat und wenn du durchbettest bekommst von wahrscheinlich mehr Value von seinen MadeHands, als wenn du einmal einen Bluff von ihm catchst. Wenn er dann foldet, ist es halt einfach so.
    • ttjunky
      ttjunky
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2011 Beiträge: 20
      Hi,
      bevor ich die Hausaufgabe mache, hab ich erst mal noch ein paar Fragen.

      Im Artikel "Nach dem Flop- du hast vor dem Flop erhöht steht: auf eine große Donkbet bei einem Gegner, solle man mit starken Draws weiter erhöhen.
      Das wäre dann ja ein Semibluff. Kann ich da genug Folding Equity aufbauen? Der Gegner scheint ja vor Value zu betten.

      Das gleiche bei mehreren Gegnern. Hier soll ich auch eine Donkbet mit starkem Draw weiter erhöhen. Warum?

      Dann noch ein paar Fragen zum Elephant.
      Kann ich meine Hände nach großen Pötten Filtern?

      Ich habe mir mal angesehen wie viel Gewinn/Verlust ich mit einzelnen Händen mache. Ab wie vielen Händen kann man hier allgemeine Aussagen treffen?

      In welchem Bereich sollten denn die Werte eines TAGs liegen der dem Anfängerkurs folgt?

      Vielen Dank im Voraus
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Original von ttjunky
      Hi,
      bevor ich die Hausaufgabe mache, hab ich erst mal noch ein paar Fragen.

      Im Artikel "Nach dem Flop- du hast vor dem Flop erhöht steht: auf eine große Donkbet bei einem Gegner, solle man mit starken Draws weiter erhöhen.
      Das wäre dann ja ein Semibluff. Kann ich da genug Folding Equity aufbauen? Der Gegner scheint ja vor Value zu betten.

      Das gleiche bei mehreren Gegnern. Hier soll ich auch eine Donkbet mit starkem Draw weiter erhöhen. Warum?
      Kannst du bitte mal sagen, wo das genau steht? Hab es in dem Artikel jetzt nicht auf die Schnelle gefunden.

      Ansonsten kommt das halt immer auf die Situation an und wie stark denn dein Draw nun wirklich ist. Bei einem Flushdraw mit Overcards hast du am Flop meistens 15 Outs, damit bist du allein von der Equity schon Favorit die Hand zu gewinnen, daher willst du also möglicht viel Geld in den Pot bekommen.

      Und je höher deine Equity ist, desto weniger Foldequity brauchst du.

      Und bei mehreren Leuten ist es dann halt ähnlich. Nehmen wir an, du hast einen Flushdraw am Flop. Dieser kommt in 1 von 3 Fällen am River an. Nun hast du 2 Gegner am Flop. Wenn du nun bettest, und beide Gegner mitgehen, entspricht deine Bet ja auch 1/3 des Geldes, welches in den Pot geht. Und da du ja den Flush in 1/3 aller Fälle triffst ist die Bet dann schon Break even. Und im Pot von vorher ist ja auch noch Geld ;) .

      Zum Elefant kann ich dir leider nicht weiterhelfen, da ich mich nicht näher mit dem Programm beschäftigt habe. Am besten stellst du deine Fragen nochmal in unserem Elefant Forum: http://de.pokerstrategy.com/forum/board.php?boardid=1588
    • ttjunky
      ttjunky
      Bronze
      Dabei seit: 22.11.2011 Beiträge: 20
      Kannst du bitte mal sagen, wo das genau steht? Hab es in dem Artikel jetzt nicht auf die Schnelle gefunden.


      Das steht auf der 2ten Seite beim Unterpunkt "Was tun wenn jemand vor dir erhöht?"



      Dann mal zur Hausaufgabe Lektion 4:

      Aufgabe 1:
      Nl2 KK auf Drawy board

      Aufgabe 2:
      QQs auf Drawboard

      Aufgabe 3:

      Ich habe 10 Outs, schätze also 40% Equity.
      Mit Equilator: 41,4 %
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Lektion 4 ist in Ordnung, auch wenn du die zweite Nachkommastelle unterschlagen hast :s_biggrin:

      Und ja, starke Draws spielen wir hier wirklich als Semibluff, aber nicht nur wegen der Foldequity, sondern auch wegen der fast unendlichen Outs. Es besteht eben einerseits die Chance, dass unser Gegner aufgibt, andererseits können wir unsere Hand relativ oft verbessern. Wobei das im Artikel etwas verwirrend sen kann, ein OESD ist in diesem Fall für mich z.B. kein starker Draw mehr, der hier eine weitere Erhöhung rechtfertigen würde.