Jackass77

    • Jackass77
      Jackass77
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2011 Beiträge: 110
      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker? (Bei dieser Frage spielt es keine Rolle, wie konkret deine Antwort ausfällt; allerdings solltest du versuchen, alle Gründe zu erfassen und zu erklären)

      Ich spiele Poker, weil ich allgemein gerne spiele (ein Kind geblieben bin), und in der Beherrschung dieses Spiels sogar ein Nutzen (Geld) herauskommen kann - also hier ein großer Unterschied zu den reinen (nur Spass bringenden Spielen) besteht.

      Hier kann man also "ernsthaft" Spielen, obwohl das erstmal paradox klingt.

      Darüber hinaus sehe ich das Pokern als eine Form der geistigen Disziplin, die ähnlich wie in den Kampfkünsten einen Weg ("Do") zur Selbstüberwindung bereit hält.

      So verbindet es Nutzen (Geld) und aber auch Sinn (Spass und Selbstüberwindung) zu einem runden ganzen.

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker? (Welche Fehler, denen du dir bewusst bist, machst du während des Spiels? Spielst du, obwohl du müde bist? Tiltest du leicht? Willst du zu oft den Showdown sehen? Schreib alle Schwächen auf, die du bei dir bereits bemerkt hast.)

      Grundsätzlich neige ich dazu, mich schlecht von guten Karten trennen zu können. Ich bin auch noch ein wenig langsam darin, Straßenlastige Boards auf anhieb zu erkennen, und bin schon so manches mal dumm in die ein oder andere Straße am SD gelaufen...
      Ansätze von Tilt habe ich bei mir auch schon bemerkt - es arbeitet dann zusammen mit meiner obengenannten Neigung, ein gutes Blatt nicht weglegen zu wollen, weil ich dann unbendingt gewinnen will....

      Ich habe auch schon mal gepokert, als ich in einem nicht nüchternen Zustand war - da hat das Suchen im Starting-Hands-Chart natürlich doppelt so lange gedauert... Sowas mach ich natürlich nicht wieder ;-), ebenso ist es nervig (uns manchmal sogar gefährlich...), wenn man dabei abgelenkt wird, und z.B. nebenbei noch was zu Essen bereitet.. Das werde ich in zukunft auch nicht mehr tun.


      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen? (Beschreibe mit eigenen Worten, was tight-aggressiv bedeutet und warum diese Spielweise funktioniert.)

      Tight - bedeutet wenige ausgewählte und aussichtsreiche Hände zu spielen, und diese auch nur dann weiter zu spielen, wenn sie erfolgreich und aussichtsreich bleiben.
      Das bedeutet das ich nach dem Starting Hands-Chart in das Spiel einsteige (also um die 20%) und nach dem Flop auch nur gute Karten wie mindestens Top oder Overpair oder sehr aussichtsreiche Draws weiterspiele, wenn vom Gegner Gegenwind kommt.

      Aggressiv bedeutet, mit großen Einsätzen den Gegner unter Druck zu setzen. Er riskiert dann einen höheren Verlust, wenn er die Aggression mitgeht. Ich zwinge ihn dadurch zu Entscheidungen, und nehme ihm damit die Initiative. So kann ich ihn zu irrationalen Handlungen drängen.. :-)

      Beides zusammen ergibt eine sehr profitable Spielweise, da ich durch die tighte Spielauswahl auch am ehesten in einer gerechtfertigten Situation bin, wo ich mir aggressive Spielzüge wirklich erlauben kann. Ich komme durch die gezielte Aggression dann auch seltener in Fälle, in denen ich unter Druck gesetzt werde, und meinerseits Fehler machen würde. Mein Ziel als TAG ist es selbst Druck zu machen, und dadurch aus den Fehlern der anderen Gewinne zu erzielen.

      Auch folgende Erklärung scheint möglich:
      Durch das Tighte Spiel erhöhe ich meine Gewinnwahrscheinlichkeit, da ich nur mit aussichtsreichen Händen spiele.
      Durch das dabei aggressive Spiel hole ich aus diesen Händen dann mehr an Gewinn heraus, da aggressives Betten die Pötte größer macht. (Wobei man natürlich aufpassen muss bei aggressiver Spielweise nicht in den Verlustspielen entsprechend hohe Pötte wieder zu verlieren)

      TAG funktioniert vor allem, wenn meine Gegner sehr loose und / oder sehr passiv spielen, da ich dann als TAG maximal von deren Fehlern profitieren kann.



      Liebe Grüße, JackAss

      und vielen Dank für euer tolles Angebot hier, PS.com !!!!
  • 14 Antworten
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, willkommen in unserem NL Einsteiger Kurs.

      Sehr schön, dass du dich auch direkt auf die erste Aufgabe gestürzt hast und das sieht soweit ja auch sehr gut aus.

      Als Tipp möchte ich die vor allem unsere Handbewertungsforen mit auf den Weg geben, dort kannst du zusammen mit anderen Pokerstrategen Hände bei denen du unsicher warst, und vielleicht besser hättest folden sollen diskutieren und Analysieren. Das Nachdenken über die Hände ist wohl einer der effektivsten Wege sein Spiel zu verbessern, von daher fleißig nutzen ;) .

      So dann können wir Lektion 1 auch abschließen und du kannst mit Lektion 2 weitermachen.
    • Jackass77
      Jackass77
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2011 Beiträge: 110
      Hallo, und danke für den Tipp.
      Ich habe auch schon die Vorzüge der Handbewertung im FL genießen können, habe im NL allerdings noch keine Hände gespielt. Allem Anschein nach scheint die BSS und das NL Poker besser zu mir zu passen, obwohl ich mich anfangs dafür entschieden hatte erst einmal FL zu spielen.
    • Jackass77
      Jackass77
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2011 Beiträge: 110
      Hier meine Gedanken zu Lektion 2

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum? (Würdest du bestimmte Hände anders spielen? Hast du Schwierigkeiten mit bzw. Fragen zur Spielweise einer bestimmten Hand?)

      Generell halte ich mich als blutiger Anfänger zunächst einmal an das SHC. Es gibt jedoch Situationen, in denen ich leicht davon abweiche. Ich mache zum Beispiel aus der Button Position manchmal Open Raises, um die Blinds günstig einzukassieren. Dies scheint sich vor allem gegen sehr tighte Spieler auf den Blinds zu rechnen, da diese bei den höchstwahrscheinlich schlechten Karten, die sie haben oft folden. Gegen loosere Gegner spiele ich lieber (noch) nach SHC, da ich im Einschätzen derer Range und meiner Equity bei gegebenen Karten noch nicht so gut bin.
      Auch könnte man sich überlegen z.B. einen Isolations-Spielzug gegen einen Open-Limper zu unternehmen, d.H. ich open-Raise aus einer späten Position, um in einem In-Position Headsup gegen den Spieler zu landen. Das lohnt sich natürlich nur, wenn ich einen sehr loosen Limper habe, der z.B. immer wenn er ne Bildkarte oder connectors hat halt open limpt, und ich dann Karten habe, die ne gute Equity gegen seine OpenLimp Range haben.
      Allgemein finde ich es aber noch schwierig (hab aber auch erst knapp über 100 Hands im NL gespielt) die Open Range der Gegner individuell einzuschätzen, da im NL eher selten zum Showdown gespielt wird. Am ehesten kann man da vielleicht Schätzungen über den VP$IP vs PfR machen. Bei Werten von VP$IP von 50 und einem PfR von vielleicht 15, open-limpt er ja häufig mit nicht so guten Karten.


      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat. ( Bitte poste deine Hand in unseren Handbewertungsforen und poste in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich einen Link zu der Hand.)

      Folgende Hand hab ich postflop m.E. nach falsch gespielt, habe sie dann mal analysiert und das Ergebnis findet sich unter:

      Preflop BlindAttack

      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo? (Du kannst dies entweder manuell berechnen oder dazu einen Equity-Calculator wie z.B. das PokerStrategy.com Equilab verwenden.)


             Equity     Win     Tie
      MP2    46.32%  37.92%   8.41% { AKo }
      MP3    53.68%  45.27%   8.41% { 88+, AJs+, KQs, AKo }


      Das bedeutet, das ich etwa 46,32 % vom Pott gewinne (auf lange sicht gesehen)
      Gewinnen tue ich nur in knapp 38 % der Fälle.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, gefällt mir sehr gut, was du da schreibst. Solche Dinge wie Ranges einzuschätzen ist sehr viel Erfahrungssache, und wenn du erst 100 Hände gespielt hast, ist klar, dass dir da eben die Erfahrung fehlt, aber das kommt mit der Zeit.

      Ansonsten bin ich mit der Aufgabe zufrieden, zur Hand wird noch einer unserer Handbewerter etwas schreiben, und die Equity mit AK ist richtig. Und dass du nur zu 38% gewinnst spielt ja nicht wirklich eine Rolle, da die Equity die möglichkeiten eines Unentscheiden ja schon berücksitigt.

      Also, du kannst dann mit der Nächsten Lektion weiter machen, oder auch erstmal an den Tischen etwas mehr Erfahrung sammeln ;)
    • Jackass77
      Jackass77
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2011 Beiträge: 110
      Ok, dann geht's erstmal weiter an die Lektion, und danach spiel ich noch 'n paar Hände :)

      Lektion 3

      Frage 1: Du hältst K :spade: Q :spade: . Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 3 :diamond: 3 :club: ? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J :spade: 5 :diamond: 3 :spade: ?

      Zuerst geb ich mal ne Schätzung ab: Preflop 60%, Postflop 35% (Aus dem Bauch)

      Mal sehen, was Equilab dazu sagt...


             Equity     Win     Tie
      MP2    50.78%  50.40%   0.38% { KsQs }
      MP3    49.22%  48.84%   0.38% { 3d3c }


      Okay.. also nur 1:1... und nach dem Flop:


      Board: 5:diamond: J:spade: 3:spade:
             Equity     Win     Tie
      MP2    26.46%  26.46%   0.00% { KsQs }
      MP3    73.54%  73.54%   0.00% { 3d3c }


      Oh deutlich schlechter..

      :f_o:
      Hm beim darüber nachdenken, fällt mir auf: Warum ist die Equity eigentlich so schlecht? Nach der Odds & Outs Tabelle habe ich doch ne Cance von 2:1 also 33% den Flush bis zum River zu treffen. Ist seine Chance auf ein Fullhouse / Quads also das, was die Equity zu meinen Ungunsten noch so weit runterzieht ??
      -> Scenario Analyzer: Stimmt er hat noch 6 Outs aufs Fullhouse und noch 1 Out auf die Quads.
      -> und ich muss von meinen Flush-Outs noch 1 auf die 5 :spade: abziehen, da sie ihm das FH bringt.

      ALso hab ich effektiv nur 8 Outs, mit denen ich gegen eine seiner 7 Outs aufs FH / Quads, mit denen er mein FH definitv noch schlägt..

      Okay.. Und deshalb kommt deutlich weniger als 33% raus.

      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren? (Denk daran, deine Entscheidung kurz zu erklären; es reicht nicht, einfach nur "Fold" oder "Call" zu posten!)

      No Limit Hold'em $2 (9-handed)

      Spieler und Stacks:
      UTG: $2.00
      UTG+1: $2.08
      MP1: $1.92
      MP2: $1.00
      MP3: $3.06
      CO: (Hero) $2.08
      BU: $2.00
      SB: $2.00
      BB: $1.24

      Preflop: Hero is CO with A :club: J :club:
      5 folds, Hero raises to $0.08, BU calls $0.08, SB folds, BB calls $0.06.

      Flop: ($0.25) 2 :club: 6 :diamond: 3 :diamond: (3 players)
      BB checks, Hero checks, BU checks.

      Turn: ($0.25) 5 :club: (3 players)
      BB checks, Hero bets $0.22, BU raises to $0.44, BB folds, Hero...?

      Hier muss ich dann meine Pot-Odds bzw. (evtl.) implied Odds berechnen:
      Also dat müsste sein: $0.22 muss ich investieren (callen) um nen Pot von 0.25+0.22+0.44 = $ 0.91 zu gewinnen, also Pot-Odds von 0.91 : 0.22 = 4.136 : 1

      Also 1 Investieren, 4 gewinnen, geht natürlich nur gut, wenn meine Odds auf meine Outs besser sind.

      Auf meinen Nutflush hab ich hier 9 Outs, also Odds von 4:1 (laut Tabelle), das ist geringfügig besser, da 4 geringfügig kleiner als 4.136 ist. Diesen Marginalen Vorteil sollte ich mir also keinesfalls entgehen lassen, und so

      completet Hero hier. (CALL)

      weil auf lange Sicht in 1 von 5 Fällen der Flush getroffen wird, und so dann in 4 fällen 0.22 weg sind (= $0.88 in der Summe) und in 1 Fall 0.91 gewonnen wird. => + 0.03 = 1 1/2 BB. alle 5 male, in denen man einen Flushdraw auf solchen Potodds spielt.

      Nachtrag.. habe gerade mal die Odds bei 9 Outs nochmal nach der Formel genau ausgerechet, (statt den gerundeten Wert aus der Tabelle zu nehmen...) und komme auf (46-9) / 9 = 37/9 = 4.111 : 1 Odds.
      Hm dadurch wird der unterschied ja sehr marginal (4.111 * $0.22 = $0.904), also grade mal ein ganz knapper Cent, den ich da gewinne.

      Jetzt können mich nur die Implied Odds noch Retten....

      Wenn ich davon ausgehe, dass ich auf dem River doch noch den Flush treffe, dann könnte ich ja locker nochmal 1/2 Potsize betten, oder ganz tricky nen Checkraise versuchen.
      Dadurch hätte ich dann natürlich Aussichten auf einen viel größeren Pot (Implied Pot)

      Hier könnten meine Pottodds dann durchaus (x = 1/2 Potsize) ($ 0.91 + x ($0.45) ) : $0.22 also dann: 6,182 : 1 sein. :f_grin:

      also würde einem durschnittlichen Verlust von $0.904 ein Gewinn von $0.91 + $0.45 gegenüberstehen.

      Wie wahrscheinlich ist es, das er am Turn, wenn der Flush ankommt noch bettet... hmm ?
      Tja.. Hier wüsste ich nicht, ob es besser wäre ihn dann am River zu donken z.B. mit 1/2 Potsize, oder ihn lieber zu check/raisen....
      Aber wenn auch nur in wenigen Fällen hier der Gegner noch mitgeht oder sich check/raisen lässt, dann ist es für Hero schon deutlich profitabel ! ( Wenn ers nur in 1 von 10 Fällen macht, dann verdiene ich dabei im Durchschnitt schon $0.045, damit hätte ich schon 2 BB + im gegensatz zum fast Break Even mit den reinen Pottodds)

      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten. (Bitte poste deine Hand in unseren Handbewertungsforen und poste in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich einen Link zu der Hand.)

      Folgende Hand hat mir im Play Schwierigkeiten gemacht, und ich habe dabei wie ich meine durch eindeutige Spielfehler fast meinen ganzen Stack verloren. Habe es im Nachhinein analysiert, und den Punkt, an dem ich den ersten (für mich) gravierenden Fehler festgestellt habe, zur Frage gestellt.

      Postflop Aggression vom Limper

      Die Antworten, die ich darauf erhalten habe, waren für mich sehr aufschlussreich, und interessanter Weise sind in allen geposteten Händen sehr fruchtbare Disskussionen abgelaufen.

      lg, Jackass


      PS: Hab noch eine Frage, wegen der Pottodds.

      Im Grunde kann man das ja einfacher Rechnen, als wie es erkärt ist: Frage die ich mir stellen muss ist doch: Ist der Pott mindestens x mal größer als das was ich Completen muss, wenn meine DrawOdds, x:1 sind. Und da nehm ich dann einfach die Werte aus der Odds+Outs-Tabelle.
      So ist es doch am Einfachsten, oder gibt es noch eine einfachere Möglichkeit, das abzuschätzen ?

      Oder kann man beim Elephant sich auch die Potodds im HUD anzeigen lassen ? Beim Holdem Manager, in einem Coaching hab ich sowas mal gesehen. Wär schon praktisch, dann bräuchte man nicht so viel rechnen.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Also, im großen und ganzen ist sind alle Aufgaben richtig.

      Ich hätte nur noch eine kleine Nachfrage. Du hast in der ersten Frage nachgeschaut, warum deine Equity nach dem Flop so gering ist. Gibt es evtl ähnliche Szenarios in der 2ten Frage, die du vielleicht berücksichtigen musst?

      Ansonsten ist wie du es im letzten Absatz schon erklärt hast die Einfachstelösung die Potodds zu betrachten. Ob der Elefant die ausrechnen kann, weiß ich nicht, da ich ihn nicht benutze. Aber es ist ja auch nicht unbedingt entscheidend, immer alles auf 3 Stellen nach dem Komma zu berechnen. Oft reicht eine grobe Schätzung.
    • Jackass77
      Jackass77
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2011 Beiträge: 110
      Stimmt, ich hab mir garnicht überlegt, was Villain möglicherweise auf der Hand hält.

      Seine Call-Range sind nach SHC 22-JJ, A2-A9s, und suited Broadways.

      Dadurch besteht natürlich die Möglichkeit, das er mit nem PP am Turn ein Set getroffen hat. (55)

      Um diesen Fall zu berücksichtigen kann ich mir die 5 :club: natürlich nicht zu meinen Outs dazuzählen, da sie mir dann zwar das FH, ihm aber die Quads bringt.

      Wenn ich ganz paranoid bin, dann unterstelle ich ihm am Turn ein Slowplay von 33 oder 66, und dann muss ich nochmal 2 Outs dis-counten. ( Wobei ich aber nicht glaube, das man so paranoid spielen sollte)

      Dadurch muss ich mit größeren Potodds spielen, wodurch also ich nur noch calle, wenn die Implied Odds groß genug sind.

      Auf das zählen der Outs auf die Overcards habe ich einfach verzichtet, da er auf seine mögliche Broadway Overcards schlimmstenfalls so viele Outs hat wie ich, und ich nur mit dem Nutflush (-1 Out) ziemlich sicher vorne liege.
    • Jackass77
      Jackass77
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2011 Beiträge: 110
      Ich reiche schonmal meine Lösungen für Lektion 4 ein :f_cool:

      Frage 1: Poste eine Hand in unseren Handbewertungsforen, in der du postflop die Initiative hast.

      In der folgenden Hand habe ich erfolgreich ein Isolation Raise gegen den Maniac des Tisches gemacht und bin mit ihm in Position Heads up gegangen.

      KQ gegen Table Maniac

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      Hier hab ich das erstmalig versucht:

      NL2 AA

      Frage 3: Du stehst am Flop mit K :spade: Q :diamond: . Auf dem Board liegt J :spade: , 9 :club: ,
      8 :heart: und dein Gegner hält 7 :heart: 7 :club: . Welche Equity besitzt du in diesem Spot?


      Board: 8:heart: J:spade: 9:club:
             Equity     Win     Tie
      MP2    41.41%  41.41%   0.00% { KsQd }
      MP3    58.59%  58.59%   0.00% { 7h7c }


      Zunächst einmal liegt er vorne, ich habe allerding 6+4 Outs für die Overcards und den Gutshot. Damit gewinne ich das Board. Er hat noch 2 Outs um sein Set zu treffen, und kann dadurch die Overcards schlagen. Allerdings wenn mein Gutshot kommt, dann schlage ich auch das Set.
      Ich habe also meist 10 Outs gegen seine Aktuelle Made hand, also von Flop zu River 1,5:1 (laut Tabelle)
      Dies entspricht ja in etwa der Equity von Equilab.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Endlich mal wieder weniger zu korrigieren. Die Hände bleiben wie gewohnt bei den HBs, die Equity ist korrekt. Damit kannst du Lektion 4 auch abhaken :)
    • Jackass77
      Jackass77
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2011 Beiträge: 110
      Original von CKWebsolutions
      Endlich mal wieder weniger zu korrigieren. :)
      :D

      naja, dann werd ich mal versuchen mich in Zukunft kürzer zu fassen ^^

      Ähem... also Lektion 5:

      Frage 1: Poste eine Hand zur Bewertung, bei der du deine Entscheidungen von den Stats deines Gegners abhängig gemacht hast

      Hab ich auch in vielen Händen vorher schon gemacht, da ich von der ersten Hand an mit Stats spiele.

      Spekulativer Coldcall im Button mit QJs + behind Raise vom BB

      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      NL2 - AKo gutshot->OESD overplayed ?

      Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (7-handed)

      Stacks & Stats:
      UTG ($10)
      MP ($8)
      MP2 ($9)
      CO ($10)
      Hero($10)
      SB ($10) (17/13/2.6/24/1212) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]
      BB ($10) (27/9/2.0/29/333) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]

      Preflop: Hero is BU with 6 :diamond: , 7:diamond:
      4 folds, Hero raises to $0.40, SB calls $0.40, BB calls $0.40

      Flop: ($1.20) 3:diamond: , 3:heart: , T:diamond: (3 players)
      SB checks, BB checks, Hero checks

      Turn: ($1.20) J:diamond: (3 players)
      SB bets $1.00, BB calls $1.00, Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?

      Zunächst einmal halte ich hier einen Flush, wenn auch defininiv nicht den Nutflush. Ich gebe meinen Gegnern beiden entweder offsuited Broadways, Suited connectors, oder suited A2-9, wobei SB aufgrund seiner tighteren Range wohl die höheren Karten halten wird.

      Am Flop checken sie beide zu, darin sehe ich entweder Trash-Blätter oder Draws.

      Am Turn kommt dann der Flush mit J an. SB's Bet kann ein Toppair mit hohem Kicker sein, z.B. AJs/o, oder QJs, natürlich kann auch bei ihm der Flush angekommen sein, wenn er mit höheren suited :diamond: gespielt hat.
      In diesem Fall bin ich natürlich beat.

      Dennoch würde ich hier Bet/fold spielen, mit dem Ziel, den möglichen besseren Flushdraw von beiden Playern, wenn sie nur ein :diamond: halten zum Fold zu bewegen. Der WTS legt ja nahe dass sie auch folden können. Würde von SB dann noch mehr Gegenwind kommen, dann würde ich davon ausgehen das er einen besseren Flush auf der Hand hat, und folden.

      Mit dem Blatt möchte ich aber den River lieber nicht sehen, da es möglicherweise mit einer weiteren niedrigen :diamond: Karte auch noch BB zum Flush verhilft.
      Frage 4: Sieh dir folgende Situation an:

      $10 NL Hold'em (8-handed)

      Stacks & Stats
      UTG ($8)
      MP ($10)
      MP2 ($9)
      MP3 ($6)
      Hero ($10)
      BU ($10) (25/21/3.8/26/1250) [VPIP/PFR/AF/WTS/Hands]
      SB ($10)
      BB ($10)

      Preflop: Hero is CO with J:heart: , J:spade:
      4 folds, Hero raises to $0.40, BU 3-bets to $1.30, 2 folds, Hero calls $1.30

      Flop: ($2.75) 6:heart: , 9:spade: , T:club: (2 players)
      Hero...

      Wie würdest du agieren und warum?

      Hier wäre wohl eine Donkbet von ca. 2/3 Potsize angebracht. Button spielt ja recht aggressiv, und open raised auch viele Hände, also wird auch mit vielen schlechteren Händen JJ 3-Betten, vor allem, da er Position auf Hero hat. Er kann durchaus natürlich QQ+ halten, damit hat er Hero natürlich beat, aber es könnten auch Hände wie A9+, oder A5s+, oder KJs+ sein, und diese sind natürlich wahrscheinlicher.

      Da der Flop keine Hohen Bildkarten zeigt, und auch keine nennenswerten Draws zulässt, ausser QJ halt nen OESD, ist es aber mit Buttons Range sogar recht unwahrscheinlich, das er direkt etwas getroffen hat.

      Sollte Villain am Flop nach der Donkbet raisen, würde ich davon Ausgehen, das er doch etwas besseres als Top-Pair+ Top Kicker hält, also wäre die Line hier : Bet / Fold
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Gut, dann mal auf in die letzte Arbeitswoche dieses Jahres.

      Frage 3:
      Raise ist hier auf jeden Fall mal der richtige Ansatzpunkt. Wir wollen ja protecten und die Gegner könnten ziemlich viel halten.
      Bei der Rangebestimmung bin ich noch nicht ganz einverstanden. Ich würde SB hier eine größere Range geben. Nachdem sich am Flop niemand gemeldet hat, kann man hier auch von einem Midpair oder ähnlichem ausgehen und muß ihn nicht unbedingt auf die Top-Range setzen. Auch ein Draw wär durchaus möglich. In dem Spot bietet sich einfach eine schöne Bluff-Gelegenheit. Oder vielleicht hat SB ja am Flop auf ein Checkraise spekuliert?
      Interessanter wäre hier die BB-Range. Der Spieler muß ja einen Grund dafür haben, den Flop und die Turnbet zu callen. Rein nach ODds & Outs müssten wir hier einen Draw ausschließen können. Bleiben noch sämtliche sinnvollen Paare, Set und höher würde er hier ja nicht ganz so passiv spielen.
      Somit geht der Protectionansatz auf jeden Fall klar. Aber Raise/Fold? Angenommen, wir erhöhen hier, dann tun wir das auf zumindest $4. Ergibt einen Reststack von $5.40.
      Der Pot ist, wenn wir vor eine Entscheidung gestellt werden, mindestens $15.80 groß (wenn SB AI geht und BB foldet).
      Damit ist der Pot fast dreimal so groß wie unser Reststack, was bedeutet, dass wir hier nur noch eine Equity von knapp über 33% brauchen. Wenn wir ihm hier z.B. einen Sethit unterstellen und nicht immer nur vom besseren Flush ausgehen, sollte das noch reichen.

      Frage 4: Donk/Fold geht zwar theoretisch noch klar, aber es gibt hier eine bessere Line. Unser Gegner ist PFA und hat einen relativ hohen AF. Gegen einen einzigen Gegner wird er hier ziemlich sicher die Contibet bringen, was uns zusätzliches Geld bringt. Lassen wir ihm also die Genugtuung und entscheiden wir uns für den Checkraise, bekommen wir hier zumindest nochmal halbe Potsize. Bei einer Donkbet könnte der Gegner leicht folden, gerade wenn er Preflop mit einer breiten Range 3bettet und hier nicht unbedingt was brauchbares getroffen haben muß.
    • Jackass77
      Jackass77
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2011 Beiträge: 110
      Interessant, das ich hier immer die etwas passivere Line gewählt habe. Ich tue mich wohl noch etwas schwer mit der gezielten maximalen Aggression.

      Grade in einer Steal Situation kann ich natürlich eher von schlechteren Gegnerischen Karten ausgehen. Ich neige wohl dazu, die Gegnerischen Hände leicht zu überschätzen.

      Check / Raise - die Line habe ich vor kurzem noch mit Slowplay gleichgesetzt (bin auf diesen Fehler schon in einer Handbewertung aufmerksam geworden), aber stimmt, gegen einen Vorrunden Aggressor ist das natürlich die Line mit maximaler Aggression.

      Ich werde bei meinen nächsten Händen mal vermehrt auf solche Spots achten.

      lg, Jack-Ass
    • Jackass77
      Jackass77
      Bronze
      Dabei seit: 17.11.2011 Beiträge: 110
      Lucky new Year PS.COM !!!

      Bin jetzt mal wieder zum Pokern + Kurs weitermachen gekommen, um meinen Vorsatz für 2012 voranzutreiben.

      Frage 1: Poste eine Hand zur Bewertung, bei der du dich entweder a) in einer Freeplay- b) Slowplay- oder c) Multiway-Pot-Situation befandest.

      Hier eine aktuelle Hand:

      Freeplay mit Bluffchance ?


      Frage 2: Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      QQ oop gegen ultra nit

      Frage 3: Sieh dir folgende Situation an:

      $25 NL Hold'em (10-handed)

      Stacks & Stats
      UTG ($25)
      UTG+1 ($25) rock
      UTG+2 ($25)
      MP1 ($25)
      MP2 ($25) LAG
      MP3 ($25) Maniac
      CO ($25)
      Hero BU ($25)
      SB ($25)
      BB ($25) Calling Station

      Preflop: Hero is BU with Q:heart: , J:heart:
      5 folds, MP3 raises $1.00, CO calls $1.00, Hero call$1.00, 1 fold, BB calls $1.00

      Flop: ($4.10) 3 :heart: , J :club: , A :diamond: (4 players)
      BB checks, MP3 checks, CO checks, Hero checks

      Turn: ($4.10) Q :club: (4 players)
      BB bets $2.05, 2 folds, Hero...?

      Wie würdest du agieren und warum?

      Hier würde ich Folden, da ich mit dem Read das BB eine Calling Station ist, ihm hier bei dem Bet auf ein Monster setzten würde, welches wohl die Straight mit KT oder auch ein geslowplayedes Set (sogar AAA oder auch 333) sein wird. Auch wenn es sehr schade ist, hier ein 2. best Twopair zu folden, aber Donkaction von ner Calling Station würde ich als sehr gefährlich einstufen, und so oft kommt das ja auch eigentlich nicht vor. (Und das ist auch immer noch besser, als wenn er das dann auch am Turn weiter slowplay betreibt, und dann alle Raises von Hero runtercalled und ihn dann mit den Nuts aussuckt. :s_evil: )
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Damit hast du eine der schwierigsten Hände im Kurs gelöst.
      Der Fold geht bei den von dir getroffenen Annahmen auf jeden Fall in Ordnung. Gegen eine lupenreine CS, die wirklich nur Action macht, wenn sie die Nuts hat, bringt uns das "kleinere" 2Pair nichts mehr.
      Leider ist der Read im Beispiel nicht wirklich gefestigt. Wenn BB nur leichte CS-Tendenzen hat, kommt der Fold schon nicht mehr in Frage. Gerade, weil sich am Flop niemand meldet, könnte BB hier auch irgendwas wie z.B. ein Midpair noch anspielen.

      Zur Veranschaulichung hier mal zwei Berechnungen:

      "Ordentliche" CS mit deinen Ranges (AQ für Top Two auch dabei):

      Board: A:diamond: 3:heart: J:club:  Q:club:
             Equity     Win     Tie
      BU      7.05%   7.05%   0.00% { QhJh }
      BB     92.95%  92.95%   0.00% { AA, JJ, 33, AQs, KTs, AQo, KTo }


      Und hier ein Spieler mit CS-Tendenzen, der aber auch mal anspielen kann:

      Board: A:diamond: 3:heart: J:club:  Q:club:
             Equity     Win     Tie
      BU     65.52%  64.00%   1.52% { QhJh }
      BB     34.48%  32.97%   1.52% { 22+, ATs+, KTs+, QTs+, JTs, ATo+, KTo+, QTo+, JTo }


      Du siehst also, im einen Fall sind wir meilenweit hinten, im anderen Fall liegen wir vorne. Und alles nur wegen einer etwas unterschiedlichen Range-Einschätzung. Solche Spots mit "Pauschalread" sind eben immer etwas mühsam.

      Somit bekommst du die Freigabe für Lektion 7! :)