Untermiete, 4 Monate, melden?

    • Twirex
      Twirex
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 3.625
      Hi,

      vorne weg, ich kenne den KFKA Thread, da dieses Forum aber viele Studenten birgt, und dementsprechend wohl viel Erfahrung mit der Problematik besteht, wollte ich mir einen umfassenderen Blick über die Meinungen verschaffen, ich hoffe das geht in Ordnung.

      Folgendes:

      Mein Mitbewohner macht für 4 Monate Auslandssemester, wir suchen einen Untermieter.

      Ich weiß, ich bin gesetzlich verpflichtet, einen Untermieter anzumelden.
      Nur bin ich mir nicht 100%ig sicher, ob ich es auch tun sollte.

      1. Er kann, sofern ich kein berechtigtes Interesse habe, ablehnen.

      2. Habe ich ein berechtigtes Interesse, kann er zustimmen, zusätzlich aber
      die Miete erhöhen.

      3. Der Vermieter ist eine ImmobilienGmBH, die sind allgemein sehr zickig,
      jeder, auch gravierende Mietmangel (Wasser durchs Fenster, kein Strom
      in der Deckenbeleuchtung) musste zig mal gemeldet werden, bis was
      passiert ist. München eben, da kann mans ja machen ;) . Deshalb habe
      ich auch da jetzt Sorge, dass sie unnötig Terz machen.

      4. Die Vertreterin des Vermieters ist so gut wie nie im Haus. Ich wohne nun
      kapp 4 Jahre hier und habe sie erst 2x gesehen.

      5. Die Zeit für die Untermiete ist recht kurz, der Untermieter möchte
      nichtmal einen Namen an der Klingel/Briefkasten, es würde also
      kaum auffallen.

      So, whats my line?
  • 10 Antworten
    • Tezet
      Tezet
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2006 Beiträge: 2.428
      Original von Twirex
      1. Er kann, sofern ich kein berechtigtes Interesse habe, ablehnen.
      Berechtigtes Interesse ist mit dem Auslandssemester da.

      Original von Twirex
      2. Habe ich ein berechtigtes Interesse, kann er zustimmen, zusätzlich aber die Miete erhöhen.
      Bräuchte er einen Grund für. Welcher sollte das sein?

      Original von Twirex
      3. Der Vermieter ist eine ImmobilienGmBH, die sind allgemein sehr zickig,
      jeder, auch gravierende Mietmangel (Wasser durchs Fenster, kein Strom
      in der Deckenbeleuchtung) musste zig mal gemeldet werden, bis was
      passiert ist. München eben, da kann mans ja machen ;) . Deshalb habe
      ich auch da jetzt Sorge, dass sie unnötig Terz machen.
      Und wenn du es nicht meldest und sie kriegens spitz, dann haben sie nen Grund dich auf die Straße zu setzen.

      Original von Twirex
      4. Die Vertreterin des Vermieters ist so gut wie nie im Haus. Ich wohne nun
      kapp 4 Jahre hier und habe sie erst 2x gesehen.
      5. Die Zeit für die Untermiete ist recht kurz, der Untermieter möchte
      nichtmal einen Namen an der Klingel/Briefkasten, es würde also
      kaum auffallen.
      Wie zahlt ihr denn üblicherweise die Miete? Was machste, wenn der Untermieter mal nicht (zeitig) zahlt? Könnte ne nette Zwickmühle werden.
    • cherubium
      cherubium
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2009 Beiträge: 3.936
      Ich würds einfach machen. Untermiete, wayne. Wenn jemand dumm fragt, is er halt ein Kumpel der aus xyz kommt und grad ne lockere Zeit bei dir verbringt. Natürlich müssen die "Lügen" vorher besprochen und abgestimmt werden, dass sich niemand verlabert. Ich hab das Jahre lang so gemacht, das checkt niemand.

      Später, als irgendwann fest stand, dass ne bekannte von mir dauerhaft (1 Jahr +) bei mir wohnen wollte, hab ich meinen Mietvertrag ändern lassen und mir reinschreiben lassen, dass ich selbstständig untervermieten darf mit allen Rechten und Pflichten.

      Gesetztlich kann und darf es die Hausverwaltung dir NICHT verbieten, unterzuvermieten. Insb. dann nicht, wenn du die Kohle benötigst, um die Wohnung halten zu können. Richtig ist, dass du es offiziell melden musst. Aber, wo kein Richter...
    • Twirex
      Twirex
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 3.625
      Original von Tezet

      Und wenn du es nicht meldest und sie kriegens spitz, dann haben sie nen Grund dich auf die Straße zu setzen.

      Original von Twirex
      4. Die Vertreterin des Vermieters ist so gut wie nie im Haus. Ich wohne nun
      kapp 4 Jahre hier und habe sie erst 2x gesehen.
      5. Die Zeit für die Untermiete ist recht kurz, der Untermieter möchte
      nichtmal einen Namen an der Klingel/Briefkasten, es würde also
      kaum auffallen.
      Wie zahlt ihr denn üblicherweise die Miete? Was machste, wenn der Untermieter mal nicht (zeitig) zahlt? Könnte ne nette Zwickmühle werden.
      Das stimmt so nicht pauschal, hätte ich eh nen Anspruch auf Zustimmung gehabt, dann wäre es wohl kein Kündigungsgrund.
      (In einem aktuellem Urteil wurde die Zustimmung verweigert, der Mieter hats trotzdem gemacht, der Vermieter hat gekündigt, der Mieter hat dagegen geklagt, die Klage war unbegründet)

      Meine Eltern zahlen die Miete komplett, und bekommen von den Eltern meines Mitbewohners (alles Bekannte, wir haben im selben "Dorf" Abi gemacht) die Hälfte. Zahlt die Untermietrin also nicht rechtzeitig an die Eltern meines Mitbewohners, ist es pauschal erstmal nicht mein Problem, und er ist auch eher gegen melden.
    • Tezet
      Tezet
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2006 Beiträge: 2.428
      Original von Twirex
      Das stimmt so nicht pauschal, hätte ich eh nen Anspruch auf Zustimmung gehabt, dann wäre es wohl kein Kündigungsgrund.
      (In einem aktuellem Urteil wurde die Zustimmung verweigert, der Mieter hats trotzdem gemacht, der Vermieter hat gekündigt, der Mieter hat dagegen geklagt, die Klage war unbegründet)
      Doch. Wäre es. Du wirfst da zwei Fälle durcheinander. Der Grund der zur Kündigung berechtigt ist der massive Eingriff in die begründeten Interessen des Vermieters, derer er sich nicht erwehren kann, weil er von der Untermiete gar nicht erst wusste.

      Das Urteil, das du vermutlich meinst behandelt den Fall, dass der Mieter die Untermiete angibt, diese vom Vermieter verweigert wird und der Mieter dann trotzdem untervermietet. Das sind zwei ganz untershciedliche Fälle.
    • Twirex
      Twirex
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 3.625
      Ich glaube auch, ein länger dauernder Besuch ist grundsätzlich zulässig, ohne dass man irgendwas melden muss.

      Ein solcher Besuch liegt dann NICHT mehr vor, wenn Türschild, oder gar Wohnsitzanmeldung vorliegt.

      Das alles ist hier nicht der Fall. Zur Not könnt ich halt sagen, ist ne Freundin und die schläft ein paar Wochen hier.


      Mein Problem ist einfach, verweigert der Vermieter aus reinem Spaß, müsst ich klagen -> sehr stressig.

      Verweigert er, ich machs trotzdem, und klagt er, hab ich auch den Stress.

      :f_frown:
    • Twirex
      Twirex
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 3.625
      Original von Tezet
      Original von Twirex
      Das stimmt so nicht pauschal, hätte ich eh nen Anspruch auf Zustimmung gehabt, dann wäre es wohl kein Kündigungsgrund.
      (In einem aktuellem Urteil wurde die Zustimmung verweigert, der Mieter hats trotzdem gemacht, der Vermieter hat gekündigt, der Mieter hat dagegen geklagt, die Klage war unbegründet)
      Doch. Wäre es. Du wirfst da zwei Fälle durcheinander. Der Grund der zur Kündigung berechtigt ist der massive Eingriff in die begründeten Interessen des Vermieters, derer er sich nicht erwehren kann, weil er von der Untermiete gar nicht erst wusste.

      Das Urteil, das du vermutlich meinst behandelt den Fall, dass der Mieter die Untermiete angibt, diese vom Vermieter verweigert wird und der Mieter dann trotzdem untervermietet. Das sind zwei ganz untershciedliche Fälle.
      Okay, du hast Recht, es sind zwei völlig unterschiedliche Fälle.
      Dennoch dachte ich, es ist trotzdem nochmal eine Entscheidung unter Würdigung sämtlicher Umstände des Einzelfalls notwendig, also nicht per se ein wichtiger Grund. So oder so, es wäre scheiße für mich/uns :s_grin:



      edit: Ha, ich war vor knapp 4 Jahren wohl schlauer als ich es mir gerade zugetraut hätte.

      Im Vertrag steht: Eine Untervermietung ist grundsätzlich nicht gestattet. -> Handschriftlich von mir ergänzt: Eine kurzweilige Untervermietung (z.B. Auslandssemester) ist nach Rücksprache mit dem Vermieter zulässig.


      Ich denke jetzt ist es klar, ich werde morgen anrufen und hoffentlich auch die nötige Zustimmung bekommen.
    • eroticjesus
      eroticjesus
      Silber
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      [quote]Original von Twirex
      Original von Tezet
      Original von Twirex
      Das stimmt so nicht pauschal, hätte ich eh nen Anspruch auf Zustimmung gehabt, dann wäre es wohl kein Kündigungsgrund.
      (In einem aktuellem Urteil wurde die Zustimmung verweigert, der Mieter hats trotzdem gemacht, der Vermieter hat gekündigt, der Mieter hat dagegen geklagt, die Klage war unbegründet)
      Doch. Wäre es. Du wirfst da zwei Fälle durcheinander. Der Grund der zur Kündigung berechtigt ist der massive Eingriff in die begründeten Interessen des Vermieters, derer er sich nicht erwehren kann, weil er von der Untermiete gar nicht erst wusste.

      Das Urteil, das du vermutlich meinst behandelt den Fall, dass der Mieter die Untermiete angibt, diese vom Vermieter verweigert wird und der Mieter dann trotzdem untervermietet. Das sind zwei ganz untershciedliche Fälle.
      Okay, du hast Recht, es sind zwei völlig unterschiedliche Fälle.
      Dennoch dachte ich, es ist trotzdem nochmal eine Entscheidung unter Würdigung sämtlicher Umstände des Einzelfalls notwendig, also nicht per se ein wichtiger Grund. So oder so, es wäre scheiße für mich/uns :s_grin:





      Im Vertrag steht: Eine Untervermietung ist grundsätzlich nicht gestattet. -> Handschriftlich von mir ergänzt: Eine kurzweilige Untervermietung (z.B. Auslandssemester) ist nach Rücksprache mit dem Vermieter zulässig.


      [quote]

      Nur mal so:

      Mietvertraglich darf man die Untervermietung nicht ausschließen. Anstelle dieser Regelung tritt die gesetzliche Regelung. Du dürftest auch ohne deinen handschriftlichen Passus eine Untervermietung beantragen :)
    • Twirex
      Twirex
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 3.625
      Jop das weiß ich, nur da Auslandsemester nun ausdrücklich als berechtigtes Interesse im Vertrag steht, sollte es absolut kein Problem sein.

      Bin vielleicht auch etwas paranoid :s_grin:
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von Twirex
      vorne weg, ich kenne den KFKA Thread, da dieses Forum aber viele Studenten birgt, und dementsprechend wohl viel Erfahrung mit der Problematik besteht, wollte ich mir einen umfassenderen Blick über die Meinungen verschaffen, ich hoffe das geht in Ordnung.
      Na klaro, du hast ja gleich eine ganze Reihe von Hinweisen zur eigentlichen Frage und da ist sicher auch das eine oder andere diskutabel bzw. es muss hinterfragt werden. Dafür sind eigene Threads viel besser geeignet als der KFKA-Thread :)


      Gruß und viel Erfolg,
      michimanni
    • sommermeer
      sommermeer
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2006 Beiträge: 3.937
      Original von Twirex
      Original von Tezet
      Original von Twirex
      Das stimmt so nicht pauschal, hätte ich eh nen Anspruch auf Zustimmung gehabt, dann wäre es wohl kein Kündigungsgrund.
      (In einem aktuellem Urteil wurde die Zustimmung verweigert, der Mieter hats trotzdem gemacht, der Vermieter hat gekündigt, der Mieter hat dagegen geklagt, die Klage war unbegründet)
      Doch. Wäre es. Du wirfst da zwei Fälle durcheinander. Der Grund der zur Kündigung berechtigt ist der massive Eingriff in die begründeten Interessen des Vermieters, derer er sich nicht erwehren kann, weil er von der Untermiete gar nicht erst wusste.

      Das Urteil, das du vermutlich meinst behandelt den Fall, dass der Mieter die Untermiete angibt, diese vom Vermieter verweigert wird und der Mieter dann trotzdem untervermietet. Das sind zwei ganz untershciedliche Fälle.
      Okay, du hast Recht, es sind zwei völlig unterschiedliche Fälle.
      Dennoch dachte ich, es ist trotzdem nochmal eine Entscheidung unter Würdigung sämtlicher Umstände des Einzelfalls notwendig, also nicht per se ein wichtiger Grund. So oder so, es wäre scheiße für mich/uns :s_grin:



      edit: Ha, ich war vor knapp 4 Jahren wohl schlauer als ich es mir gerade zugetraut hätte.

      Im Vertrag steht: Eine Untervermietung ist grundsätzlich nicht gestattet. -> Handschriftlich von mir ergänzt: Eine kurzweilige Untervermietung (z.B. Auslandssemester) ist nach Rücksprache mit dem Vermieter zulässig.


      Ich denke jetzt ist es klar, ich werde morgen anrufen und hoffentlich auch die nötige Zustimmung bekommen.
      also wenn sowas schon drin steht würd cih mri das schon nochmal überlegen das denen auf die Nase zu binden. Dein hinzugefügter Satz ändert ja nichts daran, dass du erst die Zustimmung brauchst- und wenn die so ihren Standardmietvertrag aufestzen kannst dir ja denken dass du die Zustimmung vlt gar nicht mal so einfach bekommen wirst.

      Hättest halt ohnr Zustimmung schrieben sollen ;) .