Contibet Abhängig von Gegnerstats machen

    • kriegskeks
      kriegskeks
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 17.571
      Also ich habe mir überlegt, dass es wohl am geschicktesten ist, die C-Bet Größe an dem gegnerischen "Fold to C-Bet"-Wert zu bestimmen. Damit bin ich nicht readable, da die Größe immer variiert. Zudem kann ich meinen Gewinn maximieren, da ich die Betgröße so wählen kann, dass ich mindestens Break Even bin, eher im Plus.
      Gegen einen TAG, der mitdenkt, etc. kann man die Größe ans Board anpassen, bzw. ja immer gleich lassen, aber gegen Fische sollte sich doch mein Gewinn damit erhöhen lassen, da die selten über Betgröße, Boardstruktur, etc. nachdenken, sondern nur nach ihrer Hand über Call oder Fold entscheiden. Meinungen?
  • 14 Antworten
    • Merlinius
      Merlinius
      Platin
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.519
      Prinzipiell sicher ein vernünftiger Ansatz. Allerdings glaube ich schon, dass Fische zu einem großen Teil auf die Größe der Bet achten, die sie callen müssen. Ich passe meine Betsize auch meinem Gegner an, aber letzten Endes ist meine Wahl dann doch meistens im "normalen Bereich", in dem ich auch gegen einen Tag wäre. Letzten Endes scheint es mir von der Fold Equity her schon einen nicht unerheblichen Unterschied zu machen, ob man 1/2 oder 3/4 potsize setzt, vor allem gegen Fische.
    • MrTef1on
      MrTef1on
      Bronze
      Dabei seit: 21.05.2007 Beiträge: 1.001
      Ich hab den Fold-to-Conti-Bet-Wert schon länger direkt im PA-Layout drin. Bei Fischen mit nem sehr niedrigen Fold-to-CBet-Wert lass ich die CBets komplett weg, also spätestens bei welche mit <40, weil gegen die ist das ja dann definitiv -EV. Bei <50 mache ich oft nur ne CBet wenn ich noch einige Outs, also mindestens 4-5 habe, um dann evtl doch noch was treffen zu können.
    • Merlinius
      Merlinius
      Platin
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.519
      Bei einer 3/4 potsizebet reichen 43% Foldequity, bei einer 2/3 potsizebet 40%. Unter Beachtung des Boards und der Position, kann man also auch in vielen Fällen gegen einen Gegner mit 40% fold to cbet profitabel contibetten.
    • kriegskeks
      kriegskeks
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 17.571
      Naja, aber wenn ich so bette das meine CBet break even wird, dann mache ich ja keinen Gewinn. Also würde sich bei einem Gegner mit 40% Wert zB anbieten halbe PS zu betten. Er foldet häufig wenn er nix getroffen hat und wenn er callt will ich ja eh nicht weiterspielen. Ich denk mal nicht, dass man sich gegen die schlechten Spieler so unreadable machen muss. Auf NL100 hauen die doch alle Blind ihre Chips rein.
    • jackoneill
      jackoneill
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 2.480
      Mach auf NL 100 SH auf Titan lieber keine 1/2 Potsize-Bets - du verbrennst dir nur die Finger und kriegst in 80% aller Faelle 'nen Minraise.

      Ausserdem denke ich ist es falsch, die Hoehe der C-Bet von dem Wert abhaengig zu machen - ausser gegen Vollfisch. Ich wuerde den Wert eher dazu nutzen zu entscheiden, ob ich ueberhaupt eine C-Bet mache oder nicht.

      Was die Hoehe betrifft mache ich die immer davon abhaengig, wieviel ich betten wuerde wenn ich was getroffen haette. Wenn man dann nicht auf jedem Flop 'ne C-Bet macht glauben die Gegner einem dann auch eher dass man was hat.

      Gegen zwei oder mehr Gegner oder in mehrfach geraisten Poetten mache ich z.B. fast nie 'ne C-Bet - wenn ich's gegen aufmerksame Spieler aber dann doch mal tue, hab' mich meist eine unglaubliche Fold-Equity.

      Gruss,
      Jack
    • DaWyatt
      DaWyatt
      Bronze
      Dabei seit: 10.04.2006 Beiträge: 3.434
      Original von jackoneill
      Mach auf NL 100 SH auf Titan lieber keine 1/2 Potsize-Bets - du verbrennst dir nur die Finger und kriegst in 80% aller Faelle 'nen Minraise.

      Ausserdem denke ich ist es falsch, die Hoehe der C-Bet von dem Wert abhaengig zu machen - ausser gegen Vollfisch. Ich wuerde den Wert eher dazu nutzen zu entscheiden, ob ich ueberhaupt eine C-Bet mache oder nicht.

      Was die Hoehe betrifft mache ich die immer davon abhaengig, wieviel ich betten wuerde wenn ich was getroffen haette. Wenn man dann nicht auf jedem Flop 'ne C-Bet macht glauben die Gegner einem dann auch eher dass man was hat.

      Gegen zwei oder mehr Gegner oder in mehrfach geraisten Poetten mache ich z.B. fast nie 'ne C-Bet - wenn ich's gegen aufmerksame Spieler aber dann doch mal tue, hab' mich meist eine unglaubliche Fold-Equity.

      Gruss,
      Jack
      das kann ich nur hart rautieren.
      bis auf dass meine 3/4 PS-CB auch geminiraised werden ;(
      ansonsten ist das mein Ansatz
    • horsetranquilizer
      horsetranquilizer
      Black
      Dabei seit: 07.12.2006 Beiträge: 2.092
      also leute, die cbets häufig callen, folden bei kleinen cbets überraschenderweise wesentlich häufiger!

      die denken wohl gleich, dass du ihn trappen willst
    • kriegskeks
      kriegskeks
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 17.571
      Also bis jetzt konnte ich bei den Fischen noch kein verändertes Verhalten feststellen. Da wird bei dry Boards auch auf ca. halbe PS gefoldet. Und Leute die gern Raisen oder Callen machen das weiterhin. Bei den Regulars mache ich meine C-Bets natürlich in der gleichen Höhe in der ich auch meine normalen Bets mache, aber HU gegen einen Fisch kann ich durch variable Betsize wohl eher etwas mehr Gewinn erzielen.
      In dem 2+2 Artikel über C-Bets war ja auch mal so eine Analyse, dass halbe PS meist völlig ausreicht und größere Bets nur marginal mehr FE haben.
    • vipa
      vipa
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 593
      Ich habe auch den Eindruck, dass Fische irgendwie öfter auf ne 1/2 PS bet folden als auf ne 3/4 PS bet. Wäre auch echt mal interessant die Millionen Hände, die gesammlet werden auf Fold to Cbet in abhängigkeit der Betgröße zu untersuchen.
    • Denz
      Denz
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 15.517
      1/2 potsizebets habe ich mir total abgewöhnt ausser gegen Fische wenn ich ein gewisses ergebnis erzielen will. (Potgröße manipulieren)

      Beispiel: Ich habe eine gute madehand und will das der half stacked fish pushed...hier werde ich sehr oft bluff raised (besonders auf drawy boards) weil er sich noch viel Fold equity ausrechnet.

      Gegen gute Gegner mache ich fast immer eine 3/4-potsize c-bet (natürlich auch valuebet) gerade OOP da ich soviel druck wie möglich ausüben möchte. In Hold`em hat ja bekanntlich meistens niemand viel...deswegen bin ich froh die meisten Pötte am Flop direkt mitzunehmen.

      Das ganze gilt für NL200-NL600...inwiefern das auf unteren Limits immer noch gut funktioniert kann ich nicht beurteilen
    • kriegskeks
      kriegskeks
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 17.571
      Original von Denz
      1/2 potsizebets habe ich mir total abgewöhnt ausser gegen Fische wenn ich ein gewisses ergebnis erzielen will. (Potgröße manipulieren)

      Beispiel: Ich habe eine gute madehand und will das der half stacked fish pushed...hier werde ich sehr oft bluff raised (besonders auf drawy boards) weil er sich noch viel Fold equity ausrechnet.
      Also ich hab festgestellt, dass die aggro Fische, welche eh viel Minraisen am Flop, die CBetgröße egal ist, wohingegen die passiven Fische so oder so folden. Man sollte sich imo für jeden Gegner eine entsprechende Note machen, so kann man den EV maximieren. Dass wir gegen thinking Player alles unreadable machen müssen is ja eh klar.
    • Merlinius
      Merlinius
      Platin
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.519
      Original von kriegskeks
      Naja, aber wenn ich so bette das meine CBet break even wird, dann mache ich ja keinen Gewinn.
      Doch, natürlich. Durch die Deception macht man Gewinn. Das ist doch auch der Grund, warum man bspw. 20/15 und nicht 15/12 spielt. Mit dem unteren Teil meiner PFR Range spiele ich auch maximal breakeven. Aber wenn ich die Hände rauslasse, mache ich mit meinen restlichen Händen einfach weniger, weil es den Gegnern irgendwann auffällt, wenn man zu tight spielt. Und genauso ist es mit den cbets. Wenn ich in position bin und weiß, dass meine Contibet breakeven oder vielleicht sogar leicht(!) -EV ist, dann mache ich sie trotzdem, ganz einfach weil es so häufig vorkommt, dass man dann ein paar Hände später von selbigem Gegner zwei oder drei Bets ausgezahlt bekommt, die er sonst nicht gecallt hätte. Wenn man jemanden mit seinen Contibets dazu bekommt, out of position marginale Hände weiterzuspielen, dann ist das viel mehr wert als die 1.5 BB, die ich vielleicht damit im Schnitt verliere.
    • praios
      praios
      Black
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 7.355
      contibet immer ungefähr gleich gross machen gegen spinner die auf contis nie folden einfach unimproved öfers die bets weglassen (die fishe raffen das eh nicht das man dann meist nur noch bettet wenn manauch was hat)
    • jackoneill
      jackoneill
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 2.480
      Ein grosssen Problem mit den kleinen Bets (z.B. 1/2 PS) ist dass man das ja auf dem Idioten-Level mit keiner Made Hand machen kann, ausser das Board waere ziemlich dry.

      Ich fahre eigentlich recht gut mit $7 (HU, d.h. $8.50-Pot), $9 (2 Gegner, d.h. $12.50-Pot) und $25 (HU reraised, d.h. $28.50-Pot) wobei ich letztere recht selten mache.

      Auf dry Boards mache ich da dann auch mal $6, $8 bzw. $20.