Hotel stornierung nicht möglich - whats my line?

    • shoX
      shoX
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 618
      Hallo, ich habe folgendes Problem. Eine Freundin wollte mich im Januar nach England einladen und wir suchten zusammen noch auf die schnelle ein Hotel. So kam es, dass wir über HolidayInn ein Zimmer für 4Tage gebucht haben. Leider war der erste angezeigte Preis nicht der Gesamtpreis, sondern es handelte sich nur um den Preis für eine Nacht.
      Als dann der Gesamtpreis+Taxes auf der letzten Bestellseite angezeigt wurde, war das Zimmer bereits reserviert. Allerdings beliefen sich die Kosten auf über 1200€ für 4 Nächte. :f_eek:

      Wir haben natürlich sofort den Support kontaktiert, der nur meinte, es wäre zwar möglich zu stornieren, allerdings ohne Anspruch auf Rückzahlung. Nach weiteren Fragen haben wir nur eine Telefonnummer aus UK erhalten, bei der wir uns melden sollten. Haben dann dort direkt angerufen und wurden 30 Minuten nur hin und her weitergeleitet. Am Ende sagte man uns, dass sie ein Ticket geöffnet haben und sich bei uns melden. Nun kam die Antwort per Mail, in der man uns sagte, dass man nichts machen könne und wir den Preis definitiv zahlen müssen. :f_mad: Bezahlt wurde mit KK.

      Zwar verstehe ich, dass eine Reservierung nicht so leicht stornierbar ist, allerdings finde ich es eine Frechheit, den Gesamtpreis erst anzuzeigen, nachdem die Reservierung bereits erfolgte. Waren beide leider im Stress, so dass wir vermutlich auch nicht genau hingeschaut hatten.

      Gibts irgendwie einen Weg da noch herauszukommen?
  • 17 Antworten
    • Twirex
      Twirex
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 3.525
      Wie habt ihr gebucht?
      Internet?
      Wenn ja, genaue Seite etc. Wird wohl leider nicht ganz einfach, zumindest das klassische Widerrufsrecht gibts leider nicht.
      Habt ihr alleine das Hotel gebucht, oder war es Teil eines Gesamtpaketes?

      Vorläufige Diagnose: Ihr werdet wohl oder übel zahlen müssen. Zumindest einen großen Teil. Sofern es Teil einer Gesamtleistung war, gilt der hier, die dort fest erwähnten Kosten werden wohl in den AGBs des Hotels stehen. Aber die Vorschrift ist nur anwendbar, wenn ihr das Hotel NICHT isoliert gebucht habt.

      Ansonsten leider der hier, dort die Nr. 6.


      Anfechtung wegen (Inhalts-)Irrtums könnte noch gehen (bzw. geht in der Theorie 100%ig durch), dann musst du das Zimmer aber trotzdem bezahlen, sofern das Hotel behauptet, es habe euer Zimmer leider kurzfristig nicht mehr an andere Gäste vermieten können.

      Dabei musst du immer im Hinterkopf behalten, sollte es einen Rechtstreit geben, sitzen die halt immer am längeren Hebel, schon allein weil ihnen die Prozesskosten verhältnismäßig egal sind, zumindest im Vergleich zu dir...


      Das ist übrigens die Rechtslage nach deutschem Recht. Da ihr in England gebucht habt, könnte auch was anderes gelten, IPR (das Recht, welches sich mit der Frage beschafft, welches Recht denn anwendbar ist), hab ich zumindest gerade nicht aus dem Stand gut genug parat, um da was vernünftiges zu sagen. Evtl heute Nachmittag.
    • NiceToMeetYou
      NiceToMeetYou
      Bronze
      Dabei seit: 01.07.2007 Beiträge: 5.833
      Bin jetzt kein Jurist, mir ist nur folgender Gedanke grad durch den Kopf gegangen:

      Es gab doch mal ein Urteil, dass z. B. Fluggesellschaften (ging vor allem um die ganzen Billigflieger) immer den vollen Preis anzeigen müssen, bevor man bucht. Und sonstige versteckte Online-Kosten (Abos über das Akzeptieren der AGBs) sind doch auch nicht rechtswirksam, sondern es muss gesondert darauf hingewiesen werden.

      Wenn es natürlich alles da stand und ihr nur nicht richtig gelesen habt, dann ist das natürlich was anderes. Aber vielleicht geht ja was über diesen Weg.

      Allerdings ist das wohl nicht so ganz einfach, welches Recht zählt da überhaupt, deutsches oder britisches?
    • MadFabian
      MadFabian
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 1.083
      Mal beim Verbraucherschutzministerium nachfragen was man da machen kann?
      Bzw. die Verbraucherzentrale deines Bundeslandes mal anschreiben. Die sollten sich im Zweifelsfall besser auskennen.
    • Twirex
      Twirex
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 3.525
      Original von NiceToMeetYou
      Bin jetzt kein Jurist, mir ist nur folgender Gedanke grad durch den Kopf gegangen:

      Es gab doch mal ein Urteil, dass z. B. Fluggesellschaften (ging vor allem um die ganzen Billigflieger) immer den vollen Preis anzeigen müssen, bevor man bucht. Und sonstige versteckte Online-Kosten (Abos über das Akzeptieren der AGBs) sind doch auch nicht rechtswirksam, sondern es muss gesondert darauf hingewiesen werden.

      Wenn es natürlich alles da stand und ihr nur nicht richtig gelesen habt, dann ist das natürlich was anderes. Aber vielleicht geht ja was über diesen Weg.

      Allerdings ist das wohl nicht so ganz einfach, welches Recht zählt da überhaupt, deutsches oder britisches?
      Naja, so wie der Text klingt ist es eher so, dass OP etwas fahrlässig gehandelt hat.
    • Ardruin
      Ardruin
      Bronze
      Dabei seit: 18.08.2006 Beiträge: 176
      Ruf direkt das Hotel vor ort an und lass dich nicht am Empfang vertrösten. Ohne genau zu sagen was los ist höflich mit jemanden aus der ortlichen Verwaltung verbinden lassen und dort zur Not auf die tränen Drüse drucken.

      Wenn das nicht hilft AGB der Seite lesen muss doch Stornobedingungen geben. Wurde mich sehr wundern wenn das wirklich fest ist.

      Eventuell Verbraucherzentrale anrufen... Wenn Bank die Transaktion cancelt, was gehen sollte, sind die Chancen vlt ganz gut dass das Hotel nichts macht und keine Forderungen stellt, zumal ihr im Ausland seit...würd ich auf jeden fall nachfragen

      Nächstes mal besser über hrs Buchen da gib es gute Konditionen Zimmer zu stornieren was übrigens eine ganz gängige
    • shoX
      shoX
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 618
      Original von Twirex
      Original von NiceToMeetYou
      Bin jetzt kein Jurist, mir ist nur folgender Gedanke grad durch den Kopf gegangen:

      Es gab doch mal ein Urteil, dass z. B. Fluggesellschaften (ging vor allem um die ganzen Billigflieger) immer den vollen Preis anzeigen müssen, bevor man bucht. Und sonstige versteckte Online-Kosten (Abos über das Akzeptieren der AGBs) sind doch auch nicht rechtswirksam, sondern es muss gesondert darauf hingewiesen werden.

      Wenn es natürlich alles da stand und ihr nur nicht richtig gelesen habt, dann ist das natürlich was anderes. Aber vielleicht geht ja was über diesen Weg.

      Allerdings ist das wohl nicht so ganz einfach, welches Recht zählt da überhaupt, deutsches oder britisches?
      Naja, so wie der Text klingt ist es eher so, dass OP etwas fahrlässig gehandelt hat.
      So ist es leider wirklich. Gebucht wurde direkt über die Homepage des Hotels, http://www.holidayinn.com .
      Habe eben nochmal geschaut, der Gesamtpreis wurde im weiteren Bestellverlauf doch links unten in einem kleineren Kästchen angezeigt, durch die verkackte Ansicht des Netbooks und des verbundenen Stresses ist es uns allerdings einfach nicht aufgefallen. Dazu war es anscheinend auch noch ein besonderes Angebot, bei dem sie ausdrücklich die Stornierung ausgeschlossen haben. :facepalm:

      Original von Ardruin
      Ruf direkt das Hotel vor ort an und lass dich nicht am Empfang vertrösten. Ohne genau zu sagen was los ist höflich mit jemanden aus der ortlichen Verwaltung verbinden lassen und dort zur Not auf die tränen Drüse drucken.

      Wenn das nicht hilft AGB der Seite lesen muss doch Stornobedingungen geben. Wurde mich sehr wundern wenn das wirklich fest ist.

      Eventuell Verbraucherzentrale anrufen... Wenn Bank die Transaktion cancelt, was gehen sollte, sind die Chancen vlt ganz gut dass das Hotel nichts macht und keine Forderungen stellt, zumal ihr im Ausland seit...würd ich auf jeden fall nachfragen

      Nächstes mal besser über hrs Buchen da gib es gute Konditionen Zimmer zu stornieren was übrigens eine ganz gängige
      Wie gesagt, haben noch am selben Tag angerufen und wurden immer und immer wieder weitergeleitet, Freundin war bereits den Tränen nahe.. Schlussendlich öffneten sie dann halt ein Ticket. Normal scheint auch eine Stornierung möglich zu sein, da wir aber irgend ein Angebot wahrgenommen haben und somit günstiger wegkommen als normal, wurde dies wohl ausgeschlossen. Der Fehler liegt also wirklich bei uns, dem Hotel kann man höchsten vorhalten, dass es den Gesamtpreis nicht auf einer ganzen Seite, sondern etwas versteckt angezeigt hat. Somit konnte man wohl nur auf die Kulanz seitens des Hotels hoffen, was wohl nicht der Fall ist. Habe auch nochmal gegoogelt und die scheinen da kein Pardon zu kennen. :(
    • PaulPanter
      PaulPanter
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2007 Beiträge: 7.972
      tut mir leid für euch und hoffe, dass sich das hotel kulant zeigt, aber man sieht doch so einem hotel an, ob es 100€ oder 300€ pro nacht kostet... ?(
    • NoBoGeR
      NoBoGeR
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 3.401
      lustige geschichte, sollte man eigentlich merken ob es sich um ein 300€/Tag hotel handelt. noch dazu die übersehene anzeige, wie bei einem 10-jährigen. normalerweise kann man hotelbuchungen bis paar tage vor anreise kostenlos stonieren, außer man hat gerade ein nicht stonierbares angebot gebucht. dann geht es nur noch aus kulanz, also eher unwahrscheinlich.
      wieso überhaupt hotel und nicht bei der freundin übernachten?
    • shoX
      shoX
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 618
      Original von PaulPanter
      tut mir leid für euch und hoffe, dass sich das hotel kulant zeigt, aber man sieht doch so einem hotel an, ob es 100€ oder 300€ pro nacht kostet... ?(
      Sie hat ein Angebot gesehn für 20pfund die Nacht für das Hotel, am Ende wars halt etwas teurer, dachte sich aber nichts weiter dabei und ging davon aus, dass es sich um den Gesamtpreis handelte. Dazu war Sie noch direkt aufm Sprung und hat ohne alles anzuschauen direkt bestellt, danach kam die böse Überraschung.

      Original von NoBoGeR
      lustige geschichte, sollte man eigentlich merken ob es sich um ein 300€/Tag hotel handelt. noch dazu die übersehene anzeige, wie bei einem 10-jährigen. normalerweise kann man hotelbuchungen bis paar tage vor anreise kostenlos stonieren, außer man hat gerade ein nicht stonierbares angebot gebucht. dann geht es nur noch aus kulanz, also eher unwahrscheinlich.
      wieso überhaupt hotel und nicht bei der freundin übernachten?
      Ja, wir haben auch herzlich gelacht... Natürlich ists unsere Schuld, aus meiner Sicht aber resultierend aus einer Verkettung doofer Umstände.
      Warum Hotel? Weil Sie mich einladen wollte, sprich auf Ihre Kosten. Muss denke ich nun neu geplant werden. :rolleyes:
    • Pokersaft
      Pokersaft
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 02.03.2006 Beiträge: 25.216
      wenn es in Deutschland wäre, ein klassischer Fall der Anfechtung aber so kp
    • Twirex
      Twirex
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 3.525
      Also, die AGBs sagen, es findet das Recht des US Bundesstaates Georgia Anwendung, lol!

      Ich nehme mal an, du bist kein Unternehmer?

      Dann ist gem. Art.6 I b. ROM I-VO, anwendbar. Für das "auf einen Staat ausrichten" genügt nach Rechtsprechung eine Internetseite in entsprechender Sprache. Es ist also deutsches Recht anwendbar.

      Die Anfechtung würde also gehen.
      Rechtsfolge der Anfechtung wäre, dein Gegner ist so zu stellen, wie wenn er niemals etwas von dir gehört hätte -> Typische Kosten die du ersetzen musst sind deshalb Telefon, Porto, Verwaltungsaufwand. Und jetzt kommt das Wichtige: Kann das Hotel beweisen, dass es das von euch gebuchte Zimmer anderweitig hätte vermieten können, dann bleibt ihr quasi auf den vollen Kosten sitzen.
      Da würde ich aber schonmal nachbohren, besonders , wie lang ist es noch hin bis zum Termin? Ist das Hotel in diesem Zeitraum schon völlig ausgebucht?

      Etc.pp.
    • brontonase
      brontonase
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 16.958
      Original von Twirex
      Dann ist gem. Art.6 I b. ROM I-VO, anwendbar. Für das "auf einen Staat ausrichten" genügt nach Rechtsprechung eine Internetseite in entsprechender Sprache. Es ist also deutsches Recht anwendbar.
      hast wohl nicht zuende gelesen

      (4) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht für:
      a)

      Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen, wenn die dem Verbraucher geschuldeten Dienstleistungen ausschließlich in einem anderen als dem Staat erbracht werden müssen, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat;


      die dienstleitung wird in england erbracht und somit gilt dein absatz nicht
    • Twirex
      Twirex
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 3.525
      Original von brontonase
      Original von Twirex
      Dann ist gem. Art.6 I b. ROM I-VO, anwendbar. Für das "auf einen Staat ausrichten" genügt nach Rechtsprechung eine Internetseite in entsprechender Sprache. Es ist also deutsches Recht anwendbar.
      hast wohl nicht zuende gelesen

      (4) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht für:
      a)

      Verträge über die Erbringung von Dienstleistungen, wenn die dem Verbraucher geschuldeten Dienstleistungen ausschließlich in einem anderen als dem Staat erbracht werden müssen, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat;


      die dienstleitung wird in england erbracht und somit gilt dein absatz nicht
      Hast wohl nicht zu Ende gedacht. Das Hotel ist (Schwerpunkt des rechtlich relevanten Verhaltens) ein Mietvertrag, und deshalb ist Absatz 4 nicht anwendbar.
    • shoX
      shoX
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 618
      Original von Twirex
      Also, die AGBs sagen, es findet das Recht des US Bundesstaates Georgia Anwendung, lol!

      Ich nehme mal an, du bist kein Unternehmer?

      Dann ist gem. Art.6 I b. ROM I-VO, anwendbar. Für das "auf einen Staat ausrichten" genügt nach Rechtsprechung eine Internetseite in entsprechender Sprache. Es ist also deutsches Recht anwendbar.

      Die Anfechtung würde also gehen.
      Rechtsfolge der Anfechtung wäre, dein Gegner ist so zu stellen, wie wenn er niemals etwas von dir gehört hätte -> Typische Kosten die du ersetzen musst sind deshalb Telefon, Porto, Verwaltungsaufwand. Und jetzt kommt das Wichtige: Kann das Hotel beweisen, dass es das von euch gebuchte Zimmer anderweitig hätte vermieten können, dann bleibt ihr quasi auf den vollen Kosten sitzen.
      Da würde ich aber schonmal nachbohren, besonders , wie lang ist es noch hin bis zum Termin? Ist das Hotel in diesem Zeitraum schon völlig ausgebucht?

      Etc.pp.
      Wie kommt es, dass das Recht des Bundestaates Georgia Anwendung findet?
      Anyway, nein wir sind keine Unternehmer, das Anreisedatum ist in 1Monat und das Hotel ist dort nicht ausgebucht.
      Danke schon mal für deine Hilfe, vermutlich werden wir es wohl oder übel zahlen, bevor wir einen Rechtsstreit anfangen und uns weitere Kosten entstehen. Dazu bewegen wir uns wohl auf dünnem Eis, was die Sachlage angeht. Bin noch immer sauer auf uns selbst, dass uns sowas mal passiert, hätte ich auch nicht gedacht. Dummheit schützt vor Strafe nicht ist hier wohl ganz passend. :f_cry:
    • Twirex
      Twirex
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 3.525
      Original von shoX
      Original von Twirex
      Also, die AGBs sagen, es findet das Recht des US Bundesstaates Georgia Anwendung, lol!

      Ich nehme mal an, du bist kein Unternehmer?

      Dann ist gem. Art.6 I b. ROM I-VO, anwendbar. Für das "auf einen Staat ausrichten" genügt nach Rechtsprechung eine Internetseite in entsprechender Sprache. Es ist also deutsches Recht anwendbar.

      Die Anfechtung würde also gehen.
      Rechtsfolge der Anfechtung wäre, dein Gegner ist so zu stellen, wie wenn er niemals etwas von dir gehört hätte -> Typische Kosten die du ersetzen musst sind deshalb Telefon, Porto, Verwaltungsaufwand. Und jetzt kommt das Wichtige: Kann das Hotel beweisen, dass es das von euch gebuchte Zimmer anderweitig hätte vermieten können, dann bleibt ihr quasi auf den vollen Kosten sitzen.
      Da würde ich aber schonmal nachbohren, besonders , wie lang ist es noch hin bis zum Termin? Ist das Hotel in diesem Zeitraum schon völlig ausgebucht?

      Etc.pp.
      Wie kommt es, dass das Recht des Bundestaates Georgia Anwendung findet?
      Anyway, nein wir sind keine Unternehmer, das Anreisedatum ist in 1Monat und das Hotel ist dort nicht ausgebucht.
      Danke schon mal für deine Hilfe, vermutlich werden wir es wohl oder übel zahlen, bevor wir einen Rechtsstreit anfangen und uns weitere Kosten entstehen. Dazu bewegen wir uns wohl auf dünnem Eis, was die Sachlage angeht. Bin noch immer sauer auf uns selbst, dass uns sowas mal passiert, hätte ich auch nicht gedacht. Dummheit schützt vor Strafe nicht ist hier wohl ganz passend. :f_cry:
      Es gilt das Prinzip der freien Rechtswahl. Heißt, wenn du als Deutscher, und Mr. X als Franzose darüber einig seid, dass das Recht in Florida super toll ist, könnt ihr das für anwendbar erklären.

      In diesem Fall hier, wird das Recht von Georgia halt in irgendeiner Weise besonders günstig für die Hotelkette sein.

      Dass nun dieser Rechtswahl irgendwelche Grenzen gesetzt sein müssen, ist wohl auch für den Laien klar, weil es natürlich nicht sein kann, dass jedes Unternehmen in seine AGBs eine besonders günstige Rechtswahl klatschen kann. Dazu kommt, und das ist fast noch wichtiger als das Recht an sich, der Gerichtsstand. Für dich ist es ich sag mal quasi unmöglich (zumindest im Verhältnis zum Aufwand), im Ausland zu klagen.

      Deshalb sind auch die meisten, zumindest Verbrauchern gegenüber, Gerichtsstandsvereinbarungen in AGBs unzulässig/zumindest unwirksam.

      Lange Rede kurzer Sinn: Man kann sowohl Recht als auch Gerichtsort ausmachen, gegenüber Verbrauchern sind im Gesetz aber meist Sperren gesetzt.

      Was deine Anfechtung angeht:

      Die muss unverzüglich erfolgen. Solltest du deshalb noch am überlegen sein und es doch noch nicht ganz abgehakt haben, schreibe sofort hin. Beschreibe den Sachverhalt, deinen Irrtum, und dass du deshalb nicht am Vertrag festhalten willst.

      Dann kannst du ja immer noch überlegen was du machst.
      Ich würde es ja fast davon abhängig machen, ob du eine Rechtschutzversicherung hast.
    • brontonase
      brontonase
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 16.958
      Original von shoX
      Wie kommt es, dass das Recht des Bundestaates Georgia Anwendung findet?
      das liegt daran das die gruppe
      http://www.ihg.com der das hotel angehört ihren sitz in georgia hat
    • shoX
      shoX
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 618
      hier noch ein update. haben weiter mit mails darum gebettelt, dass sie es irgendwie stornieren, womit wir nun wohl erfolg hatten. :f_thumbsup:
      Hope you are well today,

      I have spoken to my Reservation's department, who have authorised your refund, so the funds should show back on your account within 7 to 10 working days depending on your bank.

      I have also cancelled the reservation, please visit the website if you wish to book any alternative dates or if you want to re book.

      Please do not hesitate to contact me should you have any further queries

      Kind regards,


      habn draus gelernt..