Frage zu AKo

    • Malachor
      Malachor
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2006 Beiträge: 38
      Hi,
      und zwar habe ich eine prinzipielle Frage zu AKo.

      Ich habe Internet Texas Hold'em durchgelesen und bin gerade dabei den Lee Jones zu lesen und im Lee Jones fand ich 2 Fragen äußerst interessant.

      Spiele ich 77 lieber gegen 2 oder gegen 7 Gegner ( war eine )
      Natürlich gegen 7 weil man es eher als drawing Hand betrachten muss und die odds nur dann stimmen.

      Die selbe Frage stelle ich für AKo. Im Chart steht einfach nur Cap. Top pair top kicker ist zwar eine gute Hand, aber kann doch oft von anderen Händen geschlagen werden, wenn viele am Flop sind.

      AKo bietet an stärken genau einen Straight (Ace High). Oft bekommen wir diesen Draw mit der Hand nichtmal zu Gesicht. Wenn man diesen Draw aber hat, dann ist es nur ein Gutshot ( 11:1 ).
      Durch die raises preflop können wir den meistens sogar spielen.
      Hinzu kommen noch 3 outs durch die overcards. Hat man also 7 outs in diesem Szenario.

      Aber selbst der straight kann von nem Flush geschlagen werden hinzu kommt, dass man schon gegen 2 pair spielen kann, welches eventuell noch zum FH wird oder einfach gegen ein Set spielt, dass einen schlägt sobald sich das board pairt.

      Deswegen wollte ich wissen, ob man AKo gegen z.b. 6 Spieler immernoch cappen sollte oder maximal 3-betten.

      Bei AKs sieht das ja wieder anders aus man hat noch chance auf den Nutflush.

      Aber so bietet AKo ja nur Top Pair top Kicker und einen Straight ( die 1 cards straights mal ausgenommen )

      Nicht steinigen, aber das ist mir so durch den Kopf gegangen. Es stellt sich hier auch nicht die Frage ob ich das gegen 2 Leute cappe oder 3 sondern eher ob ich den cap gegen 5+ Leute auch mache.
  • 8 Antworten
    • Faustfan
      Faustfan
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2005 Beiträge: 9.487
      Gegen viele Gegner solltest du das auf jeden Fall cappen, denn die meisten deiner Gegner werden eine schlechtere Hand haben, also machst du im Durchschnitt Gewinn durch den Cap. Wenn 5 Spieler den Flop sehen, wirst du natürlich nur selten den Pot gewinnen. Selten heißt aber nicht zu selten. Wenn du nur in 25% der Fälle gewinnst, lohnt es sich immer noch.

      Der Punkt ist, daß du gegen deine Gegner im Durchschnitt einen Vorteil hast, deshalb mußt du cappen.

      Ich finde es interessanter, was man tut, wenn man mit AKo raised und nur ein Gegner bleibt, der 3bettet. Ich glaube nicht, daß Cap dann sinnvoll ist, da (zumindest auf höheren Limits) keine schlechtere Hand außer AQo 3betten wird. Meist steht man gegen TT-QQ, also Hände die einen kleinen Vorteil gegen AKo haben. Würde gern Meinungen dazu hören.
    • iTcouLdbeWorsE
      iTcouLdbeWorsE
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2006 Beiträge: 1.215
      najo son preflop cap bringt dir postflop ja auch nen kleinen vorteil an foldequity oder du kommst dadurch recht billig zum sd
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      natürlich immer cap preflop. Ein Grundprinzip von Limit Holdem ist, immer dann valuebets zu machen, wenn man die beste Hand hat. Der Cap preflop ist eine valuebet, da Leute die bereits 2-3 Bets investiert haben gegen einen cap nur selten folden.
      Natürlich bevorzugt man, gegen einen Gegner zu spielen, weil dann AK unimproved schon eine sehr starke Hand ist. Gegen mehrere Gegner hat man aber immer gute Draws. TPTK ist kein Monster gegen 6 Gegner, aber schonmal ein guter Draw (man hat 5 outs und vielleicht noch 4 aufn gutshot. Da sind bets auch schon 4value, wenn man hinten liegt) und auch gegen 6 Gegner kommt man schon ab und zu mal in Situationen in denen man mit TPTK den Pot holt.
      Es gibt 2 Arten auf die man bei Holdem Geld machen kann. Man holt sich ganz viele kleine Pots oder wenige ganz große. Da du AKo sehr aggressiv spielst, kannst du ersteres erreichen und da AKo immer topdraws bildet (nutstraight, nutflush, TPTK, Top2pair usw) hat man auch ziemlich gute Chancen sich große Pötte zu holen.
      Komm bloss NIE auf die Idee AKo zu unterschätzen, nur weil man damit deutlich seltener SDs gewinnt als mit AA und KK.

      Das wichtigste hätte ich doch fast vergessen: Les nicht Lee Jones.

      Das taugt, wenn überhaupt, nur für absolute Anfänger.

      Btw spiel ich 77 lieber gegen 2 als gegen 7 Leute. Hohe Fold-Equity und gute Chancen die beste Hand zu haben. Man kann mit 77 gegen 2 Gegner deutlich häufiger kleine Pötte absahnen, als die Pötte groß werden, wenn man nen 2 outer als drawing hand sieht.
    • Malachor
      Malachor
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2006 Beiträge: 38
      Naja ich hab mir Lee Jones und Internet Texas Hold'em beide geholt, weil sie hier so angepriesen werden.

      Welches Buch soll man denn sonst lesen? Super System2 ?

      Vielleicht kennst du ja eins. Ich bin auf der suche nach einem Buch, wo ich mir SH, SNG NL Basiswissen gleichzeitig aneignen kann.


      Einen Nutflush mit AKo hat man wirklich selten. :)
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      lol? Beide Bücher werden hier sicher nicht angepriesen... vielleicht von 5c/10c Spielern, aber von keinem guten Spieler!

      Gute und wichtige Bücher sind:
      Small Stakes Holdem (die Anfänger-Bibel)
      Middle Limit Holdem (durch SSH wird man erstmal zu aggro. Das is bei jedem so. wer aber aufmerksam MLH liesst, der wird das wieder abbauen können auf ein gesundes Maß)

      allgemein wichtige Bücher sind:
      Weighing the Odds (das Readen-Lern-Buch, sehr anstrengend zu lesen, wenn man es wirklich durcharbeiten will, da sehr viel wissenswertes sehr komprimiert geschrieben wurde)
      How good is your Limit Holdem (gute Hand Quizzes für Fortgeschrittene und Leute die es werden wollen. Ein zweites Mal lesenswert wenn man den Umstieg von den Middle Limits auf die High Limits anstrebt)
      Holdem Poker for Advanced Players (die Bibel für alle, denen SSH nichts mehr bringt)

      es gibt natürlich noch viele viele weitere sehr interessante und durchaus gewinn bringende Bücher. Welche Bücher einem am meisten bringen hängt von sovielen Faktoren ab, das es schon irgendwie immer Glück ist, die Bücher zu finden die einem augenblicklich am Meisten bringen. Also soviele Bücher wie möglich lesen. Welche Bücher da überhaupt in Frage kommen (gibt auch viele sehr schlechte und falsche Pokerbücher) erfährt man natürlich im Medien-Board.
    • Malachor
      Malachor
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2006 Beiträge: 38
      Die besten Limit Hold'em Bücher


      Korns Post. Abgesehen davon bin ich ja selbst gerademal .25/.50 Spieler. Also auch net der Erfahrenste :)
    • Warlord
      Warlord
      Black
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 2.000
      Also ich wage mal die Behauptung, dass ich ohne WLLH und ITH die Micros nicht (so schnell) geschafft hätte. Sicher sind diese Bücher schon bereits für 0.5/1 nicht mehr ganz so zu gebrauchen, aber um erstmal überhaupt auf den richtigen Weg zu kommen halte ich diese Bücher für unersetzlich!
      Mal davon abgesehen ist die straight-forward Spielweise, welche in den beiden genannten Büchern angepriesen wird, IMhO genau die richtige, um die Micros zu schlagen. Tricky braucht man da noch nicht zu spielen, denn das bemerkt eh keiner und meistens bringt einem dann eher Nachteile (semi-bluffs sind halt deutlich schwächer, wenn die fold equity Richtung 0% geht... :rolleyes: ).

      Wenn man erst einmal den Beginners-Bereich verlässt, braucht man natürlich tiefgreifendere Kenntnisse und die von sholvar genannten Bücher wirklich Gold wert. (Lediglich von SSH konnte ich bisher noch nicht den maximalen Nutzen ziehen, da es auch mich hat VIEL zu aggro spielen lassen. Man muss es eben nicht nur lesen, sondern auch verstehen... ;) )

      Gruß, Sascha.
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      es sagt auch niemand, dass man gegen alles-caller semibluff raisen soll, im Gegenteil. Sowas wird dir in keinem Buch empfohlen. Das wichtige ist nur, dass man diesen Satz nicht überliesst ;)