AK - Bibel

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    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Ich misch mich in die Diskussion erstmal nicht ein, aber ich möchte im Vorfeld was klarstellen.

      3-Bet/Fold KANN mit AK gut sein.

      Wenn ich AK 3-Bet/Folden möchte ohne weitere Informationen, dann nehm ich doch lieber A3o oder 72o und calle AK nur.


      Es ist nur fraglich, ob 3-Bet/Fold unter allgemeinen Annahmen der profitabelste Spielzug auf den Microlimits ist. Ich persönlich kann mir nur wenige Szenarien vorstellen in denen ich ohne Reads 3-Bet/Fold mit AK oder QQ spielen würde.
    • onese7en
      onese7en
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2010 Beiträge: 4.748
      Ich würde das nicht nur vom Spielstil des Openraisers, sondern auf jeden Fall auch von der Position und den Spielern hinter mir abhängig machen. Bin da aber selbst auch noch nicht supersicher, AK ist halt wirklich keine einfache Hand.
      Ich spiele Fullring und spiele die Hand gegen die meisten Spieler, bzw. TAGs meistens so:


      1.) Im Blindbattel, bzw. BB vs. BU oder auch BU vs. CO spiele ich mit AK fast immer 3bet/broke. Solange Villain nicht supertight ist und nur 1% 3bettet dürfte das recht profitabel sein, denke ich. Gegen JJ flippen wir und AQs haben wir beat - beide Hände werden meiner Erfahrung nach in den oben genannten Positionen, gerade im Blind Battle sehr selten weggelegt. Manchmal werden auch noch schlechtere Hände gespielt. Ich denke, es ist profitabel, hier mit AK preflop broke zu gehen, sofern Villain eben keine Nit ist.


      2.) Gegen einen Shortstack gehe ich mit AK auch fast immer broke, solange er keine Nit ist. Ich erlebe es häufiger, dass die Shortstacks eine viel weitere Broke-Range preflop haben, die Situation kann man fast mit dem Blind Battle vergleichen.


      3.) Gegen UTG finde ich AK extrem schwierig zu spielen.

      a) Wir sind UTG2 oder MP1. Hier mag ich einen Call nicht wirklich, weil viele Spieler hinter mir gute Odds bekommen und auch noch Position auf mich haben. Eine 3bet finde ich gegen einen normalen TAG aus UTG allerdings auch close. Der foldet die meisten Pockets, sowie AQ (und AJ) weg und raist mich mit QQ+.
      Ich weiß wirklich nicht, wie ich hier spielen soll, meistens wird es 3bet/fold, wobei ich nicht sagen kann, ob das profitabel ist.

      b) Wir sind BU (oder auch CO). Hier mag ich den Call schon deutlich lieber, weil wir die Hand in Position spielen und UTG ziemlich viele Boards cbetten wird. Jedoch gibt es die Problematik, dass ich auch auf A high Board oder K high Board nicht wirklich weiß, wo ich stehe. Ich könnte hier gegen AA weit hinten liegen oder gegen AQ weit vorne. Allerdings gibt es deutlich mehr Kombos AQ oder AJ (bei manchen in der UTG-Range) als AA, zumal er wohl auch mit Pockets die meisten A high Flops cbettet.
      Ich habe gerade kurz überlegt, ob ich als BU 3betten würde, wenn in den Blinds squeezefreudige Spieler sitzen, aber ich denke, dass diese nicht so oft gegen ein UTG-Raise bluffsqueezen werden. Einen Call aus den Blinds finde ich nicht so schlimm, den 3way Pot nehme ich in Kauf, da es postflop in Position nicht ganz so unangenehm wird.

      c) Wir sind MP2 oder MP3. Hier würde ich es vor allem von den Spielern hinter mir abhängig machen, vor allem vom BU und CO. Sind beides Nits, so calle ich hier meistens auch, weil ich eine ähnliche Situation wie bei b) habe. 3betten diese Spieler viel in Position oder squeezen gerne, so verhalte ich mich lieber wie in a).


      4) Gegen MP1-MP3 calle ich meistens in Position und 3bette out of Position. Hier gibt es allerdings wieder das Problem, dass ich häufig 3bet/fold spiele, was ich nicht optimal finde. Auf NL10 FR sehe ich jedoch kaum lighte 4bets, sodass ich 3bet/broke hier nur ungern spielen würde, aber ebenfalls nicht so gerne out of Position calle.


      Original von Rotwild1989
      a) 2better ist ein LAG - easy 3bet/broke
      b) 2better ist ein Maniac - easy 3bet/broke
      Würde ich auch so sehen.

      Original von Rotwild1989
      c) 2better ist ein LP (LoosePassive) - und hier wird's dann schon kniffelig. Call oder 3bet/broke? Ein 16/4 V. ist ein passiver Spieler - mit welcher Hand packt er eine 3bet aus? Doch besser nur call 2bet??
      Ich denke, hier kommt es vor allem auch auf den Zusammenhang zwischen 4bet- und FoldTo3bet-Wert an. Es gibt Spieler, die folden gegen eine 3bet fast alles weg und 4betten mit ihren Monstern. Es gibt aber auch Spieler, die häufig mal mit hohen Pockets eine 3bet callen, mal unabhängig davon, ob das so gut ist.
      Spielt Villain 16/4, 4bettet ca. 2% und hat aber einen Foldto3bet-Wert von 50%, dann callt er wohl mit (zu) vielen Händen unsere 3bet, sodass ich diese als profitabel ansehen würde.
      Spielt Villain 16/4, 4bettet ca. 2% und foldet aber knapp 90% auf unsere 3bet, dann calle ich AK lieber, weil wir durch eine 3bet unsere Hand quasi in einen Bluff turnen würden.

      Original von Rotwild1989
      d) 2better ist ein TAG - Bspw. jemand der 14/10 spielt. Ist das ein klarer Call der 2bet?
      Bei normalen 4bet und FoldTo3bet-Stats spiele ich da so, wie ganz oben ausgeführt, wobei ich da eben auch nicht sicher bin, ob ich da immer korrekt spiele.

      Original von Rotwild1989
      e) 2better ist ein Rock - easy call 2bet
      Sehe ich auch so.


      Das waren jetzt meine Gedanken dazu. In vielen Punkten bin ich mir selbst nicht 100%ig sicher, dass das alles so korrekt und richtig ist. Also bitte nicht als (richtige) Antwort auf deine Fragen sehen, sondern eher als Diskussionsgrundlage :)
    • muehlenzwick
      muehlenzwick
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2011 Beiträge: 227
      Original von Stetti

      4) Gegen MP1-MP3 calle ich meistens in Position und 3bette out of Position. Hier gibt es allerdings wieder das Problem, dass ich häufig 3bet/fold spiele, was ich nicht optimal finde. Auf NL10 FR sehe ich jedoch kaum lighte 4bets, sodass ich 3bet/broke hier nur ungern spielen würde, aber ebenfalls nicht so gerne out of Position calle.
      hier würde ich, je nach gegner eher 3bet IP und call OOP spielen. Du willst doch IP die großen pötte spielen und nicht OOP.
    • onese7en
      onese7en
      Bronze
      Dabei seit: 19.12.2010 Beiträge: 4.748
      Original von muehlenzwick
      Original von Stetti

      4) Gegen MP1-MP3 calle ich meistens in Position und 3bette out of Position. Hier gibt es allerdings wieder das Problem, dass ich häufig 3bet/fold spiele, was ich nicht optimal finde. Auf NL10 FR sehe ich jedoch kaum lighte 4bets, sodass ich 3bet/broke hier nur ungern spielen würde, aber ebenfalls nicht so gerne out of Position calle.
      hier würde ich, je nach gegner eher 3bet IP und call OOP spielen. Du willst doch IP die großen pötte spielen und nicht OOP.
      Ich verstehe deine Gedanken dazu und hier ist mein Play wohl auch nicht wirklich gut. Wenn ich halt wirklich der Meinung bin, dass ich mich durch eine 3bet schon fast gegen eine bessere Range isoliere, dann muss ich OOP wohl auch callen, wenn ich IP calle. Ghostmaster hatte mir das schonmal erklärt: Unter diesen Voraussetzungen ist meine 3bet OOP schon quasi ein Bluff, aber da kann ich halt auch Hände wie 97s oder Q9s nehmen. Ist halt sicher gegnerabhängig, ob ich IP 3bette. Auf den Fullring-Microlimits gibts so viele tighte Spieler, die einen FoldTo3bet-Wert von 90% haben, wo eine 3bet mit AK dann imo keinen Sinn machen würde. Im Gegensatz dazu kann ich natürlich meine Bluff-3bet-Frequenz etwas höher schrauben. OOP ist es dann aber wirklich eher ein Call, weils zum bluff-3betten deutlich geeignetere Hände gibt.
    • muehlenzwick
      muehlenzwick
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2011 Beiträge: 227
      ja, seh ich genauso, wie du das geschrieben hast.
      hab ich auch erst vor kurzem verstanden und macht glaub ich einen erheblichen Teil meiner missplayed hands aus.