Florian12790

    • Florian12790
      Florian12790
      Bronze
      Dabei seit: 10.11.2008 Beiträge: 257
      Hallo,

      ich heiße Florian und bin eigentlich kein Anfänger. Ich möchte den Kurs jedoch dazu nutzen meine Pokerfertigkeiten intensiv zu steigern. Mit Poker habe ich 2008 angefangen und nach knapp 4 Jahren komm ich zu der Einschätzung, dass ich Winningplayer bin.

      Meine bevorzugten Strategien waren bisher die MSS und früher auch BSS, wobei ih mich damals nicht wirklich großartig mit den Silber und Goldinhalten beschäftigt habe. Und genau da möchte ich mit dem Anfängerkurs ansetzten und alles noch einmal von Grund auf aufbauen.
      Meine gspielten Limits waren von NL 1-2 bis NL 10/20 und Turniere mit Buy in bis 5$. Ab und an spiele ich aber auch gern Omaha oder Stud.

      Nun zur Beantwortung der Fragen:

      Lektion 1

      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Weil es a) Spaß macht, b) weil ich mich durch Poker automatisch mit Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung auseinander setzte (teilbereich meines Studiums und sozusagen ein weiteres Hobby von mir) und c) weil ich damit zukünftig größere Einnahmen als bisher erzielen möchte.


      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      Meine Schwächen sehe ich vorwiegend im Bereich der Psychologie. Da ich in letzter Zeit große Swings durchlaufen habe und extrem unter EV laufe kommt es bei mir manchmal vor, das ich mein A-Game nicht durchziehe und zu oft zu emotional spiele.
      Eine weitere Schwäche ist, dass ich mich gelegentlich nicht von meinen Starthänden trenne obwohl mir genau bewusst ist, dass der Gegner wahrscheinlich vorne liegt.

      Bei beiden Bereichen bin ich auch schon am Arbeiten, so lese ich im Moment z.B. das Buch "The Mental Game of Poker" von Jared Tendler und arbeite an meiner Selbstdisziplin.

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      TAG ist eine Spielweise bei der nur wenige Starthände mit guter Gewinnwahrscheinlichkeit Preflop gespielt werden. Diese werden dann aggressiv gespielt, indem geraist wird anstatt zu callen. Man versucht also möglichst selbst der Aggressor zu sein um den Pot einzustreichen indem man den Gegner aus dem Pot verdrängt oder man bläht den Pot mit einer getroffenen Hand auf um möglichst viel Geld zu gewinnen.
  • 7 Antworten
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hi und willkommen im Kurs!

      Nachdem du ja schon "Vorkenntnisse" hast, sollten dir die Inhalte und Aufgaben keine großen Schwierigkeiten bereiten. Lektion 1 hast du ja schon überstanden :)

      Viel Erfolg weiterhin und ab zu Lektion 2!
    • Florian12790
      Florian12790
      Bronze
      Dabei seit: 10.11.2008 Beiträge: 257
      Ok, dann gehts gleich mal weiter:

      Lektion 2

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Da wäre als erstes die Late-Position. Dort lohnt es sich oftmals gerade gegen TAGs oder ultratighte Gegner die Openraising-Range zu erweitern (z.B. Starthände wie K9s, 78s, 56 offsuited und offsuited Ax). Funktionieren tut dies bei diesen beiden Gegnertypen da sie "von Natur aus" viele Hände folden und man so easy die Blinds stehlen kann. Sollte dann mal ein Reraise kommen kann marginale Hände getrost ablegen. Diese Vorgehensweise hat meines erachtens folgende Vorteile:

      1. +EV durch Blindstealing
      2. Wird die eigene Handstärke für den Gegner nicht mehr so leicht deutbar
      3. selbst bei einem Call kann ich oftmals am Flop oder bei entsprechenden Stats am Turn den Pot einstreichen

      Dieses Konzept der erweiterten Openraising-Range kann man auch auf andere Bigstacks anwenden, wenn diese z.B. nur in den Pot limpen. Durch eine Erhöhung mit der oben angesprochenen erweiterten Range kann man den Gegner isolieren oder den Pot wieder Preflop einstreichen. Dadurch befindet man sich in den weiteren Setzrunden als Agressor in Position.
      Da der limpende Spieler im Fall eines Calls oftmals Pocketpairs hält (oder andere Karten, mit denen er den Flop selten optimal trifft) wird er auf eine ContiBet auch wieder oft folden und wir streichen wieder den dieses mal größeren Pot ein.

      Des Weiteren kann und muss man sein Spiel auch an die einzelnen Gegnertypen anpassen. Gegen einen andere TAG spielt man ebenfalls tight, erweitert seine Range jedoch wie oben beschrieben.
      Gegen Rocks stealt man so viel wie möglich und zieht sich bei Action des Gegners zurück. Bei sehr loosen Gegnern spielt man etwas tighter und je nach Aggressivität fährt man auch Stealraises etwas herunter.
      Dazu muss man auch sagen, dass man auf ein Reraise eines Spielers der oft erhöht seine Raisingrange erweitert und auch je nach Stats z.B. mit QQ 4-Bettet.

      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat. Wird noch nachgereicht.

      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?

      Bei einem Gegner entspricht dies 46,32% (AKo) zu 53,68% (TOP 5%).
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Sieht gut aus!
      Keine Beschwerden, keine Anmerkungen, weiter zu Lektion 3!
    • Florian12790
      Florian12790
      Bronze
      Dabei seit: 10.11.2008 Beiträge: 257
      Lektion 3:

      Frage 1: Du hältst KsQs. Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 33? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: Js5d3s?

      Vor dem Flop : 50,60% : 49,40%
      Flop: 26,46% : 73,54%

      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren? (Denk daran, deine Entscheidung kurz zu erklären; es reicht nicht, einfach nur "Fold" oder "Call" zu posten!)

      Outs: 9 Odds: 19,6% Pott Odds: 22/91= 24,2%
      Rein von den Odds und Pott Odds betrachtet sollte man am Turn die Bet nicht callen. Da der BU hier aber noch 1,48$ hält und man somit gute implied pott odds bekommt kann man hier das raise callen um sich den River anzusehen. Auf dem River kann man dann bei einem getroffenem Flush je nach Aggressivität des Gegners checken und auf check-raise spielen oder selbst die Initiative ergreifen, was ich wahrscheinlich meistens ohne nähere Infos zum Gegner machen würde und ca. 1/2 pott for value anspielen.
      [FRAGE: Wäre es hier sinnvoll aufgrund der Stacks den Gegner direkt all in zu stellen oder ist ein 1/2 pot bet sinnvoller? Ich würde die 1/2 pot bet vorziehen, da der Gegner hier eher geneigt ist zu callen, aber gerne eine andere Meinung dazu hören. Danke im Voraus]

      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten. (Bitte poste deine Hand in unseren Handbewertungsforen und poste in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich einen Link zu der Hand.)

      Handbewertung
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Also, den Gegner direkt am River all-in zu stellen mag ich hier noch nicht. er hat immernoch deutlich mehr als im Pot ist behind. Ich denke eine normale Bet ist besser.

      Ich hätte aber auch noch eine Frage. Sind hier alle Outs, des Flushdraws auch clean?

      Ansonsten sieht die Aufgabe soweit gut aus ;) .
    • Florian12790
      Florian12790
      Bronze
      Dabei seit: 10.11.2008 Beiträge: 257
      Original von SpeedyBK Sind hier alle Outs, des Flushdraws auch clean?
      Nein sind sie nicht. Hab ich leider übersehen :s_frown: . Die Kreuz 3 und 6 muss ich abziehen da Pockets hier ja in Villains range mit enthalten sind. Somit sitzt der Gute wahrscheinlich entweder auf Trips 3 oder 6 und würde mich somit mit einem Full house schlagen.
      Dadurch hab ich nur 7 wirkliche Outs und somit nur noch ca 15% Gewinnwahrscheinlichkeit. Hierbei müsste ich mir schon mehr implied Pott Odds geben um die ganze Sache profitabel zu gestalten.
      Daher denke ich hier gegen einen thinking player wäre der call unprofitabel da er meine range hier zu oft genau eingrenzen kann und bei einem angekommenen Flush wahrscheinlich foldet. Gegen einen Fish kann ich hier aber durchaus mitgehen da er bestimmt sehen will was ich habe oder seine Hand gar für stark genug hält um mich zu schlagen. Dadurch erhalte ich wieder genügend implied Pott Odds und der Call wird profitabel.

      Anmerkung: Danke für den Hinweis! Ich glaube ich habe dadurch jetzt endlich einen wichtigen Leak in meinem Spiel entdeckt und kann ihn fixen. :s_biggrin:
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Also, falls Villain hier das Set hat, hast du natürlich recht damit, dass man beide Outs discounten muss. Aber in der Praxis hat Villain hier natürlich noch eine weitere Range als nur die Sets. Wir sind also nicht automatisch beat, wenn die 3 oder 6 of :club: kommt. Von daher reicht es wenn man hier ein Out discountet. Wir können also mit 8 Outs rechnen, und haben mit Implied Odds dann natürlich einen Call.