Französische Studie: Mehr Leukämiefälle bei Kindern nahe Atomkraftwerken

    • Coldplay01
      Coldplay01
      Black
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 4.976

      Französische Studie: Mehr Leukämiefälle bei Kindern nahe Atomkraftwerken
      Paris – Im Umfeld von französischen Atomkraftwerken (AKW) ist laut einer Studie über einen Zeitraum von sechs Jahren ein deutlicher Anstieg von Leukämieerkrankungen bei Kindern festgestellt worden. Die Studie des staatlichen französischen Medizin-Instituts Inserm ergab, dass zwischen 2002 und 2007 nahe 19 AKW-Standorten 14 Kinder an Leukämie erkrankt seien. Über einen Zeitraum von 18 Jahren hinweg sei allerdings keine Erhöhung der Leukämiefälle bei Kindern beobachtet worden, hieß es einschränkend.
      Die über den Sechsjahres-Zeitraum festgestellte Leukämie-Rate bei Kindern unter 15 Jahren sei fast doppelt so hoch wie der Landesschnitt, heißt es in der jetzt von der Fachzeitschrift International Journal of Cancer 2011; doi: 10.1002/ijc.27425) veröffentlichten Studie.

      Betroffen waren Kinder im Umkreis von fünf Kilometern um die Anlagen. Die Leiterin der Studie, Jacqueline Clavel, sagte jedoch am Mittwoch in Paris, dass es für den Zeitraum von 1990 bis 2007 dagegen keine Hinweise auf eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Leukämieerkrankungen gegeben habe.

      Daher könne derzeit kein Zusammenhang zwischen der „sehr schwachen Strahlung durch normal funktionierende Atomkraftwerke“ und der Zahl von Leukämiefällen hergestellt werden, sagte Clavel, die am Inserm-Institut die Abteilung für umweltbedingte Krebserkrankungen leitet.

      Die Studie ergab den Angaben zufolge auch nicht, dass das Risiko in der Nähe eines bestimmten Meilers oder eines bestimmten AKW-Typs besonders hoch ist. Clavel empfiehlt nun zusätzliche und breiter angelegte Studien, die länderübergreifend angelegt sind. Die Untersuchung allein in Frankreich lasse wegen der insgesamt niedrigen Zahl von Erkrankungen nur in beschränktem Ausmaß Rückschlüsse zu.


      Einmal mehr wurde festgestellt, dass in der Nähe von AKWs Kinder häufiger an Krebs erkranken, einmal mehr soll es nur Zufall sein.

      Dabei gibt es bereits ähnliche Studien aus D ,England und Schweiz.

      Asse
  • 17 Antworten
    • hornyy
      hornyy
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 19.868
      Kinder, nein danke
    • NoBoGeR
      NoBoGeR
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 3.401
      wer das noch glaubt ist selber schuld...
      bitte den studienersteller neben ein kernkraftwerk zwangsversetzen lassen, ob er dann immer noch zu dem ergebnis kommen wird?
    • Sunfire
      Sunfire
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2006 Beiträge: 3.394
      Keine Ahnung ob es stimmt, aber als ich mal in einer Physik Vorlesung reingeschaut habe meinte der Professor:
      Es liegt nicht am Atomkraftwerk, sondern an den Hochspannungsleitungen von diesem Umspannwerk. Nur wird das nicht öffentlich gemacht, weil überall diese Teile rumstehen.
    • SevenTwoOff
      SevenTwoOff
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2007 Beiträge: 5.953
      Original von Coldplay01
      Einmal mehr wurde festgestellt, dass in der Nähe von AKWs Kinder häufiger an Krebs erkranken, einmal mehr soll es nur Zufall sein.

      Dabei gibt es bereits ähnliche Studien aus D ,England und Schweiz.

      Asse
      die wurden aber auch genauso oft widerlegt

      http://www.welt.de/wissenschaft/krebs/article1454885/Bundesamt_fuer_Strahlenschutz_im_Zwielicht.html

      http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2011-05/blutkrebs-akw-studie

      http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2011/07/12/Schweiz/Energiepolitik/Wahrscheinlich-kein-erhoehtes-Kinderkrebsrisiko-in-AKW-Naehe
    • derf0s
      derf0s
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2008 Beiträge: 14.898
      Tolle Studie :rolleyes: Wurde schon zigmal widerlegt. Sowohl was die extrem zweifelhafte Statistik als auch die Zusammenhänge angeht. (siehe links über mir)




      edit: LOL sogar in deiner Quelle bzw,. dem Artikel steht ja schon drin, dass es im Prinzip schwachsinn ist.


      Die Studie ergab den Angaben zufolge auch nicht, dass das Risiko in der Nähe eines bestimmten Meilers oder eines bestimmten AKW-Typs besonders hoch ist. Clavel empfiehlt nun zusätzliche und breiter angelegte Studien, die länderübergreifend angelegt sind. Die Untersuchung allein in Frankreich lasse wegen der insgesamt niedrigen Zahl von Erkrankungen nur in beschränktem Ausmaß Rückschlüsse zu.



      Betroffen waren Kinder im Umkreis von fünf Kilometern um die Anlagen. Die Leiterin der Studie, Jacqueline Clavel, sagte jedoch am Mittwoch in Paris, dass es für den Zeitraum von 1990 bis 2007 dagegen keine Hinweise auf eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Leukämieerkrankungen gegeben habe.

      Daher könne derzeit kein Zusammenhang zwischen der „sehr schwachen Strahlung durch normal funktionierende Atomkraftwerke“ und der Zahl von Leukämiefällen hergestellt werden, sagte Clavel, die am Inserm-Institut die Abteilung für umweltbedingte Krebserkrankungen leitet.








      Zu dem Thema auch folgende Bücher sehr interessant:


      Der Hund, der Eier legt


      «Die Autoren sind besonders gelungenen Maskeraden der Wahrheit nachgegangen. Die zusammengetragenen, witzig-locker präsentierten Beispiele sind eine Warnung, wissenschaftlichen Ergebnissen blind zu vertrauen.» (FRZ) Mit bissigem Humor berichten zwei Insider über Naivität und Dummheit in der modernen Wissenschaft und über deren Konsequenzen für unseren Alltag. Sie stellen ausführlich dar, wie mit der Wahrheit gelogen wird, wie Irrtümer entstehen und wie sie sich bisweilen trotz klarer Widerlegungen zu anerkannten Schulweisheiten auswachsen.




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      Zahlen lügen nicht – oder doch? Eine Statistik jedenfalls ist nur so gut, wie derjenige, der sie interpretiert. Das richtige Rüstzeug für einen mündigen Umgang mit Charts und Kurven liefert Statistikprofessor Walter Krämer. Denn Manipulationen und dreiste Fälschungen lassen sich ganz einfach erkennen – auch für Mathe-Muffel.Ein verständlicher, witziger und scharfsinniger Klassiker für Laien und Fachleuten gleichermaßen. Jetzt in aktualisierter und erweiterter Neuausgabe! -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
    • KingDingeling2
      KingDingeling2
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2006 Beiträge: 1.580
      allein aufgrund der zufälligen verteilung lassen sich immer ballungszentren für jede beliebige krankheit finden. liegt in diesem ballungszentrum dann zufällig ein akw, eine chemiefabrik o.ä. ist das geschrei immer groß, obwohl die aussagekraft der studie nur in den seltensten fällen reicht, um zu belegen, das sein zusammenhang besteht

      edit: und eine studie mit meiner so kleinen samplesize wie im op ist, als würde ich nach 200 händen mit positiver winrate sagen ich hätte nl1k geschlagen
    • Coldplay01
      Coldplay01
      Black
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 4.976
      Original von derf0s
      Tolle Studie :rolleyes: Wurde schon zigmal widerlegt. Sowohl was die extrem zweifelhafte Statistik als auch die Zusammenhänge angeht. (siehe links über mir)




      edit: LOL sogar in deiner Quelle bzw,. dem Artikel steht ja schon drin, dass es im Prinzip schwachsinn ist.


      Die Studie ergab den Angaben zufolge auch nicht, dass das Risiko in der Nähe eines bestimmten Meilers oder eines bestimmten AKW-Typs besonders hoch ist. Clavel empfiehlt nun zusätzliche und breiter angelegte Studien, die länderübergreifend angelegt sind. Die Untersuchung allein in Frankreich lasse wegen der insgesamt niedrigen Zahl von Erkrankungen nur in beschränktem Ausmaß Rückschlüsse zu.



      Betroffen waren Kinder im Umkreis von fünf Kilometern um die Anlagen. Die Leiterin der Studie, Jacqueline Clavel, sagte jedoch am Mittwoch in Paris, dass es für den Zeitraum von 1990 bis 2007 dagegen keine Hinweise auf eine überdurchschnittlich hohe Zahl von Leukämieerkrankungen gegeben habe.

      Daher könne derzeit kein Zusammenhang zwischen der „sehr schwachen Strahlung durch normal funktionierende Atomkraftwerke“ und der Zahl von Leukämiefällen hergestellt werden, sagte Clavel, die am Inserm-Institut die Abteilung für umweltbedingte Krebserkrankungen leitet.


      Schwachsinn sind alleine deine Smileys und lols.

      Clavel empfiehlt nun zusätzliche und breiter angelegte Studien, die länderübergreifend angelegt sind. Die Untersuchung allein in Frankreich lasse wegen der insgesamt niedrigen Zahl von Erkrankungen nur in beschränktem Ausmaß Rückschlüsse zu.


      Wenn sie sich so sicher ist, wieso plädiert sie dann für umfassendere Studien?

      Was angeprangert wird ist ja überall die Methodik.
      Aber so funktioniert Wissenschaft nun mal.
      Man stellt Beobachtungen an und versucht dann die Ergebnisse in nem Zusammenhang zu bringen.

      Es gibt ja auch andere Studien diesbezüglich, siehe hier:
      http://news.bbc.co.uk/2/hi/health/2054694.stm

      und vor allem hier, wo eine ganze Hand voll Studien angeführt werden:
      http://www.publications.parliament.uk/pa/cm201012/cmselect/cmsctech/writev/risk/m01.htm

      Dazu eine relativ neue Stellungnahme der WHO aus dem letzten Jahr:

      Radioaktive Strahlung immer gefährlich!
    • FiftyBlume
      FiftyBlume
      Bronze
      Dabei seit: 06.06.2010 Beiträge: 8.580
      Das Strahlung gefährlich ist, ist ja bekannt, aber es ist nicht nachweisbar, dass gerade die Strahlung des AKWs hoch genug ist, um eine Krankheit auszulösen.


      Tatsache ist, dass Kernkraft nur einen äußerst geringen Teil zur allgemeinen Strahlenbelastung beiträgt(<2%). Dagegen verursacht die medizinische Anwendung >40% der Belastung.

      Im übrigen sind 14 Kinder neben 19 Atomkraftwerken nunmal keine Stichprobe im entsprechenden Umfang.

      Dazu wird noch erwähnt, dass es der Erwartungswert bei 7 Krankheitsfällen gelegen hätte und keine Aussage zur Streuung getroffen wird und es lustigerweise direkt auf alle AKWs bezogen wird, obwohl noch nichtmal neben jedem AKW ein Fall aufgetreten ist....

      Bevor man bei derart geringen Stichproben Schlüsse ziehen kann, müsste man genau beachten, welcher Strahlung die Kinder ausgesetzt waren - Urlaub in der Ukraine, häufiges Röntgen, Vielflieger....
    • KingDingeling2
      KingDingeling2
      Bronze
      Dabei seit: 07.08.2006 Beiträge: 1.580
      das große problem, warum studien über strahlung wohl nie objektiv betrachtet werden ist einfach, dass >95% der bevölkerung einfach keine ahnung von "strahlung" haben, aber im hinterkopf immer die angst davor sitzt.
      darum werden studien, wie im op genannt, auch viel intensiver wahrgenommen, als z.b. eine studie die das gegenteil aussagt. die selektive wahrnehmung kennt man ja vom pokern.

      ich könnte dir hunderte von studien mit der gleichen samplesize erstellen, die genau so stichhaltig "belegen", dass kirchen krebs erzeugen.
    • FlyingSheep
      FlyingSheep
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2007 Beiträge: 4.016
      Edit by Khrano: Trollpost dulden wir hier nicht.
    • Helgae
      Helgae
      Bronze
      Dabei seit: 26.06.2007 Beiträge: 3.523
      hat sich denn einer von euch die studie mal im original angeguckt?

      ohne statistische kennwerte und nen blick auf die methodik kann man hier stundenlang hin und her diskutieren, ohne großen sinn dahinter
    • FlyingSheep
      FlyingSheep
      Bronze
      Dabei seit: 16.11.2007 Beiträge: 4.016
      Original von FlyingSheep
      Edit by Khrano: Trollpost dulden wir hier nicht.
      das war absolut ernst gemeint.


      wo wird die linie zwischen vermeindlichen troll-postings und meinungen gezogen, die sich deutlich von der masse abheben oder unterscheiden?

      hier wird eine gewisse "norm" festgelegt, und die postings die nicht hineinfallen, zensiert - auch wenn sie rechtlich nicht strafbar sind.
    • 28111981
      28111981
      Global
      Dabei seit: 17.11.2008 Beiträge: 3.311
      solche studien gibts auch zu überlandleitungen
    • lemslin
      lemslin
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2009 Beiträge: 1.553
      Ist doch völlig logisch, dass es um AKWs erhöhte Krebsraten gibt. In den Wartungsphasen, also wenn die Brennstäbe getauscht werden, werden größere Mengen radioaktives Tritium an die Umgebung abgegeben.

      Und gerade Kinder sind am empfindlichsten, wenn sich dieses Material in Form von Wasser in den Körper einlagert und dann mit einer Halbwertszeit von 12 Jahren als Betastrahler zerfällt.


      Diese kaum kontrollierbare Abgabe radioaktiven Materials an die Umgebung während der Wartungsphasen ist übrigens der Grund dafür, dass Atomkraftbefürworter so stark die geringe Abgabe radioaktiver Stoffe während des _Normalbetriebs_ betonen.


      Wenn sich dann noch Zwischenlager o.ä. ohne starke Betondecken bei den Kraftwerken befinden, kommt es noch zum sog. Skyshine-Effekt. Neutronenstrahlung aus Zerfallsprozessen, die nach oben abgestrahlt wird, wird von der Atmosphäre reflektiert und verstrahlt die Umgebung, wobei es Maxima und Minima gibt.
    • Araklion
      Araklion
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2006 Beiträge: 4.605
      Original von FlyingSheep
      Original von FlyingSheep
      Edit by Khrano: Trollpost dulden wir hier nicht.
      das war absolut ernst gemeint.


      wo wird die linie zwischen vermeindlichen troll-postings und meinungen gezogen, die sich deutlich von der masse abheben oder unterscheiden?

      hier wird eine gewisse "norm" festgelegt, und die postings die nicht hineinfallen, zensiert - auch wenn sie rechtlich nicht strafbar sind.
      Ja, aber das ist bekannt. Geh einfach bei jedem Beitrag davon aus, dass er gemeldet wird und du den schlechtmöglichsten Mod bekommst. Ich weiß zwar nicht, was du geschrieben hast, aber wenn es statt Khrano ein anderer gewesen wäre hätte es auch easy die Karte/RO sein können.

      edit: oder verwechsel ich grade Namen :f_confused: Gibts noch nen Mod der so ähnlich heißt?


      Zum Thema:
      Als ob die Menge CO2 die bei gleicher Energiegewinnung durch Kohle nicht viel mehr Leben kostet als das. Zumal ich eh behaupte, dass es Quatsch ist solange nicht aussagekräftige Zahlen kommen.
      0,147368421 Fälle je Standort und Jahr...doch so viel...
      Und 14 ist auch ne gewaltige Ausprägung bei so ner enorm kleinen Wahrscheinlichkeit/Kind, das kann ja gar keine Varianz sein.
      Hippies ey :facepalm:
    • vandaalen
      vandaalen
      Bronze
      Dabei seit: 06.03.2008 Beiträge: 5.348
      Bitte bleibt beim Thema.

      Moderationsentscheidungen diskutieren wir grundsätzlich nicht öffentlich. Wenn Ihr da Fragen/Beschwerden zu habt, wendet Euch bitte an unseren Kundenservice.
    • NoBoGeR
      NoBoGeR
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 3.401
      Original von FiftyBlume
      Das Strahlung gefährlich ist, ist ja bekannt, aber es ist nicht nachweisbar, dass gerade die Strahlung des AKWs hoch genug ist, um eine Krankheit auszulösen.


      Tatsache ist, dass Kernkraft nur einen äußerst geringen Teil zur allgemeinen Strahlenbelastung beiträgt(<2%). Dagegen verursacht die medizinische Anwendung >40% der Belastung.

      Im übrigen sind 14 Kinder neben 19 Atomkraftwerken nunmal keine Stichprobe im entsprechenden Umfang.

      Dazu wird noch erwähnt, dass es der Erwartungswert bei 7 Krankheitsfällen gelegen hätte und keine Aussage zur Streuung getroffen wird und es lustigerweise direkt auf alle AKWs bezogen wird, obwohl noch nichtmal neben jedem AKW ein Fall aufgetreten ist....

      Bevor man bei derart geringen Stichproben Schlüsse ziehen kann, müsste man genau beachten, welcher Strahlung die Kinder ausgesetzt waren - Urlaub in der Ukraine, häufiges Röntgen, Vielflieger....
      wie sich relativ schwache aber dafür konstante strahlung auf einen längeren zeitraum auswirkt weiß man doch gar nicht. diese medizinische belastungen sind "einmaleffekte" und eben nicht so leicht vergleichbar.