evoGhost

    • evoGhost
      evoGhost
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2012 Beiträge: 106
      Hallo,
      mein Name ist Marc, bin 23 Jahre alt, studiere zur Zeit Wirtschaftsinformatik und beschäftige mich erst seit rund 1 Woche ernsthafter mit dem Thema Poker. Früher hab ich mit Freunden eine Zeit lang recht regelmäßig im Keller gespielt, aber irgendwann war es dann auch vorbei damit. Das ist nun schon mehrere Jahre her und seitdem hab ich glaub ich nie wieder Poker angefasst. Bin nun Anfang des Jahres während des HSC IV auf diese schöne Seite aufmerksam geworden, hab die Anfänger-Artikel durchgelesen und mit den $50 Startkapital ein wenig gespielt. Zuerst jedoch eher frei nach Schnauze und habe dabei die Artikel sauber ignoriert. Da das Ganze weder sonderlich profitabel ist noch Spaß macht, wenn man öfters verliert als gewinnt, soll es sich mit dem Anfängerkurs ändern :)

      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?
      An erster Stelle steht hier wohl der Spaß am pokern. Ich hatte ihn früher und anscheinend hab ich ihn immer noch. Des Weiteren ist es doch schön bei seinem Hobby den ein oder anderen € nebenbei mitzunehmen.

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker
      Ich denke, dass sich meine anfängliche Schwäche, gut aussehende aber dennoch schlechte Hände zu spielen, dank dem SHC schon deutlich gebessert hat.
      Allerdings treffe ich doch ab und an noch Entscheidungen aus dem Bauch herraus, ohne auf meine Position, Aktionen vorher usw. zu achten. Das kommt vor allem im post-Flop Spiel vor. Wenn ich nicht wirklich weiß was ich in der Situation tun soll, höre ich eher auf meinen Bauch als auf meinen Kopf.

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?
      Tight zu spielen bedeutet nur ausgewählte Hände zu spielen, von denen man weiß, dass man mit ihnen hohe Chancen hat etwas zu gewinnen.
      Aggressiv zu sein meint, dass man selbst das Szepter in die Hand nimmt und sich nicht vom Gegner unter Druck setzten lässt. Unter Druck ist es wahrscheinlicher, dass falsche Entscheidungen getroffen werden, weshalb wir den Druck aufbauen möchten.
  • 9 Antworten
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi Mark, willkommen in unserem Anfänger Kurs und bei Pokerstrategy.com.

      Ich hoffe du wirst auch mit diesem Kurs deinen Spaß haben, denn wie du schon schreibst ist der Spaß am Poker vor allem für den Anfang sicherlich die wichtigste Motivation.

      Bezüglich der Entscheidungen, die du noch teilweise aus dem Bauch heraus triffst, möchte ich dir vor allem unser Handbewertungsforum empfehlen. Dort kannst du eben solche Hände posten und deine Entscheidungen in diesen Händen zusammen mit anderen Pokerstrategen und unseren Handbewertern analysieren.

      http://de.pokerstrategy.com/forum/board.php?boardid=1497

      Ich denke damit können wir die erste Lektion auch schon abschließen. :s_thumbsup:

      Und du kannst dich auf die 2te stürzen.
    • evoGhost
      evoGhost
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2012 Beiträge: 106
      Lektion 1 [x]

      Lektion 2

      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Das Problem am SHC ist, dass es den Spielertypen (tight, loose, passiv, ...) außen vor lässt. Hat natürlich den Vorteil, dass man zu Begin nicht mit Informationen zugeschüttet wird. Nachteil ist natürlich, dass man viele Chancen auf den Pot auf der Strecke lässt. Spielt ein Gegner sehr sehr tight, sollte man sich schon überlegen ob es mit z. B. QQ sinnvoll ist gegen ein Raise von ihm weiter zu spielen. Im Gegenzug kann man gegen äußerst loose Gegner auch mit Händen, die laut SHC weggelegt werden sollten, eher einmal mitspielen.
      Ich denke wenn man etwas fortgeschrittener ist werden einem die eher pauschalen Positionseinteilungen auch nicht mehr reichen, da CO halt nicht gleich BU ist (nehm ich mal so an).
      Eine Frage zum SHC hab ich da noch. Mit einem mittleren Ass (AQ, AJ, AT) soll man in später Position raisen, in den Blinds aber nur noch callen, wenn vor einem schon jemand gecallt hat. Geht es in diesem Fall nur darum, dass man in später Position die Blinds zum folden bewegt und, wenn man selbst in den Blinds sitzt, den Flop möglichst billig zu sehen bekommt? Oder steckt da eine andere Überlegung hinter?

      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.

      NL2 - KJo auf 853 am Flop, wie weiter?
      Die Hand bezieht sich zwar nicht auf eine Preflop-Situation, aber eine die es tut habe ich nicht wirklich gefunden, da ich mich mittlerweile recht strikt an das SHC halte.

      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?

      46,32%

      Ab welcher Equity lohnt es sich denn eine Hand zu spielen?
      Jetzt wo ich die Frage gerade geschrieben habe, würde ich glatt sagen, dass es zum einen Gegnerabhängig sein dürfte und zum anderen sollte alles über 50% langfristig Gewinn abwerfen. Oder lieg ich da falsch?
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Soweit ganz gut, bei den Antworten hab ich nichts anzumerken.

      Zur Frage nach den Assen (und ich würd AQ nicht als mittlere Kombination bezeichnen, es gibt ja nur eine bessere):
      Wir gehen da in den Blinds nur mit, um nicht im raised Pot out of position spielen zu müssen. Im SB sind wir ja postflop auf jeden Fall zuerst dran, irgendwas zu tun. Da wir aber mit einer Starthand, die kein Paar ist, auch irgendwas sinnvolles treffen müssen und die Wahrscheinlichkeit dafür nicht besonders groß ist, wollen wir solche Situationen eben vermeiden.
      Wenn wir selbst erhöhen, sind wir dann immer gezwungen, am Flop anzuspielen - ohne gesehen zu haben, was die Gegner machen. Wenn wir nur mitgehen, können wir erst mal schieben und uns dann entscheiden, ob die Hand es wert ist, irgendwas damit zu tun.
    • evoGhost
      evoGhost
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2012 Beiträge: 106
      Lektion 1 [x]
      Lektion 2 [x]

      Frage 1: Du hältst K Q . Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 3 3 ? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J 5 3 ?

      Equity Win Tie
      MP2 50.78% 50.40% 0.38% { KsQs }
      MP3 49.22% 48.84% 0.38% { 3d3c }


      Board: J:spade: 5:diamond: 3:spade:
      Equity Win Tie
      MP2 26.46% 26.46% 0.00% { KsQs }
      MP3 73.54% 73.54% 0.00% { 3d3c }


      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?

      Outs: 3c4c6c7c8c9cTcQcKc für Flush mit A kicker => 9.
      Was kann mein Flush schlagen? FullHouse, Quads.
      Ein Out abziehen (3c oder 6c, da er nur ein Set halten kann) ==> 8 klare Outs. Somit ergeben sich Odds von (46-8)/8 = 4,75:1. Meine Pot Odds betragen jedoch lediglich 0,91/0,22 = 4,13:1, weshalb ich eigentlich folden müsste. Möchte ich hier callen, brauche ich Pot Odds von min. 4,75:1, sagen wir 5:1, um langfristig profitabel zu spielen.
      Implied Pot Odds: (0,91+x)/0,22 = 5 <=> x = 0,19. Es fehlen also noch 0,19€ von unserem Gegner, damit wir die geforderten Pot Odds von 5:1 erreichen. Hält er ein Drilling, eine Straight oder selbst einen Flush wird er diesen Betrag sicherlich auch am River noch zahlen. Wir können an dieser Stelle also callen.

      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten.

      [NL2] KK gegen A82, A c/f?
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Fragen 1 und 3 sind okay.

      Aber bei Frage 2 habe ich ein klein wenig den Verdacht, dass du dir in einem der anderen Arbeitsthreads eine keine Inspiration geholt hast ;) .

      Ein Out abziehen (3c oder 6c, da er nur ein Set halten kann)


      Das ist so nicht richtig. Zudem spielt es für uns keine Rolle, welches Set er hält. Falls er ein Set hat, und sich das Board paired sind wir tot.

      Die Berechnung der Potodds und das wir letztendlich genügend implied odds bekommen um callen zu können ist vollkommen okay.

      Aber bezüglich der 8 Outs hätte ich schon gern noch die richtige Erklärung.
    • evoGhost
      evoGhost
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2012 Beiträge: 106
      Ich dachte bei den discounted Outs betrachte ich nur die Karten, die mir weiterhelfen, aber meinem Gegner eine bessere Hand geben. Da er sein FullHouse/Quads treffen muss, kann er nur 22, 33, 55 oder 66 halten. Da mir nur die weiterhelfen, und 2 und 5 schon auf dem Board liegen, bleiben ja nurnoch 3 und 6 über. Also eigentlich müsst ich mir 2 Outs von den 9 ursprünglichen abziehen. Da er ja aber nur eines der Sets halten kann ist das eine der discounted Out ja quasi noch gut, also wieder +1 = 8 Outs.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Naja, aber wenn hier 33 auf der Hand hat, und am River die 3 of :club: fällt, hat er Quads und wenn die 6 of Clubs fällt hat er ein Full House. Beides schlägt dich von daher hast du gegen 33 (sowie gegen die anderen Sets) nur 7 Outs.

      Also, warum sollten wir dennoch von mindestens 8 Outs ausgehen?
    • evoGhost
      evoGhost
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2012 Beiträge: 106
      Oh man, das ist mir vorhin gar nicht aufgefallen :f_eek:

      Ich bin vorher davon ausgegangen, dass er auf jeden Fall ein Set hält, was ja nicht unbedingt der Fall sein muss. Ein Overpair oder ähnliches ist ja auch möglich. Kann man dann sagen, dass wir uns für die 3 und 6 nur 1 Out abziehen, da seine Range (22+, AT+, KQ oder so etwas) entsprechend groß ist?
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Original von evoGhost
      Oh man, das ist mir vorhin gar nicht aufgefallen :f_eek:

      Ich bin vorher davon ausgegangen, dass er auf jeden Fall ein Set hält, was ja nicht unbedingt der Fall sein muss. Ein Overpair oder ähnliches ist ja auch möglich. Kann man dann sagen, dass wir uns für die 3 und 6 nur 1 Out abziehen, da seine Range (22+, AT+, KQ oder so etwas) entsprechend groß ist?
      So ist es ;) .