mow315

    • mow315
      mow315
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2010 Beiträge: 14
      Moin,

      mein Name ist Moritz, bin 20 Jahre alt und komme aus der Nähe der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. Momentan arbeite ich als Rettungssanitäter, bis ich im kommen Sommersemester mein Studium beginne.
      Da ich keinen festen Vertrag habe, sondern nur ehrenamtlich als Springer eingesetzt werde, habe ich relativ viel Zeit fürs Pokern.
      In meiner Freizeit mach ich gerne Sport - habe früher Fußball gespielt und spiele mittlerweile Volleyball im Verein. Außerdem interessiere ich mich noch sehr für Musik und spiele neben Gitarre auch Bass und Schlagzeug.

      Angefangen Poker zu spielen habe ich circa 2008/2009. 50$ vom Quiz abgeholt und ohne viel Grundwissen vor mich hingespielt. Anangs SSS über BSS, SNGs, DoNs und MTTs hab ich alles ausprobiert - nicht wirklich erfolgreich, aber die Kohle verdonkt hab ich auch nicht.
      Irgendwann hab ich dann meine beachtliche Roll von 100$ ausgecasht und dann immer mal wieder Kleinstbeträge eingecasht, um ein bisschen zu spielen. Hin und wieder habe ich mir dann noch einen Artikel durchgelesen und konnte so allmählich spüren, dass ich irgendwie doch ne Edge auf einige Gegner habe.

      Über die Zeit habe ich dann sämtliche Artikel gelesen und auch einige Videos angeschaut, sodass ich mich nicht als totalen Anfänger betrachten würde.
      Jetzt bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich sowohl Zeit als auch Lust und Motivation habe, um zu testen, wie weit ich es schaffen kann.

      Da ich ein sehr ehrgeiziger Typ bin und Sachen entweder ganz oder gar nicht mache, möchte ich meine Fortschritte in diesem Tagebuch dokumentieren und nehme das Angebot von pokerstrategy mit dem Anfängerkurs gerne an.


      Ich hoffe das war jetzt nicht zu viel Text, Hausaufgaben bearbeite ich dann im 2. Post :)
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    • mow315
      mow315
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2010 Beiträge: 14
      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      - In erster Linie natürlich weil mir das Spiel sehr viel Spaß macht.

      - Weil Poker kein reines Glücksspiel ist, sondern sehr viel Mathematik, Menschenkenntnis und Psychologie dahinter steckt.

      - Natürlich auch wegen dem Geld. Ich würde mich freuen, wenn ich irgendwann in der Lage bin, mir nebenbei monatlich ein bisschen was dazu zu verdienen. Wenn das ganze dabei noch Spaß macht - umso besser :)

      - Ich möchte wissen, ob ich wirklich in der Lage bin, langfristig relativ erfolgreich Poker zu spielen. Vorausgesetzt natürlich, dass ich regelmäßig Theorie mache und immer konzentriert bei der Sache bin.


      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker?

      - Ich verlasse mich sehr oft auf die Stats der Gegner und richte daran meine Aktionen aus. Prinzipiell ja ein ganz guter Plan - nur macht es einen Unterschied ob ich 10 oder 500 Hände von ihm in der Datenbank habe. Sprich: ich vergesse hin und wieder die Samplesize richtig einzuordnen oder schaue erst gar nicht auf die Anzahl gespielter Hände.

      - Ich spiele leider einige Hände noch ohne festen Plan, d.h. nach dem Motto "ich raise preflop, schau mir mal den Flop an, mache ne Contibet, wenn es sinnvoll ist und dann....". Naja, bei der Contibet hörts dann leider hin und wieder auf und ich bin teilweise relativ rat- und hilflos, wenn ich nicht gehittet habe. Das führt auch zu katastrophalen non-SD Winnings - die berühmte Redline ist bei mir ziemlich im Keller.

      - Ich weiß oft, was EIGENTLICH laut Theorie zu tun ist, mache es aber nicht. Klassisches Beispiel: AK oder QQ preflop und Villain raised vor mir. EIGENTLICH müsste ich hier 3-betten, tu es aber nicht, weil ich denke "ahh, wenn er shoved kann ich schlecht callen und hab die Kohle sinnlos verbraten". Also lieber callen und dann am Flop neu entscheiden.

      - Ich denke leider noch zu oft ergebnisorientiert. Obwohl ich weiß, dass ich etwas Richtiges getan habe, aber die Hand bspw. trotzdem verliere, hadere ich mit mir und bin bei ähnlichen Spots in der Zukunft verunsichert, obwohl die richtige Line offensichtlich ist.

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      - Tight spielen heißt, dass ich nur eine relativ enge Range spiele, die von Position zu Position jedoch unterschiedlich ist. UTG spiele ich beispielsweise nur sehr starke Hände wie AA, KK etc. Vom CO oder BU kann ich aber aufloosen, weil ich Position auf callende Spieler habe bzw. mit mehr Kartenkombinationen versuchen kann, die Blinds zu stealen.
      Tight spielen wir, weil eine Vielzahl an Spieler eine viel zu große Anzahl an Händen spielt und wir uns so einen Vorteil erarbeiten.
      Auch limpen oder coldcallen wir relativ selten, weil es auf Dauer nicht profitabel ist, "sich den Flop mal anzusehen". Lediglich niedrige Pockets werden auf Setvalue gecallt, sowie hin und wieder suited Connectors oder Axs in der Hoffnung auf einen Flush.

      - aggresiv spielen heißt, dass wir, wenn wir ein gutes Blatt haben auch Vollgas geben und betten was das Zeug hält. Stichwort: Protection und Valuemaximierung. Auf der einen Seite möchten wir mit unseren Bets versuchen, unsere gemachte Hand vor FDs, OESDs oder ähnlichem zu beschützen und auf der anderen Seite von schlechteren Händen, die dennoch callen, Value zu bekommen. Auch ist es möglich auf gewissen Boards stärkere Hände als die unsere zum Folden zu bringen.

      - Zusammenfassend kann man sagen, dass wir nur wenige Hände spielen, diese aber aggressiv, um den höchsten Profit zu erhalten.


      Sämtliche Artikel und Videos der Lektion habe ich durchgearbeitet und verstanden. Das Podcast zur ersten Woche habe ich mir auch zu Gemüte geführt.
      Ich habe übrigens schon einige Hände zur Handbewertung gepostet. Wer sich dafür interessiert, kann sich die ja mal anschauen :)

      NL2 - KK vs UTG Limper

      NL2 - KQo overplayed gegen Fish?

      NL2 - AK UTG+1 gegen Rock am BU
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hi Moritz, willkommen im Kurs!

      An deiner Hausaufgabe sieht man ja schon deutlich, dass du kein Anfänger mehr bist. Da gibt es einfach nichts mehr hinzuzufügen.
      Du kannst aber mal versuchen, deine "Schwächenliste" irgendwo neben dich zu legen und bei jeder Hand einen Blick darauf zu werfen, vielleicht erübrigen sich dann die ein oder anderen Fehler nach nochmaligem daran denken.
      Ansonsten bleibt nicht mehr viel zu sagen, das HB-Forum hast du ja schon gefunden, also wünsch ich dir weiterhin viel Erfolg und ab zu Lektion 2!
    • mow315
      mow315
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2010 Beiträge: 14
      Servus CKWebsolutions :)

      Vielen Dank für deine Begrüßung, ich werde mir deinen Tipp mal zu Herzen nehmen - dadran hab ich nämlich noch überhaupt nicht gedacht..
      Heute habe ich eine 2 1/2-stündige Session gespielt und bin leider absolut unzufrieden mit mir. Hatte einige Spots, in denen ich mich noch relativ hilflos gefühlt habe. Glücklicherweise weiß ich jedoch genau, WAS ich falsch gemacht habe, sodass ich das in Zukunft abstellen kann :)
      Mein Postflopspiel ist noch alles andere als sicher, aber ich bin gerade dabei das Crushing NL50 Video 2/8 durchzuarbeiten und hoffe, dass ich zusätzlich im Handbewertungsforum Erleuchtung erfahre.
      Was zu so einer miesen Session dazugehört, ist dann natürlich noch, dass man mit Kings grundsätzlich in Aces runned und andersrum mit Aces grundsätzlich ausgesuckt wird. Dann noch Set over Set und die gute Stimmung ist dahin. Entmutigen lasse ich mich davon jedoch nicht - langfristig wird das ganze ja +EV sein :)



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      Im Vergleich dazu mein Graph von gestern. Da war ich sehr zufrieden mit meinem Spiel, da ich wenige Fehler gemacht habe.



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      In den nächsten Tagen möchte ich vor allen Dingen an der Redline arbeiten, da ich gerade Postflop sehr viel Value liegen lasse und mich sehr häufig aus einem Pot drängen lasse.