[SNG] total nerdige Einsteigerfragen

    • Newcomer58
      Newcomer58
      Bronze
      Dabei seit: 02.06.2010 Beiträge: 664
      HALLO,

      Fullring SNG Micro

      1. Was denkt Ihr, wie lang ist die optimale Session. Ist wahrscheinlich von Spieler zu Spieler unterschiedlich (und natürlich vom run =) ), aber mich würde mal interessieren wie lang Ihr am Stück zockt, bzw. wie viele Sets Ihr spielt.

      2. Was setzt Ihr euch für ein Stop-Loss-Limit?

      3. Wie macht Ihr das mit dem Limitaufstieg. Erspielt Ihr euch die BR für das nächsthöhere Limit und spielt dieses dann pur oder mixed Ihr schon vorher die Tische? Bzw. macht das vorher Sínn?

      Danke Leute
  • 1 Antwort
    • ItseMeMario
      ItseMeMario
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2010 Beiträge: 1.831
      Ich versuch dir mal antworten nach bestem gewissen zu geben

      1. Das hängt stark von deiner konzentrationsfähigkeit hab. Da es darüber allerdings schon zahlreiche Studien gibt (nicht auf poker bezogen sondern meisten auf schule uni oder allg gehalten ist) kann man da wertvolle schlüsse ziehen. Grundsätzlich kann man aber sagen dass es einen Grund hat dass die Stunden in der Schule 45 min lang sind (zumindest wie ich sie kenne) Die Konzentrationfähigkeit nimmt nach den ersten 20 min kontinuierlich ab und das wirkt sich sowohl auf lernen in der schule als auch auf das pokerspiel aus. Du kannst die Informationen nicht mehr so schnell verarbeiten und übersiehst evt sachen die du normal nicht übersiehst. Kurz gesagt du spielst nicht mehr dein A-Game.

      Was lernen wir daraus. Sessions von weit über einer Stunde zu machen ist ineffektiv. Das heißt nicht dass es keine leute gibt die das machen, aber es ist nicht anzuraten. Später, wenn du dein Spiel schon weitesgehend routiniert hast und fast ohne überlegen spielst, was bei SNGs ein durchaus erreichbares Ziel ist wirkt sich es denke ich nicht mehr so stark aus wie am Anfang, aber für den Anfang würde ich die Sessions so kurz wie möglich halten und dann 10 min pause machen, an was anderes denken und das Gehirn entspannen, das reicht meistens schon um wieder wesentlich effektiver in die nächste Session zu starten. Natürlich wird dein Pensum kleiner, wenn du zweimal die Tische auslaufen lassen musst weil du zb 2x etwa 1 stunde(mit 10 min pause) spielst im vergleich zu dem spieler der die selbe tischanzahl 2 stunden am stück spielt. Aber ich denke die Vorteile gleichen das wieder aus.

      2. Das hängt denke ich stark mit der Psyche des Spielers zusammen. Manche lassen sich stärker von Verlusten beeinflussen als andere. Das ist dann wieder eine Ursache vom A Game abzuweichen. Poker ohne Emotionen ist nicht möglich, aber der perfekte Pokerspieler wäre sicher ein solcher. Wie sehr dich das Verlieren mitnimmt musst du für dich entscheiden. Je stärker desto schneller solltest du aufhören. Wenn du das Prinzip hier allerdings mit dem Prinzip von oben kombinierst, kannst du die Pause nach 1 Stunde neben der Regeneration der Gehirnzellen aber auch dazu nutzen auf andere Gedanken zu kommen und somit über die evt Badbeats hinwegzukommen. So kannst du in der nächsten Stunde neural starten. Auch ein Vorteil gegenüber dem 2 oder mehr stunden-grinder.

      Noch ein wort zum schluss. Ich für mein Teil habe ein solches Limit nicht. da ich mich 1. vom Verlieren kaum beeinflussen lasse aber(2.), und das ist der entscheidendere Punkt, meine Spielweise das garnet zulässt. Ich spiele meist 10+ Tische stacked auf Stars und wenn ich da entscheidungen treffe dann treff ich die, weil ich sie für richtig halte. wie die hand ausgeht merk ich meistens nicht, da die tische unter einem stapel von 10 weiteren tischen begraben werde. Manchmal schließen sich tische automatisch und es gehn automatisch wieder welche auf. aber ob ich im + im - oder BE bin, merk ich meistens erst am Ende der Session.

      3. Der Limitaufstieg ist ein Teil des BRM. Wie du das handhabst ist dir überlassen. Der Grundgedanke der dahintersteckt wird dir in den Strategieartikeln vermittelt. Manche Leute haben loosere BRMs, manche zurückhaltendere. Wenn du eher der Typ bist der auf nurmal sicher geht, dann ist von einem Mix abzuraten. Zumindest nicht als Weg des langsamen aufstiegs. Du kannst sicherlich immer mixen, wenn zb zu wenig tische voll werden oder wenn du einfach beide limits spielen willst. aber der einfachere weg ist sich ein BRM zu überlegen das mit seinem Gewissen vereinbar ist und ins nächste Limit aufzusteigen wenn es das BRM erlaubt. Denn die Limits sind meist durchaus verschieden und gerade am Anfang solltest du etwas mehr auf dein Spiel achten und das neue Limit studieren. So kannst du es schneller schlagen und machst schneller mehr gewinne. Natürlich sieht mixen und evt dadurch das BRM anpassen, sodass man schon niedriger die höheren Limits spielen kann, da man im durchschnitt zb mit 5$ und 10$ im Mix 7,5$ buyin hat und somit schon nach der Hälfte aufsteigen kann , nach einem Potenziell schnellern Weg aus - Aber wenn es nicht läuft wirft es dich meist eher weiter zurück. Ein langsamer und geschulterer Aufstieg führt meist sogar schneller zum Erfolg. Welche BRM du wählst bleibt, wie gesagt ganz dir überlassen. Aber das Risiko und evt auch die nervliche Belastung steigt natürlich je looser es wird.


      Hoffe ich konnte dir Helfen
      PS: Absätze sind nicht so mein Ding, hoffe das siehst du mir nach