Stats/Leakcheck

    • Anuschka
      Anuschka
      Bronze
      Dabei seit: 13.06.2006 Beiträge: 1.768
      Moinsens. Auch wenns die Themen wie Sand am Meer gibt, hier das Meer+1te.

      Wär nett wenn sich wer die Zeit nimmt sich die Stats durchzuschauen. Bin grad dabei von NL10 auf NL25 zu wechseln, da wärs natürlich knaller wenn ich weniger Leaks mitnehme.

      Ist Gemischt NL10/25SH





      3Bet:


      Called 3Bet:


      Coldcalled:




      paar Sachen die ich mir versuche einzubläuen.

      -Meine Cbetwerte sind durchweg zu hoch und oder zu unselektiv.
      -3bet vom Co könnte wohl höher sein
      -SB fold ich evtl etwas zu viel weg.
      -Ich bin glaub zu betfreudig wenn Pfas zu mir checken.
      -PP's werden am Flop zu unkonsequent gefoldet

      Fällt wem sonst noch was markantes auf was man sich anschauen könnte?
  • 11 Antworten
    • shaddiii
      shaddiii
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 6.900
      Gibt ein paar Kleinigkeiten, die auffallen, aber prinzipiell nichts was dich davon abhalten sollte NL25 zu spielen. Wieso ich das poste und nichts konkreteres: Stats werden partiell überbewertet. Sicher kann es klare Hinweise auf Leaks geben, Stats hängen aber primär von einem konkreten Gameplan ab und nicht zuletzt auch der Seite wo man spielt.

      Beispiel: ich würde einen zu hohen SB Steal Wert normalerweise als Leak ansehen. Wenn aber jemand 60% firstin aus dem SB stealt und damit eine richtig gute Winrate für diese Position hat, ist es sicher kein Leak, sondern ein exploitive Play.

      Also, Verbesserungspotenzial ist sicher da, aber mit zwei Sätzen zu deinen Stats ist es hier imo nicht getan.
    • Anuschka
      Anuschka
      Bronze
      Dabei seit: 13.06.2006 Beiträge: 1.768
      Dank dir für die Antwort. Is schon klar das Stats nur ansatzweise das Spiel ausleuchten. Falls wer jedoch den ein oder anderen Denkansatz rauslesen kann hätt ich natürlich nix dagegen.

      Mir kommts derzeit so vor als ob ich meine Steals häufiger verteidigen muss, bzw meine Openraisng range vom Bu an einigen Tischen runterschrauben sollte. NL25 scheint auf die ersten paar tausend Hände doch um einiges aktiver zu sein
    • askari21
      askari21
      Bronze
      Dabei seit: 27.03.2006 Beiträge: 4.342
      Ich finde nicht das du zuviel Cbetest. Die 72% am Flop sind doch im mittel +EV und 38% Cbet Turn success sind doch super, da hab ich zB nur 33%. (ich spiele btw 82 Flop/57 Turn/53 River und fahre damit super). Also mit dem richtigen Gameplan auf jedenfall ok.

      3bet Range aus MP/CO/SB solltest du looser machen und balancen zumind gegen andere TAGs und gegen Fische lighter 4 Value 3 beten. Der Rest sieht eigendlich super aus 90% SB Fold sind eigendlich ok, wird aber auch noch sinken wenn du die 3bets da anpasst.

      Nur der WWSF (won $ when saw flop) ist mit 44% eindeutig zuniedrig, da kann man aufjedenfall noch was machen. Entweder mehr bluffen oder du foldest zu oft die beste Hand.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Also ich finde das sieht alles sehr solide aus.

      Sehe da nichts unglaublich auffälliges, ich denke von NL25 kann und darf dich das nicht abhalten.

      Viel wichtiger sind die Postflop-SPots, aber da bist du ja beim Hände bewerten schon aktiv. Wenn du das fortsetzt, wirst du NL25 nach kurzer Zeit gut beherrschen.

      Wie shaddiii schon sagte, sollte man Stats nicht zu viel Aufmerksamkeit schenken. Klar ist es hilfreich wenn man hier jetzt sagen könnte "ui, da spielst du aber immer völlig daneben, so wird das nix..."!

      Das sehe ich hier aber nicht so.

      Ich finde es viel wichtiger auf Betsizes zu achten ( ;) ) und konzentriert die SPots zu spielen und zu diskutieren als jetzt zu überlegen ob du in MP vielleicht den EP-Raiser häufiger mal 3-betten könntest. Ich glaube nicht dass das aktuell sehr hilfreich für dich wäre.
    • Anuschka
      Anuschka
      Bronze
      Dabei seit: 13.06.2006 Beiträge: 1.768
      Grösstes Problem ist immer noch sich nicht von der Varianz beeinflussen lassen, sobald mal 2-3 Sessions in Folge mies laufen muss ich regelrecht kämpfen mein Spiel nicht anzupassen. Das war schon früher zu FTP Zeiten so, irgendwie bin ich in der Hinsicht extrem lernresistent.

      Ich finde es viel wichtiger auf Betsizes zu achten


      Seit mit drauf aufmerksam gemacht hast acht ich vermehrt drauf. =)
    • shaddiii
      shaddiii
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 05.04.2009 Beiträge: 6.900
      Die größten Probleme im Poker betreffen so oder so das Mindset, früher oder später, auf die eine oder andere Weise.
    • Guuruu
      Guuruu
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 3.858
      Original von shaddiii
      Die größten Probleme im Poker betreffen so oder so das Mindset, früher oder später, auf die eine oder andere Weise.
      haha, so fking true.
    • Anuschka
      Anuschka
      Bronze
      Dabei seit: 13.06.2006 Beiträge: 1.768
      Original von askari21
      Nur der WWSF (won $ when saw flop) ist mit 44% eindeutig zuniedrig, da kann man aufjedenfall noch was machen. Entweder mehr bluffen oder du foldest zu oft die beste Hand.
      wwsf war auf meinen alten limits immer so bei 47-49. Auf den Micros scheint mir 0815 Valuepoker um einiges angebrachter. Wie oft ich schon Leute von 2nd Pair holen wollte nur um von A high runnergecallt zu werden. Bis man raus hat ob Villan folden kann hat man für gewöhnlich nen halben Stack verbraten, er verschwindet vom tisch und man sieht ihn nie wieder.

      Von Results nicht beeinflussen lassen unds Durchhaltevermögen wenns ma n paar Wochen schlecht läuft wärn echt ma gourmet.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Anuschka
      Original von askari21
      Nur der WWSF (won $ when saw flop) ist mit 44% eindeutig zuniedrig, da kann man aufjedenfall noch was machen. Entweder mehr bluffen oder du foldest zu oft die beste Hand.
      Von Results nicht beeinflussen lassen unds Durchhaltevermögen wenns ma n paar Wochen schlecht läuft wärn echt ma gourmet.
      Und woran liegts dass es nicht funktioniert? ?(

      Du kannst doch deine Session spielen, deine Hände bewerten lassen, an der Theorie arbeiten...das machst du doch auch alles.

      Hatte jetzt eigentlich nicht das Gefühl, dass du ergebnisabhängig denkst bzw. dass diese dein A-Game beeinflussen?
    • Anuschka
      Anuschka
      Bronze
      Dabei seit: 13.06.2006 Beiträge: 1.768
      Das Spiel nicht verändern hab ich mittlerweile einigermaßen im Griff. Ich hab früher noch Small Stakes auf FTP gespielt und im ersten langen "Down" unbewusst am Spiel gefeilt was den Abwärtstrend nur noch beschleunigte. Probleme durch solche Spannen zu grinden hab ich aber immer noch. Damals warns 100k Hände in 2 Monaten bis ich frustriert komplett aufgehört hab.
      Irgendwann warn die Pokererspaarnisse dann grösstenteils aufgebraucht und nun halt der Neustart.

      Die letzten 4 Tage hab ich 1000BB, in Flips/Setups und durch ein bis 2 fragwürdige Entscheidungen, leider zumeist auf NL25 verloren, und ich ertapp mich schon wieder dabei in das Mindset "ich kann bei Pokern einfach nicht gewinnen, das geht doch ewig immer so weiter" rutsche. Wenn man bedenkt dass ich früher NL100 overrolled gespielt hab und 200er recht erfolgreich geshottet wurde sollte man meinen dass ich genug Vertrauen ins eigene Spiel hab um mich von sowas nicht beeinflussen zu lassen. Aber das nagende Gefühl dass einen nur die Varianz nach oben gespühlt hat lässt einen dann doch nicht so ganz los :f_frown:
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Ich denke mal die Gefühle kennt jeder der seit langer Zeit pokert. Up- und Downswings können sehr lange anhalten und lassen einen häufig an seinen Entscheidungen zweifeln.

      Die Gefahr besteht immer, dass man dann vom A-Game abweicht, auch wenn man es gar nicht bekommt. Wenn die Gegner jedes Mal mit suited Connectors 3-bets callen und jedes Mal hitten...dann liegt die Versuchung nach auch etwas aufzuloosen (ohne dabei dann aber auf die speziellen Gegner zu achten).

      Wenn du das außen vor lässt - mehr kannst du nicht machen. Gut spielen, immer besser werden, aufmerksam sein, table selection betreiben, BRM betreiben und auf eine gute samplesize achten (es geht nicht um heute oder die Woche, sondern um größere Zeiträume (bzw. "its one big session").

      Die Hauptgefahr sehe ich immer in der Selbstverständlichkeit. Bei dir klingt es ja auch so durch: "Ich habe NL100 gespielt (und geschlagen), jetzt spiele ich NL10 und NL25...eigentlich müssten mir die Stacks ja nur so zufliegen"). [ich weiß dass du es so nicht meinst, ist überspitzt]

      Ich glaube es würde nicht Schaden, wenn du dich selber mal für Kleinigkeiten "belohnen" würdest. Denn ansonsten werden Glücksgefühle immer seltener:

      => dir gelingt es nicht mit 47s bei einem Preflop AI Aces auszusucken...sowas machst du halt nicht
      => wenn du einen Flip gewinnst, ist es normal
      => wenn du einen Flip verlierst ärgerst du dich
      => wenn du einen Fisch ausnimmst ist es normal
      => wenn du gg einen Fisch verlierst ärgerst du dich doppelt
      => ...

      Es gibt halt wenig Sachen beim Pokern die einen "soliden" Spieler außerdordentlich freuen, dafür sollte man zu rational spielen.

      Also setze dir andere Ziel, versuche dir mal ein paar Ziele zu setzen (achte auf die besten Bluff-3-bets, Bluff-4-bets, Flopraises, Floats etc.) und schaue sie dir nach einer Session an.

      Ich freue mich während einer Session am meisten über gelungene Bluffs, teils auch über misslungene (wenn Villain 20 sec tankt und dann mit 2Pair callt...ok, dann war mein Bluffspot wohl eigentlich recht gut).

      Alles andere lässt mich einigermaßen kalt, wenn ich Preflop mit KK vs AA gewinnne...naja, hatte ich halt mal Glück, aber ich weiß dass es irgendwann (meistens doppelt :D ) zurückschlägt.