eBay-Frage: Garantiefall & Rechnung

    • PaulPanter
      PaulPanter
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2007 Beiträge: 7.972
      Hey,

      ich habe als absoluter Laie mal eine Frage zu eBay, da hier ja doch einige Hobbyjuristen rumlaufen:

      Angenommen ich kaufe (z.B. bei Amazon) einen Gegenstand und verkaufe ihn (als privater Verkäufer!) direkt danach wieder bei eBay. Falls beim Käufer ein Garantiefall eintritt, braucht dieser ja einen Garantiebeleg, d.h. die Rechnung von Amazon, korrekt?

      Kann man irgendwie umgehen, dass der Käufer den Preis sieht, den ICH bei Amazon bezahlt habe? Kann ich sowas schwärzen? Rein rechtlich gesehen ist es wohl wurscht, wenn er sieht, dass ich beispielsweise 50€ weniger bezahlt habe als er, da er ja kein Widerrufsrecht hat bei nem privaten Verkäufer, aber sonderlich happy wird er dann nicht sein...

      Und eine weitere (wichtigere) Frage:
      Bin ich in irgendeiner Weise involviert, falls ein Garantiefall auftritt? Würde ungern nach 1 1/2 Jahren wegen irgendeines Garantiefalls mit dem ich ja nichts (mehr) zu tun habe behelligt werden.

      Danke!

      falls das der falsche Bereich sein sollte, bitte verschieben ;) kA ob das zu "Wirtschaft & Finanzen" passt.

      edit: falscher Threadtitel...
  • 15 Antworten
    • bounced
      bounced
      Bronze
      Dabei seit: 29.12.2006 Beiträge: 2.274
      Warum willst du dem Käufer als privater Verkäufer einen Beleg mitschicken, ist halt sein Pech wenn was kaputt geht.
    • derch3f
      derch3f
      Einsteiger
      Dabei seit: 27.06.2011 Beiträge: 452
      wenn du etwas kaufst um es weiter zu verkaufen handelst du gewerblich und nicht privat
      das solltest du also besser lassen, außer du hast lust auf stress
    • PaulPanter
      PaulPanter
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2007 Beiträge: 7.972
      Naja, wenn ich das ganze nur ~3-5x pro Monat mache glaube ich nicht, dass man das gewerblich nennen muss.

      Als Indiz für gewerbliches Handeln gilt nach der Rechtsprechung:
      Eigenschaft als PowerSeller
      Unterhaltung eines eBay Shops
      Hohe Zahl an Bewertungen in Relation zum Zeitraum der Tätigkeit: Mehr als 100 Bewertungen pro Monat über einen längeren Zeitraum deuten beispielsweise auf eine gewerbliche Tätigkeit hin
      Zahl der aktuellen Verkäufe: Werden über einen längeren Zeitraum ständig viele Artikel verkauft, handelt es sich in der Regel um einen gewerblichen Verkäufer
      Art der verkauften Artikel (Neu- oder Gebrauchtware, Wert): Der Verkauf von mehreren gleichartigen Navigationsgeräten wurde als Nachweis einer gewerblichen Tätigkeit eingestuft
      ein Internetauftritt oder die Verwendung von Werbebeschreibungen, die einen professionellen Eindruck machen


      Original von bounced
      Warum willst du dem Käufer als privater Verkäufer einen Beleg mitschicken, ist halt sein Pech wenn was kaputt geht.
      Damit er die Garantie nutzen kann? Mach das Angebot wesentlich attraktiver imo.

      Aber ich befürchte mein Vorhaben scheitert an den horrenden Verkaufsgebühren bei ebay. 9% wtf.
    • brontonase
      brontonase
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 16.958
      3-5 mal im monat neuwaren verkaufen reicht aus um gewerblich zu sein
    • PaulPanter
      PaulPanter
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2007 Beiträge: 7.972
      war ja nicht meine frage ;)
    • derch3f
      derch3f
      Einsteiger
      Dabei seit: 27.06.2011 Beiträge: 452
      Original von PaulPanter
      Naja, wenn ich das ganze nur ~3-5x pro Monat mache glaube ich nicht, dass man das gewerblich nennen muss.
      muss man nicht, nur könnte ein richter zu der ansicht kommen, und dann hast du nicht nur wegen einer sache stress sondern wegen vielen
      du verkaufst neuware die du kurz vorher selber gekauft hast. durchaus im bereich das möglichen das ein richter (soferns mal stress gibt) sagt du handelst gewerblich


      Original von PaulPanter
      war ja nicht meine frage ;)
      Original von PaulPanter
      Und eine weitere (wichtigere) Frage:
      Bin ich in irgendeiner Weise involviert, falls ein Garantiefall auftritt? Würde ungern nach 1 1/2 Jahren wegen irgendeines Garantiefalls mit dem ich ja nichts (mehr) zu tun habe behelligt werden.
      war doch deine frage ?(


      und zu der sache mit der rechnung:
      ich würde mal behaupten auf ne rechnung gehört ein preis, wenn du also schreibst du lieferst die rechnung mit dann kann man davon ausgehen das dort der preis ersichtlich ist, ist er es nicht könnte man den ganzen kauf evtl deswegen schon rückabwickeln
    • ProJoe
      ProJoe
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2007 Beiträge: 591
      Wenn Du rein als Privatverkäufer auftrittst, dann schau Dir das hier mal an:
      ebay

      Es ist unerheblich, wie viele Artikel Du bei ebay verkaufst, wenn Du Gewinn damit machen willst, ist es gewerblich.
      Wenn das Finanzamt Dich in die Finger kriegt, dann viel Spaß.

      Solltest Du etwas verkaufen, was auch gewerbliche Verkäufer anbieten, dann bist Du schnell auf deren Beobachtungsliste und die beobachten Deine Verkäufe schon sehr genau.
      Sollten die feststellen, daß Du öfter den gleichen Artikel anbietest, ohne Widerrufsrecht und der gleichen, dann kannst Du Dir sicher sein, daß sie die Sache weiterleiten.
      Denn damit verschaffst Du Dir einen Wettbewerbsvorteil und das lassen sich andere Händler nicht so einfach gefallen.

      Also wäre ich vorsichtig, als Privatverkäufer auszutreten, wenn es nicht wirklich privat ist.
    • PaulPanter
      PaulPanter
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2007 Beiträge: 7.972
      Okay, habe befürchtet, dass der Thread in die Richtung abdriftet ;)

      Dann mal Themawechsel. Lohnt sich der Aufwand überhaupt (= ist es +EV) gewerblicher Verkäufer zu "werden", wenn man das wirklich nur ein paar Mal pro Monat machen will, um ein paar Euros abzugreifen?

      Gewerbeanmeldung wäre ja noch kein Problem, aber den ganzen Aufwand (vor allem Risiko) mit Widerrufsrecht, Garantie & Gewährleistung aufzunehmen? Das macht das ganze dann wohl recht unattraktiv, oder?
    • Spielstephan
      Spielstephan
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2008 Beiträge: 1.182
      exakt
    • derch3f
      derch3f
      Einsteiger
      Dabei seit: 27.06.2011 Beiträge: 452
      kommt wohl auf die gewinnspanne an ;)
      du musst halt bedenken das du widerrufsrecht + gewährleistung bieten musst, und außerdem noch steuern zahlen darfst
      nehmen wir an du kaufst bei amazon was für 100€, kannste 19€ mehrwertsteuer absetzen, zahlst also effektiv 81€. verkaufste das ding für 150€ wären das theoretisch ca 70€
      von den 150 darfste aber erstmal ca 30€ mwst ans finanzamt abdrücken, dann noch so 15€ ebay gebühren (ka ob das brutto oder netto ist), dann bleiben dir also noch 25€ gewinn welchen du natürlich noch als einkommen versteuern musst
      dazu dann eben noch der stress wenn artikel zurück kommen, zahlungsausfälle, der verwaltungsaufwand fürs gewerbe etc...

      also es lohnt sich sehr wahrscheinlich nicht ;)
    • ProJoe
      ProJoe
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2007 Beiträge: 591
      Original von derch3f
      kommt wohl auf die gewinnspanne an ;)
      du musst halt bedenken das du widerrufsrecht + gewährleistung bieten musst, und außerdem noch steuern zahlen darfst
      nehmen wir an du kaufst bei amazon was für 100€, kannste 19€ mehrwertsteuer absetzen, zahlst also effektiv 81€. verkaufste das ding für 150€ wären das theoretisch ca 70€
      von den 150 darfste aber erstmal ca 30€ mwst ans finanzamt abdrücken, dann noch so 15€ ebay gebühren (ka ob das brutto oder netto ist), dann bleiben dir also noch 25€ gewinn welchen du natürlich noch als einkommen versteuern musst
      dazu dann eben noch der stress wenn artikel zurück kommen, zahlungsausfälle, der verwaltungsaufwand fürs gewerbe etc...

      also es lohnt sich sehr wahrscheinlich nicht ;)
      1Also das mit der Umsatzsteuer brauchst Du nicht zu machen: Kleinunternehmerregelung :)
    • wohaj
      wohaj
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2006 Beiträge: 629
      als privater Händler: entweder

      du schreibst dabei "keine Rechnung vorhanden", dann bist du eh aus der nummer, wirst aber weniger Geld bekommen

      oder

      du wickelst möglichen Schaden über dein Amazonkonto ab, denn er kann möglichen Schaden nicht über seinen Namen mit deinem Namen auf der Rechnung abwickeln

      oder

      du lässt die Rechnung auf seinen Namen umschreiben - das geht, einfach mal Amazon Hotline anrufen, wobei es tricky werden wird, solltest du das jeden Monat 10* machen...


      der Stress ist das alles meisst nicht wert - Verkaufsprovision Ebay kommt dazu + Sofortkauf kostet auch nochmal extra... usw. usw. + Käufer drehen wegen irgend einer kleinen Scheisse durch, wie in dem Fall niedriger Preis Amazon.

      Hab letztens eine Kamera aus einer Neueröffnung eines Elektroladens mit 50 Euro Gewinn verkauft, Kassenbeleg gabs dazu - der Affenjunge hat es einfach nicht kapiert und fing an zu erzählen B-Ware etc. und wollte negativ bewerten...


      ps bei Ebay laufen auch einige als Privathändler rum, die mehrere neue Produkte / Monat verkaufen... das könnte demnach durchgehen, solange du es nicht übertreibst....
    • Pokersaft
      Pokersaft
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 02.03.2006 Beiträge: 25.216
      5x monatlich über einen längeren Zeitraum, ist für mich imo ein Kleingewerbe. Aber geh zu einem Anwalt oder nem Steuerberater und gehe auf Nummer sicher!
      Ich denke, der Aufwand wird sich nicht lohnen.
    • klausschreiber
      klausschreiber
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 5.773
      Original von wohaj
      du wickelst möglichen Schaden über dein Amazonkonto ab, denn er kann möglichen Schaden nicht über seinen Namen mit deinem Namen auf der Rechnung abwickeln

      oder

      du lässt die Rechnung auf seinen Namen umschreiben - das geht, einfach mal Amazon Hotline anrufen, wobei es tricky werden wird, solltest du das jeden Monat 10* machen...
      wenn der Amazon-Artikel als Geschenk gekennzeichnet wurde, ist auch für den Empfänger eine Rückgabe möglich (allerdings bekommt er dann nur einen Geschenkgutschein) und man kann glaub auch auswählen, dass der Preis nicht auf dem Lieferschein erscheint
    • eplc
      eplc
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2005 Beiträge: 8.667
      Grundsätzlich hat der Abkäufer keinerlei Ansprüche gegen Amazon. Das geschieht bloß aus Kulanz.
      Das bedeutet, dass du als Privatverkäufer immer, und auch nur du, der Anspruchsgegner bei Gewährleistungsfällen bist. Amazon tut das hier nur, da ansonsten über dich rückabgewickelt werden würde und das für sie keinen erheblichen Vorteil bringt, sondern bloß zusätzliche Mühe für dich. Gleichzeitig kannst du dich aber in einigen Fällen auch schadlos beim ursprünglichen Verkäufer halten.
      Eine Garantie hat damit übrigens nichts zu tun.