PT daten ab wie viel Händen aussagekräftig ?

  • 5 Antworten
    • peppard
      peppard
      Bronze
      Dabei seit: 01.05.2005 Beiträge: 379
      Hier mal ein paar Rechnungen dazu:

      Tendenzen kann man sicher schon eher erkennen, aber für halbwegs sichere Einschätzungen sind 500 Hände schon nötig.
      Hier sind mal die 95%-Konfidenzintervalle für n=200 Hände.


      Also wenn zum Beispiel bei 200 Händen für einen Gegner ein VPIP von 25% in der Datenbank vorliegt, dann liegt der wahre VPIP dieses Gegners mit 95%iger Wahrschenlichkeit zwischen 19 und 31%. Also noch recht grob ...
      Bei n=500 verkleinert sich dieses Intervall auf 21 bis 29%.

      Für PFR und WTSD, also alle einfachen Anteile, kann man dies natürlich genauso verwenden (bei WTSD n=Anzahl an gesehenen Flops, was natürlich i.d.R. deutlich kleiner als die Anzahl der Hände ist).

      Das StarCalc (OpenOffice) Dokument dazu zum eigenen Berechnen liegt hier:
      Konfidenz.sxc (Konvertierung zu Excel war mir zu mühselig, Screenshot sind nur Zahlen ohne Formeln ...)

      Beim Postflop AF liegt die Sache etwas anders, da dies ein Quotient ist, in dem Zähler und Nenner geschätzt werden und er nicht auf der Anzahl der (Postflop) Hände sondern der Aktionen beruht. Hier ist es entscheidend, wie gut der Nenner geschätzt wird, also der Anteil von Calls. Für exakte Ergebnisse muss ich das noch genauer überlegen. Jedenfalls muss man bei hohen AF-Werten (wenige Calls) eine wesentlich größere Ungenauigkeit unterstellen, als bei kleinen AF-Werten.
    • ciRith
      ciRith
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2005 Beiträge: 18.556
      klasse tabelle :)

      dennoch versteh ich da nur bahnhof ..
      wo sieht man was?
    • peppard
      peppard
      Bronze
      Dabei seit: 01.05.2005 Beiträge: 379
      OK, vielleicht ist noch eine kleine Erklärung nötig.

      p^ sei der betreffende Wert aus der Datenbank, also z.B. der VPIP oder PFR eines Gegners und n die Anzahl Hände in der Datenbank.
      Dann liegt der wahre Wert p mit 95%iger Wahrscheinlichkeit zwischen den zugehörigen Werten in den Spalten unterer und oberer Grenze.

      Der Screenshot ist nun nur ein Auszug für n=200 Hände und einige Werte von p^. Um meine Werte für n=500 zu sehen, muss man in dem Spreadsheet in OpenOffice eben die Zahl 500 statt 200 eingeben. Entsprechend kann man natürlich noch den konkreten Wert für p^ eingeben und auch das Konfidenzniveau ändern, z.B. auf 0.9.

      In der Spalte Warnung erscheint eine Meldung, falls die Kombination von n und p^ nicht geeignet ist, die angewandte Approximation mit der Normalverteilung zu verwenden.

      Hope that helps
    • ciRith
      ciRith
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2005 Beiträge: 18.556
      das hilft mir sehr ;)
      so finde ich das alles auch sehr logisch :)

      klasse teil danke dir

      EDIT: der link tuts nich
    • peppard
      peppard
      Bronze
      Dabei seit: 01.05.2005 Beiträge: 379
      Link ist korrigiert