Probleme mit Swings

    • BelArk
      BelArk
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 47
      Hey Leute, ich hoffe, dass ich mit der Problematik als Einsteiger hier richtig bin.

      Mein Problem ist, dass ich angefangen hab, richtig Poker zu lernen mithilfe von Pokerstrategy und bin, wies sich als Anfänger gehört, noch schlecht, und vor allem unerfahren.

      Ich möchte die Gelegenheit mal nutzen, um dem Team von Pokerstrategy zu danken. Euer Angebot und euer Team find ich echt top!

      Aber zu meinem Problem:
      Als Anfänger hab ich 0 Gefühl für samplesizes und sowas. Mir wurde nur mal gesagt, dass 6000Hände nichts aussagen, was ich auch gut einsehen kann. Mein momentaner Verlauf ist, dass 3k Hände down bin, dann über 7k up, 4k down.
      Nach ca. 14k Händen bin ich bei status quo. Oder eher bei +3$.

      Hatte bei 1/2cent NL BSS gespielt und irgendwann den Bogen vermeintlich gut rausgehabt. Bin aufgestiegen, da nen guten Upswing gehabt und nun total am downswingen.

      Ganz klar - ich muss an meiner mentalen Stabilität arbeiten, aber mein größtes Problem ist, dass ich Schwierigkeiten hab, mir die Umfänge richtig bewusst zu werden. Wann ist etwas ein Swing, wann Fehler, wann liegts an mir oder am Glück. Und vor allem - wie lange man sein Pech aussitzen/Glück nutzen muss oder wie kacke eine Session laufen kann, wenn man wirklich optimal spielt (das schließe ich bei mir noch aus, aber meine Fehlerrate wird meines bisherigen Wissenstandes geringer).



      Sorry für den langen Text, aber das ist eine Sache, die mich beim Poker heftig bewegt.
      Mich würde es freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt und einen Einblick gebt, wie eure Karrieren bisher aussehen, gerade was den Umfang eurer gespielten Hände angeht, wie lange eure Swings gehen oder vllt. noch ein paar Hinweise und Tipps für mich.

      MFG
      Alex
  • 7 Antworten
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Ich sage es mal grob: Mache dir um irgendwelche Swings keine Sorgen, du solltest wissen dass sie da sind, aber es anfangs nicht überbewerten.

      Der Grund klingt etwas hart: Gerade zu Beginn schiebt man alles auf Swings (die es selbstverständig gibt und die auch Übel zuschlagen können!). Die Wahrheit ist aber, dass die meisten Beginner einfach nicht gut genug spielen!

      Sie machen zu viele Fehler, wählen falsche Betsizes, falsche Spots für Bluffs, achten nicht auf ihre Gegner etc.

      Und das gilt es abzustellen!

      Daher kann ich dir nur raten:

      => Beschäftige dich mit der Theorie, vor allem wenn du mit ihr anscheinend gut zurecht kommst (ich nehme das Lob im Namen aller Mitarbeiter mal dankend entgegen ;) ).

      => Beschäftige dich mit deinen Händen: Lasse in den HB-Foren soviel wie möglich bewerten, arbeite aktiv an deinem Spiel. Damit wirst du Schritt für Schritt besser

      Das sind erstmal die wichtigsten Schritte, alles andere kommt später.


      Tip 1: Swings können durchaus 100k Hände und länger dauern...

      Tip 2: Vielleicht hilft das nochmal als Ansporn: http://de.pokerstrategy.com/strategy/weekly-no-limit/1542/1/


      Dann sehen wir uns in den HB-Foren. ;)
    • BelArk
      BelArk
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 47
      Krass, der Artikel ist echt super. :f_biggrin:

      Vielen dank dir! Zur Zeit sieht meine Kurve zwar noch sinus-förmig aus, aber denke, dass sich das nun bessern wird.

      Hab mich vorerst zum cashout entschieden, damit ich vom BR zwangsweise absteigen muss. Und um alles weitere, was du mir genannt hast, werd ich mich bemühen!

      MFG
      Alex
    • Ypsi
      Ypsi
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2007 Beiträge: 2.721
      Einfach lernen und weitermachen, BRM nicht vernachlässigen.
      Ich dachte im Januar, ich sehe auch nciht richtig, 25 Stacks down innerhalb von 10k Hände(Pech und Tilt?). Aber inzwischen sieht es wieder gut aus(im + inkl Rakeback)

    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von BelArk
      Hab mich vorerst zum cashout entschieden, damit ich vom BR zwangsweise absteigen muss. Und um alles weitere, was du mir genannt hast, werd ich mich bemühen!

      MFG
      Alex
      Verstehe ich nicht ganz.

      Du musst vom BRM her absteigen - das ist ja kein beinbruch. Jeder muss mal auf- und absteigen, das lässt sich langfristig nicht verhindern.

      Aber warum casht du dann aus? Damit setzt du dein eigenes BRM ja wieder unter Druck und es erschwert dir den Wiederaufstieg!? ?(
    • m3ta
      m3ta
      Bronze
      Dabei seit: 01.04.2009 Beiträge: 1.240
      Kämpf mich auch durch den DS ^^ lezten Monat irgendwo zieschen 35 und 40 Stacks unter EV :f_cry:

      Bin jetzt auch mal abgestiegen, BR hätt ich noch genug, aber ich brauch wieder mal ein Erfolgserlebnis ^^

      Hat auch schon gut angefange 22k Hände die lezten zwei Tage

      WR 3.5bb/100
      EV-WR 12bb/100

      Weiter gehts :)
    • BelArk
      BelArk
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 47
      25Stacks down tut schon weh. Hoffe, dass es nicht persönlich genommen wird, aber mich erleichterts schon, dass scheinbar jeder mal vor dem Problem steht. ^^

      Beim cashout hab ich ca. 2/5 meines BRs rausgenommen, also in meinem Fall 25/55$. Bin anfangs mit 50$ aufgestiegen. Zu Beginn ging das auch gut ,aber als ich dann wieder ca. 10Stacks verloren hab und wieder auf 55$ runter war, wurde ich aus Unsicherheit viel zu weak.

      Ich kenn mich dahingehen gut genug, dass irgendwann wieder der Punkt kommt, an dem es paar Tage wieder gut läuft und ich mir denke "ach nun sollte ich wieder sicher genug sein zum Aufstieg." Und dann das Selbe nochmal...
      Durch den Cashout verhindere ich solche Gedanken, weil trotz paar guter Tage mein BR immernoch zu niedrig sein wird und ichs auch nicht mehr durch aggressives BRM begründen kann.

      Aber hab gemerkt, dass der Abstieg echt gut tut. Es fällt mir nun wieder viel leichter, richtige Entscheidungen zu treffen und Gegner nicht mehr überzubewerten. Ich bemerke bei mir das Problem, dass sich für mich ein 4$ Stack nach viel mehr anfühlt als ein 2$ Stack und ich mich gar nicht traue, richtig damit zu spielen.

      Kennt ihr das Problem und habt ihr da vielleicht einen Tipp für die Zukunft? Ich dachte mir, ich regel das in Zukunft durch ein konservatives BRM.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von BelArk
      25Stacks down tut schon weh. Hoffe, dass es nicht persönlich genommen wird, aber mich erleichterts schon, dass scheinbar jeder mal vor dem Problem steht. ^^

      Beim cashout hab ich ca. 2/5 meines BRs rausgenommen, also in meinem Fall 25/55$. Bin anfangs mit 50$ aufgestiegen. Zu Beginn ging das auch gut ,aber als ich dann wieder ca. 10Stacks verloren hab und wieder auf 55$ runter war, wurde ich aus Unsicherheit viel zu weak.

      Ich kenn mich dahingehen gut genug, dass irgendwann wieder der Punkt kommt, an dem es paar Tage wieder gut läuft und ich mir denke "ach nun sollte ich wieder sicher genug sein zum Aufstieg." Und dann das Selbe nochmal...
      Durch den Cashout verhindere ich solche Gedanken, weil trotz paar guter Tage mein BR immernoch zu niedrig sein wird und ichs auch nicht mehr durch aggressives BRM begründen kann.

      Aber hab gemerkt, dass der Abstieg echt gut tut. Es fällt mir nun wieder viel leichter, richtige Entscheidungen zu treffen und Gegner nicht mehr überzubewerten. Ich bemerke bei mir das Problem, dass sich für mich ein 4$ Stack nach viel mehr anfühlt als ein 2$ Stack und ich mich gar nicht traue, richtig damit zu spielen.

      Kennt ihr das Problem und habt ihr da vielleicht einen Tipp für die Zukunft? Ich dachte mir, ich regel das in Zukunft durch ein konservatives BRM.
      Also ich finde es nicht die richtige Entscheidung. ;)

      Ich unterstelle einfach mal, dass du finanziell jetzt nicht auf die paar $ angewiesen bist. Wenn dem nicht so ist, dann solltest du in dich investieren!

      Dein Ziel muss es doch sein:

      => gute BRM zu haben
      => Swings zu verkraften
      => schnellstmöglich in den Limits aufzusteigen

      Gerade auf den ganz kleinen Limits solltest du durch konzentriertes spielen erstmal durchkommen. Zumindest NL25 mit einer guten BR sollte das Ziel sein, ich behaupte mal dass das jeder schaffen kann der hier gut mitarbeitet.

      Ab da kannst du dann überlegen, natürlich ist dann auch etwas Geld vorhanden was sich lohnen würde auszucashen. ABer bei deiner aktuellen BR sehe ich das nicht als sinnvoll an.

      Denke einfach nicht an das Geld sondern spiele nach deinem BRM und denke in BBs.

      Ich denke daher du gehst da in die falsche Richtung, denn ob dich die 25$ nun so glpcklich machen?

      (Nicht falsch verstehen, auch 25$ sind Geld, aber wenn das für dich wirklich so wichtig ist, dann wirst du über kurz oder lang beim Pokern natürlich ein Problem haben. Deine BR sollte deine Wohlfühlzone sein, im Klartext: Ist morgen alles weg, ist es zwar Mist, aber es wird dein "normales" finanzielles Leben nicht hart beeinflussen).