Anwaltskanzlei Rasch - Unerlaubte Verwertung geschützter Tonaufnahmen

    • Soulblade80
      Soulblade80
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 188
      Hi zusammen,

      Habe Post von der Anwaltskanzlei Rasch bekommen. Mir wird vorgeworfen das Album "Beyond Heaven or Hell" von Volbeat zum Upload bereit gestellt zu haben. Und zwar am 31.12.2011, 17:25h.

      Fakt ist, dass ich bei keiner Tauschbörse aktiv bin und keine entsprechende Software auf meinem Rechner installiert ist. Ich habe dieses Album als CD gekauft und auf mein Labtop kopiert.

      Fakt ist auch, dass zu genannter Zeit niemand in meiner Wohnung war, Ich mein Labtop mit in Österreich hatte und von ermittelter IP-Adresse kein Upload von meinem Labtop erfolgt sein kann. Mein W-Lan ist natürlich verschlüsselt.

      Nun kam diese Standard- Unterlassungserklärung mit der Aufforderung 1200,- zu bezahlen. Bis zum 9.02.12 habe Ich Zeit diese zu verschicken.

      Was mich stutzig macht: Das Schreiben ist schon die 1. Mahnung, will heissen, Ich müsste schon einmal ein Schreiben bezüglich der Vorwürfe erhalten haben, was nicht der Fall war. Ich denke, die Kanzlei schickt gleich mal eine 1.Mahnung um Druck auf mich auszuüben, da Ich jetzt nur noch 2 Tage Zeit hab etwas zu unternehmen.

      What's my Line?
  • 16 Antworten
    • Sunfire
      Sunfire
      Bronze
      Dabei seit: 02.09.2006 Beiträge: 3.394
      wenn du dir wirklich hundertprozentig sicher bist, dass du unschuldig bist würde ich es ignorieren bis sie zum Gericht gehen. So weit werden sie aber wohl nicht gehen.
      Mit denen zu reden hat vermutlich wenig sinn.
    • Zinsch
      Zinsch
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2008 Beiträge: 11.826
      Wenn du dir absolut nichts vorzuwerfen hast, dann ignoriere es einfach.

      Höchstens wenn eine Mahnklage kommt, muss man dagegen Einspruch erheben (ist zumindest so in Österreich), wenn du nicht zahlen willst.

      Edit: Also erst, wenn was von einem Gericht kommt, solltest du darauf antworten und Einspruch erheben.
    • zinne26
      zinne26
      Bronze
      Dabei seit: 04.04.2011 Beiträge: 834
      Gar nichts machen ist erstmal falsch.
      Einfach unterschreiben und zahlen natürlich auch.


      Leider muss man dir hier den Besuch oder den Anruf bei einem Fachanwalt empfehlen.

      Es gibt da die schlimmsten Fälle wo die Leute zahlen mussten, z.b. auch wenn sie keinen PC besitzen oder ähnliches.

      Die kurzen Fristen sind dafür da dir Angst zu machen damit du unüberlegt handelst.
      Nichts überstürzen!

      Die Frage ist ja jetzt: Wie kommen die auf dich, wie kann es sein, dass du durch eine Kopie die ja offline gemacht wurde die deine IP und da drüber deine Adresse bekommen haben?

      Im Prinzip ist das nicht möglich, die müssen dir ja auch Nachweisen wie die an deine IP gekommen sind und ein Richter muss beschlossen haben, dass dein Provider deine Daten dazu raus gibt.

      Weigert man sich auf der Gegenseite komplett zu solch einer Sache würde ich jeder Mahnung einfach nur widersprechen.
      Die werden dann mahnen bis ein Schreiben vom Amtsgericht kommt, damit wollen die einen Titel gegen dich erwirken. Auch dann noch keine Angst haben, diese Schreiben vom Amtsgericht gehen auf Antrag und ohne Prüfung raus, d.h. der Titel wird wirksam sobald du nicht reagiest, geprüft wird auf Widerspruch.
      Diesen Widerspruch musst du dann fristgerecht einreichen (ein Vordruck dazu liegt dem Schreiben bei) und jetzt stellt sich die Frage ob es für die Kanzlei überhaupt noch sinnvoll ist dies durchzubringen.
      Immerhin muss dies von Fall zu Fall entschieden werden und die Sache ist mehr als unklar, anders wie bei den meisten anderen Sachen die das Amtsgericht sonst behandelt.

      Man muss immer bedenken, die machen so lange weiter wie es nur Porto kostet und wenig Aufwand macht, bekommen die Widerstand lohnt es sich mehr den nächsten anzuschreiben.
    • Temmi
      Temmi
      Bronze
      Dabei seit: 15.09.2005 Beiträge: 1.054
      http://www.wbs-law.de/rasch-rechtsanwaelte/?gclid=CPnQnoSdjK4CFQMYzQodqDY4Hw

      oder selber mal alles hier durchlesen:
    • Soulblade80
      Soulblade80
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 188
      Original von zinne26


      Die Frage ist ja jetzt: Wie kommen die auf dich, wie kann es sein, dass du durch eine Kopie die ja offline gemacht wurde die deine IP und da drüber deine Adresse bekommen haben?

      Im Prinzip ist das nicht möglich, die müssen dir ja auch Nachweisen wie die an deine IP gekommen sind und ein Richter muss beschlossen haben, dass dein Provider deine Daten dazu raus gibt.
      Heisst das, Ich soll die Kanzlei Rasch anschreiben und erstmal erfragen woher sie an diese Informationen kommen?
    • zinne26
      zinne26
      Bronze
      Dabei seit: 04.04.2011 Beiträge: 834
      Original von Soulblade80
      Original von zinne26


      Die Frage ist ja jetzt: Wie kommen die auf dich, wie kann es sein, dass du durch eine Kopie die ja offline gemacht wurde die deine IP und da drüber deine Adresse bekommen haben?

      Im Prinzip ist das nicht möglich, die müssen dir ja auch Nachweisen wie die an deine IP gekommen sind und ein Richter muss beschlossen haben, dass dein Provider deine Daten dazu raus gibt.
      Heisst das, Ich soll die Kanzlei Rasch anschreiben und erstmal erfragen woher sie an diese Informationen kommen?
      Ne, das sollte ein Anwalt machen, bzw. frag mal einen Anwalt was genaues dazu.

      Ich weiß nur, dass das in der Abmahnung normalerweise schon dabei ist, bzw. sein sollte.

      edit sagt:
      Da sieht man es mal, wieder nur Laien-Infos von mir ;-)

      Eine Abmahnung dient zur Abwendung eines gerichtlichen Verfahrens, d.h. ich kann mir nicht vorstellen, dass die da zu irgendwas verpflichtet sind was die Beweise angeht.
      Ändert allerdings nichts da dran, dass dein Provider nur über einen Beschluss deine Daten rausgeben darf.

      Ich bleibe aber dabei, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine Kanzlei die nichts anderes macht als diese Schreiben in Massen rauszugeben wirklich einen "richtigen" Rechtsstreit haben möchte.
    • Starfighter99
      Starfighter99
      Gold
      Dabei seit: 04.04.2011 Beiträge: 4.200
      Die wollen dich obv. scammen.

      Schriftlich Widerspruch einlegen und tee trinken bis was vom Gericht kommt, was wohl nich passieren wird.
    • Krach-Bumm-Ente
      Krach-Bumm-Ente
      Black
      Dabei seit: 01.05.2006 Beiträge: 10.405
      Kann man eigentlich gegen diese Kanzleien rechtlich auch vorgehen? Ist ne mega asoziale Line die die abziehen und ist doch sicher auch im Interesse der "korrekten" Juristen, solche schwarze Schafe aus dem Verkehr zu ziehen und den eigenen Ruf zu wahren?
    • DerBobs
      DerBobs
      Bronze
      Dabei seit: 01.08.2006 Beiträge: 9.909
      google mal nach der kanzlei. bin mir sicher du wirst viele einträge dazu finden.
    • Shiyanying
      Shiyanying
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2011 Beiträge: 178
      FÜR ANWÄLTE GANZ UNTEN IM POST SCHAUEN. UNBEDINGT RECHTSANWALT KONTAKTIEREN!

      Direkt Rechtsanwälte Solmecke (WBS Law), Thomas Stadler oder Udo Vetter (LawBlog) anschreiben. Dies ist keine Rechtsberatung, alle drei genannten Anwälte sind hoch kompetent und räumen solche Forderung schnell und unkompliziert aus dem Weg. Daher :
      Direkt zurückfeuern.

      Die folgenden Schilderungen sind keine Rechtsberatung, sondern entsprechen meiner Erfahrung und Tatsachenberichten

      Wichtig : Gab es bereits ein staatsanwaltlich eingestelltes Verfahren?

      Von den Anwälten wird folgendes gemacht :

      Es wird ein vierseitiges Schreiben zurück geschrieben. In diesem wird folgendes angemahnt :

      1. Die Erhebung der IP Adresse hat bewiesenermaßen oft durch technische Besonderheiten keine 100%ige beweissicherheit. Diese Fehler können oft nachgewiesen werden, daher ist es zwingend erforderlich, die Sicherheit der Software und Firma nachzuweisen. Hierbei sollte darauf Rücksicht genommen werden, dass Erfolg und Gewinnabsicht auf Provisionsbasis, wie üblich, einen Interessenkonflikt darstellt. Es wird darauf hingewiesen


      2. Der Inhaber des Anschlusses hat nicht und wird niemals urheberrechtlich geschütztes Material herunterladen und hat seinen Anschluss dementsprechend geschützt. Der Vorwurf entbehrt daher jeglicher Realität. Das WLAN des Mandanten ist up to date, kann aber gehackt worden sein. Es ist daher möglich, dass hier ein Missbrauch stattfand, dieser jedoch aufgrund Passwortnutzung NICHT absehbar war. (Wichtig. Default Passwort hat schon Störerhaftung mit sich gebracht.) Daher ginge, selbst wenn eine Störerhaftung zu bejahen wäre (Was laut LG Mannheim nicht der Fall ist), eine Schadenersatzklärung ins Leere und es wäre nur möglich, einen Unterlassungsanspruch zu verlangen.


      3. Die geforderte Summe ist zu hoch, der Streitwert falsch. Hier wird auf zurechtstutzende Urteile hingewiesen.

      4. Im Zusammenhang mit den zu hohen Streitwerten wird dem gegnerischen Anwalt angemahnt, dass eine No-Cost und Provisionsstrategie für seine Mandanten, wie sie in der PRaxis der Fall ist, rechtswidrig und sittenwidrig sein kann. Da die Streitwerte schon zu hoch sind und die Mandanten im Normfall nur bei Erfolg einer Abmahnung zahlen, ist in der Regel die Möglichkeit gegeben, dass es einen Rechtsverstoss bei der Rechtsanwaltsvergütungsordnung durch den Abmahner gibt. Da die Abmahnkosten, sofern der betreffende nicht zahlt, nicht vom Rechteinhaber zu zahlen sind, sind diese Abmahnkosten auch nicht an den Abgemahnten weiterzugeben. Die Rechtsanwaltskosten sind also nicht nur durch Streitwert zu hoch aufgeblasen, sondern auch dadurch, dass die Geschäftsgebühr in diesem Fall nur eine 0,8 Geschäftsgebühr sein darf.

      5. Stellt sich die Frage, warum die Schutzklausel des §97 Urheeberechtsgesetz mit einer Drosselung der Abmahnkosten keine Bewandnis haben soll.

      6- Es wird darauf hingewiesen, dass der "fliegende Gerichtsstand" wie er in Internetfällen oft praktiziert wurde, nicht mehr praktiziert wird bzw. es ihn gar nicht gibt. Aus diesem Grund wird jede Klage vor einem "genehmen" Gericht bereits an diesem Umstand scheitern.

      7. Es wird sofort verlangt, eine Aufstellung nach §34 Datenschutzgesetz zu übersenden, in der jegliche Daten, die die Kanzlei und das jeweilige Unternehmen hält, sofortig zur Verfügung zu stellen. Bei Zuwiderhandlung ist eine Schadenersatz- und Unterlassungsklage unabdingbar. Hierbei wird darauf hingewiesen, dass die lückenlose Dokumentation des Falles, wie bereits anfangs erwähnt, hiermit eingeschlossen ist. Sollte sich daraus ergeben, dass die Beweiserhebung der Gegenseite nicht sicher ist, wie das LG Frankfurt am Main bereits einmal darlegte, hält man sich Schadenersatzansprüche nach §7 BDSG vor.


      Es gibt da die schlimmsten Fälle wo die Leute zahlen mussten, z.b. auch wenn sie keinen PC besitzen oder ähnliches.


      Solche Sachen gehören aber der Vergangenheit an. Hier muss man agressiv mit seinem Anwalt gegen arbeiten.

      Eine modifizierte Unterlassungserklärung, wie von den Anwälten im Vordruck gegeben, kann man durchaus abgeben. Denn im Endeffekt erfüllen sie eben die Tatsache, dass man Unterlassung erklärt, ohne sich rechtsverbindlich so richtig auf irgend etwas einzulassen.
      Damit umgeht man die Unterlassungsklagen, die weit mehr Erfolg haben können als die Schadenersatzklagen.
      Ich kanns nur nochmal sagen, geht zu einem folgender Anwälte :

      Wilde Beuger & Solmecke :

      http://www.wbs-law.de/

      Thomas Stadler :

      Blog : http://www.internet-law.de/
      HP : http://www.afs-rechtsanwaelte.de/rechtsanwaelte/thomas-stadler.php


      Oder meinem Anwalt, auch in solchen Fällen bekannt :

      Blog : http://www.law-blog.de
      HP : http://www.vetter-mertens.de/
    • nornof
      nornof
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2007 Beiträge: 2.397
      Original von Shiyanying
      Es gibt da die schlimmsten Fälle wo die Leute zahlen mussten, z.b. auch wenn sie keinen PC besitzen oder ähnliches.


      Solche Sachen gehören aber der Vergangenheit an. Hier muss man agressiv mit seinem Anwalt gegen arbeiten.
      Das ist so nicht richtig. Erst vor ein paar Monaten gabs ein Urteil wo eine ältere Dame zum SE verpflichtet war, obwohl sie keinen PC zur Verfügung hatte zur Tatzeit.

      Der Anspruchsteller muss lediglich darlegen, dass eine unerlaubte Handlung über den Anschluss erfolgt ist. Der Anschlussinhaber ist also solcher zunächst grundsätzlich haftbar für Schäden die über seinen Anschluss erfolgen (Störerhaftung). Hiervon kann er sich nur befreien, wenn er nachweisst, dass sein Anschluss dem Stand der Technik nach ausreichend gegen unbefugte Zugriffe gesichert ist (WPA2 Verschlüsselung und so nen Krams). Hierfür trägt aber der Anschlussinhaber die Beweislast!
      Pauschal zu sagen das solche Fälle der Vergangenheit angehören ist einfach falsch.
    • Soulblade80
      Soulblade80
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 188
      Original von Shiyanying
      FÜR ANWÄLTE GANZ UNTEN IM POST SCHAUEN. UNBEDINGT RECHTSANWALT KONTAKTIEREN!

      Direkt Rechtsanwälte Solmecke (WBS Law), Thomas Stadler oder Udo Vetter (LawBlog) anschreiben. Dies ist keine Rechtsberatung, alle drei genannten Anwälte sind hoch kompetent und räumen solche Forderung schnell und unkompliziert aus dem Weg. Daher :
      Direkt zurückfeuern.

      Die folgenden Schilderungen sind keine Rechtsberatung, sondern entsprechen meiner Erfahrung und Tatsachenberichten

      Wichtig : Gab es bereits ein staatsanwaltlich eingestelltes Verfahren?

      Von den Anwälten wird folgendes gemacht :

      Es wird ein vierseitiges Schreiben zurück geschrieben. In diesem wird folgendes angemahnt :

      1. Die Erhebung der IP Adresse hat bewiesenermaßen oft durch technische Besonderheiten keine 100%ige beweissicherheit. Diese Fehler können oft nachgewiesen werden, daher ist es zwingend erforderlich, die Sicherheit der Software und Firma nachzuweisen. Hierbei sollte darauf Rücksicht genommen werden, dass Erfolg und Gewinnabsicht auf Provisionsbasis, wie üblich, einen Interessenkonflikt darstellt. Es wird darauf hingewiesen


      2. Der Inhaber des Anschlusses hat nicht und wird niemals urheberrechtlich geschütztes Material herunterladen und hat seinen Anschluss dementsprechend geschützt. Der Vorwurf entbehrt daher jeglicher Realität. Das WLAN des Mandanten ist up to date, kann aber gehackt worden sein. Es ist daher möglich, dass hier ein Missbrauch stattfand, dieser jedoch aufgrund Passwortnutzung NICHT absehbar war. (Wichtig. Default Passwort hat schon Störerhaftung mit sich gebracht.) Daher ginge, selbst wenn eine Störerhaftung zu bejahen wäre (Was laut LG Mannheim nicht der Fall ist), eine Schadenersatzklärung ins Leere und es wäre nur möglich, einen Unterlassungsanspruch zu verlangen.


      3. Die geforderte Summe ist zu hoch, der Streitwert falsch. Hier wird auf zurechtstutzende Urteile hingewiesen.

      4. Im Zusammenhang mit den zu hohen Streitwerten wird dem gegnerischen Anwalt angemahnt, dass eine No-Cost und Provisionsstrategie für seine Mandanten, wie sie in der PRaxis der Fall ist, rechtswidrig und sittenwidrig sein kann. Da die Streitwerte schon zu hoch sind und die Mandanten im Normfall nur bei Erfolg einer Abmahnung zahlen, ist in der Regel die Möglichkeit gegeben, dass es einen Rechtsverstoss bei der Rechtsanwaltsvergütungsordnung durch den Abmahner gibt. Da die Abmahnkosten, sofern der betreffende nicht zahlt, nicht vom Rechteinhaber zu zahlen sind, sind diese Abmahnkosten auch nicht an den Abgemahnten weiterzugeben. Die Rechtsanwaltskosten sind also nicht nur durch Streitwert zu hoch aufgeblasen, sondern auch dadurch, dass die Geschäftsgebühr in diesem Fall nur eine 0,8 Geschäftsgebühr sein darf.

      5. Stellt sich die Frage, warum die Schutzklausel des §97 Urheeberechtsgesetz mit einer Drosselung der Abmahnkosten keine Bewandnis haben soll.

      6- Es wird darauf hingewiesen, dass der "fliegende Gerichtsstand" wie er in Internetfällen oft praktiziert wurde, nicht mehr praktiziert wird bzw. es ihn gar nicht gibt. Aus diesem Grund wird jede Klage vor einem "genehmen" Gericht bereits an diesem Umstand scheitern.

      7. Es wird sofort verlangt, eine Aufstellung nach §34 Datenschutzgesetz zu übersenden, in der jegliche Daten, die die Kanzlei und das jeweilige Unternehmen hält, sofortig zur Verfügung zu stellen. Bei Zuwiderhandlung ist eine Schadenersatz- und Unterlassungsklage unabdingbar. Hierbei wird darauf hingewiesen, dass die lückenlose Dokumentation des Falles, wie bereits anfangs erwähnt, hiermit eingeschlossen ist. Sollte sich daraus ergeben, dass die Beweiserhebung der Gegenseite nicht sicher ist, wie das LG Frankfurt am Main bereits einmal darlegte, hält man sich Schadenersatzansprüche nach §7 BDSG vor.


      Es gibt da die schlimmsten Fälle wo die Leute zahlen mussten, z.b. auch wenn sie keinen PC besitzen oder ähnliches.


      Solche Sachen gehören aber der Vergangenheit an. Hier muss man agressiv mit seinem Anwalt gegen arbeiten.

      Eine modifizierte Unterlassungserklärung, wie von den Anwälten im Vordruck gegeben, kann man durchaus abgeben. Denn im Endeffekt erfüllen sie eben die Tatsache, dass man Unterlassung erklärt, ohne sich rechtsverbindlich so richtig auf irgend etwas einzulassen.
      Damit umgeht man die Unterlassungsklagen, die weit mehr Erfolg haben können als die Schadenersatzklagen.
      Ich kanns nur nochmal sagen, geht zu einem folgender Anwälte :

      Wilde Beuger & Solmecke :

      http://www.wbs-law.de/

      Thomas Stadler :

      Blog : http://www.internet-law.de/
      HP : http://www.afs-rechtsanwaelte.de/rechtsanwaelte/thomas-stadler.php


      Oder meinem Anwalt, auch in solchen Fällen bekannt :

      Blog : http://www.law-blog.de
      HP : http://www.vetter-mertens.de/
      Einen dieser Anwälte habe Ich kontaktiert. Er hat mir geraten eine modifizierte Unterlassungserklärung abzugeben. Was Ich eigentlich nicht einsehe, da Ich nichts Illegales gemacht habe, was ich aber ja mit einer Unterlassungsklage quasi eingestehen würde. Laut Anwalt reicht das "starke Indiz auf eine Urheberrechtsverletzung" durch meine IP für so eine Schadensersatzforderung. Aber Ich kann beweisen, dass in meiner Wohung zum angegebenen Zeitpunkt keiner war und dass mein W-Lan auf dem aktuellsten Stand geschützt ist.
    • Shiyanying
      Shiyanying
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2011 Beiträge: 178
      Einen dieser Anwälte habe Ich kontaktiert. Er hat mir geraten eine modifizierte Unterlassungserklärung abzugeben.


      Du erklärst damit nicht, dass du es warst, sondern dass du es nicht tun wirst. Du unterlässt jegliche Anstalten, es zu tun.

      D.h. offiziell erklärst du dem anderen, du wirst das Gesetz einhalten. D.h. der status quo bleibt erhalten.

      Bei einer NICHT modifizierten Unterlassungserklärung erklärst du dich allerdings eben oft zu Dingen bereit, die du nicht willst. (Feste Vertragsstrafen und co.)

      Das ist so nicht richtig. Erst vor ein paar Monaten gabs ein Urteil wo eine ältere Dame zum SE verpflichtet war, obwohl sie keinen PC zur Verfügung hatte zur Tatzeit.


      Ich kenne das Urteil, hier ging es aber um den Anspruch auf Abmahnkosten, nicht um Schadenersatzansprüche, die von diesem Urteil auch zurückgewiesen wurden. Es gibt da aber einige Bomben in dem Urteil, aufgrundderen ich zu behaupten wage, dass es von der nächsten Instanz kassiert wird.

      Jedoch wichtig : Es besteht KEIN Schadenersatzanspruch laut diesem Urteil.
      Urteilstext hier :
      http://www.wbs-law.de/wp-content/uploads/2011/12/AG-M%C3%BCnchen-Urteil-23112011.pdf

      WBS Law ist da gerade dabei. Es ist ziemlich sicher, dass WBS diese Sache in Berufung schieben wird, da die Rechtsgrundlage völlig banane ist...

      Das OLG Frankfurt hat hier einmal entschieden, dass der Störer gar nicht in Haftung genommen werden können. Der BGH hat dies revidiert und vorausgesetzt, dass der Betreffende Prüfpflichten hat und für Sicherung sorgen muss. Da die Dame hier aber keinen Anschluss, keinen PC und keinen Router hatte, ist das ganze Ding obsolet. Damit wird das ganze amüsant.

      Beim BGH wird das Ding gefressen, da ohne WLAN Router jegliche Nutzung eben nicht prüfbar war. Was hätte sie machen sollen? Ihren Router abfackeln?

      Denkbar ist, dass hier Enkel oder anderer Verwandter den Anschluss gehighjacked hat.



      Problematisch bei diesem Urteil ist weiterhin, dass die Klage zurückgewiesen wurde, aber trotzdem nicht auf den Umstand des §97a (2) eingegangen wurde, der die Abmahnkosten auf 100€ beschränkt...
    • KittenKaboodle
      KittenKaboodle
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 3.527
      Sich sofort einen Anwalt nehmen ist völlig unnötig. Es gibt diverse Abmahnforen wo detailiert erläutert wird, wie man vorgeht. Um einer einstweiligen Verfügung vorzubeugen, solltest Du eine modifizierte Unterlassungserklärung abgeben. Das Schreiben ignorieren oder einfach zahlen ist das Schlechteste was Du machen kannst.
    • Onken
      Onken
      Bronze
      Dabei seit: 28.06.2007 Beiträge: 3.548
      Schreib bitte mal wie es ausgegangen ist, wenn es soweit ist :)
    • mju12
      mju12
      Bronze
      Dabei seit: 18.04.2006 Beiträge: 14.121
      RTL Punkte 12 gerade selbes Thema