PeeWee75

  • 28 Antworten
    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      Aus welchen Gründen spielst du Poker? Ich würde lügen, würd ich nicht sagen ich will damit Geld machen. Aber vor allem macht es sauspaß, ich muss mein Gehirn bemühen und kann gut abschalten dabei.

      Was sind deine Schwächen beim Poker? Die vielen Leaks die ich habe nicht zu finden und bekannte Fehler nicht zu wiederholen.

      Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen? Eine begrenzte Anzahl an Starthänden zu spielen mit denen man vom Start weg einen Equityvorteil hat und Hände nicht nur am Showdown zu gewinnen sondern auch durch eine aggressive Spielweise Pötte zu holen.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hi und willkommen beim Kurs!

      Anscheinend kommt zu den Schwächen (ich seh nur eine, Fehler nicht zu wiederholen ist ja eine Stärke) noch ein Motivationsdefizit dazu - deine Antworten sind äußerst knapp und werden dir in der Form keine wirklichen Lernziele geben können.
      Gerade die zweite Frage ist ja für dich gedacht, um dir mal Gedanken zu machen und eine Liste zu erstellen.

      Bei Frage 3 könnte die Definition auch noch etwas umfassender ausfallen. Nehmen wir beispielsweise AK, eine der vorkommenden Starthände. Spielen wir die wirklich immer aggressiv?
    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      In der Antwort zur zweiten Frage habe ich falsch formuliert. Ich mache eben Fehler immer wieder. Da geh ich wieder mit QQ oder AK Preflop AllIn gegen einen tighten 3-bettor und schon steht der Tilt vor der Tür.

      Motivationsdefizit... Ja, denn man hat in der Vergangenheit auch viel Theorie gemacht und trotzdem klappte so nix. Da wurde dann in der Vergangenheit viel verdonkt und Null Theorie gemacht. Daher verspreche ich mir hiervon eben mal wieder Theorie zu machen und dabei durch den Plan etwas angeleitet zu werden.

      Da werden Tonnen von Leaks sein, denn sonst würde ich auf anderen Limits spielen. Ich denke ich bin zu loose geworden mit dann doch zu wenig Postflopskill und werde da mal direkt gegensteuern.

      Wie oben bereits erwähnt hab ich gerade mit AK so meine Probleme. Momentan spiele ich NL10, da kann man mit AK definitiv nicht Preflop AllIn gehen. Dazu gibt es ja aber einige Artikel hier, die werde ich mir mal zu Gemüte führen.
      3bet mit AK, Flop ohne Treffer und dann... fehlt oft der Plan, aber deswegen AK nicht 3betten? Ein Leak dem man sicher begegnen kann mit etwas drüber nachdenken und welches man dann ein für allemal abstellen sollen könnte.
      Deine letzte Frage werde ich also nach dem Studium der Artikel beantworten können.
    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      Ich hab Lektion zwei durchgearbeitet. Außerdem gleich noch ein paar mehr Teile Crushing NL50 geschaut und mich versucht noch etwas mehr mit der Problematik von AK auseinanderzusetzen und musste feststellen, dass ich laut HM gar nicht so schlecht bin mit dieser Hand. Etwas mit dem Equilab rumgespielt, was ja auch in Frage 3 kommt und so weiß ich nun, dass ich zumindest auf den unteren Limits keinen Gedanken daran verschwenden muss AI zu gehen mit AK.



      Kommen wir zu den Hausaufgaben:

      An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum? Hierzu möchte ich anmerken, dass ich meine Spielweise selber schon als zu loose empfand für momentan NL10FR (22/20 etwa). Ich hab mir also das SHC ausgedruckt und mal wieder mit nem Chart auf dem Tisch gespielt.

      Ich raise alle Paare aus jeder Position. Mir ist klar, dass ich dann auch Pötte postflop gewinnen muss, ohne das Set zu treffen damit dies +EV ist. Hier muss ich also schon wissen welchen Flop ich gegen Villains Range contibetten kann. Die Range ist hier bei den üblichen Verdächtigen meist seeehr variabel und so schaut man hier meist nur aufs Board und die eigene perceived Range.

      Ich raise am BU beinahe any two, wenn SB und BB viel gegen steals folden oder/und viel am Flop folden. Am CO bin ich je nach BU etwas tighter und wenn zwei sehr tighte Spieler in CO und BU sitzen dann wird auch MP3 schon etwas looser mit A2s+, KT+, Q9s+, QTo+, J9s+, JTo und 45s+, also nahezu allen Händen die wir laut SHC aus Late Position raisen.

      Außerdem fehlen hier die Hände, welche man nach Raise und Coldcall vor einem IP gut spielen kann, wie suited connectors und suited Aces.

      Laut SHC 3bettet man nur QQ+ und AK. Je nach Position 3bette ich weit mehr. Hier ist es schwer eine Range anzugeben, weil ich zB aus den Blinds hier sehr gegnerspezifisch spiele. Ich komme in etwa auf 6,5% 3bet overall.

      Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.
      Ich wollte explizit eine AK Hand haben. Beim eqilieren des Ganzen war ich dann über mein Flopplay sehr erstaunt:
      AKs 3bet oop
      Ich hatte in den letzten Sessions keine Hand, bei der ich Preflop Probleme habe. Das könnte aber sicher der Fall sein, wenn ich von einem tighten 3bettor eine 3bet auf mein FIR mit AK bekomme. Da ich hier nicht 4bet/fold speieln möchte folde ich dann gegen die 3bet, was auch ein Leak sein kann. Generell tendiere ich aber dann eher zum Fold, was der kleinere Fehler gegenüber der falschen 4bet sein sollte. Werde mal daruf achten und eventuelle noch eine Hand nachreichen.

      Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo? Hier hat Hero 46% Equity gegen die angegebene Range.



      Abschließend bleibt zu sagen, dass ich momentan durch den Anfängerkurs etwa 70% Theorie mache und 30% spiele. Ich experimentiere mit dem Eqilab rum und stelle fest, dass es auch gut tut die Basics zu wiederholen.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Also, 22/20 sind eigentlich recht akzeptable SH stats. Von daher halte ich das für FR eigentlich für deutlich zu Loose, gerade wenn man noch den ein oder anderen Postflop Leak hat. Ich denke du solltest hier schon versuchen tighter zu werden. Deine MP3 Range finde ich zum Beispiel extrem zu loose. Damit solltest du häufig OOP gegen bessere Hände spielen müssen, was eine superschlechte Situation ist.

      Der Rest der Aufgabe ist okay und zu deiner Hand wird einer unserer Handbewerter noch Feedback geben.
    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      Ich hab auch schon ne Menge SH gespielt. Nun bin ich aber zurück bis auf 17/14 und siehe da... auch postflop wird da vieles leichter.
      Ich dachte zuerst die Stats kommen durch mein sehr looses und aggressives Blindstealing, aber auch die UTG und MP Stats waren viel zu loose.
      Allerdings bin ich jetzt auch unter 5% 3betting und das finde ich wiederum zu tight, oder?

      Werd mich aber dann die Tage mal an Lektion 3 machen.
    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      Du hältst KQ. Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 33? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J53? Der klassische Coinflip. Zwei Overcards gegen ein kleineres Pocketpair ist ziemlich genau 50/50 (50,78% Equity exakt). Auf dem beschriebenen Flop haben wir dann noch 26% Equity, was sehr wenig erscheint, allerdings sind die Overcards wertlos und wir haben nur noch acht Outs, da die 5 of spade Villain ein Full House beschert.

      Wie würdest du in der folgenden Hand agieren? Call! Villain repräsentiert hier die streight oder das Set. Mit dem Backdoor Flush würden wir hier sicher noch mehr Geld in den Pott bekommen und so können wir mit implied Odds auf den Flush callen. Würde sich das Board am River pairen, dann kanns natürlich eklig werden, wir haben also nur sieben saubere Outs, brauchen also die implied Odds.

      Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten. Top Pair und FD im free Play
      Ansonsten fällt mir auf, dass seitdem ich wieder nach der "Einsteiger-BSS" spiele meine rote nonSD Kurve stärker fällt. Allerdings denke ich, dass ich ansonsten viel weniger SD-Winnings hätte, weil ich zu wenig folden würde. Aber das kommt dann wieder mit der zeit und den Gegnern die man bluffen kann auf anderen Limits. In meinem vorherigen Post habe ich ja schon etwas zum Zusammenhang zwischen dem tighten Preflopspiel und den damit einhergehenden leichteren Postflopentscheidungen geschrieben. Es bleiben eben viele marginale Situationen, wie man sie zB im 6max treffen muss aus.

      Ansonsten schau ich momentan gern auf meine Winnings, seitdem ich hier den Kurs mitmache!
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      OK, bevor du zur nächsten Lektion gelassen wirst rechne bitte noch die benötigten Implieds bei 7 Outs aus. Und schreib vielleicht noch in ein paar Worten, wie du auf genau 7 Outs kommst.
    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      Ich komme auf die sieben Outs, wenn ich von den neun Outs auf den Nutflush die 3 und die 6 of clubs abziehe, was Villain zum Full House oder Quads verhelfen kann sollte er ein Set halten. Hält er die streight, dann hat Hero natürlich neun Outs, sieben Outs sind also sieben "saubere" Outs. (man wat umständlich erklärt)

      Zu den Implieds: Wir müssen 22c für einen (25+22+44) 91c Pot bezahlen, bekommen also PotOdds präsentiert von (91/22:1) 4,1:1. Wir benötigen mit 7 Outs aber (46 unbekannte Karten/7 Outs:1) 6,5:1. Der Pot müsste also 1,45$ groß sein. Wir müssten am River also noch 54c bekommen um callen zu können, was nicht ganz eine halbe Potsize Bet am River wäre. Der Button hat aber sogar noch 1,48$ im Stack und die will ich dann lieber ganz :f_biggrin:
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      OK, da du ja schon erkannt hast, dass BU nicht ausschließlich Sets hält, reicht es aus, nur ein Out abzuziehen. Du kannst also mit 8 mehr oder weniger sauberen Outs rechnen.
      Bei den Implieds ist das so eine Sache. Wird dich BU hier auszahlen, wenn du noch etwa halbe Potsize brauchst? Sein Reststack spielt da keine allzu große Rolle, er wird ja nicht in jedem Fall alles davon in die Mitte bringen wollen.

      Bei 8 Outs sieht das Ganze schon anders aus, dann fehlen dir nur noch knapp 22 Cent, was in etwa 1/5 Potsize entspricht. Das ist schon viel wahrscheinlicher zu holen.

      Damit kannst du auch zur nächszen Lektion.
    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      Eine Postflop Hand mit Initiative: TPTK am Turn gegen check/minraise

      Mal ne bewertete Hand: war schwer gerade unbewertete zu finden

      Frage 3: Du stehst am Flop mit KQ. Auf dem Board liegt J, 9, 8 und dein Gegner hält 77. Welche Equity besitzt du in diesem Spot?
      Ich hätte hier 41,41% Equity laut Equilab. Das kann ja aber als hausaufgabe kaum reichen, dieses einfach nur schnöde hier zu posten.
      Also zähl ich mal fix meine Outs: drei verbleibende Könige, drei verbleibende Damen, vier Zehnen, was zusammen zehn Outs sind. Wir überschlagen fix und haben dann 40% Equity vom Flop zum River und etwa 20% zum Turn.

      Zugeben muss ich noch, dass mein Spiel zwar wieder besser läuft als vor dem Kurs, ich allerdings dadurch Theorie hab wieder fast sein lassen und nun stagniert es nach dem Aufstieg auf NL25 etwas. So kommt man zurück zur Theorie und nimmt für die Zukunft mit, dass man lieber stetig etwas macht!
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Ja, diese Lektion ist eher entspannt ;) .

      Ich denke wir können das also recht schnell abhaken. Zu den Post im HB Forum werden sich unsere HBs noch äussern und deinen Ausführungen zur Frage 3 Kann ich nur zustimmen.

      Also, viel Spaß bei Lektion 5, da wird es dann auch wieder etwas kniffelig.
    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      Auf zur Lektion 5:


      Poste eine Hand zur Bewertung, bei der du deine Entscheidungen von den Stats deines Gegners abhängig gemacht hast.

      Sobald man mit Stats spielt nehmen diese ja immer Einfluss auf das Spiel. Ich habe mal in den Händen der letzten Tage nachgeschaut und auf Grund der Samplesize der Gegner sind es fast ausschließlich die preflopstats auf die sich Entscheidungen momentan stützen, obwohl ich gern eine Hand mit einer Postflopentscheidung genommen hätte. Hier also eine beispielhafte Hand der letzten Tage:AQ


      Bewerte eine Hand, die von einem anderen Mitglied gepostet wurde.

      Hier mal ein Beispiel:
      eine von eben gerade noch dazu

      Zur Siuation 1:

      Am Flop haben wir gegen eine angenommene Range der preflopstats etwa 33% Equity und spielen auf dem Board keine cBet.
      Am Turn hab ich mal die Ranges der beiden Villains so verändert, dass nur die Flush und Flushdraw Kombos neben den Sets drin sind und komme so auf:


      Board: T:diamond: 3:diamond: 3:heart:  J:diamond:
             Equity     Win     Tie
      BU     51.36%  51.36%   0.00% { 7d6d }
      SB     25.18%  25.02%   0.16% { 99, 33, KdTd, QdTd, JdTd, Ad9d, Qd9d, Ad8d, Ad7d, Ad6d, Ad5d, Ad4d, Ad3d, Ad2d, AdTh, AdTs, AdTc, AhTd, AsTd, AcTd, KdQh, KdQs, KdQc, KhQd, KsQd, KcQd, KdJh, KdJs, KdJc, KhJd, KsJd, KcJd, KdTh, KdTs, KdTc, KhTd, KsTd, KcTd, QdJh, QdJs, QdJc, QhJd, QsJd, QcJd, QdTh, QdTs, QdTc, QhTd, QsTd, QcTd }
      BB     23.46%  23.30%   0.16% { 99, 33, KdQd, KdJd, QdJd, AdTd, KdTd, QdTd, JdTd, Ad9d, Kd9d, Qd9d, Jd9d, Td9d, Ad8d, Qd8d, Jd8d, Td8d, Ad7d, Ad6d, Ad5d, Ad4d, Ad3d, Ad2d, AdQh, AdQs, AdQc, AdJh, AdJs, AdJc, AdTh, AdTs, AdTc, Ad9h, Ad9s, Ad9c, Ad8h, Ad8s, Ad8c, Ad7h, Ad7s, Ad7c, KdQh, KdQs, KdQc, KhQd, KsQd, KcQd, KdJh, KdJs, KdJc, KhJd, KsJd, KcJd, KdTh, KdTs, KdTc, KhTd, KsTd, KcTd, Kd9h, Kd9s, Kd9c, Kh9d, Ks9d, Kc9d, QdJh, QdJs, QdJc, QhJd, QsJd, QcJd, QdTh, QdTs, QdTc, QhTd, QsTd, QcTd, JdTh, JdTs, JdTc, JhTd, JsTd, JcTd }


      Wir halten aber nur einen schwachen Flush und auch ein Full House wäre auf Grund des paired Boards möglich. Wir haben also auch massig reverse implied odds.
      Wir müssten also unsere starke Hand auf dem gefährlichen Board protecten und hier am Turn das Geld in die Mitte bekommen, wenn auch mit etwas Bauchschmerzen meinerseits.


      Zur Situation2:

      Villain spielt einen LAG-Style am Fullringtisch. Er wird hier mMn etwa 9-10% aus dem BB 3betten.
      Eine Donk würden uns gegen bessere Hände isolieren und bei einer angenommenen Betsize von etwa 2$ hätten wir ein Drittel unseres Stacks in der Mitte. Schlechtere Hände würden folden und bessere raisen und dann...
      Mit check/Call würden wir ebenfalls rund einen Drittel unseres Stacks in die Mitte bringen, allerdings wird er recht viele Hände cbetten und wir bekommen so Value von schlechteren Händen. Am Turn müssten wir neu evaluieren.
      Check/Raise wird wohl oft die Hand gewinnen, aber wir zahlen dann auch seine besseren Hände voll aus.
      Eine Situation die ich gar nicht mag und die mir auch Probleme bereitet. Preflop 4betten und dann folden ist burning money, 4bet/broke ebenfalls. Bleiben also Call oder Fold. Mit Call kommen wir eben oft in diese Situationen und müssen hier wohl den Flop callen und zu oft am Turn oder River bei einer Overcard auf eine weitere Bet folden.
      Abschließend also Way ahead - Way behind runtercallen.


      Nette Hausaufgabe und zwei schöne knifflige "Bauchschmerzsituationen" aus dem täglichen Spiel.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Dann kommt hier mal das Schmerzmittel, es ist nämlich wenn mans rückblickend betrachtet gar nicht so problematisch wie es wirkt.
      Zu den Händen sag ich wie üblich nichts, teilweise wurden sie ja schon von den HB bearbeitet.

      Bei Frage 3 geht Protection auf jeden Fall in Ordnung. Was du aber nicht bedacht hast ist die Situation am Tisch. Ich würde SB hier nicht gezwungenermaßen nur auf die Quads und die Draws setzen. Nachdem am Flop alle durchchecken, kann hier eigentlich JEDES Paar angespielt werden. Am Flop zeigt niemand Interesse und der J am Turn ändert die Situation nur wenig. Klar, den kann wer getroffen haben, aber genauso gut kann die Karte niemandem geholfen haben.
      Somit seh ich bei SB jedes Paar, vielleicht auch solche Kombinationen wie JT (2Pair, deshalb jede Kombination, nicht nur die in :diamond:) .
      BB braucht für seinen Call schon einen besseren Grund. Rein von den Pot Odds reicht es für einen Draw-Call nicht aus. Er bekommt ja hier knapp über 2:1.
      Deshalb können wir auch hier wieder von einem Paar ausgehen, dass zu schwach für Protection, aber zu stark für ein Fold ist. Die Draws sind theoretisch nur möglich, wenn BB nicht mitdenkt.
      Gegen diese Ranges liegen wir immer noch deutlich vorne und damit das so bleibt sollten wir auf jeden Fall raisen.

      Bei Frage 4 gefällt mir deine angenommene 3betting-Range nicht.
      BU hat ja schon einen PFR von 21. Da sind 10% 3Bet vielleicht zu wenig. Es handelt sich hier aber um eine klassische Steal-Situation und gerade ein so aggressiver Gegner wird hier relativ viel restealen. Die 3Bet ist also nicht unbedingt ein Zeichen von Stärke.
      Hier könntne wir Preflop ohne groß nachzudenken schon 4Bet/broke spielen.

      Am Flop müssen wir erst mal abwarten. BU wird mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit seine Contibet bringen, die wollen wir ja auf jeden Fall einsammeln.
      Wir haben aber selbst nur ein Paar auf der Hand. Das Board macht einen schönen Straight Draw möglich, BU könnte auch mit Overcards dasitzen. Damit fällt Check/Call aus. Wir können es uns nicht erlauben, hier eine Karte zu verteilen. Wenn du dir den WTS von BU anschaust siehst du, dass der Wert im Normalbereich liegt. Wenn wir hier Checkraisen, bekommen wir den Gegner ziemlich oft aus der Hand. Und wenn nicht wissen wir wenigstens, wo wir stehen. Deshalb würd ich hier den Checkraise vorziehen.

      Viel Spaß bei Lektion 6!
    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      Bevor ich zur Lektion 6 gehe mach ich mir erstmal noch Gedanken über die beiden Situationen aus der 5 und stelle fest, dass die wohl genau auf wzei weit verbreitete Leaks abzielen. Hier also dann mal eine Hand von eben gerade:

      JJ

      Ich muss wohl generell aufhören die Ranges der Gegner zu tight zu sehen. Dabei darf man denke ich aber nicht aufhören den meisten Aktionen der Gegner credit zu geben auf den kleineren Limits.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Naja, deine Hand ist aber schon viel besser gespielt als die in Lektion 5 ;) .

      Meiner Ansicht nach ist die JJ Hand in der Lektion die schlimmste im ganzen Kurs ;) . Was vor allem durch den Call der 3-Bet OOP kommt. In deiner Hand spielst du in Position was schonmal ein riesen Unterschied ist. Und auch die Draws, die Flushdraws machen es imo einfacher deine Hand ist schon okay so ;) .
    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      Hausaufgabe Lektion 6:


      Hand 1: Freeplay multiway Hand


      Hand 2: QQ preflop R/C 3bet


      Zur Frage 3:
      Big Blind kann hier preflop sicher die weiteste Range neben Hero callen. Er ist eine Calling Station, welche dann auf einmal nachdem der Flop durchgecheckt wurde ind drei Spieler hineindonkt und wir halte Two Pair auf einem ab Turn drawheavy-Board.
      Ich denke nicht, dass BB hier so etwas mit einem Draw macht, sondern einer made Hand oder einem pure Bluff(weil eben der Flop gecheckt wurde und viele versuchen den Pott dann einfach mitzunehmen), allerdings sehe ich hier zu 90% made Hands.
      Made Hands sind hier wohl streight, Sets, Top pair Hände (dann meist noch mit einem Gutshot am Turn) und bessere Two Pairs, es sei denn er callt preflop hier Q3 oder J3. Davon schlagen wir nur die Top Pair Hände, allerdings bekommen wir auch Odds von 3:1.

      Ich fürchte ich würde hier ingame callen und am River ne kleine Bet callen oder folden. Denke aber, dass jetzt mit etwas mehr Denkzeit ich folden sollte, weil eben eine Bet in 3 Spieler einer Calling Station schon stark ist.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Hi, wie immer werden unsere HBs nochmal ein Wenig zu deinen Posts im Handbewertungsforum schreiben, sodass wir hier etwas ausführlicher auf die Beispielhand in Frage 3 eingehen können.

      Ich fürchte ich würde hier ingame callen und am River ne kleine Bet callen oder folden.


      Warum furchtest du das? Was gibst du denn dem Gegner für eine Range, nachdem der Flop durchgecheckt wurde, und Villain dann eine einzelne Turnbet setzt?

      Gibt es noch andere Gründe, die unsere Entscheidung beeinflussen können? Position, Stacksize, was auch immer?
    • PeeWee75
      PeeWee75
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2008 Beiträge: 489
      Die wichtigste Information für mich ist hier, dass BB eine CallingStation ist. Ich habe Position auf ihn, könnte hier gut eine Bet callen und am River auf alles folden was über halbe Potsize hinausgeht zB.

      Hier mal meine Rangeannahme für BB mit der ich mir eine Bet nach der Flopaction vorstellen könnte, pure Bluffs und draws fehlen völlig:

      Board: A:diamond: 3:heart: J:club:  Q:club:
             Equity     Win     Tie
      MP2    58.81%  57.56%   1.25% { QhJh }
      MP3    41.19%  39.94%   1.25% { KK-JJ, 33, A2s+, KTs, QJs, A2o+, KTo, QJo }


      Das überrascht mich nun doch etwas und so komme ich doch zu dem Schluß den Turn zu callen und dann nahezu jeden River zu callen.
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