SharkyLuck

    • SharkyLuck
      SharkyLuck
      Bronze
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 1.303
      Hallo,

      mein Name ist Oliver,bin 41 Jahre alt und vor einigen Jahren eher zufällig mit Poker in Berührung gekommen. Mit Spass habe ich dann Theorie gelernt und bin beim FL bis auf 0,5/1 gelandet. Mein Theorielevel beim FL war relativ hoch, ich war sogar einige Monate Handbewerter hier, die Hälfte habe ich aber schon wieder vergessen ;-) Mittlerweile habe ich in den letzten 1,5 Jahren wenn es hochkommt 3-4 Stunden gespielt.




      Frage 1: Aus welchen Gründen spielst du Poker? (Bei dieser Frage spielt es keine Rolle, wie konkret deine Antwort ausfällt; allerdings solltest du versuchen, alle Gründe zu erfassen und zu erklären)

      Mich hat immer der Mix aus Glück, Strategie und Psychologie fasziniert, ich spiele ohnehin gerne Karten. Da ich gerne gewinne, ist es natürlich interessanter dies mit einem Wissensvorsprung zu tun. Oft macht mich das Spielen glücklich.

      Frage 2: Was sind deine Schwächen beim Poker? (Welche Fehler, denen du dir bewusst bist, machst du während des Spiels? Spielst du, obwohl du müde bist? Tiltest du leicht? Willst du zu oft den Showdown sehen? Schreib alle Schwächen auf, die du bei dir bereits bemerkt hast.)

      Ich bin nicht sehr mutig und lasse nicht gerne Geld los. Deswegen bin ich wohl oft weak und habe insbesondere bei NL Probleme mit sehr aggressiven und loosen Spielern. In der Kürze der Zeit fehlt mir dann der mathematische Background um am Tisch eine schnelle, profitable Entscheidung treffen zu können - bei FL fand ich das deutlich einfacher und ich wusste am Flop schon oft, was ich am River tun würde wenn die Karten x und y fallen. Das fehlt mir bei NL komplett. Mein Betsizing ist variabel und ich habe keine Ahnung warum ich das mache. Es fehlt Ernsthaftigkeit, oft habe ich gespielt einfach nur wenn mir langweilig war.

      Frage 3: Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen? (Beschreibe mit eigenen Worten, was tight-aggressiv bedeutet und warum diese Spielweise funktioniert.)

      Tight-aggressiv bedeutet so zu spielen, daß ich meine Gegner zu Fehlern verleite - die letztlich meinen Gewinn bedeuten. Die Spielweise basiert auf einer begrenzten Handauswahl und konsequentem Spiel der folgenden streets, die meine Gegner unter Druck setzen um eben jene Fehler zu provozieren. Die Spielweise funktioniert, weil andere Spielertypen (Passive/Loose) im Vergleich zu viele Fehler machen, also zu viel postflop folden oder eine zu grosse Handauswahl spielen, mit denen sie oftmals unterlegen sind oder zu weit mitgehen.
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    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hi Oliver, willkommen im Kurs!

      Wenn noch ein bisschen vom FL-Grundwissen vorhanden ist, solltest du den Kurs albwegs heil überstehen können.
      Alle angesprochenen Schwachstellen werden in den Lektionen behandelt, gerade Betsize und die schnelle "Überblicksverschaffung" sind große Themen.
      Das Handbewertungsforum kennst du ja anscheinend schon recht gut, nur eben aus der anderen Richtung und in einer anderen KAtegorie - aber da hat sich nicht so gravierend viel geändert, es funktioniert immer noch nach dem gleichen Prinzip :)

      Ansonsten gibt es zur ersten Lektion nicht viel zu sagen, viel Spaß bei Lektion 2!
    • SharkyLuck
      SharkyLuck
      Bronze
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 1.303
      Lektion 2

      Frage 1:
      Ausgehend von Faktoren wie Position, Spielstärke, Raisesizes und am Pot Beteiligter, kann man seine Range etwas auflockern um den EV zu maximieren. Steht man beispielsweise einem Minraise und zwei Callern gegenüber können suited connectors profitabel werden, da man eine gute Chance hat ausbezahlt zu werden wenn man trifft.

      Frage 2:
      NL2 - TT im BlindBattle vs Shortstack

      Frage 3:

             Equity     Win     Tie
      UTG    53.71%  45.29%   8.41% { 88+, AJs+, KQs, AKo }
      UTG+1  46.29%  37.88%   8.41% { AKo }
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Ausgehend von Faktoren wie Position, Spielstärke, Raisesizes und am Pot Beteiligter, kann man seine Range etwas auflockern um den EV zu maximieren.


      Kannst du vielleicht noch ein klein Wenig erklären, wie sich diese Faktoren auf dein Spiel auswirken?

      Der Rest der Aufgabe passt.
    • SharkyLuck
      SharkyLuck
      Bronze
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 1.303
      Position
      Sitze ich in Position, kann ich Gegner und Pot kontrollieren, sowie mir die Action anschauen bevor ich reagieren muss.

      Spielstärke
      Wenn ich besser bin als mein Gegner, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass er mehr Fehler macht als ich. Zudem bin ich durch verbesserte Spielstärke in der Lage meinen EV zu optimieren und zu steigern.

      Raisesizes
      Wenn beispielsweise ein Gegner mit einem hohen VPIP und PFR immer mit Minraises einsteigt, muss man diese Raises anders betrachten als Raises auf 3-4BB eines TAG. Die Handauswahl kann entsprechend angepasst werden, um gegen den Gegner möglichst viele Pötte zu spielen.

      am Pot Beteiligter
      Gegen schwache Spieler kann man in Position seine Handauswahl ebenfalls etwas anpassen, da man gegen diese auf den folgenden streets spielerische Vorteile besitzt.
    • SpeedyBK
      SpeedyBK
      Bronze
      Dabei seit: 04.02.2006 Beiträge: 20.039
      Okay, dann viel Spaß bei Lektion 3
    • SharkyLuck
      SharkyLuck
      Bronze
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 1.303
      Frage 1: Du hältst KQ. Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 33? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J53? (Tipp: Das Equilab unterstützt dich bei dieser Aufgabe.)


             Equity     Win     Tie
      UTG    50.78%  50.40%   0.38% { KsQs }
      UTG+1  49.22%  48.85%   0.38% { 3d3c }

      Preflop habe ich einen Coinflip.


      Board: 5:diamond: J:spade: 3:spade:
             Equity     Win     Tie
      UTG    26.45%  26.45%   0.00% { KsQs }
      UTG+1  73.55%  73.55%   0.00% { 3d3c }

      Auf dem Flop habe ich noch eine Equity von 26%


      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren? (Denk daran, deine Entscheidung kurz zu erklären; es reicht nicht, einfach nur "Fold" oder "Call" zu posten!)

      Ich Calle. Nach dem Minraise von Villain beträgt der Pot $0,91 und ich müsste $0,22 investieren um die nächste Karte zu sehen. Ich benötige eigentlich mindestens 4:1 um einen Call auf den Flushdraw profitabel zu machen. Allerdings sind 2 Outs nicht zwingend clean, somit brauche ich 6:1. Da ich jedoch auf die Nuts drawe und gegen Sets und Straights gute Chancen habe voll ausbezahlt zu werden, kann ich hier einen Call finden.


      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten. (Bitte poste deine Hand in unseren Handbewertungsforen und poste in deinem privaten Thread im Arbeitsbereich einen Link zu der Hand.)

      NL2 - TT vs Aggro
      NL2 - Freeplay KTo
      NL2 - KK vs Check-Raise am Flop
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      OK, die Gedankengänge sind soweit mal in Ordnung. Und mit Implieds kann man immer alles hinbiegen.
      Wieviel Implieds brauchst du denn genau bei 7 Outs? Und wie wahrscheinlich bekommst du den Betrag beim Hit auch noch gezahlt?
      Weiters musst du nicht beide Outs abziehen. Die Sets sind nur ein Teil der Range, mit der dein Gegner hier minraisen kann. Es sind z.B. auch noch ein paar Paare mit drin und auf jeden Fall jede x4-Kombination, die jetzt schon die Straight hat.
      Deshalb reicht es, nur ein Out zu discounten. Selbe Frage nochmal: Wieviel Implieds brauchst du bei 8 Outs? Ändert das was am Entscheidungsfindungsweg?
    • SharkyLuck
      SharkyLuck
      Bronze
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 1.303
      Man benötigt 5:1 wenn man sich 8 Outs gibt. Der grösste Vorteil ist, daß die Hand recht gut versteckt ist, da wir nur einen Backdoor-Flushdraw haben. Zudem drawt man immer auf die Nuts. Gelegentlich können auch die Overcard-Outs noch gut sein. Es ändert sich nichts, es bleibt ein Call.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Stimmt, der Call ist richtig. Bei den Implieds ergibts ich aber ein Unterschied. Bei 6:1 brauchen wir noch knapp 40 Cent bei einer Potsize von knapp über $1. Das entspricht (ganz grob) halber Potsize am River.
      Bei 5:1 bruachen wir nur noch 20 Cent, was wiederum nur 1/5 Potsize ist. Und das ist einfach leichter zu holen als halbe Potsize.
      Die OVercard-Outs würd ich komplett wegfallen lassen. Mit welcher Hand sollte BU hier minraisen, die schlechter ist als 2Pair? Macht nicht allzu viel Sinn. Deshalb sind wir selbst wenn wir das Paar treffen meistens hinten. Der Flush ist die einzige wirklich gute Hand, die uns weiterbringt.
    • SharkyLuck
      SharkyLuck
      Bronze
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 1.303
      Lektion 4:

      Aufgabe 1:
      76s aus CO

      Aufgabe 2:
      NL2 QTs

      Aufgabe 3:

      Board: 8:heart: J:spade: 9:club:
             Equity     Win     Tie
      CO     41.41%  41.41%   0.00% { KsQd }
      BU     58.59%  58.59%   0.00% { 7h7c }


      Ich habe knapp 59% in dem Spot.
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Die Hände sind wieder ein Fall für die Handbewerter.
      Bis auf den letzten Satz ist alles richtig. Wir haben aber KQo, nicht 77. Somit hat der Gegner knapp 59% und wir sitzen auf 41 :s_biggrin:

      Weiter zu Lektion 5!