Mietrecht: Nebenkostenabrechnung anfechten

    • rossoneri06
      rossoneri06
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 3.289
      Nach § 556 III BGB kann ich gegen eine Nebenkostenabrechnung leider nur 12 Monate vorgehen.
      Gilt dies bezogen auf die Richtigkeit der Abrechnung und Auflistung der einzelnen Posten oder schließt das die Richtigkeit des Guthabens mit ein, welches im Laufe des Jahres eingezahlt wurde.

      Lange Rede kurzer Sinn: Ursprünglich betrugen unseren Nebenkosten 200 € im Monat wurde aber schon vor längerer Zeit auf 212 € erhöht. Das vermeintlich angesammelte Guthaben für die Nebenkosten wird mir 2.400 € (12 x 200) angegeben. Für 2010 kann ich dies problemlos anfechten, aber auch noch für 2009?

      Letztlich ist die Betriebkostenabrechnung korrekt, nur unser "Guthaben" falsch ausgewiesen. Daher bin ich nicht sicher, ob § 566 greift.
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    • eroticjesus
      eroticjesus
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2009 Beiträge: 4.875
      Das steht doch im Gesetzestext ;)

      "Der Vermieter ist zu Teilabrechnungen nicht verpflichtet. Einwendungen gegen die Abrechnung hat der Mieter dem Vermieter spätestens bis zum Ablauf des zwölften Monats nach Zugang der Abrechnung mitzuteilen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Mieter Einwendungen nicht mehr geltend machen, es sei denn, der Mieter hat die verspätete Geltendmachung nicht zu vertreten."

      also Anfechtungsfrist 1 Jahr nach Erhalt der Betriebskostenabrechnung

      die verspätete Geltendmachung hast du zu vertreten, so dass die Frist bleibt
    • rossoneri06
      rossoneri06
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2006 Beiträge: 3.289
      Naja, ich bin eben nicht sicher, ob eventuelle Guthaben da auch mit eingeschlossen sind.

      Auf folgender Seite heißt es: http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm1203/120323.htm

      "Ihr Vermieter hat mal wieder gebummelt und legt Ihnen erst 14 Monate nach Ablauf des Abrechnungszeitraums seine Kostenaufstellung vor. Glück gehabt, kann man da nur sagen! Seit der Mietrechtsreform vom 1. September 2001 gilt eine Ausschlussfrist: Spätestens nach zwölf Monaten muss die Abrechnung vorgelegt werden, sonst sind Nachforderungen grundsätzlich ausgeschlossen. Ein eventuelles Guthaben zu Ihren Gunsten verfällt dagegen nicht. Ausnahmen gelten lediglich, wenn der Vermieter nachweisen kann, dass er die Verspätung nicht zu vertreten hat, weil zum Beispiel das Finanzamt den Grundsteuerbescheid zu spät verschickt hat."

      Allerdings war es so, dass für 2009 ebenfalls eine NAchforderung seitens des Vermieters bestand. Also in dem Sinne kein Guthaben für uns. Dennoch war unser Guthabenkonto fehlerhaft.

      Ich rufe morgen die Verwaltung an und werde sehen, was die angeben. Wobei ich aber darauf wetten würde, dass Sie von den 12 Monaten sprechen werden, daher wäre es hilfreich, wenn ich es besser wüsste.