Kaution einfordern, Anwaltskosten in Rechnung stellen?

    • Phoe
      Phoe
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 6.668
      Hey,
      hab grad ordentlichen Stress mit meinem ehemaligen Vermieter.
      Mir wurde die Kaution seit über einem Jahr nicht zurückgezahlt, wobei keine Mängel in der Wohnung festgestellt wurden und die Wohung dirket weiter vermietet wurde. Ausrede des Vermieters war immer eine fehlende Nebenkostenabrechnung. Am 3.1 hab ich ihn dann per Einschreiben aufgefordert die ganze Kaution zurückzugeben, da seine Nebenkostenforderung verjährt ist. Nun stellt er sich immernoch quer und will mir nur einen Teilbetrag überweisen, ich will obv das ganze Geld.
      In der wunderbaren Formatvorlage stand damals, dass ich ihm Verzugszinsen und die Anwaltskosten in Rechnung stelle, obv will ich jetzt wissen ob ich echt einfach so zum Anwalt spazieren kann und dann das ganze Geld für den zurück bekomm^^
      Danke :)
  • 13 Antworten
    • R3l4x3
      R3l4x3
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2007 Beiträge: 12.096
      Ein paar Daten wären mal ganz nett ;)

      Wann bist du ein- und wann ausgezogen? Seit wann wartest du auf deine Kaution, etc pp.
    • domman40
      domman40
      Silber
      Dabei seit: 09.03.2006 Beiträge: 688
      Wozu gibt es Mietervereine?
    • Phoe
      Phoe
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 6.668
      Original von R3l4x3
      Ein paar Daten wären mal ganz nett ;)

      Wann bist du ein- und wann ausgezogen? Seit wann wartest du auf deine Kaution, etc pp.
      eingezogen 06.09.2007, ausgezogen 30.11.2010, seither warte ich obv auch auf die Kaution^^
      Ich will vorallem wissen, zu was für nem Anwalt/Verein geh ich, bringts mir was wenn ich zu irgend nem Mieterverein gehe (um ne Rechtsberatung zu bekommen muss man da wohl Mitglied sein und n Anwalt stellen die einem ja eh nicht?).
      Vorallem will ich jetzt nicht tausende €uro ausgeben um an meine 600€ Kaution zu kommen, würde ausserdem dem Vermieter dann gerne meine Kosten in Rechnung stellen (Anwalt, eigener Aufwand etc)
    • trekula
      trekula
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2007 Beiträge: 1.932
      Die Anwaltskosten liegen bei einem Streitwert von 600 Euro nicht bei 1000 Euro sondern bei ca. 80 Euro. Die Anwaltskosten kannst Du in Rechnung stellen. Die Kaution muss zurückgezahlt werden. Egal, ob noch Nebenkosten ausstehen oder nicht. Viel Erfolg
    • R3l4x3
      R3l4x3
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2007 Beiträge: 12.096
      Wie kommst du denn darauf, dass seine Nebenkostenforderungen verjährt sind? Die Verjährungsfrist für Nachforderungen aus Nebenkostenabrechnungen liegt wie (fast) alles andere im Mietrecht bei 3 Jahren, sofern der Vermieter den Ablauf der Abrechnungsfrist nicht zu vertreten hat.

      Sehe ich das richtig, dass du im gesamten Jahr 2011 keine Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2010 bekommen hast?
    • Phoe
      Phoe
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 6.668
      Habe keine Abrechnung bekommen und auch nie einen schriftlichen Hinweis über Verzögerungen etc.
      Ausserdem gab es NIE Nebenkostenabrechnungen, was mich eigentlich nie gestört hatte, da ich wohl immer recht günstig gefahren bin, daher finde ich das als Ausrede zu benutzen auch ziemlich dreist^^
    • Broenes
      Broenes
      Bronze
      Dabei seit: 18.10.2007 Beiträge: 2.141
      Original von trekula
      Die Anwaltskosten liegen bei einem Streitwert von 600 Euro nicht bei 1000 Euro sondern bei ca. 80 Euro. Die Anwaltskosten kannst Du in Rechnung stellen. Die Kaution muss zurückgezahlt werden. Egal, ob noch Nebenkosten ausstehen oder nicht. Viel Erfolg
      #2

      Anwaltskosten orientieren sich afaik direkt am Streitwert und Anwaltskosten sind Verfahrenskosten, d.h. die trägt der Verlierer. Des weiteren kann ich bestätigen, dass die Nebenkostenabrechnung völlig unabhängig von der Kaution zu behandeln ist. Du dürftest ihm ja umgekehrt auch nicht sagen, dass er die Nebenkosten abrechnen soll und was du noch nachzahlen musst soll er einfach von der Kaution abziehen.
    • R3l4x3
      R3l4x3
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2007 Beiträge: 12.096
      Ich wollte auf etwas anderes hinaus, aber wenn dem wirklich so ist, ist sein Anspruch aus der NKA verjährt und er hat auch kein Recht die Kaution weiterhin in voller Höhe einzubehalten.

      Worauf ich hinaus wollte ist, dass es gängige Praxis ist, einen Teil der Kaution zurück zu halten um diesen für eventuelle Forderungen aus der NKA zu nutzen. Ist einfach einfacher für beide Seiten. Das darf aber nur ein Teil und nicht die komplette Kaution sein.
      D.h. einen Teil solltest du schon längst zurück bekommen haben und für den einbehaltenen Teil müsste er nun erstmal beweisen, dass die Verspätung bei der NKA nicht von ihm verschuldet ist.

      Anrecht auf die Kaution hast du aber so oder so.
    • Phoe
      Phoe
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 6.668
      merci :)
    • TheKami
      TheKami
      Global
      Dabei seit: 01.03.2009 Beiträge: 31.579
      S. auch hier:
      http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/b1/beko_abrechnung.htm

      Wenn der Anspruch auf die Nebenkostenabrechnung seitens des Vermieters wirklich weggefallen ist, dann hast du wiederum auch Anspruch auf die geleisteten Vorauszahlungen und nicht nur die Kaution, d.h. alle Nebenkostenvorauszahlungen.
    • duschprinz
      duschprinz
      Silber
      Dabei seit: 04.03.2007 Beiträge: 442
      Ich kann nur jedem raten, bei einer ordentlichen Kündigung einfach die Miete am Ende mit der Kaution zu verrechnen, d.h. wenn man für die Kaution 2 Monatsmieten hinterlegt hat, dann überweist man die letzten zwei Mieten einfach nicht mehr. Zwar mahnt der Vermieter an, aber bis wesentliches geschieht, ist man dann eh schon ausgezogen. Dadurch hat man den Vorteil, dass der Vermieter dann ausstehendes Geld (Nebenkostenabrechnung, Reparaturen, etc.) bei dir wieder holen muss und nicht du bei ihm. Hab ich schon zweimal so gemacht und klappt bestens.
    • R3l4x3
      R3l4x3
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2007 Beiträge: 12.096
      Bis du mal für deinen neuen Vermieter eine Vermieterbescheinigung bzw eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung brauchst... :rolleyes:
    • trekula
      trekula
      Bronze
      Dabei seit: 10.08.2007 Beiträge: 1.932
      Original von duschprinz
      Ich kann nur jedem raten, bei einer ordentlichen Kündigung einfach die Miete am Ende mit der Kaution zu verrechnen, d.h. wenn man für die Kaution 2 Monatsmieten hinterlegt hat, dann überweist man die letzten zwei Mieten einfach nicht mehr. Zwar mahnt der Vermieter an, aber bis wesentliches geschieht, ist man dann eh schon ausgezogen. Dadurch hat man den Vorteil, dass der Vermieter dann ausstehendes Geld (Nebenkostenabrechnung, Reparaturen, etc.) bei dir wieder holen muss und nicht du bei ihm. Hab ich schon zweimal so gemacht und klappt bestens.

      :rolleyes:
      Solche dummen Spielchen sollte man sich sparen. Du fällst bei gescheiten Vermietern damit immer auf die Nase und hast nachher nur noch größere Kosten.
      Nochmal der Hinweis: Die Verrechnung der Miete mit der Kaution ist nicht zulässig.