shorthanded umstellung

    • CriticalHit
      CriticalHit
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2011 Beiträge: 171
      ich werde nun demnächst auf shorthanded umsteigen, ich wollte fragen, welche unterschiede habe ich da zu erwarten? da es nl 4 ist nehme ich mal an, dass die spieler noch nicht so viele bluffs preflop und am river machen werden, aber jetzt primär würde mich mein lines interessieren:

      - möchte ich spekulative hände weiterhin coldcallen oder 22 auch mal 3betten?

      - in fullring will man nicht mal daran denken mit queens oder AK preflop broke zu gehen, wie sieht es shorthanded aus? gerade weil es so viele loose 3bets gibt müsste es ein easy 4bet shove mit den händen sein oder? (also natürlich alles statabhängig, aber fullring wars schon so dass man für 100 bbs niemals QQ, AK all-in stellt)


      joa, später fallen mir eventuell noch paar sachen ein, freue mich über hilfe.
  • 6 Antworten
    • Rho0
      Rho0
      Bronze
      Dabei seit: 20.10.2008 Beiträge: 674
      ich würd sagen, dass das alles von deinen gegnern abhängt.

      es gibt leute, die folden 90+% auf 3bets, gegen die würde ich AT+, 22+, KJ+, JTs+ 3betten, es gibt Monkeys, die 4betten 20%, gegen die 3bettet man dann halt TT+, AJ+ und geht dann broke.

      Im Großen und Ganzen würde ich also sagen: spiel den Gegner.
    • CrissCross13
      CrissCross13
      Bronze
      Dabei seit: 05.09.2010 Beiträge: 834
      gegen Leute die 90% folden würde ich eher Ax, Kx, Qx 3betten und die anderen Hände callen.


      Hände wie 22 kannst du IP meistens gut auf Setvalue callen, OOP würd ichs lassen außer der Gegner openraised sehr tight oder er ist schlecht. Zum 3betten gibt es bessere Hände s.o, würde aber auf Bluff3bets bzw Bluff4bets auf Nl4 gegen die meisten Gegner verzichten.

      Mit AK oder QQ ist es fast nie ein Fehler Preflop broke zu gehen. Vor allem wenn beide Spieler in Late Position bzw. den Blinds sind ist es ein Muss diese Hände reinzustellen.
      Also ich geh Fullring auch oft mit AK und QQ Preflop broke;) aber kp ob die auf NL4 wirklich so nittig sind.
    • CriticalHit
      CriticalHit
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2011 Beiträge: 171
      danke für die antworten!

      hab nun auch einen versuch unter berücksichtigung der tips gestartet, 6max ist mal echt um einiges angenehmer und flüssiger zu spielen. hab eine superaggressive weise versucht, sehr oft gesqueezed, kleine pocketpairs oop gefoldet, ip gecalled, bzw oop auch mal ge3bettet. sc hatte ich ip in meiner session nicht, ist aber auch sehr situationsbedingt weil man beim coldcallen um einiges öfter als im fullring-nitfest gesqueezed wird (auf micro fr hat villain bei ner 3bet meistens die intention auch broke zu gehen)

      hab mit 77 auch ne bluff 4bet gestartet, wurde unerwartet gecalled, hoffe auf set, kommt nicht aber villain zeigt nur ace high (ATs)

      man muss halt aufpassen, weil bei so einer loosen spielweise die nuts zu halten ist dann schon entscheidend, aber auf nl 4 kann man noch auf betsizes gewisse reads haben (einer hat mit AA gemin3bettet)....

      hatte auch ein AA vs JJ und villain hittet sein set, ansonsten aber erfolgreiche session.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Ich fürchte "ein paar Tips" reichen nicht wirklich aus um langfristig profitabel zu spielen.

      Wir bieten ja nun sehr viel content diesbezüglich, dem solltest du dich einfach mal annehmen.

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      Da kannst du dir Thema für Thema vornehmen und an deinem Spiel arbeiten.

      Am Wichtigsten ist es, regelmäßig nach deiner Session deine Hände in den Handbewertungsforen bewerten zu lassen und aktiv mitzudiskutieren.

      Dann wirst du Stück für Stück besser. ;)
    • Shandout
      Shandout
      Bronze
      Dabei seit: 19.05.2010 Beiträge: 2.909
      Die ersten beiden Antworten treffen es schon sehr gut: Es gibt SH einfach noch mal mehr "Varianz" bei den Gegnern. Sprich: Manche spielen SH nicht anders als FR, andere verwechseln es anscheinend mit HU bei der Range die sie spielen und womit sie broke gehen. Dazwischen gibt es auch noch mal feine Abstufungen.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von Shandout
      Die ersten beiden Antworten treffen es schon sehr gut: Es gibt SH einfach noch mal mehr "Varianz" bei den Gegnern. Sprich: Manche spielen SH nicht anders als FR, andere verwechseln es anscheinend mit HU bei der Range die sie spielen und womit sie broke gehen. Dazwischen gibt es auch noch mal feine Abstufungen.
      Man braucht ja nichts zu verwechseln, aber da man mehr Blinds zahlen muss, muss man eben auch vermehrt attackieren und vermehrt defenden.

      Somit treffen weitere Ranges aufeinander, man spielt häufiger Postflop und dadurch steigt die Varianz naturbedingt.