Hände in den Mikrolimits

    • JulienP88
      JulienP88
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2012 Beiträge: 3
      Hey Leute,
      also ich versuche wirklich mein Spiel zu verbessern und spiele sehr tight.
      Spiele also jetzt am FR FL 2cent/4cent.

      Ich warte wirklich geduldig auf meine Hände. Dann kommt endlich AA und gleich in der nächsten Hand AKo.

      Ich raise also in UTG auf 4cent. und dann callen einfach alle durch, weils ja nicht egal ist wenn man verliert ("ist ja schließlich nicht viel Geld"-.-)
      Und dann gewinnen die auch noch immer sone Hand. Ich könnte ausrasten^^ Ich weiß man darf sich durch sowas nicht aufregen, weil ich in der Regel mit den besseren karten auch gewinne, aber ständig diese Limper, die dann auch noch gewinnen.

      Und bei Fixed Limit kann ich nicht mal richtig druckausüben mit den Chips.

      Möchte allerdings auch nicht wechseln zu NL, weil ich dafür noch eine zu schlechte Bankroll habe.

      Habt ihr Tipps:)
  • 14 Antworten
    • JulienP88
      JulienP88
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2012 Beiträge: 3
      Und gleich die nächste Hand.
      Ich früh mit AKo und raise standard.
      Gegner callt in später Pos.
      Auf dem Flop:
      7kreuz, 3kreuz, 10caro

      ich mache also in früher Pos eine Conti-bet.
      Er callt.

      Turn:
      Ein Ass pik

      ich hab also toppair mit Topkicker und bette wieder.
      er callt wieder.


      River:
      könig kreuz

      Ich bette und er raist. ich raise erneut und er reraist. ich calle letztendlich.

      und er zeigt K8 kreuz und hat damit sein flush am river getroffen.
      Das ist frustrierend:(
    • Kingberger
      Kingberger
      Bronze
      Dabei seit: 02.10.2007 Beiträge: 4.404
      Hey,

      ich habe deinen Thread mal in den Fixed Limit Strategiebereich verschoben. Dort wirst du mehr sinnvolle Antworten erhalten als im Einsteigerforum.


      Viele Grüße
      Kingberger
    • bowmaker
      bowmaker
      Bronze
      Dabei seit: 14.12.2008 Beiträge: 797
      Hmm, wie kann er K :club: 8 :club: haben, wenn K :club: am River kommt?
      Aber sei's drum: es gewinnt nicht immer der Favorit - that's part of the game...!
      Besser gleich von Anfang an daran gewöhnen, auch wenn es ab und an frustrierend ist.

      Longterm wirst Du mit Top2 gegen FDs Gewinn machen.
    • Xerum92
      Xerum92
      Global
      Dabei seit: 11.11.2011 Beiträge: 379
      Zahl Geld ein und geh auf 5/10 oder 10/20 Cent.^^

      Ich hab auf NL gewechselt weil mich FL einfach nur noch abgefuckt hat...
      Das Coldgecalle und dann hiten mit den letzten Bums karten hab ich nicht mehr ausgehalten. :D

      Ich spiel die BSS auf NL2 da läufts jetzt richtig gut 18$ auf 13k hände. (mit einigen doofen Allin Calls...)
      NL5 ist schon in sicht 120$ hab ich fehln also noch 30$
    • bowmaker
      bowmaker
      Bronze
      Dabei seit: 14.12.2008 Beiträge: 797
      Nochmal: ausgedrawed zu werden ist Teil des Spiels - auch wenn Du auf $10k/20k gehst...
    • Highead
      Highead
      Bronze
      Dabei seit: 30.11.2009 Beiträge: 719
      Letztendlich bekommst du genau von diesen Händen auch das Geld.
      Auf nem Trockenen Board wird dich keiner Callen wenn er keine Madehand. ALso bekommst du kein Geld.

      Man könnte sagen, um so mehr Draws möglich sind um so besser für dich mit einer Madehand, weil du maximal ausbezahlt wirst, auf der Gegenseite stehen natürlich dann auch massig Outs gegen deine Madehand und es kann passieren das du überholt wirst.

      Beides geht IMMER Hand in Hand.
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.498
      Meine Tipps:

      Gewöhne dich daran, dass du gegen viele Spieler seltener gewinnst, dafür aber der Durchschnittspot grösser ist als gegen wenige Spieler. Das bedeutet, die Schwankungen werden grösser. Dieses zu verarbeiten ist eine Frage der inneren Einstellung. Wenn man sich darüber bewusst ist und damit rechnet, dann kommt man eher damit klar.

      Je mehr Spieler im Pot sind, desto wichtiger wird deine Position. In später Position kannst du sehr viel spielen, weil du viele Informationen hast und schon weisst, welche Odds du für deine Hand bekommst. In früher Position musst du sehr tight bleiben, weil hinter dir noch viel passieren kann. Im Bronzechart gibt es die Teilcharts Aktionen gegen Caller vor dir und Mitgehen/Erhöhen bei einer Erhöhung und Callern vor dir. Die sind sehr nützlich an loosen Tischen. Hände, die Straights und Flushes treffen können werden gegen viele Spieler sehr wertvoll, weil sie sehr gute implied Odds bieten. Triffst du den Flop nicht, kannst du bedenkenlos wegwerfen, triffst du dein Monster, halten diese Hände sehr oft und fahren riesige Pötte ein.

      Nach dem Flop musst du lernen, das Spiel deiner Gegner zu beurteilen. Gerade die kleinsten Limits sind sehr passiv. Wenn Gegner anfangen zu erhöhen, dann muss man prüfen, ob Monster möglich sind. Die haben sie dann oft.

      Wenn du dein Spiel in einzelnen Händen überprüfen lassen willst, steht dir das Handbewertungsforum zur Verfügung. Da bekommst du viele nützliche Tipps, wie man die Stärke seiner Hand einschätzt.
    • Ignitron
      Ignitron
      Bronze
      Dabei seit: 28.09.2011 Beiträge: 389
      Original von cjheigl
      ... Hände, die Straights und Flushes treffen können werden gegen viele Spieler sehr wertvoll, weil sie sehr gute implied Odds bieten. Triffst du den Flop nicht, kannst du bedenkenlos wegwerfen, triffst du dein Monster, halten diese Hände sehr oft und fahren riesige Pötte ein...
      Das ist ganz wichtig und essentiell. Allerdings das mit der Position ist auch richtig, aber auf dem Limit weniger wichtig, jedoch gut, bereits von Anfang an dies zu berücksichtigen, um nicht auf den Höheren Limits dafür dann Tribut zu zahlen.

      Ich glaube viele haben entweder selber noch nicht FL 0.02/0.04 FR erfolgreich gespielt oder haben es bereits vergessen, wie es dort läuft.

      Wohl Ein Spieler der es nicht geschafft hat:
      Original von Xerum92
      Zahl Geld ein und geh auf 5/10 oder 10/20 Cent.^^
      Er hat aber gar nicht so unrecht in gewisser Hinsicht. Nur denke ich, das ist nicht wirklich die Lösung auch wenn es helfen kann dem zu entkommen.

      FL 0.02/0.04 FR ist eine sehr gute Schule für Multyway Pötte par excellence. Protection funktioniert nicht wie auf den späteren höheren Limits, Foldequty gibt es so gut wie keine und for Value bieten auf den Strassen vor dem River kann oft for Value für die Riverrats sein. Auch spielt man ständig gegen unknown random Spieler. Wenn Du Dir das bewusst machst, dann lernst Du dass wichtigste Prinzip für das Limit, was aber später auch noch gilt:
      "Je mehr Spieler an einem Pott beteiligt sind, umso besser muss Deine Hand sein, um etwas herauszuholen."

      Meine Empfehlung wenn du solche Situation hast, spiele Monster for Value, suche Monster. spiele selber nittig deine Monsterdraws, gebe Gas wenn er ankommt, sei wachsam sogar mit Straights, Sets und Twopairs, wenn offensichtlich ein anderer einen Flush oder ein besseres Monster wahrscheinlich schon hat.

      Das ist die grösste Falle, die man als Anfänger macht, man schaut sich seine guten Karten an und achtet zu wenig wer und vor allem wie viel noch mit involviert sind. Auch ist den Spielern schwerer eine enge Range dort zu geben. Expected Value ist für rein AA auf dem Limit im Durchschnitt geringer als auf den späteren Limits aufgrund der vielen Multiway Situationen die entstehen.

      Das SHC ist eine gute Sache, um daran zu lernen. Und das SHC hilft, dass es weniger schwerere Entscheidungen am Flop gibt. Auch ist es eine Grundlage für ein erfolgreiches Spiel auf den späteren Limits. Aber in einer anderen Strategieseite gibt die folgenden interessante Aussage zu denken:
      "...Starthände. Eines der am meisten, schlecht empfohlenen Grundlagen von Texas-Hold'em ist die Fixierung der Anfänger auf die Starthände, mit einem damit zusammenhängenden Fokus auf die Tabellen der Starthände und Gruppen. Hold'em ist eher ein Post-Flop Spiel als ein Pre-Flop Spiel..."

      Es trifft gerade auf FL 0.02/0.04 FR zu...

      Und es ist die Gefahr, dass Du als Anfänger nicht lernst, warum ist es so sondern mechanisch auf den Zettel mit dem SHC schaust und danach spielst ohne darüber nachzudenken warum? Man lernt es nicht, in dem man es auswendig lernt auch wenn es zum grossen Teil hier propagiert wird. Als Beispiel, später fällt einem es dann ggf schwer sich wieder umzustellen und zu überlegen mit welchen Händen isoliere ich Preflop einen Limper mit seinen Statistik Werten von ihm die mir bekannt sind. Wie gesagt, das kommt später bzw. wird auf den späteren Limits wichtiger.

      Kleinere Suited Connectoren in später Position und höhere Suited Connectoren bereits vorehr auch wenn sie gemäss SHC noch nicht gespielt werden sollen, sind sehr gute spekulative Hände, die mit höherem Profit auf FL 0.02/0.04 FR als auf den späteren Limits gespielt werden können, da die Gelegenheiten diese zu spielen es viel häufiger gibt oder sich einstellt. Insbesondere SB completen wenn viele Limper vorher dabei waren oder auch aus dem BB raus, aber auch bereits etwas früher aus dem CO raus. Es verlangt viel Disziplin, um sich am Flop sehr sehr oft von den Händen sofort wieder trennen zu können, wenn sie nicht den OESD + FD oder grad das Monster am Flop bringen. Und somit verlangt es auch viel Geduld mit diesen Händen. Das ist das was cjheigl mit den vielen implied Odds meint, die muss man ich aber auch "erspielen". Wenn sie dann mal hitten und es sind x Limper mit dabei dann kann es den Gewünschten Zahltag für die Hand geben. Bei Spekulationen muss man wissen, wann man daran investiert und wann man sie rechtzeitig aufgibt.

      Und grad der letzte Punkt ist das nächste was absolut wichtig ist. So paradox es für den ein oder anderen Aggrospieler klingen mag, auf dem Limit macht man am meisten Profit mit folden zum richtigen Zeitpunkt und nittigem Draw spielen...

      Auch da zitiere ich von einer anderen Strategieseite eine Auszug:
      "...Das Falten (Aufgeben) ist die wichtigste der vier Poker-Aktionen (wetten, erhöhen, mitgehen, falten) weil... das Geheimnis eines gewinnenden Pokerspiels ist wie Sie die Hände spielen, mit denen Sie verlieren. In den meisten Spielern steckt der Wunsch der "Gewinner" zu sein, jedoch vergessen sie anscheinend, dass wir in einem Spiel mit neun Spielern die verlierende Hand in acht von neun Fällen bekommen, was also wirklich wichtig ist, dass wir diese acht Hände auch spielen, nicht was wir tun wenn wir die eine Hand bekommen, was gewinnt!Der größte finanzielle Unterschied zwischen einem guten Spieler und einem schlechten Spieler zeigt sich beim Falten, bei dem Sparen von Wetten....Der Versuch Verluste zu minimieren sollte den Spielern mehr Geld in die Taschen spülen als der Versuch die Profite zu maximieren, einfach weil es mehr Gelegenheiten gibt zu minimieren...."
      Die meisten Artikel hier sind aber auf die actionreichen aggressiven Spielzüge hier ausgerichtet und können einen schnell mal auf die Falsche Fährte für das Limit locken.

      Man muss also etwas Differenziert die Empfehlungen aus den Strategieartikeln sehen und genau hinschauen, was davon profitabel in der jeweiligen Situation anwendbar ist und was nicht. Und auch ganz genau lesen. Z.B. gibt es einen Bronzeartikel: "Postflop: Standardspielzüge gegen einen Gegner"... ja der ist Bronze..., der erste Artikel zum Postflopspiel. Nur hat man die Situation als Bronze auf FL 0.02/0.04 FR sehr sehr selten. Wenn ein Anfänger so fokussiert ist auf seine Hand, bemerkt er oft gar nicht den Unterschied, dass er ja diese Situation gemäss Strategieartikel gar nicht hat... weiteres gefährliches Beispiel aus der Bronze Strategiesektion: "Postflop: Semibluff und Pure Bluff". Bluffe niemals eine Callingstation mit einen WTS >50, wenn du nicht weisst, dass sie ihre Hand wirklich weglegen kann und die gibt es auf dem Limit zu hauf...

      Das gilt auch für die Videos ... die meisten Videos ... ACHTUNG! es gibt gar kein Video für FL 0.02/0.04 FR, all das was in den anderen Videos erklärt wird muss als sehr genau angesehen werden, in wie weit dies auf dem Limit in den meisten Situationen genau so wirkungsvoll funktioniert. (Standard C-bet, Bet von unrised Pot usw.)

      Am Ende alles ohne Gewähr, so hat es aber bei mir funktioniert.
    • bowmaker
      bowmaker
      Bronze
      Dabei seit: 14.12.2008 Beiträge: 797
      2ct/4ct ist ja auch nicht vorgesehen als Einstiegslimit, sondern 10ct/20ct mit den $ 50,-- Startkapital - und auf dem Limit trägt die Strategie sicherlich Früchte.
      Aber selbst auf 2ct/4ct werden sich TAGs als Winning-Player duchsetzen - ich schätze mal mit irgendwas zwischen 2,5BB/100 und 5BB/100.

      Ich wollte ja eigtl. zu der Anmerkung von Xerum92 nichts sagen, aber $ 18,-- sind auf 2ct/4ct auf 15k Hände auch kein Problem, auf 5ct/10ct und 10ct/20ct erreicht man die in einem Bruchteil der Samplesize (bei einem guten Run geht das auf 10ct/20ct innerhalb einer einzigen Session).

      Grundlage des Ganzen ist eben, dass man versucht, besser zu sein, als der Rest und irgendwo muss man mit der Theorie ja anfangen und da jede Hand Preflop beginnt, macht es obv durchaus Sinn, wenn man dann auch mit der PF-Theorie beginnt und sich darauf aufbauend nach und nach durch die vielfältigen Themen arbeitet...man wird keine Pokervariante finden, wo einem alles von alleine zufliegt!
    • Stocker31
      Stocker31
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2010 Beiträge: 1.002
      Also ich muss sagen, die Einsteiger(!)strategie funktioniert auf 002/004 eigentlich prächtig. Ich kämpf mich da augenblicklich durch und bin auf 9000 Hände $20 up. Sicher gibts auch mal ein Down oder BE-Abschnitte. Aber im Großen und Ganzen kann die also gar net so schlecht sein.
      Wenn man da auch noch die HU-Standardöines einbaut, und auch mal dazukommt, sie anzuwenden ;) , kann man da eigentlich ganz gut durchrennen.

      Ach und ehr sich jemand wundert, ich fahre ein wesentlich tighteres BRM als hier empfohlen. :)
    • schnizm
      schnizm
      Black
      Dabei seit: 17.06.2006 Beiträge: 1.967
      Original von Ignitron
      Aber in einer anderen Strategieseite gibt die folgenden interessante Aussage zu denken:
      "...Starthände. Eines der am meisten, schlecht empfohlenen Grundlagen von Texas-Hold'em ist die Fixierung der Anfänger auf die Starthände, mit einem damit zusammenhängenden Fokus auf die Tabellen der Starthände und Gruppen. Hold'em ist eher ein Post-Flop Spiel als ein Pre-Flop Spiel..."
      Das dürfte so eher auf No Limit als Fixed Limit zutreffen. Startinghand-Selection ist in Fixed Limit eigentlich immer sehr wichtig.

      Original von Ignitron
      Kleinere Suited Connectoren in später Position und höhere Suited Connectoren bereits vorehr auch wenn sie gemäss SHC noch nicht gespielt werden sollen, sind sehr gute spekulative Hände, die mit höherem Profit auf FL 0.02/0.04 FR als auf den späteren Limits gespielt werden können, da die Gelegenheiten diese zu spielen es viel häufiger gibt oder sich einstellt. Insbesondere SB completen wenn viele Limper vorher dabei waren oder auch aus dem BB raus, aber auch bereits etwas früher aus dem CO raus. Es verlangt viel Disziplin, um sich am Flop sehr sehr oft von den Händen sofort wieder trennen zu können, wenn sie nicht den OESD + FD oder grad das Monster am Flop bringen. Und somit verlangt es auch viel Geduld mit diesen Händen. Das ist das was cjheigl mit den vielen implied Odds meint, die muss man ich aber auch "erspielen". Wenn sie dann mal hitten und es sind x Limper mit dabei dann kann es den Gewünschten Zahltag für die Hand geben. Bei Spekulationen muss man wissen, wann man daran investiert und wann man sie rechtzeitig aufgibt.
      In sehr loose passiven Games (4+ Spieler am Flop, oft nur limped, selten Preflop 3bets) können Hände mit guten Implied Odds (Monster Potential) durchaus sehr profitabel sein. Das Uralt SHC von PS hat das auch noch berücksichtigt, indem Open Limps in Early Position mit PocketPairs, suited Aces/Broadways, in späterer Position dann auch mehr overlimps/coldcalls mit schwächeren suited Connectors/Gappers als Option vorgesehen waren.
      Wurde wohl gestrichen, da solche Games eher selten geworden sind und zu viele Optionen Anfänger verwirren. Hat natürlich auch die negative Auswirkung, dass Preflop kaum mitgedacht und einige spielerische Möglichkeiten erst garnicht wahrgenommen werden.
    • Stocker31
      Stocker31
      Bronze
      Dabei seit: 19.11.2010 Beiträge: 1.002
      Das dürfte so eher auf No Limit als Fixed Limit zutreffen. Startinghand-Selection ist in Fixed Limit eigentlich immer sehr wichtig.


      Nicht unbedingt. Sklansky und Miller schreiben auch, dass die Auswahl der Starthände nur begrenzten Einfluss auf die Winrate hat. Auch dort wird empfohlen, mehr Augenmerk auf das Postflopspiel zu legen. Eine Verbesserung dort hat meist einen größeren positiven Effekt, als "aufzuloosen". (Was ein doofes Wort, aber mir ist kein besseres eingefallen. ;) )
    • Ignitron
      Ignitron
      Bronze
      Dabei seit: 28.09.2011 Beiträge: 389
      Ich ergänze noch mal etwas als Gedankenanstoss und daraus folgend am Schluss ein weiterer Tip

      Ich mach ein Extrembeispiel mit dem Equilab, aber Grenzwertbetrachtungen helfen einen um besser zu verstehen was dazwischen sein kann:

      Nehmen wir folgende 2 Beispiele eine Grenzlimpsituation von einem total loosen Tisch und eine relativ normale Situation mit einem Fisch der aus dem SB completed mit der selben Hand


             Equity     Win     Tie
      UTG     7.01%   6.48%   0.52% { A2s }
      UTG+1   0.04%   0.00%   0.04% { 22 }
      UTG+2   0.23%   0.15%   0.08% { 33 }
      MP1     8.08%   7.85%   0.23% { 44 }
      MP2     4.30%   4.22%   0.08% { 32s }
      MP3     3.76%   3.50%   0.27% { 43s }
      CO     10.55%   9.36%   1.19% { 65s }
      BU     23.72%  23.68%   0.04% { QTs }
      SB     13.40%  12.22%   1.19% { 76s }
      BB     28.91%  28.39%   0.52% { AA }

      AA gewinnt gegen all die Fische nicht mal mehr jedes 3'te mal, ist auf Dauer unprofitabel wenn nicht zum richtigen Zeitpunkt auch mal auf den weiteren Strassen gefolded wird.


             Equity     Win     Tie
      BU     18.73%  18.59%   0.13% { QTs }
      SB     16.78%  16.65%   0.13% { 22 }
      BB     64.49%  64.36%   0.13% { AA }



             Equity     Win     Tie
      BU     18.91%  18.82%   0.09% { QTs }
      SB     20.03%  19.94%   0.09% { 76s }
      BB     61.06%  60.98%   0.09% { AA }

      AA gewinnt mehr als jedes 2. Mal, ist auf Dauer immer Profitabel, fast egal wie schlecht man Postflop spielt.

      QTs ist im ersten fast so stark wie zwei von den Limpern zusammen mit ihren suited connctoren mit 76s 65s. QTs hat sich vom Equity aber nicht stark verändert, war sogar im ersten Multyway Beispiel stärker. AA verliert aber enorm an Equity. Das AA verliert gegenüber der 76s oben in etwa im Verhältnis von 1:2. Unten ist das Verhältnis 1:3. Mit AA geht man auf jedenfall rein, mit 76s, muss ich gegenüber dem AA versuchen so billig wie möglich das Monster zu finden mit möglichst viel Dead Money von anderen Spielern im Topf. Finde ich das Monster nicht, dann wäre es fatal das AA auf den folgenden Strassen auszubezahlen, umgekehrt hoffen wir dann natürlich wenn wir das Monster treffen, dass uns AA schön fett auszahlen wird und die Wahrscheinlichkeit ist sehr gross, da sich wenige Spieler von einem AA trennen können.

      Der Equtiyverlust von Paaren ist um so grösser, um so mehr Spieler involviert sind. Das gilt auch für AA und KK. Das liegt mit daran, dass mit suited connectoren sich mehr Monster bilden lassen, sie haben einfach mehr Outs wenn mal am Flop was passt, um sich zu verbessern. Der Equityverlust von Suited Connectoren ist geringer, um so mehr Spieler involviert sind und der Topf grösser um uns auszuzahlen. Postflop richtig gespielt sind diese Hände um so mehr Spieler dabei sind profitabler.

      Das SHC berücksichtigt dies zum Teil. Es berücksichtigt aber nicht, wie loose oder tight die einzelnen Spieler vor einem und nach einem wirklich sind... D.h. es passt zu einem fiktiven oder durchschnittlichen VPIP und PFR Wert und nicht zu einer any two range. Wenn man Tische hat, auch auf dem FL 0.02/0.04 Limit die dem Durchschnitt nahe kommen, dann passt es auch dort besser. Es wird also auch immer Spieler geben, die damit besser klar kommen als andere, je nachdem an welchen Tischen sie sich setzen. Obwohl sie so profitable evtl spielen, heisst es noch lange nicht dass sie es verstanden haben warum es so ist. Vor allem wenn das einfach ohne zu überlegen angewandt wird.

      Das wäre somit ein weiterer Tip, wenn man sich exakt an dem SHC halten möchte, die Mechanismen dahinter noch nicht versteht, so sucht man dafür einfach auch passende Tische. Nicht zu loose aber auch nicht nur mit TAGs bestückt.
    • patric0210
      patric0210
      Bronze
      Dabei seit: 15.03.2009 Beiträge: 1.038
      ok is schon was her der thread aber zu 2.4 kan ich sagen das limit is easy money...

      ABER wie schon gesagt wurde man muss wissen wann man folden sollte!

      Ich hab selbst von NL auf FL gewechselt und meine Hände meist erstma voll overplayed!

      Grade auf FL 2.4 is hit or fold spielen sehr profitabel!

      Grade als "Anfäger" wartet man gedultig auf premium Hände und mir gings zb. so das ich mich einfach nich davon trennen wollte!

      "jetzt hab ich schon KK" alle callen der pot is riesig...

      board 5h7h9d

      der flop riecht schon und wenn mehrere gegner am turn aktion machen dann sollte man alles
      außer draws am turn aufgeben weil man hier einfach beat is 4 leute + da hat 2 pair tripps straigt auf jedenfall getroffen.

      Bei meinen ersten versuchen vor nem jahr oder so dort hätte ich KK never ever gefolded selbst 4 bet raises auf turn und river runter gecalled aber das kostet einfach zu viel weil man zu selten noch vorne is und die schöne KK hand is hier wertlos.

      Anders sieht es mit KhKd aus oder das AK AA mit backdoor flushdraw, weil n onecard flushdraw auch oft genug hitted und die odds zum callen bekommt man sogut wie immer.

      kurz und knapp 20 tableing hit or fold, konstante winrate von 4.5 bb 100 auf fl 2c4c