FL Shortstacker

    • tomte999
      tomte999
      Black
      Dabei seit: 21.02.2007 Beiträge: 704
      is vll nicht das richtige forum dafür, aber ich hab nicht gewusst wo hin sonst damit:

      in letzter zeit seh ich immer öfter spieler mit normalen reg stats, die sich aber mit nur 10bb an den tisch setzen und immer erst dann rebuyen wenn sie broke sind. man sieht die in letzter zeit so häufig dass man vermuten könnte, der blödsinn wird auf irgend ner seite gelehrt. kennt da irgendwer was? die begründung würd mich ja interessieren :D
  • 7 Antworten
    • Umumba
      Umumba
      Black
      Dabei seit: 22.04.2006 Beiträge: 2.019
      Keine Ahnung, ob es irgendwo gelehrt wird, aber die Begründung ist halt ähnlich wie beim NL, wo es allerdings deutlich sinnvoller ist, weil da hinzukommt, dass man die Gegner mit einem Allin seines kleinen Stacks konfrontieren kann. Im FL fehlt das, ein Umstand bleibt aber: Man selbst weiß (vermutlich) immer, welche Stacksize man gerade hat und achtet darauf, sein Spiel daran anzupassen. Die Gegner beachten den Stack hingegen meist nicht (ist man als FLer ja meist gar nicht drauf "trainiert" gegen Regs) und machen dann kleine Fehler wie beispielsweise gegen einen sehr kleinen Stack noch Suited Connectors zu spielen oder preflop zu 3betten mit dem Plan zu 3barreln, was gar nicht mehr geht.
      Der Nachteil ist einzig, dass man in manchen Händen nicht voll ausbezahlt wird. Gegen Spieler auf ähnlichem Niveau ist das egal, man bezahlt sie umgekehrt ja auch nicht voll aus. Gegen Fische fühlt es sich schon irgendwie wie ein Nachteil an, diese machen aber vielleicht auch gegen die kleinen Stacks viele Fehler. Hat man einen braindead Maniac am Tisch, sollte man sicherlich davon abweichen, um immer die Chance auf 12BB zu haben.
      Mir selbst wäre es zu unübersichtlich, auf den Highstakes macht es auch glaube ich nur oj_pimpson.
    • tomte999
      tomte999
      Black
      Dabei seit: 21.02.2007 Beiträge: 704
      also wenns nicht so unübersichtlich wäre, würdest dus selbst machen?

      kann mir kaum vorstellen, dass der von dir beschriebene vorteil den nachteil wettmachen kann.. ich denk wenn der stack noch 10 bb is isses ziemlich egal da man selten 12 bb reinkriegt, aber gegner dann entsprechend auch keinen fehler machen können.

      und bei stack <6 bb wo die gegner dann wirklich fehler machen können, find ich den eigenen fehler trotzem größer weils da immer wahrscheinlicher wird dass man keine volle auszahlung mehr bekommt.

      wichtig find ich dabei ja auch dass der nachteil definitiv ist, während der vorteil lediglich potentiell ist..
    • cjheigl
      cjheigl
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 09.04.2006 Beiträge: 24.495
      Ich kann mir vorstellen, dass jemand short spielt, um sich gegen bessere Spieler zu schützen. Gute Spieler profitieren von grösseren Stacks, weil sie häufiger im Stande sind, dem Gegner einen grossen Pot abzunehmen als schlechtere Spieler. Die guten Spieler folden früher. Wenn es an einem Tisch nur sehr wenige Fische gibt und viele Regs, dann ist short Stack für einen unsicheren Reg vielleicht eine sinnvolle Taktik, weil er häufiger gegen die anderen Regs spielt als gegen einen Fisch. Ich glaube aber nicht, dass es sinnvoll ist, den Stack auf unter 6 BB fallen zu lassen, denn diese Potgrösse erreicht man auch häufig gegen Regs.
    • tzare
      tzare
      Black
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 5.316
      Original von cjheigl
      Ich glaube aber nicht, dass es sinnvoll ist, den Stack auf unter 6 BB fallen zu lassen, denn diese Potgrösse erreicht man auch häufig gegen Regs.
      Was ja im Prinzip egal ist.
      Angenommen wir haben nen exakten Klon von uns am Tisch der mit 12BB spielt , dann kommen auf unendlicher Samplesize die Spots wo uns durch unseren kleinen Stack Value entgeht genausooft vor wie die umgekehrte Situation wo ihm Value entgeht weil wir allin sind.
      --> Allein dadurch hat niemand einen Vorteil.

      Ignoriert der 12 BB Klone allerdings unsere Stacksize z.B. im Preflopgame oder verscheckt Postflop das wir z.B. nurnoch eine BB left haben, während wir uns unserer Stacksize bewusst sind so macht er Fehler und wir haben eine edge.

      Könnte also an reinen Regtischen eventuell sinnvoll sein, allerdings wirklich nur solange kein Fisch am Tisch sitzt. gegen einen Fisch sind obv Situationen in denen uns value durch die Stacksize entgeht wesentlich häufiger als Situationen in denen dem Fisch Value gegen uns entgeht.
    • Umumba
      Umumba
      Black
      Dabei seit: 22.04.2006 Beiträge: 2.019
      Genau, das ist der Punkt. Dieses "Value verpassen" ist halt gegen gute Spieler nur virtuell, weil sie ja auch umgekehrt Value verpassen. Nur wir merken den Unterschied eben schneller, weil wir mehr darauf geschult sind, wenn wir das regelmäßig machen. Ich denke, es kommt da auch auf die Art des Fisches an. Gegen ne Callingstation kann ich doch eigentlich nicht Value dadurch verlieren, dass ich 6 statt 12 BB hab, der raist ja eh nur mit seinen starken Händen, den Value kriege ich gegen ihn davon, dass er zu oft die 3,5-5,5 BB für nen Calldown investiert. Und dass er seine Draws zu oft chased, was aber gegen nen Shortstack noch schlechter ist, weil er keine Implied Odds hat. Spiele ich andererseits gegen einen Maniac, wäre es natürlich fatal, keine vollen Payouts zu kriegen.

      Psychologisch ist es imo übrigens auch so, dass Spieler irrational reagieren, wenn sie mit dem ungewohnten Stack konfrontiert sind. Zum Beispiel, wir gehen am River auf 30/60 für 49$ allin, dann glaube ich, dass die Gegner deutlich öfter callen als sie sollten, weil sie denken "ist ja nicht mal ne volle Bet", anstatt die Odds zu berechnen. Stößt also wieder ins gleiche Horn, wir kennen die Situation, weil wir uns damit beschäftigt haben, der Gegner nicht.

      Und ja, wenn es nicht so unübersichtlich wäre, würde ich es vielleicht selber machen, vorausgesetzt, ich hätte mich damit beschäftigt. Ich werde also mangels Ahnung vom Thema auch nicht beim 1tabling 200/400 anfangen. Und ansonsten spiele ich ja eh meistens zu viele Tische, wie Kobe in seinem vorletzten Video gesagt hat. :f_frown:
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.380
      Bisher habe ich es nur von Leuten gesehen die eh schlecht, bestenfalls normal spielen und einfache Rakebackgrinder sind. Solange ich dass nicht von einigen 1-2BB Spielern sehe, mache ich mir da keine Gedanken.
    • Marvl
      Marvl
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 3.556
      Ich glaube, die Nachteile überwiegen, wenn man gegen Calling Stations short spielt.
      Die Implieds von denen sind ja nicht riesig, meistens nur eine zusätzliche Bet, sie hitten nicht sehr oft und sind dann auch nicht 100% vorn, mitunter haben sie sogar RIOs, z.B. raise/call mit geriverten two pair.
      Und wenn wir short nicht eine, sondern zwei Bets übrig haben, haben sie ja wieder genauso viel implieds wie deep und der einzige Unterschied ist, dass wir mit der nuts nicht mehr dreibetten können.

      Ich denke der Value, den man bekommt, wenn sie hin und wieder vollkommen braindead overplayen und einige BB zuviel mit 0% Equity reinhauen, überwiegt den geringen Implieds Effekt, auch wenn das nicht allzu oft passiert.

      Prinzipiell ist das Thema vielleicht gar nicht so uninteressant.
      Scheint ja neuerdings wirklich einige Leute zu geben, die das regelmäßig machen und sich wohl irgendeine Strategie zurecht gelegt haben.

      Zumindest OOP vs unknown kann es ja auch nicht soviel schlechter sein, short zu spielen.
      Vielleicht macht es daher sogar Sinn, sich wie z.B. manche Leute beim PLO zunächst short einzukaufen und dann erst in late position auf maximum zu reloaden.