5 Betting Blind vs BTN

    • Greenplanet90
      Greenplanet90
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2008 Beiträge: 1.526
      Hallo,

      ich habe mir gerade das Video zum Thema 5betting angesehen (http://de.pokerstrategy.com/video/22565/).

      Darin gibt er ja eine 5bettingrange von A8s+, AQ+, KJs+, 44+, A4s-A5s

      Das sind nicht ganz 10% "valuerange". Also nicht nur Hände die wir gegen seine callingrange for value shippen, sondern die einfach mit x% FE preflop +EV shippen können.
      Soweit sogut und auch gut nachvollziehbar.

      Jetzt ist nur die Frage wie viel % wir in den blinds 3bet/folden sollten. IP gilt ja, dass die 3betrange zu 66% aus bluffs und 33% aus valuehands bestehen kann/soll. Das kommt daher, dass wir preflop 66% FE brauchen und villain daher zu 33% backplayen sollte (4bet).

      Das kann ja für OOP nicht wirklich gelten da villain uns dann IP einfach ziemlich leicht ausspielen kann wenn unsere range zu weak wird. Denn wenn wir 10% 3bet/5betten dann wären das 20% 3bet/fold (nach obiger rechnung).

      Also wie würde euer (3bet-5bet / 3bet-fold) ratio in dem spot aussehen.
  • 3 Antworten
    • MagnumLemon
      MagnumLemon
      Bronze
      Dabei seit: 11.09.2008 Beiträge: 1.822
      Gute Frage!

      Prinzipiell ist es imo zunächst einmal kein Problem, wenn du kaum 3bet/folds im Vergleich zu 3bet/shoves hast. Unser Gegner 4bettet mit einem viel zu großen Bluffanteil und wird deswegen bestraft.

      Interessant wird das ganze erst, wenn Villain adapted. Also was hat er für Möglichkeiten?

      1. Statt zu 4betten eher auf 3bets Folden. Das ist wahrscheinlich die günstigste Adaption für uns. Da würde ich unsere 3betting Range hinsichtlich Ax-Blockern erweitern.

      2. Villain 4bettet weniger, callt dafür mehr. In dem Szenario würde ich mich grundsätzlich an den Postfloptendenzen von Villain im 3bet Pot orientieren. Grundsätzlich würde ich aber kleinere Pocketpairs nicht mehr 3betten, weil wir im 3bet Pot damit eine ziemlich schlechte Playability.

      3. Villain callt mehr auf die Shoves. Gegen deine konkrete Range könnte Villain ca. mit 66+,A9s+,KQs,AJo+ (= 8% Range) callen. Das hat für uns zur Folge, dass wir nicht mehr genügend FE haben. Um die fehlende FE auszugleichen, muss unsere EQ gegen diese Range stärker werden, in dem wir die schwächsten Holdings aus der Range nehmen. Ohne jetzt genau nachzurechnen, würde ich 66-, KJs und ATs- rausnehmen. Da ist dann auch die Frage, wann wir adapten. So lange Villain noch 50% auf Shoves foldet, ist das eher Wayne. Aber grundsätzlich würde ich tighter werden, sobald uns Villain mit der unteren Range catcht.

      4. Villain reduziert seine Openraising- und damit auch seine 4betting Range. Prinzipiell auch ein gutes Szenario, unsere Blinds werden seltener angegriffen und wir sparen dadurch Geld. Dementsprechend müssen wir unsere 3betting Range etwas tighter gestalten.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Wäre es nicht das beste beim Video-Feedback direkt nachzufragen? =)

      Ich kenne das Video nicht und kann aktuell nichts dazu sagen. Ich denke im Video-Feedback bekommst du die direkte Antwort vom "Ersteller". ;)
    • chrsbckr75
      chrsbckr75
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2007 Beiträge: 3.693
      Original von Greenplanet90. IP gilt ja, dass die 3betrange zu 66% aus bluffs und 33% aus valuehands bestehen kann/soll. Das kommt daher, dass wir preflop 66% FE brauchen und villain daher zu 33% backplayen sollte (4bet).

      1. Das wir x% FE brauchen liegt allein an unsere Betsize und hat erstmal nix mit Villain an sich zu tun.


      2. IN diesem speziellen Fall gilt dann eher durch diese BetsizeWahl, dass Villain auf einen Call 2:1 bekommt und seine Potodds genau gleich unserer Bluffwahrscheinlichekit liegt.Da wir selbst aber 2:1 auf den Pot setzen sollte er wiederum mit 33% die Hand weiterspielen. So wäre ein Gleichgewicht erreicht.


      Gleihczeitig ist das 2:1 Verhätnis gerade der Punkt an dem Villain für eine lighte 4bet einen breakeven punkt hat. Wiederum FE technisch gesehen.


      Wollte halt nur sagen, dass die benötigte FE Preflop nix mit seiner Backplayfrequenz zu tun hat. Zumindest rein auf ein +EV spiel bezogen.


      Korriegiert mich, falls ich hier falsch liege


      Außerdem würde ich annehmen, dass spieltheoretisch, dass 3bet4bet5bet game positionsunabhängig ist. Wenn jetzt aber gesagt wird, dass Villain IP eher mal called als 4bettet, ist halt auch dort das optimale die Betsize so zu wählen, dass für ihn call oder fold identische EVs haben. Bleibt also alles beim alten........


      Und was heißt ausspielen: Du hast dann halt Oop 1:2 value/bluff ratio hast aber ge3bettet. Jetzt muss sich Villain doch entscheiden, was er macht......

      call ist halt auf den call only bezogen eher auch Null, da wir mal davon ausgehen, dass dein Valueanteil seine callingrange schlägt.
      4bet EV ist null, da er genau die 66% FE bracuht, die er hat



      er kann ja auch nicht ohne weiteres AA in seine 3bet calling range nehmen wenn er häufig 4bettet. Das wäre für uns ja immer die Einladung zum 5betshove....