Bankrollmanagement = Zeitverschwendung ?

  • 15 Antworten
    • 555Schuh
      555Schuh
      Bronze
      Dabei seit: 10.02.2006 Beiträge: 127
      Hallo,

      vom Grundgedanken her hast Du sicherlich recht.
      Nur ist es ja so, das ich als Anfänger nicht die nötige Bankroll habe.
      Und die Idee ist ja, kein eigenes Geld zu verwenden.
      Wenn ich als mit 50$ anfange, muss ich mir langsam meine Bankroll aufbauen um dann irgendwann mal 1$/2$ spielen zu können.

      Wer aber genug Geld übrig hat, kann ohne Probleme seine Erfahrungen
      auch auf 1$/2$ machen. :)
    • belze
      belze
      Bronze
      Dabei seit: 27.05.2005 Beiträge: 3.800
      Der Aufstieg in den Limits ist für mich auch ein gewisser Reiz. Ich meine ich hab mit geschenkten 5 Dollar angefangen und war bis vor dem letzten Down kurz im vierstelligen Bereich. Ich denke das ist etwas, was mir zeigt, dass ich die Grundprinzipien des Spiels verstanden habe. Wenn du das Geld hast und gerne sofort 5/10 spielen möchtest - bitte.
      Wobei man ab 2/4 schon ziemlich profitabel spielen kann. Wenn man das Limit mit 1,5 BB schlägt und 400 Hände die Stunde spielt haste sicherlich mit 24$ nen besseren Stundelohn als in jedem Minijob.
    • sammy
      sammy
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 5.315
      Es geht natürlich auch um die Erfahrung... wenn du auf 5/10 einsteigen willst, tu das und sag mir deinen Tisch, Fische sind immer gerne gesehen :)
      Du lernst auf deinem Werdegang eine Menge, wenn du meinst, darauf verzichten zu können und das nötige Geld für 5/10 hast, mach was du willst. Aber ich versicher dir, dir wird einfach die nötige Routine fehlen.
      Aber ich glaube du unterschätzt den Faktor "Swing" gewaltig. Selbst 150-200 BB können auf 5/10 sehr schnell weg sein, da haben wir mehr als genug Beispiele hier. Das wären dann schonmal locker 1500-2000 Dollar.
    • Kugelfang
      Kugelfang
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2005 Beiträge: 5.942
      wer es finanziell verkraften kann, die komplette br ( die ja auf 5/10 um einiges höher ist) zu verpulvern soll es gerne tun (du glaubst nich, wie viele der anfänger die 5 oder nu 50 startdollar verspielen...)
    • Leshrak
      Leshrak
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2005 Beiträge: 397
      Das wichtigste ist einfach die Routine, wie schon mehrfach genannt.

      Man bekommt erst nach zig tausen händen ein kleines Gefühl für das Spiel. Preflop entscheidet sich nicht das Spiel, das könnte jeder bot auch machen. Aber Postflop ist viel Erfahrung gefragt um die Gegner einzuschätzen bzw. Die Floptexturen zu erkennen. Darüber hinaus ist es auch elementar die Odds/outs sich zu berechnen. Dies ist halt eine ßbungssache.
      Wenn Du in Deiner Komfortzone spielen willst, wenn es 5/10 ist, dann tu es, aber es wird dich wohl ziemlich sicher eine Menge Lehrgeld kosten.
      Dieses Lehrgeld zahlt jeder von uns der sich von unten hochspielt, nur wird dieses durch die Br abgesichert und leicht kompensiert.
    • Sascha26
      Sascha26
      Black
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 2.177
      Ich frag mich wirklich, wie man auf so einen absurden Gedanken kommen kann. BR-Management ist wohl eins der wichtigsten Themen beim Pokern. Es geht nämlich hier einzig und allein darum einen größeren Downswing, über sagen wir 300BB, der durchaus im Bereich des Mathemathisch möglichen liegt, abzufangen ohne dass man dabei Pleite geht. Hier geht es nicht um Komfortzone oder so. Was hilft es einem denn sich auf einem Limit gut zu fühlen, aber man durch eben so einen Downswing Pleite geht, weil man sich nicht an BR-Management hält und im Limit nicht absteigt. Sicher wenn ich unlimited money zur Verfügung habe ist das egal, dann kann ich aber auch gleich 100/200 spielen.
      Außerdem ist es ein Fakt, dass auf 5/10$ die Spielstärke wesentlich höher ist als auf 0.5/1$. Das Basiswissen aus der Einsteigersektion reicht da einfach nicht mehr zum profitablen spielen. Aber du musst erstmal das Baiswissen verstehen um dann auch die Fortgeschrittenen Sektion bearbeiten zu können. Und das benötigt eben alles Zeit. Zeit die man sich auf den kleinen Limits nimmt. Die Erfahrung die man auf diesen Limits macht ist auch nicht zu unterschätzen. Da erlebt man die ersten Bad Beats und Downswings. Und keiner macht mir vor, es wäre nicht was anderes 2000$ auf 5/10$ zu verlieren sprich 200BB anstatt 20$ auf 0.05/0.1
      Spielfehler kosten eben auf den hohen Limits schon extrem viel Geld. Es ist in Deutschland sicher nur eine Minderheit die 2000$ im Monat Netto verdient. Und jemand der eh schon genug Geld hat, spielt Poker auch nur noch zum Spaß und nicht um damit Geld zu machen. Typischer Fisch eben.

      Bei PS.de geht es übrigens um etwas ganz anderes. Hier will man 1. Pokern populärer machen. und 2. Menschen die Möglichkeit geben aus nichts Geld zu machen. Dieses Interesse haben meiner Meinung nach nur Normalverdiener und Arbeitslose. Andere spielen nur zum Zeitvertreib und um den Nervenkitzel zu haben.

      Sie geben einem die Möglichkeit mit 500BB auf einem kleinem Limit anzufangen und sich dann hochzuarbeiten. Tja und wie Hilger schon sagt, wer 500BB auf so kleinen Limits verspielt, sollte mit dem Poker aufhören.
      Ohne das BR-Managements würde diese Projekt kläglich scheitern, weil die meisten viel zu schnell pleite gehen würden, wenn sie irgentein Limit spielen würden und nicht in den Limits absteigen.

      Das ist nun mein Senf zu diesem Gedanken.

      Gruß

      Sascha26
    • Erzwolf
      Erzwolf
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2006 Beiträge: 2.470
      Was in der Diskussion noch fehlt ist der Punkt Selbstvertrauen. Wenn ich ein Limit geschlagen habe, dann habe ich auch das Selbstvertrauen für das nächste Limit gesammelt. Wenn du glaubst, dass eine Break Even Session auf 5/10 zufriedenstellender ist als auf .5/1, dann fehlt dir schon dass Selbstvertrauen für das höhere Limit. Die Folgen, z.B. zu passives Spiel wirkt sich dann wieder auf deine Win-Rate aus, die aufgrund der höheren Spielstärke auf dem Limit eh nicht so großzügig ausfällt wie auf den Micros.
    • sebi451
      sebi451
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 96
      Das Bankrollmanagement wurde ja erst überarbeitet. Wenn man wirklich viel Theorie betreibt, kann man wirklich schneller als angegeben auf 0.25/0.50 gehen, aber dazu gehört trotzdem auch Glück. Wenn du ohne das nötige Geld auf ein höheres Limit gehst, hilft dir alles können nix wenn du in einen downswing einsteigst. Nur wer die Limits notfalls auch nach unten zurückgeht bleibt, das kannst du auch in vielen Post lesen von welchen, die wirklich schon dort bestehen können.

      Das viele spielen auf den kleinen Limits hilft auch, die Mustererkennung zu trainieren und sich auf die schwierigen Situationen zu Konzentrieren. Zuerst lernst du den SHC auswendig, dann folgen Sachen wie odds and outs, du verbesserst dein Postflopspiel. Auch wenn du vorm ersten Spiel 5 Bücher gelesen hast, wirst du zuerst sehr viele Fehler machen, daher ist es besser für die Motivation, wenn man in der ersten Zeit die Session nur mit 5$ in den Miesen und nicht mit -50$ beendet.
    • TimTolle
      TimTolle
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2006 Beiträge: 1.160
      Das BR-Managment ist extrem wichtig!

      Nicht unbedingt aus Sicht des Spielens. Wer genug Vertrauen in sein Spiel hat und über genug Geld verfügt, der kann natürlich ohne Probleme 1000$ einzahlen und höher einsteigen oder später, wenn er mehr Erfahrung hat, etwas nachzahlen, um eher aufzusteigen.

      Aber geht hier auch um das Unternehmen PS.de. Es wird Geld verschenkt, um dieses (plus Gewinn) später über Rake-Provision wieder reinzuholen (davon geh ich zumindest aus). Wenn man dieses Verfahren ohne das BR-Managment benutzt, geht das schief. Jeder wird denken, ach fein, ich bekomm $50 zum Zocken. 90% kommen vielleicht nicht mal auf die Idee, sich eine BR aufzubauen . Sie spielen gleich auch $1/$2 oder direkt NL, weil man dort natürlich mehr gewinnen kann. Erst durch das BR-Managment werden viele angeregt, über die finanzielle Situation beim Pokern nachzudenken und systematisch in dieser Richtung zu denken.

      Bevor ich über PS.de auf lowlimit (fix) gespielt habe, hatte ich ausschließlich NL SnGs gespielt. Die BR blieb einigermaßen konstant. Aber wäre ich dabei Pleite gegangen.... herje - hab ich halt für viel Spaß ein bischen "Eintritt" bezahlt. Das mach ich im Kino und bei sonst. Veranstaltungen auch...

      Soll heißen, ohne das hier vorgeschlagene BR-Managment war mir meine BR völlig egal :)
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Ich bin immer dafür, das BR Management über den Haufen zu werfen. Seid aber so schlau und setzt euch dann an tables von pokerstrategy leuten. Dann haben wir wenigstens noch ein bisschen was von euch ;P
    • patrikskjold
      patrikskjold
      Black
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 891
      anmelden -> deposit -> zu mir oder dominik an tisch

      gogo
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      ich versteh deine logik nicht. du willst mehr profit. darum setzt du dich an 5/10er tische wo du verlust machst. gut.
    • Jackson
      Jackson
      Bronze
      Dabei seit: 17.03.2005 Beiträge: 152
      Das versteht ich jetzt nicht. Wer hat gesagt, ich mache auf 5/10 Verluste ?(

      Insgesamt danke ich für eure Antworten. Einige haben den Artikel nicht wirklich komplett durchgelesen. Ich habe z. B. nie behauptet, man solle sich als Anfänger sofort an die hohen Limits wagen.

      Auch danke für die Einladung der "Angler", ich solle mich an deren Tische setzen. Ich glaub, wenn Du mein Limit spielst, haben wir schon einige Infos übereinander in der Datenbank. ;)

      Auch den Vergleich Kinobesuch/Kneipenbesuch ist teurer als am 0,5$/1$ zu üben fand ich gut, denn so ist es doch - oder ? :)
    • Schneider
      Schneider
      Einsteiger
      Dabei seit: 31.01.2006 Beiträge: 2
    • Guggi
      Guggi
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 581
      Original von SchneiderJemand der immer der kalte Stratege bleiben kann, kann das BR Management sicherlich über den Haufen werfen.
      Kann er nur wenn er über soviel Geld verfügt, dass ihm eine große Pechsträhne nichts ausmacht. BR Management ist das Vernünftigste was ich je zum Thema Pokern gelesen habe.