Shortstack vs. Bigstack

    • Horrz
      Horrz
      Bronze
      Dabei seit: 06.04.2005 Beiträge: 181
      Hallo Omahaspieler,

      ich lese gerade "Secrets of Professional Pot-Limit Omaha". Dort wird ja definitiv empfohlen Shortstacked zu spielen. Ich habe, nachdem ich mich etwas mit den verschiedenen Starthänden beschäftigt habe, auf Full Tilt angefangen Microlimit Shortstacked zu spielen. Ich bin bisher auch ganz erfolgreich, kaufe mich mit $2 ein und stehe auf, wenn ich $5 habe. Doch habe ich festgestellt, dass ich innerhalb kürzester Zeit alle Tische durch habe. Pro Tisch habe ich im Durchschnitt 21 Hände gespielt. Momentan bin ich also damit voll zufrieden.


      Nun jetzt zu meiner Frage. Gibt es hier Spieler, die Short- und Bigstack spielen?
      Wenn ja, dann bitte ich darum mal ein Überblick über beide Varianten zu geben.

      Danke!
      Gruß Horrz
  • 5 Antworten
    • Astarloa
      Astarloa
      Bronze
      Dabei seit: 09.09.2006 Beiträge: 620
      Was meinst du mit Ueberblick?

      spielst du fullring short oder shorthanded short stacked? geht ja beides bei plo wunderbar, sh spielst du nur nicht mit minimum buyin sondern mit 40BBs buyin. unterscheidet sich in der spielweise allerdings dann doch schon etwas :) .

      ich helf dir gerne weiter, musst nur etwas konkreter nachfragen, was du wissen willst *ggg*.
    • Horrz
      Horrz
      Bronze
      Dabei seit: 06.04.2005 Beiträge: 181
      Hier im Forum wurde ja vor allem nur Bigstack Strategie besprochen. Deshalb will ich nur die Unterschiede der Strategie erfragen. Auch die von dir angesprochene Shorthanded-Shortstacked-Strategy würde mich interessieren.
    • Astarloa
      Astarloa
      Bronze
      Dabei seit: 09.09.2006 Beiträge: 620
      Naja bei Fullring SSS geht es zum groessten Teil einfach nur darum, preflop mit starken Haenden bei viel Dead Money deinen kompletten Stack reinzubringen, bzw. sich so zu commiten, dass du am Flop allin bist. Du hast also eine relativ tighte Handauswahl preflop. Slotboom beschreibt diesbezueglich ein sehr interessantes Konzept, in dem man rechts von einem sehr agressiven Spieler sitzt und sehr viel mit limpraise preflop arbeitet. So hat man oftmals viele Caller zwischen dem Preflopagressor und dir.

      Nehmen wir an du haeltst in MP AAxx, jemand vor dir limped, du overcallst, hinter dir ist der loose und agressive Spieler und raised den Pot, es callen ihn noch 3 Leute und du kannst bequem deine Hand allin pushen. Der Preflopagressor isoliert dich, die anderen folden und nun ist folgende Situation aufgetreten:

      Nach 2 limpern raised der LAG hinter dir auf 5,5BBs, 3 Leute callen ihn (sagen wir der BB ist dabei, der SB foldet), du pushed, er raised um dich zu isolieren, die anderen folden. -> im Pot sind neben deinen 20BBs und seinen 20BBs, 3*5,5BBs + 0,5BBs, also 17+20+20 = 57BBs.

      Du brauchst also nur noch eine Equity von 20/57 um +ev zu sein, was rund 35% sind.


      Wenn du nun einfach geraised haettest, und der LAG dich reraised, verlierst du das Deadmoney, dass durch die Overcaller in die Hand kommt, called er dich nur und die anderen callen behind, verlierst du Equity, weil du am Flop einen grossen Multiwaypot spielen musst.

      Allerdings ist die Varianz bei dieser Spielweise immens gross, da man mit marginalen Equityvorteilen preflop sehr oft allin ist.

      Da man FR SSS nur mit 20 BBs spielen sollte, kann man preflop leider mit durchschnittlichen Haenden kaum in die Hand einsteigen, da man kaum implied odds hat.



      Shorthanded lohnt es sich nicht mit nur 20BBs an den Tisch zu gehen, weil man einfach zu oft die Blinds zahlt, um auf gute Haende warten zu koennen. Sehr viele spielen es deshalb mit 40BBs.

      Dies fuehrt dazu, dass man ein recht normales Preflopspiel hat, man kann gerade SH auch viele spekulative Haende preflop callen. Allerdings nimmt einem die SSS im SH schwierige Postflopentscheidungen ab, da man bei Hit nahezu immer am Flop allin kommt, bzw. sich commited. Dadurch kann man seine starken Draws und Made Hands schnell spielen. Bigstack PLO bringt sehr oft Scarecards an Turn und River, wo man oop mit Made Hands sehr oft unangenehme Entscheidungen treffen muss.

      40 BBs hat sich fuer SH als sehr ideal herausgestellt, da man noch genug implieds hat um vieles profitabel preflop callen zu koennen, gleichzeitig aber auch mit starken Haenden sich sehr problemlos commiten kann. Man kann AAxx / KKxx Haende auch oop 3-betten und genug vom Stack in die Mitte bringen, dass man sie profitabel spielt, was bei BSS nicht immer moeglich ist.



      Ich persoenlich liebe PLO als BSS, weil es gerade an Turn und River so viel schwierige Entscheidungen mit sich bringt, in denen man einfach immens viel Geld machen kann. Von der Varianz her, duerfte sich BSS und SSS im SH nicht sonderlich unterscheiden.



      Ich hoffe mal, das hat dir etwas weitergeholfen, ist etwas schwierig es zu erklaeren ohne jede Menge Beispiele aufzuzaehlen :) .
    • MadRene
      MadRene
      Silber
      Dabei seit: 05.11.2006 Beiträge: 693
      ich finde gute shortstakcs in omaha atzig , bekommen es net hin richtig zu spielen sonst würden sie sich ja voll einkaufen. Meine Meinung.
    • Astarloa
      Astarloa
      Bronze
      Dabei seit: 09.09.2006 Beiträge: 620
      Original von MadRene
      ich finde gute shortstakcs in omaha atzig , bekommen es net hin richtig zu spielen sonst würden sie sich ja voll einkaufen. Meine Meinung.
      die meinung halte ich fuer total unsinnig. man kann gerade sh so toll varianz minimieren, gerade wenn man gegen unknown gegner spielt, da man oftmals seine postflop edge auf turn und river ueberschaetzt. mit guten reads auf die gegner ist sicher bigstack die interessantere variante, aber grundlegend shortstacks als "schlechtere" spieler zu deklarieren, ist sicher nicht richtig.