Gameplaning gebalancte Ranges? (starre Ranges)

    • lausbua
      lausbua
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2009 Beiträge: 5.032
      Hey Leute,

      ich spiele leider ungetrackt und darf/muss den Thread jetzt im Einsteigerbereich posten.

      Ich spiele selber NL FR zwischen 50 und 200.

      Ich war bisher ein Spieler der recht stark versucht hat seine Gegner zu exploiten ohne dabei selber auf Balancing und Gameplan zu achten. Jetzt is es aber mittlerweile so, dass ich auf mehrere Regs 5k+ Hände hab und diese natürlich wissen wo ich meine Leaks habe und wie sie diese wiederrum exploiten können.

      KTU hat mich bisschen durch seinen neu erstellten Thread auf das Thema aufmerksam gemacht. ( Wie verteidigt die ps.com Community den BB im NL6max? )

      Und zwar gehts mir im zentralen Thema darum ob es Sinn macht sein Spiel quasi "unexploitbar" durchzuplanen und von diesem Gameplan nur abzuweichen wenn sich wirklich ein dementsprechender Spot ergibt.

      Als Beispiel nehmen wir jetzt einfach mal meine UTG -Range... übertrieben ausgedrückt hatte ich bisher in dieser Range keine Hände die ich 4bet bluffen würde (bin auch der Meinung, dass FR selten gegen ne UTG-Range geblufft wird) nicht desto trotz stellt sich mir jetzt die Frage ob ich mir jetzt nicht ne Range bastel gegen die Villain nicht profitabel 3-betten kann.

      Ich denke das Beispiel mit UTG is bissl schwierig im Grunde würds mich nur interessieren ob ein Gameplan mit "vorgefertigten Ranges" Sinn macht oder nicht. Ich würde das natürlich für jede Position vorfertigen und wirklich nur abweichen wenn ein Spot in die Hand einsteigt und ich dementsprechend nen +EV Spot mit ner weiteren Range generieren kann.

      Schonmal vielen Dank für eure Antworten :)

      lausbua
  • 10 Antworten
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Ich bin kein Freund von solchen Ranges.

      Es kommt auch immer auf History/Reads an, wenn du denkst es ist ein guter Spot dann nutze ihn. Klar, aus UTG ist es schwer zu beurteilen, der ganze Tisch folgt noch.

      Ich habe da Hände, die ich raise/4-b/folde. Aber ich ziehe es nur in Erwägung und setze es nicht star um.

      Gründe können sein

      => War zuletzt sehr aktiv, mir wird weniger geglaubt, da muss ich jetzt nicht diese Line auspacken
      => Ich war sehr passiv und zurückhaltend, da warte ich nicht bis eben diese Hand kommt die ich gerne bluffen würde
      => Macht es für mich selbstverständlich einen Unterschied, wer mich da 3-bettet. 3-bettet der 2%, warum soll ich dagegen bluffen?
      => etc.
    • KTU
      KTU
      HeadAdmin
      HeadAdmin
      Dabei seit: 24.01.2007 Beiträge: 6.231
      Es geht nicht um starre Ranges, sondern für seine Range stets einen Plan zu haben und Postflop zu wissen welchen Teil man wie spielt. Wenn Dich keiner bluff3bettet, dann ist es ja ne triviale Adaption nicht zu bluff4betten. Wichtig ist nur, dass man weiß, dass man exploitive abweicht.

      Kein guter Spieler, spielt immer seine Default Ranges, aber er hat eben einen Anker für sein Spiel und seine Lines.
    • askari21
      askari21
      Bronze
      Dabei seit: 27.03.2006 Beiträge: 4.342
      Du kannst dir ja deine starren Ranges basteln, hab ich auch gemacht. Ich wende sie aber nicht als default an. Nur wenn ich das Gefühl habe ich werde exploitet schalte ich auf meine gebalanceten Ranges um und dann weiß ich er kann mich nicht mehr exploiten. Das sengt den Tiltfaktor enorm und verhindert rnd Spew.
    • lausbua
      lausbua
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2009 Beiträge: 5.032
      Original von MiiWiin
      Gründe können sein

      => War zuletzt sehr aktiv, mir wird weniger geglaubt, da muss ich jetzt nicht diese Line auspacken
      => Ich war sehr passiv und zurückhaltend, da warte ich nicht bis eben diese Hand kommt die ich gerne bluffen würde
      => Macht es für mich selbstverständlich einen Unterschied, wer mich da 3-bettet. 3-bettet der 2%, warum soll ich dagegen bluffen?
      => etc.
      Das sind jetzt die Adaptions die ich mache wenn ich merke Villain hat Leaks in die ich bohren kann. Oft wissen wir das aber nicht in den ersten Orbits bzw. gibts halt nen Tisch wo 2 Fische dran sitzen und der Rest mit Regs voll ist... gegen nen Fisch loose ich meine Range deutlich auf gegen den Reg allerdings nur bedingt je nach EV des Spots (bestes Beispiel is dafür deine Aussage mit den 2% 3-Bet).

      Original von KTU
      Kein guter Spieler, spielt immer seine Default Ranges, aber er hat eben einen Anker für sein Spiel und seine Lines.
      Meinst du die Aussage so wie askari es auch geschrieben hat?

      Original von askari21
      Du kannst dir ja deine starren Ranges basteln, hab ich auch gemacht. Ich wende sie aber nicht als default an. Nur wenn ich das Gefühl habe ich werde exploitet schalte ich auf meine gebalanceten Ranges um und dann weiß ich er kann mich nicht mehr exploiten. Das sengt den Tiltfaktor enorm und verhindert rnd Spew.
      Ich hab mal das unterstrichen um was es mir im speziellen geht.

      Das zentrale Thema is doch, dass wir wenn wir eine Hand spielen immer einen Plan für diese haben sollten. Ganz objektiv muss ich aber sagen mach ich das nicht immer und in speziellen Spots "levelt" man sich aufgrund der Planlosigkeit von einer schlechten Entscheidung zur nächsten.

      Das möchte ich halt vermeiden indem ich wenigstens durch meine Preflopranges keine Fehler mehr machen kann. Wenn ich weiß, dass ich aus meiner UTG - Range Teil X for Value 4bette und Teil Y for Bluff 4bette kann ich mich nicht großartig in Spewships leveln die unterm Strich -EV sind.

      Es sollte klar sein, dass man immer davon abweicht wenn Villain selber massive Fehler macht die wir exploiten können.
    • chrsbckr75
      chrsbckr75
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2007 Beiträge: 3.693
      Original von lausbua Wenn ich weiß, dass ich aus meiner UTG - Range Teil X for Value 4bette und Teil Y for Bluff 4bette kann ich mich nicht großartig in Spewships leveln die unterm Strich -EV sind.

      Es sollte klar sein, dass man immer davon abweicht wenn Villain selber massive Fehler macht die wir exploiten können.
      Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, dass gg tilty spewships auch kein Gameplan hilft!

      Wie oft habe ich schon mit A6s ge4bettet und bekomme den Ship vom Table Maniac und denke nur noch: "Ach komm......ich habe doch ein As..." :f_frown:
    • lausbua
      lausbua
      Bronze
      Dabei seit: 15.11.2009 Beiträge: 5.032
      Gegen nen Tablemaniac is die Bluff4-Bet ja teils schon ne falsche Adaption (außer er foldet da recht viel)...

      askari hat mit seinem Post die Sache ganz gut zusammengefasst wie ichs mir eig. gedacht hab.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Original von chrsbckr75
      Original von lausbua Wenn ich weiß, dass ich aus meiner UTG - Range Teil X for Value 4bette und Teil Y for Bluff 4bette kann ich mich nicht großartig in Spewships leveln die unterm Strich -EV sind.

      Es sollte klar sein, dass man immer davon abweicht wenn Villain selber massive Fehler macht die wir exploiten können.
      Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, dass gg tilty spewships auch kein Gameplan hilft!

      Wie oft habe ich schon mit A6s ge4bettet und bekomme den Ship vom Table Maniac und denke nur noch: "Ach komm......ich habe doch ein As..." :f_frown:
      Naja, wenn man sich an seine "Pläne" nicht hält / halten kann, dann kann man es natürlich ganz lassen. ;)

      Also der Plan hilft hier schon, nur wenn du dann anfängst zu tilten ist das dein Fehler und nicht der eines evtl. "guten" Plans. ;)
    • KTU
      KTU
      HeadAdmin
      HeadAdmin
      Dabei seit: 24.01.2007 Beiträge: 6.231
      Original von lausbua
      Das möchte ich halt vermeiden indem ich wenigstens durch meine Preflopranges keine Fehler mehr machen kann. Wenn ich weiß, dass ich aus meiner UTG - Range Teil X for Value 4bette und Teil Y for Bluff 4bette kann ich mich nicht großartig in Spewships leveln die unterm Strich -EV sind.

      Es sollte klar sein, dass man immer davon abweicht wenn Villain selber massive Fehler macht die wir exploiten können.
      Ich würd da sogar noch einen Schritt weitergehen.
      Wenn ich einmal meine Range Preflop kenne, kann ich sie mir auch Postflop besser vorstellen und dann meine Barreling - Range festlegen, Valuerange usw.
      Vor allem, so Sachen wie c/r Range BB vs BTN bekommt man so viel besser unter Kontrolle, als wenn man so schwammig argumentiert:

      "Ach, das Board cbettet er doch zu viel. checkraise ich ihn mal mit Gutshot"

      Auch, wenn man weiß Villain blufft x% und valuebettet y%, dann kann man bessere Entscheidungen treffen, wenn man weiß, was denn ein Standard - Call wäre gemessen an der eigenen Range und nicht einfahc mal hier und da random den Herocall auspackt.

      Muss natürlich auch zugeben, dass es ingame oft schwer ist immer so sauber zu denken, aber man wird mit der Zeit besser.

      Viele Grüße
      Arne
    • datrumpeta
      datrumpeta
      Bronze
      Dabei seit: 15.03.2008 Beiträge: 2.220
      richtig geiler post @ KTU über den aspekt hab ich noch garnie nachgedacht aber stimmt es fällt mir echt oft schwer die eigene Range fest zu machen :]
    • chrsbckr75
      chrsbckr75
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2007 Beiträge: 3.693
      Original von KTU

      "Ach, das Board cbettet er doch zu viel. checkraise ich ihn mal mit Gutshot"

      Auch, wenn man weiß Villain blufft x% und valuebettet y%, dann kann man bessere Entscheidungen treffen, wenn man weiß, was denn ein Standard - Call wäre gemessen an der eigenen Range und nicht einfahc mal hier und da random den Herocall auspackt.
      Meinst Du hier so Situs, wo wir iP coldcallen und

      Flop ist 632r : Wir wissen Villains range hat nix und wir moven, anstatt zu überlegen wie wir hier mit sets OP+ spielen? Oder wie meinst Du das mit dem Standard call?