eMail-Adresse verkauft?

    • aetos
      aetos
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 641
      Hei,
      ich hab vor ein paar Jahren einmal eine Bestellung bei myfab.com aufgegeben und dafür eine "personalisierte" eMail-Adresse 'myfab@meinedomain.de' erstellt und benutzt.
      Heute bekam ich an diese eMail eine Werbemail von http://www.urbanara.de. Eigentlich gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder wurde die Datenbank von myfab gehackt und die eMailadressen gestohlen oder die Firma hat diese weitergegeben/weiterverkauft.

      Um Klarheit zu schaffen, schrieb ich an den Kundenservice.
      Antwort: "Die Webseite http://www.urbanara.de kennen wir nicht."

      Nun finden sich auf deutsche-startups.de in einem Artikel diese Sätze:

      Zuvor wirkte Esser, ebenso wie Mitgründerin Davidson, bei myfab.com (http://www.myfab.com.com). Ihre Erfahrungen bei französischen Designmöbeldienst, der im Herbst 2009 in Deutschland startete, waren die Grundlage bei der Gründung von Urbanara. “Wir haben das Grundkonzept von myfab aufgegriffen”, sagt Esser.


      Klingt so, als haben die auch die eMail-Adressen "aufgegriffen"...

      An wen wende ich mich nun sinnvollerweise? Eine Verbraucherschutzzentrale?
      Kann ich die irgendwie abmahnen für den dreisten Datenmissbrauch?
  • 8 Antworten
    • Outbreaker5832
      Outbreaker5832
      Bronze
      Dabei seit: 03.10.2008 Beiträge: 8.339
      einfach nur wayne, wenn du die emailadresse eh nicht mehr nutzt?
    • aetos
      aetos
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 641
      Klar, pragmatisch wäre es, drauf zu scheissen. Ich hab auch keine Lust auf einen großartigen Briefwechsel und Aufwand, aber es ärgert mich schon, dass sie eine Datenschutzklausel auf der Homepage haben und das anscheinend einfach nur aus kosmetischen Gründen da steht.

      Wer weiß, wie sicher die anderen Daten dort sind? Es wäre doch blöd, wenn die mir ihrer Masche einfach weitermachen, weil sich niemand drum schert.
      Stell dir vor, ein Erotikversand macht das selbe und plötzlich kann jeder Zahlwillige für zehn Cent die Liste deiner bisherigen Bestellungen dort einsehen. Oder dein Gegenüber im Bewerbungsgespräch kauft sich mal eben bei so einer dubiosen Firma deine gespeicherten Daten, die du bei einer Versandapotheke hinterlassen hast und findet raus, dass du an chronischem XY leidest und nicht wirklich arbeitsfähig bist, etc. pp.
    • richum
      richum
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2010 Beiträge: 2.169
      So wie ich das verstehe ist sind die Gründer/die Gründerin von der einen Website auch die Gründerin der anderen. Insofern kann man sich wohl darüber streiten ob die Daten "verkauft" wurden.
    • majorsnake
      majorsnake
      Bronze
      Dabei seit: 20.05.2006 Beiträge: 3.836
      Original von aetos
      Klar, pragmatisch wäre es, drauf zu scheissen. Ich hab auch keine Lust auf einen großartigen Briefwechsel und Aufwand, aber es ärgert mich schon, dass sie eine Datenschutzklausel auf der Homepage haben und das anscheinend einfach nur aus kosmetischen Gründen da steht.

      Wer weiß, wie sicher die anderen Daten dort sind? Es wäre doch blöd, wenn die mir ihrer Masche einfach weitermachen, weil sich niemand drum schert.
      Stell dir vor, ein Erotikversand macht das selbe und plötzlich kann jeder Zahlwillige für zehn Cent die Liste deiner bisherigen Bestellungen dort einsehen. Oder dein Gegenüber im Bewerbungsgespräch kauft sich mal eben bei so einer dubiosen Firma deine gespeicherten Daten, die du bei einer Versandapotheke hinterlassen hast und findet raus, dass du an chronischem XY leidest und nicht wirklich arbeitsfähig bist, etc. pp.

      Alter, wach mal auf: Es hat sowieso jeder deine Daten. Und all die Leute die mir inzwischen erzählen, dass sie ihre Daten unglaublichgut beschützen: Das tut ihr nur, wenn ihr einfach nicht im Internet seid. Und seid ihr nicht im Internet, seid ihr bestimmt auch in irgendeiner Kartei: "Kein Internet - eliminieren".
    • aetos
      aetos
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 641
      Alter! Nur weil es so gemacht wird, bedeutet das nicht, dass das rechtens ist?
      Ich sagte doch schon, dass mir das scheissegal ist, dass die die eMail-Adresse haben - sofern es um die Abuse-Möglichkeiten geht. Es regt mich aber auf, dass diese Firma, mit der ich wie viele andere Kunden einen Kaufvertrag einging und die mir bei Anmeldung Datenschutz versprach, meine Daten an andere Unternehmungen weitergibt und diese dann leugnet.

      Was läuft denn mit euch schief wenn ihr so ein Verhalten einfach wayned und hinnehmt? Lasst ihr mit euch alles machen?
    • DoktorRob
      DoktorRob
      Bronze
      Dabei seit: 17.07.2008 Beiträge: 818
      Ich finde es nicht ok!

      Würde es begrüßen, wenn du dran bleibst und nen bischen Druck machst.
    • SevenTwoOff
      SevenTwoOff
      Bronze
      Dabei seit: 02.02.2007 Beiträge: 5.953
      Original von aetos
      Alter! Nur weil es so gemacht wird, bedeutet das nicht, dass das rechtens ist?
      viele daten kannst du ganz legal kaufen und dann wissen die eh schon das meiste über dich
    • Funkmaster
      Funkmaster
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2005 Beiträge: 4.073
      Original von DoktorRob
      Ich finde es nicht ok!

      Würde es begrüßen, wenn du dran bleibst und nen bischen Druck machst.
      weiß zwar nicht ob es nicht ironisch gemeint war, aber #2!

      Nur weil heutztage jeder unbedacht seine Daten im Netz verbreitet muss man sich ein solches Vorgehen nicht gefallen lassen. Vielleicht einfach mal den zuständigen Datenschutzbeauftragten anschreiben und ihm den Fall schildern. Der wird dann vllt. die Firma um Stellungnahme bitten.

      Diese "Scheiß-egal-heute-weiß-eh-jeder-alles-über-mich"-Mentalität wird sich imo auch irgendwann wieder zurückbilden, wenn die Gesellschaft anständig sensibilisiert wurde, was den Umgang mit persönlichen Daten betrifft.