onethirtyeight will's wissen!

    • onethirtyeight
      onethirtyeight
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2011 Beiträge: 41
      Hallo,

      ich bin zwar bereits ca. 1 Jahr hier getrackt, habe aber die letzten 9 Monate so gut wie gar nicht mehr gespielt.
      So richtig zum Poker kam ich durch die Spielgeldtische bei Facebook. Irgendwann wollte ich dann doch auch mal mit echtem Geld spielen...
      Damals spielte ich 1$ SnGs. Zuerst mit 5$ Startkapital von Pokerstars, mit denen ich mich ganz gut geschlagen hab (hab immer noch ca. 24 Dollar auf Pokerstars liegen). Später entdeckte ich Pokerstrategy (zum Glück) und machte das Anfängerquiz und startete mit den 50$ auf Full Tilt und außerdem noch 8$ auf 888 Poker.
      Ich las zwar die Harrington on Hold Em Bücher und spielte Recht viel, doch irgendwann lies dann mein Interesse nach und ich "opferte" meine Zeit für andere Hobbies.
      Nachdem ich nun einige male mit Arbeitskollegen und im Fußballverein pokerte, hatte ich wieder Bock auf Poker. Allerdings diesmal Cashgame und keine Sit and Go's mehr.
      Da Full Tilt zur Zeit dead ist, spielte ich vor 1-2 Wochen bei 888 Poker mit den restlichen 6,50$ Bankroll munter drauf los. In der Zeit meiner Abstinenz hatte ich wohl das meiste vergessen, als ich bei nur noch 0,60$ stand, dacht ich mir etwas Theorie auffrischen würde mir wohl gut tun...
      Bin inzwischen wieder etwas hoch (weiter runter geht ja kaum) und lese nebenbei noch das 6-max Buch von Harrington und hoffe diesen Kurs in ca. 1-2 Monaten durchgearbeitet und verinnerlicht zu haben.

      So genug schwadroniert, los geht’s mit Lektion 1:

      Frage 1:
      Aus welchen Gründen spielst du Poker?

      Erstens, macht mir Poker unheimlich viel Spaß. Ich mag die strategische Komponente und die Spannung beim spielen.
      Natürlich fließt der Faktor Geld auch mit ein. Es erzeugt ja quasi die Spannung. Beim NLHE kann man entweder alles gewinnen oder verlieren.
      Da ich Student bin, habe ich auch relativ viel Zeit und würde mich langfristig schon über ein kleines Taschengeld freuen.
      Kurzfristig möchte ich einfach besser werden, mittelfristig Multi-Tabling & ein Limit-Aufstieg (ob das mit den aktuell 3,50$ auf 888 klappt ist fraglich, ich habe allerdings noch eine Chance auf ein 2. Startkapital bei Everest oder ich zahle bei einem Partnerraum ein...) und langfristig, dass das Poker etwas abwirft (20-50€ im Monat wären schon genug fürs Erste) und trotzdem noch Spaß macht.

      Frage 2:
      Was sind deine Schwächen beim Poker?

      - Tilt: Ich raste gerne mal aus wenn's nicht läuft wie's soll und ich die Fische bei 888 auf NL2 mit 52o einen 4BB raise mitgehen sehe und am Flop schon 2 Pair hitten...jedoch weiß ich, dass mir solche Pfosten auf lange Sicht Gewinne bringen und beruhig mich dann auch relativ schnell.

      - Ich kann AA, KK, QQ schlecht weglegen, auch wenn die Line meines Gegenübers mir eigentlich sagt, dass ich hinten liege (hat sich aber inzwischen schon gebessert)

      - Ich kann (noch) nicht Multi-tabling. Ich möchte aber sowieso erstmal nur einen Tisch spielen um mich so zu verbessern (da ich mich so nur auf einen Tisch konzentrieren muss)

      - Ich bin mir noch unsicher bei der Überschlagung der Pot Odds wenn ich am Tisch spiele. Bzw. allgemein schnelles Kopfrechnen. Aber ich glaube so genau wie in den Büchern rechnet man eh nicht (z.B. 2,21:1 Pot Odds etc.)

      - Meine Postflop Skills würde ich allgemein als schlecht einschätzen (aber dafür mach ich ja den Kurs ;) )

      - Ab und zu Unkonzentriertheiten (wenn ich z.B. 10 Hände nacheinander nur Schrott gedealt bekomm achte ich nicht mehr auf meine Gegner (Trackingsoftware wird allerdings verwendet)

      Frage 3:
      Was heißt es, tight-aggressiv zu spielen?

      Allgemein lassen sich alle Spieltypen an 2 Achsen festmachen. Eine Achse ist dabei Loose bis Tight und die andere Aggressiv bis Passiv.
      Ein tight-aggressiver Spieler (auch TAG genannt) befindet sich also im Achsenbereich wo sich Tight und Aggressiv treffen.
      Tight bedeutet, dass nur ausgewählte Hände gespielt werden. Seine Handrange ist also eher klein und im "oberen Bereich" der Starthände anzusiedeln. Das BSS SHC ist beispielsweiße für den TAG-Style konzipiert und zeigt diese Starthände unter Berücksichtigung der Position, allerdings ohne Reads auf die Gegner).
      Aggressiv bedeutet, dass man im Gegensatz zu Passiv eher raist als callt. Man übt also mehr Druck auf die Gegner aus (um so Fehler zu provozieren) und nimmt die Initiative durch die raises in die Hand anstatt nur die Bets der Gegner zu callen und durchzuchecken. Natürlich sind Checks auch bei TAGs erlaubt. Jedoch sollten die ausgewählten Hände die gespielt werden stets aggressiv vorgetragen werden.

      So, das war’s erstmal.
      Ich hoffe die Antworten passen so und ich hab nicht zuuuu viel geschrieben ;)

      onethirtyeight
  • 9 Antworten
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Hi und willkommen beim Kurs!

      Wie heißts so schön? Besser spät als nie. Ob bei den $3.50 noch was zu retten ist kann ich dir nicht garantieren, das ist schon arg wenig (1,5 Stacks auf NL2). Da wirst du vermutlich um die Einzahlung nicht herumkommen, wenn du sinnvoll weiterspielen willst.

      Die Schwächenliste ist auch schon ziemlich gut ausgearbeitet. Da hast du auf jeden Fall mal einen Ansatzpunkt, woran du arbeiten kannst. Multitabling ist auch keine so große Kunst, früher oder später bist du sicher genug und langweilst dich an einem Tisch - der optimale Zeitpunkt, einen weiteren dazuzunehmen.
      Die restlichen Punkte werden in den weiteren Lektionen noch ausführlich behandelt.
      Wenn du Detailragen zu Händen hast, kannst du auch jederzeit das Handbewertungsforum nutzen.

      Weiterhin viel Erfolg und viel Spaß bei Lektion 2!
    • onethirtyeight
      onethirtyeight
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2011 Beiträge: 41
      Frage 1: An welchen Stellen würdest du anders spielen als vom BSS Starting Hands Chart empfohlen und warum?

      Das SHC ist nicht perfekt und damit nur ein Kompromiss, der vor allem Anfängern vor schweren Postflop Entscheidungen (und damit teuren Fehlern) bewahren soll.
      Das SHC geht nur auf Positionen und die eigenen Karten und sonst nichts ein. Um davon abzuweichen benötigt man Reads auf seine Gegner sowie weitere Informationen wie die Stacksize.
      Die einfachsten Reads sind, ob jemand Preflop tight oder loose spielt und ob von Villian viel 3-betting betrieben wird oder nicht (also aggressiv oder passiv)
      Angenommen, Hero sitzt im Cutoff oder besser noch im Button und die Blinds spielten bisher sehr tight bzw. schon nitty. Hier können dann deutlich mehr Hände geraised werden als gegen loose Spieler. Der Grund ist, wenn ein Spieler nur 5% seiner Hände Preflop spielt ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass wenn Hero durch das Raise Stärke zeigt, die Karten von Villian fast immer weggelegt werden (sog. Fold-Equity). Die Blinds können so also fast immer eingestreicht werden und falls einer der Blinds called (was schlecht wäre, da keine Position) oder Hero 4-bettet können wir einfach folden.
      Hier kann die Range die wir raisen je nach Gegner also erweitert werden (z.B. um KX, Suited Connectors, AX, alle Pocket Pairs).

      Es gibt noch zahlreiche weitere Möglichkeiten um die Range zu erweitern (oder gar verkleinern wenn eine Nit Action macht... z.B. AK folden), allerdings sollte man von den meisten auf den unteren Micros erstmal Abstand nehmen.
      Man kann mit einem Tracking-Programm auf den Micros meistens nicht genug Hände gegen einen Gegner sammeln, da es sehr viele verschiedene Gegner gibt (im Gegensatz zu den höheren Limits wie NL200 etc.)
      Desweiteren fehlt mir auch die Postflop Erfahrung um schwierige Hände (wie z.B. Ass mit niedrigem Kicker) profitabel zu spielen.
      Außerdem ist es schwer, auf den Ultramicros einen einzelnen Gegner immer zu isolieren, wenn man einen guten Read auf ihn hat, da viele Spieler auf diesen Limits viel zu oft und gerne den Call Button betätigen (Wir sitzen am Cutoff und 3-Betten einen Raise von Villian der im MP3 sitzt und UTG3 und MP1 haben gelimpt und callen unsere 4-bet).

      Hab jetzt zwar etwas weiter ausgeholt, ich denke aber mein Blindsteal Beispiel passt trotzdem.

      Frage 2: Poste eine Hand, die dir vor dem Flop Schwierigkeiten bereitet hat.

      Blindsteal vs. SHC


      Frage 3: Welche Equity besitzt du mit AKo gegen die Top-5%-Range, d.h. 88+, AJs+, KQs, AKo?


      Laut dem Equilab habe ich eine equity von 46,32% gegen die Top-5% Range mit AKo


      Und hier mal mein Graph: Hab die 2 letzten Hände die ich gespielt hab richtig große Pötte gewonnen und bin jetzt erstmals im Plus (1. Hand einen Vollfisch den Stack abgenommen und bei der 2. mit JJ in AA gelaufen und am River noch n J getroffen... war zwar sehr sehr glücklich, allerdings hat sich der Spieler an den Tisch gehockt mit 100BB und ist mit der ersten Hand gleich first All-In gegangen und ich dachte mir mit JJ, dass man das mal callen kann...)

      Edit: Ab dem tiefsten Punkt habe ich damit angefangen, mich wieder mit der Theorie zu beschäftigen :)

    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Wow, Frage 1 ist ja fast schon wert, als Musterlösung genommen zu werden. Da gibts einfach nichts mehr zu ergänzen, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!
      Wenn da sso weitergeht hast du gute Chancen, den Kurs bald bestanden zu haben :)

      Die restlichen Fragen sind soweit auch in Ordnung. Zum Graphen lässt sich noch nicht viel sagen, 1600 Hände sind einfach zu wenig um daraus was abzuleiten.

      Weiter zu Lektion 3!
    • onethirtyeight
      onethirtyeight
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2011 Beiträge: 41
      So nachdem meine Bankroll nun bei 18-19$ steht bei ca. 3300 gespielten Händen wirds Zeit für Lektion 3!

      Mit ca. 9 Stacks spielt es sich schon um einiges angenehmer als mit 3,50$. Bin heut 2 mal in AA gelaufen (zum Glück nur 1x Midstack und 1x Shorty), wäre wohl mein Bankrott bei 3,50 gewesen.

      Und nun zur Hausaufgabe:

      Frage 0: Downloade und installiere das Equilab.

      Puh, hab ich hinbekommen :)

      Frage 1: Du hältst KQ. Welche Equity hast du vor dem Flop gegen 33? Wie ändert sich deine Equity auf diesem Flop: J53?

      Preflop:

      50,78% ... ein klassischer Coinflip also

      Flop:

      Hier sinds dann nur noch 26,46%


      Frage 2: Wie würdest du in der folgenden Hand agieren?

      No Limit Hold'em $2 (9-handed)
      Spieler und Stacks:
      UTG: $2.00
      UTG+1: $2.08
      MP1: $1.92
      MP2: $1.00
      MP3: $3.06
      CO: (Hero) $2.08
      BU: $2.00
      SB: $2.00
      BB: $1.24
      Preflop: Hero is CO with AJ
      5 folds, Hero raises to $0.08, BU calls $0.08, SB folds, BB calls $0.06.
      Flop: ($0.25) 263 (3 players)
      BB checks, Hero checks, BU checks.
      Turn: ($0.25) 5 (3 players)
      BB checks, Hero bets $0.22, BU raises to $0.44, BB folds, Hero...?

      Durch die Turncard bekommt Hero den Kreuz-Nutflushdraw und macht hier einen Semibluff gegen 2 Gegenspieler. Da Hero sich hier in einem 3-Way Pot befindet demonstriert so ein Raise viel Stärke, auch wenn keine C-Bet aufgrund des Draw-lastigen Boards gesetzt wurde.
      Villian schießt hier allerdings mit seinem Re-Raise nochmal darüber hinaus. Hier wird zwar nur eine Minbet gesetzt, doch das ist typisch für NL2 und bedeutet keinesfalls Schwäche. Villian hält hier sehr wahrscheinlich bereits ein Monster (oder Overcards).
      Zunächst einmal sind die Odds zu betrachten.
      Für einen Flushdraw benötigen wir mindestens Pot Odds von 4:1. Durch das Minraise bekommen wir allerdings nur Pot Odds von 3:1. Wir müssten also noch mindestens 22 Cent in den Pot bekommen, falls wir treffen, damit der Call break-even ist (eigentlich etwas mehr, aufgrund des Rakes).
      Da Villian uns hier re-raised und damit eine extrem starke Hand repräsentiert können wir auch im Falle, dass ein weiteres Kreuz am River auftaucht davon ausgehen, dass wir mindestens 22 Cent
      noch gewinnen können, wahrscheinlich sogar mehr oder gar den ganzen Stack. Daher kann hier meiner Meinung nach die schlechtere Position vernachlässigt werden.
      Stellt sich noch die Frage welche Karten könnte Villian hier halten. Auch wenn mit der 5 eine mögliche Straße komplettiert, ist dies sehr unwahrscheinlich, außer Villian ist ein sehr looser Fisch der auch mit 47 (unwahrscheinlich) oder A4 called.
      Relastischer sind da schon eher ein Set oder Overcards von AA bis 77 (auf dem Flop also Slowplay). Auf einen Draw würde ich Villian hier nicht setzen.

      Zusammengefasst bekommt Hero durch das Minraise auf 0,44 Cent recht gute Implied Odds und da Villian hier ein starkes Blatt repräsentiert, dass er wahrscheinlich am River nicht folden wird, wenn wir unseren Nutflush komplettieren würde ich in dieser Situation callen.

      Frage 3: Hast du Fragen zum Spiel nach dem Flop? Poste eine Hand und lass sie von anderen Mitgliedern und unseren Coaches bewerten


      44 auf Setvalue gecalled, OESD gefloppt


      Aja, hab inzwischen Angefangen einen zweiten Tisch zu spielen also twotabeling... hat echt super geklappt, noch ein paar Tausend Hände dann werde ich einen Dritten hinzunehmen
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Das sieht ja komplett gut aus. Gratuliere zur "Bankroll-Rettung", mit dem Betrag spielt es sich schon viel leichter und das Risiko eines Totalverlustes sollte für die nächste Zeit mal wegfallen.

      Bei Frage 3 ist der Call in ORdnung, obwohl mich noch eine Kleinigkeit stört. Du setzt den Gegner hier auf ein Set, hat das irgendwelche Auswirkungen auf unsere Outs?
    • onethirtyeight
      onethirtyeight
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2011 Beiträge: 41
      Ah, hab ich glatt vergessen.
      Wenn Villian hier ein Set hat sollten wir 2 unserer Outs streichen (6 & 3 in grün discounten), da sie ihm ein Full House bescheren.
      Im wort case könnte Villian allerdings auch einen Vierling komplettieren, würd ich aber aufgrund der Unwahrscheinlichkeit und dem Zeitdruck am Tisch nicht beachten (bzw. die Situation am River bewerten je nach Villains verhalten)

      Ich hoffe so passts und ich darf dann zur Lektion 4 vorrücken? :)
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Naja, das ändert doch die Situation ziemlich, unsere benötigten ODds werden größer. Reicht das dann noch für den Call? Wieviel Implieds erhoffst du dir vom Gegner ud wie realistisch ist es, dass wir die noch bekommen?

      Und ja, ich nerv bei diesem Punkt gern, weil das ein ziemlich wichtiges Thema ist und jede Fehlentscheidung im Endeffekt Geld kostet :s_biggrin:
    • onethirtyeight
      onethirtyeight
      Bronze
      Dabei seit: 21.02.2011 Beiträge: 41
      Find ich gut, dass du nervst. So findet man seine Fehler schneller :)

      Hab mir meine Antwort nochmal durchgelesen und überprüft und mir ist dabei aufgefallen, dass ich die Odds falsch berechnet habe.
      Durch das Minraise bekommen wir Pot Odds von 4,13:1 und nicht 3:1. Für einen Flush Draw brauchen wir natürlich immer noch 4:1
      Falls Villian ein Set hält, müssen wir 2 outs abziehen (6 und 4 in Grün) haben also nur noch 7 Outs und damit Odds von 6:1.
      Der Pot müsste also insgesamt 1,32$ groß sein, es fehlen damit noch 0,41$.
      In Villians Reststack sind noch 1,48$, also theoretisch machbar.
      Jedoch ist es fraglich ob wir diese auch bekommen. Falls wir unseren Flush komplettieren und dann reindonken ist es eigentlich recht offensichtlich, dass wir einen Flush haben.
      Wenn wir am River checken können wir uns nicht sicher sein, dass Villian nochmal eine Bet nachlegt.
      Auch ob VIllian überhaupt einen Drilling hat ist fraglich, da er am Flop trotz zahlreicher Draws nichts gesetzt hat.
      Da Villian auch anderes halten kann wie ein Überpaar oder eine Straße würde ich aber trotzdem callen, da ein Set nur ein kleiner Teil seiner Range sind.

      Ist aber natürlich auch vom Gegner abhängig, ohne Reads ist das gar nicht so einfach. Ich geh aber auf NL2 beim Gegner einfach mal von einem loosen Fisch aus, der falls er was hat sowieso nicht folden kann (schon gar kein Überpaar wie AA oder KK)



      Zum Thema Bankroll-Rettung:
      Bin mir da grad nicht mal mehr so sicher, hab dieses Wochenende permanent nur auf die Fresse bekommen und der EV-Graph und der Winnings Graph winken sich aus der ferne zu.
      Hab mit AA als Starthand die letzten 2800 Hände 5,85$ (und nein die gingen nicht alle zum Showdown) verloren.
      Blöderweise lief meine HEM2 Trial aus und ich hab jetzt 'ne PT3 Trial, also habe ich keinen Gesamtgraphen. Hab mir aber grad HEM2 gekauft mit der aktuellen Aktion :)
      Ich hoffe mal das geht jetzt auch mal rum, erinnert mich zur Zeit an meine Full Tilt Zeit und das war nicht immer spassig...

      http://s14.directupload.net/file/d/2834/aidf7dqm_png.htm

      Ich hoffe ich darf jetzt zu Lektion 4 weiter, da kommt nämlich was zur Tiltprävention :f_p:
    • CKWebsolutions
      CKWebsolutions
      Bronze
      Dabei seit: 30.04.2007 Beiträge: 2.171
      Original von onethirtyeight
      Da Villian auch anderes halten kann wie ein Überpaar oder eine Straße würde ich aber trotzdem callen, da ein Set nur ein kleiner Teil seiner Range sind.
      Das ist wieder ein interessanter Punkt. Wir haben hier nämlich dann folgende Situation:
      Gegen Sets: 7 Outs
      Gegen den Rest: 9 Outs

      Deshalb können wir - wenn wir davon ausgehen, dass hier nicht nur Sets in der Range sind - auch mit 8 sauberen Outs rechnen. Das verbessert natürlich wieder unsere benötigten Odds und die Implieds müssen entsprechend kleiner ausfallen. Dadurch wird der Call noch ein Stück realistischer.

      Der Graph sieht an sich auch nicht so schlecht aus, du steckst in einem Downswing, aber das geht vorüber. Einfach durchhalten :)

      Und damit: Ab zu Lektion 4 und schütze dich vor Tilt!