NL 10 Wo eintighten?

    • slevink23
      slevink23
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2011 Beiträge: 3.680
      Da ich jetzt langsam die Schnauze voll von NL 10 habe und ich auf normalem Wege nicht tighter werden kann, werde ich mir selbst ein Starting-Handchart basteln an das ich mich einfach halte. So gibt es dann keine Möglichkeit mehr zu sehr aufzuloosen. Doch ich würde gerne wissen wo ich lieber mehr eintighten sollte. Early, Mid, Lateposition. Oder was ich ja vermute, in den Blinds.

      Würde mich über Antworten freuen und entschuldige mich schon im Vorraus für einen 2ten Thread mit Stats, doch ich denke dass die Samplesize jetzt deutlicher und aussagekräftiger ist.




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      Vllt. fallen ja auch direkt extreme Postflopleaks auf, deswegen hiervon auch ein Screen.



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      Achja, dass ich aus dem MP soviel 3bette liegt weil ich das aus dem Buch Let there be Ranges, gemerkt habe, dass auf eine UTG 3bet sehr wenig weitergespielt wird. Allerdings bin ich schon dabei dass umzustellen und meine 3bets hauptsächlich auf CO und vor allem BTN zu konzentrieren.
  • 11 Antworten
    • grrgrrbla
      grrgrrbla
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2010 Beiträge: 421
      let there be range ist zwar ein gutes buch aber für nl10 sicher spew was da geraten wird,

      finde deine preflop stats ganz ok, cutoff vielleicht tighter (je nach button), blinds kannste vielleicht bissschen mehr folden, hängt vom openraiser ab,

      was ich viel schlimmer finde ist:
      - du foldest viel zu wenig auf cbets und raised zu viel auf cbets
      - dein w$@sd ist viel zu niedrig für dein limit

      konzentrier dich einfach auf solides valuepoker: valuebetten wennst was hast und lass es wenn du nichts hast, und lies weniger bücher wie let there be range sondern lern mal die grundlagen :D , denke deine leaks sind vor allem postflop leaks

      bin aber auch kein statsexperte
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Du 3-bettest am Button 15%?

      Verstehe jetzt nicht ganz, warum die Preflop Range herhalten soll.

      Was spricht denn dagegen grundsätzlich weiter am Postflop Play zu arbeiten?

      Deutlich tighter zu werden muss da nicht zwangsweise der richtige Weg sein.


      Ansonsten weißt du doch welche Ranges du aus welcher Position spielst. Schau dir die Handgruppen einfach an und lasse diese eben weg, evtl. kleine PPs/SCs etc. aus UTG.

      Die Hände, mit denen du Postflop Probleme bekommst, gehst du dann erstmal ruhiger an.

      Es macht aber wenig Sinn dass du dir da jetzt ein Chart bastelst und unabhängig vom Gegner einfach Range xy openraist. Und was willst du dann 3-betten?

      Das ist mMn ein Schritt zurück.
    • everyoneissolid
      everyoneissolid
      Gold
      Dabei seit: 13.03.2011 Beiträge: 2.652
      BU geht bei solidem postflop play auch deutlich mehr als 40%

      am bu ist dein ft4b zu hoch, villian hat hier mir einer 4bet ggn dich instaprofit

      preflop play sieht aber imo solide aus

      (ftcbet werte sehen etwas komisch aus)
    • slevink23
      slevink23
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2011 Beiträge: 3.680
      Original von MiiWiin

      1.Du 3-bettest am Button 15%?

      2.Was spricht denn dagegen grundsätzlich weiter am Postflop Play zu arbeiten?

      3.Ansonsten weißt du doch welche Ranges du aus welcher Position spielst. Schau dir die Handgruppen einfach an und lasse diese eben weg, evtl. kleine PPs/SCs etc. aus UTG.

      4.Und was willst du dann 3-betten?

      5.Das ist mMn ein Schritt zurück.
      1. Jop, ich ,,denke'' gerade gegen so weake Regs ist es profitabel. Meistens ist die einzige Adaption, wenn sie überhaupt eine machen, dass sie OOP callen. Und dann dürfen sie OOP in nem 3bet Pot spielen. Leider kann ich das nicht mit dem Elephant filtern um das zu überprüfen.

      2. Das Problem ist einfach meines Erachtens der wirklich kranke Rake. Ich habe mal bei PTR geguckt wer longterm die größten Gewinner sind und haben sie dann bei Pokeredge eingegeben. Und es zeichnet sich immer wieder das gleich Bild ab, sie spielen so einen 20/17 Style. Dazu zahlen sie einfach 3bb weniger Rake als ich, und haben Postflop eine viel stärkere Range. Und meist ist das wenigere Rake auch ihre WR.
      Ich habe keinen gefunden der so über 7bb als Winner kommt und kein Upswing hatte(sieht man daran, dass er auf NL 25 einfach nicht mehr so gut performt.)

      3. Ich opene mit SCs nur aus später Position(CO und BTN). Pockets opene ich von überall.

      4. Ja dazu würde ich mir auch ein Chart basteln, welches ich allerdings stark der Spielsituation bzw. dem Gegner anpasse.

      5. Ich denke manchmal ist ein Schritt zurück einfach der beste Weg um danach zwei Schritte nach vorne zu machen. Momentan kriege ich NL 10 einfach nicht unter Kontrolle, ich habe schon lange Zeit bei 40-50 Stack immer nur hin und her geswingt und nach meinem jetztigen Down, komme ich einfach nicht mehr hoch. Ich könnte jetzt sagen: ,,Jaja, alles nur Varianz.Das richtet sich schon wieder.'' Aber wenn ich über 70k Hände BE spiele. Bin ich entweder ein sehr sehr marginaler Winner oder ein loosing Player.
      Egal welches dieser beiden Optionen nun stimmt, langfristig muss sich was ändern. Und wenn ich mich auf eine zu loose Spielweise festgefahren habe, die ich nicht beherrsche, dann muss ich daran was ändern. Ich habe es mir scho vorgenommen tighter zu werden, doch irgendwie mag ich die Karten immer zu sehr. Mit einem Chart hätte ich dann ,,erst'' einmal feste Regeln.
    • MiiWiin
      MiiWiin
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Was ich eben nicht verstehe: Wenn du dir so viele Gedanken über dein eigenes Spiel machst und tighter werden möchtest, dann mache das einfach. Aber der Situation angemessen.

      Einen "Schritt zurück" finde ich irgendein Chart, was sich logischerweise dem jeweiligen Spot nicht anpassen kann.

      Wie soll denn bitte schön ein 3-bet-Chart aussehen was noch auf SPielsituation und Gegner achtet? So etwas gab es noch nie und wird es auch nie geben (zumindest eines was Sinn macht).

      Warum willst du dein theoretisches Wissen jetzt auf sowas reduzieren?
    • slevink23
      slevink23
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2011 Beiträge: 3.680
      Okay, Miiwiin. Jetzt hast du mich von der Idee eines Charts abgebracht.(falls mein Graph die nächsten 20k Hände so weitergeht, schicke ich dir dann die Rechnung :coolface: )

      Postflopskills werde ich selbstverständlich weiterhin dran arbeiten und mich in den HB-Foren beteiligen.

      Könntest du mir (oder auch andere) einige Anregungen geben, wo ich tighter werden sollte? CO habe ich schon mal notiert.

      Leider kann ich nicht Filtern in welcher Position welche Hände wieviel gewinnen bzw. verlieren. Deswegen ist es schwer für mich zu erkennen wo ich meine Ranges enger machen sollte.

      Edit:
      Ich denke sogar darüber nach, vllt. sogar von 6 auf 4 Tische zu reduzieren? So könnte ich mir Postflop noch mehr Gedanken machen, allerdings würde dann extrem mein Volumen leiden. Und mir wäre sehr langweilig an den Tischen.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Tischanzahl:

      Theoretisch ist 4 besser wie 6, aber eben weil du andere SPots verfolgen kannst/sollst und eben Reads bekommst. Wenn dir "langweilig" wird, machst du dies eben nicht, sondern bist in Versuchung dich mit anderen Sachen zu beschäftigen.

      Dann bleibe lieber bei 6 Tischen, das ist eigentlich auch in Ordnung.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Original von slevink23
      Okay, Miiwiin. Jetzt hast du mich von der Idee eines Charts abgebracht.(falls mein Graph die nächsten 20k Hände so weitergeht, schicke ich dir dann die Rechnung :coolface: )
      Mich hat auch noch keiner ausbezahlt bei dem es funktioniert hat und er aufgestiegen ist. :D

      Aber eigentlich müsste es doch logisch sein, dass der Chart ein Anfang ist und danach die eigenen Gedanken wichtiger werden, wenn man gewisse Grundprinzipien verstanden hat.

      Das kann kein Schritt nach vorne sein.
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
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      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.801
      Original von slevink23
      Könntest du mir (oder auch andere) einige Anregungen geben, wo ich tighter werden sollte? CO habe ich schon mal notiert.
      Grundsätzlich ist dein Style ja in Ordnung.

      Man kann nicht sagen es ist zu loose, du musst du ja irgendwas zwangsweise ändern.

      Du hast ja deine Ranges im Kopf. Was du von welcher Position zumindest in Erwägung ziehst zu raisen. Und da hat jeder Vorlieben, ich mag bspw. suited Aces, raise die eher mal wie einen SC, evtl. ein PP oder sowas wie KJ.

      Letztlich gewönt man sich an die Postflop-Spots, mit suited Aces komme ich da vernünftig raus, mit Händen wie KJ (meine Hass-Hand) nicht. Das heißt aber nicht, dass suited ACes grundsätzlich besser perfomen wie KJ.

      Es kommt also auch auf deine Erfahrungen an.

      Nimm dir die Zeit und schaue wie du eben mit diesen Händen performst:

      => Kleine PPs in jeder Position
      => SCs in jeder Position
      => suited Aces in jeder Position
      => Broadways in jeder Position (gerade sowas wie KJ-, QJ-)

      Und dann kommst du zu deinem Ergebnis. Mit gewissen Handgruppen in gewissen Position geht dein Graph steil nach unten.

      Dann hast du zwei Optionen:

      => Dein Spiel umstellen
      => Die Hände weglassen

      Da du dich für Weg zwei entschieden hast, fallen diese Hände weg.

      Aber ich kann nicht sagen "lass SC aus EP weg", wenn du dich daran gewöhnt hast und das Postflop +EV geregelt bekommst (was zugegebenermaßen schwer ist).

      Da musst du selber schauen mit welchen Händen es nicht läuft...
    • Anuschka
      Anuschka
      Bronze
      Dabei seit: 13.06.2006 Beiträge: 1.768
      Ich hab mich mittlerweile grösstenteils wieder durch NL10 gegrindet. Ich hab die Weisheit sicherlich nicht mit Löffeln gefressen, aber ich hab das Limit nun auf 50K Hände mit knappen 9bb recht formidabel geschlagen. Mit NL10 von 2006 hat der Spass nichtmehr viel zu tun, mittlerweile braucht man definitiv etwas tiefere Kentnisse um den Rake deutlich zu schlagen (Promos seitens ps.de für Neuanfänger wärn mal ne ganz nette Idee, für absolute Neuanfänger macht es dank dem abstrusen Rake nur sehr bedingt Sinn aus monetären Gründen Zeit in das Spiel zu investieren).
      Die meisten Regs machen zumindest was Stats anbelangt n soliden Eindruck, da hörts aber meist dann auch schon auf.

      Ich würd dir raten absolutes Valuepoker zu spielen. Die grössten Leaks der meisten Spieler sind imo dass sie viel zu viel Callen, selbst nur wenig Valuebetten und auch nicht mal annähernd genug Bluffen um sich sonderlich in absolut marginale Spots zu verrennen. Deine Raise/Foldto Cbet Werte sehen für mich aus als ob die FoldEquity suchst wo meistens einfach zu wenig vorhanden ist. (Falls du in den Spots aber deutlich profit machst ...)
      Ausgezahlt wirst du so oder so da muss man keinerlei Image aufbauen, wenn fast alle paranoid ihr Overpair oÄ um Stacks spielen um sich im nachhinein nicht das Gefühl zu haben zu den "weaktighten" Fischen zu gehören.
      Es gibt natürlich immer Ausnahmen, aber grundsätzlich würde ich einfach ABC Poker spielen, dünn Valuebetten, meist nur mit EQ bluffen oder in wirklich guten Spots in denen selbst der dümmste Reg merkt das man eigentlich keine Bluffs in seiner Range hat mal ne Hand turnen. Und falls man merkt in welches Extremum Villan driftet einfach seinen Plan anpassen. Foldet einer gerne und viel immer schön rein damit, spielt jemand grundsätzlich aggro und meint eine Videolinie nach der anderen auspacken zu müssen einfach zunitten und sich ausbezahlen lassen, die meisten schnallen das noch nichtmal wenns zu spät ist.
      Zudem natürlich immer aktiv schlechte Tische aussortieren wenn nicht mindestens ein 50Vpipler mit am Tisch sitzt einfach wechseln.
      Tipp zum Schluss: Nicht den psychischen Aspekt unterschätzen n paar spewy Pots jede 2te Session, hier und da ne Dummheit und die Winrate schrindet ganz schnell dahin. Ich würde sogar behaupten das der Unterschied zwischen Breakeven Spielern und klaren Winningplayern häufig nichts mit der "Technik" sondern mit Konstanz zu tun hat.

      Ich bin wie gesagt mit 21/17 sehr gut gefahren, und von dem was ich bisher auf Nl25 gesehen habe sollte sich das auf den höheren Microlimits erstmal nicht ändern.
    • slevink23
      slevink23
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2011 Beiträge: 3.680
      @Anuschka:
      Danke für deinen ausführlichen Post.

      Was die monetären Ziele angeht, ist Poker für mich eh kein Grund.(Natürlich würde ich mich über eine Nebeneinkunft nicht ärgern) Doch da könnte ich lieber einen normalen Nebenjob machen und würde longterm mehr verdienen. Ich bin eher immer wieder davon fasziniert wenn hier einige Midstakesspieler eine Hand analysieren und ich mir nur so denke: Alles klar, in 15 Leveln können wir vllt. mal auf einem Niveau diskutieren :D . Und ich genau weiß wenn ich HU gegen so jmd. spiele wie der mich in der Luft zerreißen würde.

      Ja, Tilt ist ist wohl leider ein größeres Problem wie ich dachte :( . Aber ich kriege immer mehr Erfahrung damit und versuche meine Emotionen unter Kontrolle zu kriegen( das ist es ja auch was einen guten Pokerspieler ausmacht). Man unterschätz halt teilweise immer wieder diese Varianz. Gerade wenn man aufsteigen mochte, und jeder Stack für das BRM wichtig ist, ärgert man sich über 4-5 Stack in einer Session.

      Tableselection achte ich auch immer mehr drauf. So alle 10-20 min gehe ich einmal alle Tables durch und gucke ob ich mich hier gerade mit 4 Regs und ein Semifish battle. Oder ob noch ein Vollfisch am Tisch sitzt.